DE230109C - - Google Patents

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DE230109C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B19/00Alarms responsive to two or more different undesired or abnormal conditions, e.g. burglary and fire, abnormal temperature and abnormal rate of flow
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 230109 KLASSE 74c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Resonanzapparate, bei welchen die Anzeige durch elektrische Relais geschieht, die von den schwingenden Resonanzkörpern, z. B. Stahlzungen, auf irgendeine Weise in Tätigkeit gesetzt werden. Ein solches Relais ist z. B. ein magnetisch bewegter Anker, dessen Stromkreis beim Schwingen der Zunge geschlossen oder wieder, unterbrochen wird.
ίο Bisher mußten ebensoviel Relais verwendet werden, als Frequenzen angezeigt werden sollten, wodurch die Apparate umfangreich und teuer wurden; auch hatten einige dieser Konstruktionen, z. B. registrierende Frequenz-
messer, den Übelstand, daß ein durch das etwaige Ausbleiben eines der Relais hervorgerufenes Falschzeigen so lange weiter bestand, bis der Frequenzwert von neuem erreicht wurde und dem Relais abermals Gelegenheit zum richtigen Ansprechen gab. Die genannten Einrichtungen lassen sich demnach nur bei allmählich sich vollziehenden Frequenzänderungen anwenden.
Die Erfindung ging daher aus dem Bestreben hervor, sowohl die zahlreichen Relais zu vermeiden als auch die gerügten Unvollkommenheiten zu beheben. Demgemäß wird also im Gegensatz zu den bisherigen Anordnungen nicht jeder Resonanzkörper in gleicher Art und Weise selbständig anzeigen, sondern die Resonanzkörper werden in bezug zu der Stellung eines gemeinsamen beweglichen Anzeigeapparates (z. B. Zeiger, Schieber o. dgl.) in zwei Gruppen unterteilt, derart, daß der Zeiger ■ sich nach derjenigen Gruppe hinbewegt, in welcher die Resonanz auftritt. Sobald er diese Stellung erreicht hat, schaltet er die Wirkung des ansprechenden Resonanzkörpers aus und verbleibt so lange in seiner Stellung, bis er durch das Auftreten einer anderen Frequenz in einer der beiden neu gebildeten Gruppen veranlaßt wird, vor- oder rückwärts zu wandern.
Auf leicht verständliche Weise ist. dieser Erfindungsgedanke durch nachfolgende Ausführungsform zu verwirklichen. Die Resonanzkörper werden auf verschiedene, z. B. zwei Stromkreise verteilt, welche auf Relais ο. dgl. C Vorrichtungen wirken, wodurch eine Vor- oder Rückwärtsbewegung der Anzeige- oder Registriervorrichtung veranlaßt wird. ^
Die Darstellung (Fig. 1) entspricht der Annahme, daß zwei Relais mx und nt% durch Ruhestrom erregt werden, der durch die : Schleuderkontakte der Resonanzapparate Z1 bis Z10 unterbrochen werden kann. Die Schleuderkontakte sind an sich bekannt und bestehen im wesentlichen aus einer Stahlzunge, die elektromagnetisch erregt wird und bei Resonanz an einen pendelnden Kontakt schlägt. Diese Einrichtung ist der Einfachheit wegen jeweilig durch ein Z angedeutet. Von jeder Verbindungsstelle je zweier Resonanzapparate Z aus ist eine Stromleitung nach einem Kontakt ο bis 10 geführt. An diesen Kontakten 6g gleitet irgendein mit der Anzeigevorrichtung
■$■.
zwangläufig verbundener Kontaktschieber g o. dgl. vorbei. Beispielsweise mag die Führung mittels einer in den Lagern I1 und I2 gleitenden Zahnstange s erfolgen, die von einem elektrisch betriebenen Uhrwerk u aus eine Verschiebung nach rechts oder links erhalten kann.
Es soll nun die Resonanz bei Z1 einsetzen. Dann wird der von I1 über g und mx nach &2
ίο gehende Stromweg I unterbrochen, der Anker ax . fällt daher ab und schließt einen Strom über C1, infolgedessen das Uhrwerk u den Kontakt-.schieber nach links treibt. Erst wenn der Schieber auf ο angekommen ist, wird der Magnet W1 wieder erregt und die Linksverschiebung hört auf. Hierbei ist es aber vorteilhaft, den Schieber mit zwei Kontakten zu versehen, damit er die Unterbrechungsstelle überbrückt, sonst würde ein fortwährendes Hin- und Herschieben eintreten.
Weiterhin soll die Resonanz sprungweise, also ohne Übergang bei Z6 eintreten, wie es z. B. bei Signalapparaten nach dem Resonanzprinzip vorkommt. Alsdann wird der Stromweg II unterbrochen, der Magnet m2 läßt i l d
seinen Anker «2s und das Uhrwerk zieht den Kontaktschieber g nach rechts so lange, bis Z6 von ihm überbrückt wird.
Es ist einleuchtend, daß die abgestimmten Zungen nicht wie es hier bei den registrierenden Frequenzmessern zwar angenommen sein soll, nach ziffermäßig steigender Frequenz angeordnet sein müssen, sondern daß sie in ganz willkürlicher Reihenfolge verteilt sein dürfen, wie dies bei Signalapparateh mitunter zweckmäßig sein mag.
Der beschriebene Apparat, dessen Ausführungsformen mannigfaltig sein mögen, besitzt gegenüber vielen anderen Vorrichtungen den großen Vorteil, daß er sehr kräftig gebaut sein kann. Daher lassen sich die Aufzeichnungen auf der Trommel t mittels eines beliebigen Schreibstiftes bewerkstelligen; oder ein großer Zeiger, der sich auf kreisförmiger
+5 Bahn bewegt, kann mit einer Glühlampe 0. dgl. versehen werden.
Das Uhrwerk u mag durch einen links- oder rechtslaufenden Motor oder durch irgendeine nach zwei Seiten wirkende Vorrichtung ersetzt werden.
Schließlich soll noch erwähnt werden, daß der Erfindungsgedanke auch Ausführungsformen auf rein mechanischem Wege, d. h. ohne Anwendung von elektrischen Hilfsrelais ?% m2 zuläßt, etwa in der Weise, daß durch das mechanische Anschlagen kreisförmig angeordneter Zungen an einen nach zwei Richtungen hin gebogenen Zeiger dieser so lange verschoben wird, bis er in die Anzeigestellung einrückt. Die Biegung dieses Zeigers wäre dergestalt auszuführen, daß die jeweils schwingende Zunge in der übereinstimmenden Zeigerstellung den beweglichen Bügel nicht berührt. Sobald jedoch eine der Nachbarzungen schwingt, schlägt sie an den linken oder rechten Arm des Bügels, wodurch sie ihn so lange aus seiner Stellung treibt, bis die übereinstimmende Lage wieder hergestellt ist (Fig. 2). Dergleichen Ausbildungsformen eignen sich jedoch ihrer geringen Kräfte wegen höchstens zu Zeigerinstrumenten, aber nicht zu Registrierzwecken, deshalb wird man im allgemeinen die Anwendung elektrischen Hilfstromes bevorzugen.

Claims (3)

75 Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Übertragen der jeweils ansprechenden Resonanzstelle bei mehr als zwei verschieden abgestimmten Resonanzkörpern auf einen Hilfsapparat,
z. B. ein Anzeige- oder Registrierinstrument, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonanzkörper (Z1 bis Z10) durch die Stellung eines auf dem Hilfsapparat (t) zwangläufig wandernden Schiebers (g) jeweils in zwei Gruppen geteilt werden, wobei das Aus- oder Einschalten derjenigen Gruppe, in welcher sich der ansprechende Resonanzkörper befindet, das Nachwandern des Schiebers (g) so lange zwangläufig bewirkt, bis er in die dem herrschenden Frequenzwert entsprechende Anzeigestellung einrückt und hierdurch den ansprechenden Resonanzkörper wieder außer Wirkung setzt.
2. Ausführung der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonanzkörper über zwei Stromwege verteilt sind, in welchen sich Relais (mx m2) zum wechselseitigen Auslösen zweier, nach verschiedenen Richtungen hin wirkenden Kräfte befinden.
3. Ausführung der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein wandernder Schieber den gerade ansprechenden Resonanzkörper aus beiden Gruppen ausschaltet, z. B. indem er ihn kurzschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE230109C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1188987B (de) * 1959-04-24 1965-03-11 Siemens Ag Einrichtung zur zentralen Steuerung und UEberwachung des ordnungsgemaessen Signalbildablaufs einer Strassenverkehrssignalanlage
US5193044A (en) * 1990-08-29 1993-03-09 Alcatel Network Systems, Inc. Apparatus for line card power cross protection

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1188987B (de) * 1959-04-24 1965-03-11 Siemens Ag Einrichtung zur zentralen Steuerung und UEberwachung des ordnungsgemaessen Signalbildablaufs einer Strassenverkehrssignalanlage
US5193044A (en) * 1990-08-29 1993-03-09 Alcatel Network Systems, Inc. Apparatus for line card power cross protection

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