DE22776C - Vorrichtungen zur Herstellung gegossener Metallröhren - Google Patents

Vorrichtungen zur Herstellung gegossener Metallröhren

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DE22776C
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DE
Germany
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pipe
cast
metal tubes
cast metal
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DENDAT22776D
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E. J. LEVAVASSEUR in Paris
Publication of DE22776C publication Critical patent/DE22776C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/08Features with respect to supply of molten metal, e.g. ingates, circular gates, skim gates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. November 1882 ab.
Bisher hat man die für die Herstellung von Bijouteriewaaren zu verwendenden Rohre aus edlen Metallen auf mühsame, kostspielige und langwierige Weise durch auf einander folgende Austreib-, Streck- oder Zieharbeiten fabricirt.
Man konnte jedoch auf diese Weise nur Rohre von unbedeutender Länge herstellen.
Die nach dem bis jetzt bekannten Verfahren gegossenen Rohre lassen sich wohl in gröfseren Längen darstellen, jedoch eignen sich dieselben nicht für den Gebrauch in der Fabrikation von Bijouterieartikeln.
Durch das neue Verfahren lassen sich indessen Gufsrohre herstellen, welche auf ihrer ganzen Länge eine ununterbrochene, genau gleiche Wanddicke besitzen und von beliebiger Länge in einer sich verschiebenden Form gegossen werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellt:
Fig. ι die Maschine zum Giefsen der Rohre im Aufrifs und theilweise- im Schnitt dar,
Fig. 2 ist dieselbe von oben gesehen und
Fig. 3 ein Schnitt durch die Mitte der Maschine nach der Linie Y- Y, Fig. 1.
Zwischen den Wangen D D des Gestelles A A kann die aus zwei Hälften B B bestehende Giefsform hin- und zurückgleiten.
Die beiden Hälften BB sind durch die Schrauben C C mit Flügelmuttern fest mit einander verbunden und jede dieser Hälften mit einer dem Rohrdurchmesser entsprechenden Aushöhlung α von halbkreisförmigem Querschnitt versehen.
Der Eingufs geschieht durch einen Schlitz c zwischen beiden Hälften B, der sich über die ganze Länge der Form ausdehnt.
Letztere ist auf der unteren Seite mit einer Zahnstange E versehen, in welche der auf der Welle / sitzende Trieb J eingreift.
Der Kern wird durch eine runde Metallstange F gebildet, welche genau denselben Durchmesser, wie die lichte Weite des zu giefsenden Rohres hat und am einen Ende b in der Form festgehalten, am anderen Ende dagegen von einem Rohr H getreten und geführt wird. Dieses Rohr H ist in einem Stuhl G des Gestelles befestigt und hat genau denselben äufseren Durchmesser wie die Aushöhlung a der Form, ist mithin von demselben äufseren Durchmesser wie das zu giefsende Rohr. Das Rohr H schliefst mit seinem in die Form hineinragenden Ende dieselbe auf der linken Seite nach aufsen ab.
Auf dem Gestell A sitzen zwei Ständer L, zwischen welchen der Schmelztiegel M mit dem flüssigen Metall auf Zapfen drehbar eingehängt wird. Durch die Schnur NN, deren freies Ende sich auf die Welle /aufwickelt, wird die Drehung und der Ausgufs des Tiegels abhängig von der Drehung der Welle oder der fortschreitenden Bewegung der Form BB gemacht.
Beim Beginn des Gusses befindet sich die Form in der äufsersten Stellung links in Berührung mit dem Stuhl G. Setzt man die Maschine durch Einrücken des Riemens der Riemenrolle K in Gang, so fängt die Form an, vermittelst des Triebes J und der Zahnstange B sich nach rechts zu bewegen; der mit flüssigem Metall gefüllte Tiegel M senkt sich allmälig durch die Aufwickelung der Schnur N auf der Welle / und giefst seinen Inhalt durch den
Spalt e in die Höhlung α α der Form, den leeren Raum von dem Lager b des Kernes an bis zum Ende des Rohres H rings um den Kern ausfüllend.
Ist der Gufs vollendet, so · bewege man die Form so weit nach rechts, bis das Rohr H nicht mehr in dieselbe hineinragt, hebe alsdann die Form von den Wangen D ab und schraube die Muttern der Schrauben C los. Man kann nun die Hälften BB von einander und das gegossene Rohr mit dem darin steckenden Kern F herausnehmen.
Auf diese Art läfst sich Gufsrohr von irgend welchen Metallen, wie Gold, Silber, Kupfer, Zink, Bronze etc., und von jeder beliebigen Dimension herstellen. Man hat nur Form, Kern und Rohr H von den entsprechenden Dimensionen einzusetzen.
Um den Kern aus dem Gufs herauszuziehen, dient die durch Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Hülfsmaschine. Vermittelst derselben wird das Rohr mit dem darin steckenden Dorn streckenweise geprefst und gleichzeitig in einer Richtung quer auf seiner Achse hin- und hergerollt. Durch diesen combinirten Arbeitsprocefs wird das Gufsrohr allmälig von dem darin steckenden Metallkern gelöst.
Zwischen zwei verticalen Ständern Q ist die Prefsplatte P vermittelst vier Schrauben .ff1, welche von der Welle R durch Schrauben ohne Ende e e und Schraubenräder dd gedreht werden, auf- und abbeweglich.
Unter dieser Platte P ist der Schlitten O in einer Führung der Ständer Q der Länge nach hin- und zurückverschiebbar, und zwar durch die Verbindungsstange S von der Kurbelwelle T aus, welche wiederum durch Zahnradübersetzung von der Schwungradwelle r durch die Riemenrollen χ getrieben wird.
Der Schlitten O ist mit einer hervortretenden Rollfläche cl versehen, auf welche das Rohr, mit dem einen Ende anfangend, aufgelegt wird.
Nun wird vermittelst des Schwungrades S1 die Prefsplatte P gesenkt, so dafs dieselbe das auf der Platte c ruhende Gufsrohr berührt. Alsdann rückt man den Riemen ein und der Schlitten O beginnt seine hin- und hergehende Bewegung, wodurch das Rohr über die Platte c1 hin- und hergerollt wird. Wenn dasselbe an dem Ende der Rollfläche ankommt, senkt es sich über die Punkte χ herab und kommt aufser Berührung mit der Prefsplatte P. Man kann dann das Rohr wieder eine Strecke weiter quer über den Schlitten O vorschieben, um diese neue Strecke ebenfalls unter Druck zu rollen und so allmälig die ganze Länge des Rohres der Wirkung der Maschine aussetzen, wonach sich alsdann der Kern leicht aus dem Gufsrohr ziehen läfst.

Claims (2)

Patent-An Sprüche: Bei der Fabrikation von gegossenen Metallröhren :
1. Die Giefsmaschine, Fig. 1,2 und 3, bestehend aus einer sich in horizontaler Richtung verschiebenden Form B B mit dem befestigten Kern F und dem unverschiebbaren Führungs- und Schlufsrohr H in Verbindung mit dem sich selbstthätig senkenden Schmelztiegel M, welcher das flüssige Metall durch den Spalt c in den sich durch die Bewegung der Form allmälig vergröfsernden leeren Raum der Form laufen läfst.
2. Die Rollmaschine, Fig. 4, 5 und 6, zum Loslösen des Rohrgusses von dem Kern, bestehend aus der vertical verschiebbaren Platte B und der hin- und hergehenden Platte c1, zwischen welchen das Rohr der ganzen Länge nach stückweise geprefst und gerollt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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