DE227658C - - Google Patents

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DE227658C
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drum
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/28Plant or installations without electricity supply, e.g. using electrets
    • B03C3/30Plant or installations without electricity supply, e.g. using electrets in which electrostatic charge is generated by passage of the gases, i.e. tribo-electricity

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  • Cleaning In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 e. GRUPPE
HUGO LAUTE in CHARLOTTENBURG.
Reinigungsvorrichtung für Gase. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1906 ab.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß in einer rotierenden Trommel eine Anzahl gegeneinander versetzter Ringe, Leisten oder Stäbe angeordnet sind, durch die die mit Staub beladenen Luft- oder Gasströme hindurchziehen, wodurch sie beständig gebrochen werden. Diese Ringe usw. bestehen zum Teil aus Hartgummi, Glas oder sonstigen bei der Berührung mit Bürsten Elektrizität erzeugenden Stoffen, die ίο somit elektrisch werden und eine große Anziehungskraft auf die Staubteilchen ausüben. Der Staub lagert sich hierbei auf den Stäben oder in deren Rillen ab und wird beständig durch feststehende oder rotierende Bürsten abgenommen. Im weiteren können die Reifen sämtlich oder teilweise hohl ausgebildet sein, um Wasser oder andere Kühl- oder Heizflüssigkeiten hindurchzuleiten, die das Kühlen oder Anwärmen des Luft- oder Gasstromes bewirken. Diese Einrichtung kann auch dazu benutzt werden, um bei Verwendung heißer Gase in den hohlen Ringen Dampf zu erzeugen, der in beliebiger Weise nutzbar gemacht wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist
Fig. ι ein Längsschnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht und
Fig. 3 eine Einzeldarstellung,
Fig. 4 ist ein Abschnitt der Fig. 1 in vergrößertem Maßstabe, wobei die Ringe 22 und die Rohre 9 im Schnitt gezeigt sind,
Fig. 5 ist eine Ansicht der Ringe 22 auf den schräg angeordneten Rohren 9.
Fig. 6 ist ein Abschnitt der Fig. 2 in vergrößertem Maßstabe mit den Abstreifringen 22 und den Bürsten 23.
ι ist eine rotierende Trommel, die lose auf der hohlen Antriebwelle 2 gelagert ist und gegebenenfalls in ein feststehendes Gehäuse eingebaut werden kann. Auf der hohlen Welle 2 sind Arme 3 befestigt, die Bürsten 4 tragen. Letztere schleifen: gegen ringförmige Stäbe 5, die aus Glas, Hartgummi 0. dgl. bestehen. Gegen die Außenseite der Trommel 1 schleift eine Bremse 6 (Fig. 2), die federnd gegen das Gehäuse gepreßt wird. Wäre die Bremse 6 nicht vorhanden, so würden die Arme 3 bzw. die Bürsten 4 die ringförmigen Stäbe 5 und damit die Trommel 1, in der sie befestigt sind, mit der ihnen eigenen Geschwindigkeit mitnehmen. Wird die Bremse 6 so fest angezogen, daß die Trommel feststeht, so können die Bürsten 4 bei der Rotation der Welle 2 nur gegen die Stäbe 5 schleifen. Wird jedoch die Bremse 6 nur zum Teil angezogen, so muß sich je nach Stärke der Bremsung die Trommel 1 mit einer geringeren Geschwindigkeit als die Welle 2 drehen, so daß eine fortwährende Drehung der Trommel und ein Schleifen der Bürsten 4 gegen die Stäbe 5 stattfindet.
In der Trommel liegen konzentrische hohle Ringe 7, die, wie bereits erwähnt, von Wasser durchströmt werden können. Das zugeführte Wasser fließt durch die einzelnen Hohlreifen, die miteinander durch eine Röhre 8 verbunden sind, hindurch und kann schließlich noch durch Siederohre 9 hindurchgehen. Von hier fließt es durch die Leitung 10 in das Gehäuse 11 und kann von da als Dampf oder in Form von heißem Wasser durch die Leitung 12 abgelassen werden, In dem Falle, wo das Rohr 8 von der
einen Reihe der Ringrohre 7 in eine andere Ringrohrreihe übergeht, können in das Rohr 8 selbsttätig schließende Ventile (Fig. 3) eingeschaltet werden,, deren nach außen geführte Spindeln an Winkelhebeln 13 befestigt sind. Der Winkelhebel 13 trifft bei der Rotation der Trommel gegen einen festen, gegebenenfalls verstellbar angeordneten Anschlag 14, wodurch die Ventile zwecks Regelung des Dampfdruckes zeitweise geöffnet werden. Diese Anordnung kommt natürlich nur zur Anwendung, wenn die durchfließende Flüssigkeit durch die zu reinigenden Gase in Dampf verwandelt werden soll.
Die mit Staub beladenen Gase werden durch einen Kanal 15 in die hohle Trommel hineingeleitet und, wenn nötig, durch auf der Welle 2 sitzende Flügel 16 angesaugt. Der Hauptteil der Gase geht hierauf in Zickzacldinien zwischen den Ringrohren hindurch und wird dadurch erwärmt oder gekühlt. Gleichzeitig schlägt sich der Staub auf den Ringen nieder, weil hinter diesen Ringen 7 die Gasgeschwindigkeit verringert wird. Um diese Wirkung noch zu steigern, sind die Ringe auf ihrer hinteren Seite konkav geformt. Der Staub kann von diesen Ringen 7 durch besondere Bürsten 23 abgestrichen werden. Diese Bürsten können auf der Welle derart drehbar gelagert sein, daß sie von der Welle mitgenommen, jedoch in einem bestimmten Augenblick freigelassen werden und sich dann infolge ihrer Schwere etwas rascher drehen als die Trommel, so daß die hierbei entstehende relative Bewegung das Abstreichen bewirkt. Die angenähert gleiche Wirkung wird auch durch frei zwischen den Ringen liegende Bürsten erreicht, die einerseits infolge ihrer Reibung das Bestreben haben, mit den Ringen umzulaufen, anderseits aber infolge ihrer Schwere nach unten zu sinken bestrebt sind. Diese beiden auf die Bürsten wirkenden Kräfte rufen eine Schleifwirkung der Bürsten gegen die Ringe hervor. Natürlich ist eine größere Anzahl von im Kreise gegeneinander versetzter Bürsten für jede Ringreihe vorhanden, so daß ein vollständiges und sicheres Abstreichen der Staubteile ermöglicht ist. Weiterhin dienen noch Ringe 22 (Fig. 4 und 6) zum Abstreifen von Staub, der sich an den Röhren 9 festgesetzt hat, wobei die hin und her gehende Bewegung durch schräge Anordnung dieser Röhren erreicht wird (Fig. 5), derart, daß diese gleitende Bewegung sich jedesmal beim Durchgang jedes einzelnen Rohres durch die wagerechte Ebene umkehrt.
In der Trommel kann noch ein zweiter Ventilator 17 angebracht sein, der die in der Trommelmitte sich ansammelnden Gase zentral aus der Trommel herausdrückt. Dieser Teil der Gase kann durch Öffnungen 21 in die hohle Welle hineingeleitet und aus der Auffangkammer 18 durch eine Leitung 19 in einen Behälter 20 geleitet werden. Dieser Behälter kann mit Flüssigkeit angefüllt sein, durch die die Gase hindurchgehen müssen. Es hat dies den Zweck, bestimmte, in den Gasen vorhandene Bestandteile, z. B. Ammoniakgase, aufzufangen.
Die konzentrischen Ringe können auch durch Querleisten ersetzt sein. Im allgemeinen ist es gleichgültig, ob die Ringe mit Bezug auf die Bürsten oder die Bürsten mit Bezug auf die Ringe bzw. die Querleisten rotieren. Werden die Ringe durch Querleisten ersetzt, so stehen sie oder aber die Bürsten vorteilhaft schief zu den Mantellinien der sich bewegenden Trommel, so daß bei dem Rotieren auch gleichzeitig eine relative Bewegung der Querleisten zu den Bürsten hervorgebracht wird, die bestrebt ist, ein Abwischen des auf der Leiste niedergeschlagenen Staubes, von einem Ende des Stabes angefangen bis zum anderen Ende, hervorzubringen.
Die Gase können auch vor ihrem Eintritt in die eigentliche Trommel schon durch einen Kranz von einzelnen Ringen oder Stäben aus Hartgummi u. dgl. geführt werden, die gleichfalls durch relativ zu den Stäben bewegte Bürsten elektrisch gemacht sind. Eine solche Anordnung ist in Fig. 1 mit 5 ^ und 5έ bezeichnet.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Reinigungsvorrichtung für Gase, gekennzeichnet durch Stäbe oder Leisten aus j Hartgummi, Glas oder ähnlich wirkenden . Stoffen, die durch Reiben elektrisch und Staub anziehend gemacht werden, und an denen die .Gase vorbeigeführt werden.
    •2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer rotierenden Trommel mit der Trommel rotierende Leisten oder konzentrische Ringe angeordnet sind, zwischen denen hindurch die mit Staub beladenen Gase hindurchgehen müssen, und von denen der Staub durch Bürsten abgenommen wird, die auch den elektrischen Zustand der Leisten oder Ringe hervorbringen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringreifen hohl und miteinander verbunden sind, um up durch sie Wasser oder sonstige Kühl- oder Heizflüssigkeiten hindurchzuleiten, die in ihnen durch die heißen Gase auch bis zur Verdampfung erhitzt werden können.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel auf einer Welle frei drehbar ist und von der Welle aus durch Bürsten (4) mitgenommen wird, während eine auf die Trommel wirkende Bremse (6) eine Relativbewegung zwischen der Welle und der Trommel hervorbringt.
    5. Vorrichtung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der die Leisten oder Bürsten oder beide antreibenden Welle Ventilatorflügel angeordnet sind, die die Gase ansaugen und fortführen.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß, um den Druck des beim Reinigen heißer Gase in den hohlen Ringen entstehenden Dampfes zu regeln, in den Verbindungsleitungen zwischen den einzelnen hohlen Ringen selbsttätig schließende Ventile angeordnet sind, die bei der Drehung der Trommel zeitweise geöffnet werden.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß, falls die Ringe durch Leisten ersetzt sind, letztere oder auch die feststehenden oder bewegten Bürsten schräg zur Mantellinie der Trommel gerichtet sind, so daß mit dem Elektrischmachen der Stäbe auch gleichzeitig das Abwischen der Stäbe erreicht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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