DE227610C - - Google Patents

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DE227610C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/0006Making spongy iron or liquid steel, by direct processes obtaining iron or steel in a molten state
    • C21B13/0013Making spongy iron or liquid steel, by direct processes obtaining iron or steel in a molten state introduction of iron oxide into a bath of molten iron containing a carbon reductant

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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
* 227610-KLASSE 18«. GRUPPE
Dr. F. WÜST in AACHEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Oktober 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Verbesserung des bekannten Erzreduktionsverfahrens, bei dem die Eisenerze auf flüssiges Roheisen gebracht werden und der Kohlenstoff des Roheisens zur Reduktion der Erze verwendet und wobei der verbrauchte Kohlenstoff durch wiederholte Rückkohlung des flüssigen Roheisenbades herbeigeschafft wird.
Das neue Verfahren wird in einem kippbaren oder feststehenden Regenerativflammofen ausgeführt, der ' außer dem eigentlichen Reduktions- und Schmelzherd seitlich noch einen kleinen Herd besitzt, welcher nach Art der kommunizierenden Röhren mit dem Hauptherd durch eine oder mehrere an dem Herdboden ' befindliche Öffnungen in Verbindung steht, derart, daß wohl das flüssige Eisen, nicht aber die auf demselben schwimmende Schlacke in den Nebenherd eintreten kann und die Feuer-
ao gase ebenfalls keinen oder nur beschränkten Zutritt zu dem Nebenherd haben.
Das Arbeitsverfahren beginnt damit, daß Roheisen oder Schmiedeeisen auf dem Hauptherd geschmolzen wird. Ein Teil des flüssigen Metalls tritt durch die an der Herdsohle befindliche Öffnung oder Öffnungen in den Nebenherd. Hierauf wird das zu reduzierende Erz und gegebenenfalls auch Kalkstein auf das geschmolzene Eisen im Hauptherd gebracht, während der Nebenherd mit Kohle irgendwelcher Art beschickt wird.
Das im Nebenherd befindliche flüssige Metall löst entsprechend seiner Temperatur Kohlenstoff aus der Kohle, der sich infolge seiner großen Diffusionsgeschwindigkeit im gesamten Eisenbade ziemlich gleichmäßig verteilt. Im Hauptherde findet zwischen dem geschmolzenen Erz und dem mit Kohlenstoff gesättigten Eisen eine lebhafte Reaktion statt, welche unter Bildung von Kohlenoxyd Eisen in das Bad führt. Der zur Reaktion verbrauchte Kohlenstoff wird immer wieder aus der Kohle ersetzt, bis schließlich das zugesetzte Erz vollständig reduziert ist.
Gegenüber dem älteren Verfahren hat das vorliegende den Vorteil, daß nicht nur zu jeder Zeit, sondern auch beständig rückgekohlt werden kann.
Das erzeugte kohlenstoffhaltige Eisen kann nun zum Teil mit der Schlacke abgegossen und wenn erforderlich in einem Fertigofen weiterverarbeitet oder als Roheisen verwertet werden.
Man kann auch die vom Eisen befreite Schlacke abgießen oder abstechen und neues Erz in den Ofen einbringen, mit dem das Bad heruntergefrischt wird. Während der Frischperiode wird dem Eisenbade im Nebenherd keine Gelegenheit zum Lösen von Kohlenstoff gegeben. Ist die Frischperiode zu Ende, so wird ein Teil des Eisens unter Zurückhaltung der Schlacke abgegossen und so-
dann wieder Reduktionskohlenstoff in das Bad geführt, worauf die Reduktionsarbeit so lange fortgesetzt wird, bis die Schlacke eisenfrei ist.

Claims (1)

  1. Pate nt-Ans PRU cn :
    Verfahren zur Gewinnung von metallischem Eisen aus Erzen im Flammofen , unter Benutzung eines Bades von flüssigem, hochgekohltem Eisen als Reduktionsmittel, dessen Kohlenstoff nach Bedarf durch Zugabe von Kohlungsmitteln wieder ersetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausführung des Verfahrens zwei getrennte, durch im Boden vorgesehene öffnungen miteinander verbundene, das Eisenbad enthaltende Herde, in deren einem die zu reduzierenden Eisenerze und in deren anderem die Kohlungsmittel für das Eisenbad eingetragen werden, dienen. 2c
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160461B (de) * 1956-06-15 1964-01-02 Friedrich Kocks Dr Ing Verfahren zum Herstellen von Eisen aus Eisenoxyden, vornehmlich Eisenerzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160461B (de) * 1956-06-15 1964-01-02 Friedrich Kocks Dr Ing Verfahren zum Herstellen von Eisen aus Eisenoxyden, vornehmlich Eisenerzen

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