DE226922C - - Google Patents

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DE226922C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03DAPPARATUS FOR PROCESSING EXPOSED PHOTOGRAPHIC MATERIALS; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03D15/00Apparatus for treating processed material
    • G03D15/04Cutting; Splicing

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Cutting Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 226922 -KLASSE 75 c. GRUPPE
in PARIS.
als Schwingungserzeuger,
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine elektromagnetische Maschine, die zum Ausschneiden der bandförmigen Schablonen dienen soll, wie solche zum Kolorieren von .Kinematographenfilms benutzt werden. Diese Maschine beruht auf dem bekannten Prinzip des Elektromagneten, bei welchem dadurch eine schnell hin und her gehende Bewegung des Ankers erzeugt wird, daß durch die Magnetspulen ein ίο Wechselstrom geschickt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt.
Fig. ί zeigt die Maschine in Vorderansicht mit teilweisem Schnitt.
1-5 Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie X-X der Fig. i.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie Y-Y der Fig. i. .
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie Z-Z der ao Fig. i.
Die verschiedenen Teile der Maschine sind an einem Metallrahmen ι angebracht, dessen Gestaltung in Hinsicht auf eine bequeme Handhabung gewählt ist. In dem Rahmen ι ist nach der Erfindung ein Rahmen 2 verschiebbar angebracht, der die an einem Steg 4 festsitzenden Magnetspulen 3 trägt. Ein vorn und hinten aus einem Schlitz 6 des inneren Rahmens hervorragender gerändelter Knopf 5 ermöglicht, wenn er mit der Hand in der einen oder anderen Richtung gedreht wird, das Verschieben des Rahmens 2 im Rahmen 1 nach oben oder unten.
Zwischen den Magnetspulen, aber ohne Bewegungsspiel in der Höhenrichtung ist die Achse 8 des aus einer Platte von weichem Eisen gebildeten Magnetankers 9 gelagert. Der Magnetanker 9 kann in einem geringen Abstande von den Polen des Elektromagneten und ohne sie jemals zu berühren, horizontal hin und her schwingen, und zwar in folgender Weise. Der Anker weicht in der Ruhelage, von oben oder unten betrachtet, in seiner Längsrichtung von der die beiden Pole verbindenden Linie um einen gewissen Winkel ab, oder mit anderen Worten, die Mittellinie des Ankers kreuzt die Verbindungslinie der Pole in einem gewissen Winkel.
Wenn nun der Elektromagnet durch einen Stromstoß erregt wird, dann bewirkt die auf die beiden Enden des Ankers 9 ausgeübte Anziehungskraft, daß der Anker in die zur Verbindungslinie der Pole parallele Lage herumschwingt. Dabei schwingt aber der Anker infolge der großen Geschwindigkeit, mit weleher er fortgerissen wird, über die zur Verbindungslinie der Pole parallele Lage hinaus, und würde in diese Parallellage erst dann
gelangen, wenn er eine gewisse Anzahl Schwingungen in beiden Richtungen gemacht hätte. Um das Hin- und Herschwingen zu unterstützen, ist auf dem unteren Quersteg ii des inneren Rahmens 2 eine zweiarmige Feder 10, die einer Stimmgabel ähnlich ist, festgeschraubt.
An dem einen Ende des Ankers 9 ist eine kleine Röhre 12 festgenietet, die beim Hin- und Herschwingen des Ankers abwechselnd
' gegen den einen und den anderen Arm der Feder 10 stößt, und zwar synchron mit den Phasen des den Elektromagneten erregenden Wechselstromes. Das Röhrchen 12 reicht durch einen in dem Quersteg 11 angeordneten Schlitz hindurch und erhält in diesem Bewegungsfreiheit.
In der Ruhelage wird der Anker 9 durch eine kleine geeignet angebrachte Feder derart seitlich beeinflußt, daß sich das Röhrchen 12 an einen der Arme der Feder 10 anlegt. Diese Lage des Ankers entspricht der Hochstellung einer am unteren Ende ein Lochwerkzeug tragenden oder selbst als solches ausgebildeten Schlagspindel 16, während die zur Verbindungslinie der Pole parallele Lage des Ankers der tiefsten Stellung der Schlagspindel entspricht.
Die bisher erwähnten, an dem Gestell 2 beweglich gelagerten Teile bilden einen elektrischen Schwingungserzeuger, der in der Sekunde bei fünfzig Perioden eines den Elektromagneten durchfließenden Wechselstromes hundert Schwingungen hervorbringt.
An der hinteren Seite des unteren Quersteges des Rahmens 1 ist ein Bock 13 befestigt, dessen oben und unten im Winkel vorgebogene Enden V-förmige Einschnitte 14 und 15 haben, in denen die Schlagspindel 16 Führung erhält. Die Schlagspindel ist an ihrem mittleren Teil mit zwei Bunden versehen, zwischen welche ein Plättchen 17 aus gehärtetem Stahl eingreift, das am einen Ende eines Antriebshebels 18 festsitzt. Letzterer ist mit seinem anderen Ende auf einem Bolzen 19 gelagert und kann an demselben mittels eines Schlitzes verschoben werden. Beim Arbeiten jedoch wird der Hebel 18 in derjenigen Stellung, in welcher sich das Plättchen 17 zwischen den beiden Bunden der Schlagspindel 16 befindet, mittels eines an den Kopf des Bolzens 19 angelenkten, von vorn gegen den Hebel 18 umlegbaren Exzenterhebels mit dem Bolzen 19 fest verbunden, so daß der Bolzen 19 dem Hebel 18 als Schwingachse für auf und nieder gehende Schwingbewegungen dienen kann. Eine an der Vorderseite des unteren Quersteges des Rahmens 1 festgeschraubte Platte 21 läuft über einem V-förmigen Einschnitt des Quersteges in einen Schnabel aus, der mit sanftem Druck auf der Vorderseite des das Stahlplättchen 17 tragenden Endes des Antriebshebels 18 aufliegt ■ und dabei das Plättchen 17 zwischen den Bunden gegen die Schlagspindel 16 drückt. Dadurch wird auch die Schlagspindel mit ihren Enden sanft in die V-förmigen Einschnitte 14 und 15 eingedrückt, so daß sie in diesen ohne zu starke Reibung gute Führung erhält, während sie mittels des zwischen die Bunde eingreifenden Stahlplättchens 17 durch den auf und nieder schwingenden Antriebshebel 18 auf und nieder geschoben wird.
Wie bereits erwähnt, kommen auf die Sekunde bei Anwendung eines Wechselstromes von fünfzig Perioden hundert Schwingungen des Ankers 9. Ähnliche elektromagnetisch betriebene Musterstechapparate sind bekannt. Bei diesen wird die Bewegung des Ankers mit gleicher Anzahl der Schwingungen auf die Nadel übertragen.
Um nun aber die Schwingungen des Ankers auf die Schlagspindel 16 unter Verdoppelung der Anzahl zu übertragen, ist folgende Einrichtung getroffen.
In dem Röhrchen 12 ist unten eine Metallkugel 22 gelagert. In einer an einem Ohr des Antriebshebels 18 festgenieteten Lagerpfanne 23 ist eine zweite Metallkugel 24 gelagert. Diese beiden Kugeln 22 und 24 sind durch eine kleine, sehr leichte Lenkstange 25 verbunden. Die Teile 23, 24, 25 bilden das wesentliche Organ zur verdoppelten Übertragung der Schwingungen des Ankers 9.
Bei der Darstellung nach Fig. 1 haben die Teile die für eine Schlagwirkung passende Stellung. Der Anker 9 liegt parallel zur Verbindungslinie der Pole, und die Schlagspindel 16 nimmt ihre tiefste Stellung ein, bei welcher das unten an der Schlagspindel befestigte Loch- oder Stech werkzeug (auf der Zeichnung nicht dargestellt) das zu bearbeitende Schablonenband oder ein sonstiges Arbeitsstück durchlocht. Die Lenkstange 25 nimmt dabei eine senkrechte Stellung über der Lagerpfanne 24 ein.
Wenn nun der Anker 9 über die zur Verbindungslinie der Pole parallele Lage, d. i. die Mittellage, entweder nach vorn oder nach hinten hinausschwingt, so entfernt sich auch mit dem Röhrchen .12 die in demselben gelagerte Kugel 22 aus der Mittellage, wobei sich die Lenkstange 25 nach vorn oder hinten schräg stellt. Da nun die Lenkstange 25 nicht ausdehnbar ist, muß die obere Kugel 22 die untere 24 nach sich ziehen, und da letztere von der am Antriebshebel 18 festsitzenden Lagerpfanne 23 umfaßt wird, so wird durch diese der Hebel 18 bei jeder Schrägstellung der Lenkstange hochgezogen, wodurch auch die Schlagspindel 16 hochgeschoben wird. Da nun der in der Ruhelage
schräg zur Pol Verbindungslinie stehende Anker bei jedem Hin- und Herschwingen, also bei jeder ganzen Schwingung zweimal die Mittellage passiert, so muß auch die Lenkstange 25 zweimal in die senkrechte Stellung kommen, wobei diese den Hebel 18 ebenfalls zweimal von oben nach unten drücken muß. Infolgedessen wird auch die mit dem Hebel 18 gekuppelte Schlagspindel zwei Schläge nach unten ausüben. Es ist hiernach klar, daß in der Sekunde bei Anwendung eines Wechselstroms von fünfzig Perioden, der hundert ganze Ankerschwingungen veranlaßt, die Schlagspindel 16 zweihundert Schläge ausführen muß.
Das zum Ausschneiden der Schablonen dienende Werkzeug wird als scharfe Spitze ausgebildet. Werden unter der Spitze die Umrisse der auszuschneidenden Stellen der Schablone vorbeigeführt, dann sticht die Spitze im Verlaufe der Umrisse bei der überaus schnellen Bewegung der Schlagspindel so dicht feine Löcher aneinander, daß eine fortlaufende feine Schnittlinie entsteht. Auf diese Weise können die Schablonen sehr genau und bequem ausgeschnitten werden.
Durch Drehen an dem gerändelten Knopf 5 können die mit dem verschiebbaren Rahmen 2 zusammenhängenden Teile in dem äußeren Rahmen bequem verstellt werden, wodurch es möglich wird, die Schwingungsgrenzen der Schlagspindel zu verlegen.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Maschine zum Ausschneiden von zum Kolorieren von Kinematographenfilms dienenden Schablonen mit Anordnung eines durch einen Wechselstrom erregten Elektromagneten als Schwingungserzeuger, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zu den Magnetkernen beiderseitig über die Pole hinaus erfolgenden Schwingungen des Magnetankers (9) in vervielfachte Schwingungen eines mit einer Werkzeugspindel (16) gelenkig gekuppelten Antriebshebels (18) umgesetzt werden.
2. Maschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet (3) mit dem Anker (9) und den zur Übertragung der Ankerschwingungen auf den Antriebshebel (18) dienenden Übertragungsmitteln (12, 22, 25, 24) in einem die Schwingachse des Antriebshebels (18) tragenden äußeren Rahmen (1) mittels eines inneren Rahmens (2) verschiebbar angebracht ist, um die Schwingungsgrenzen des Antriebshebels (18) und der Werkzeugspindel (16) verlegen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4142479A (en) * 1975-10-06 1979-03-06 Daidotokushuko Kabushikikaisha Magnetic separators and apparatus for making the same

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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