DE2264697B2 - Gebäude, insbesondere kuppeiförmiges Gebäude, mit einem aus Stäben und Knotenstücken gebildeten Gerippe - Google Patents

Gebäude, insbesondere kuppeiförmiges Gebäude, mit einem aus Stäben und Knotenstücken gebildeten Gerippe

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Description

Die Erfindung betrifft ein Gebäude, insbesondere kuppeiförmiges Gebäude, mit einem aus Stäben und Knotenstücken gebildeten Gerippe und die Felder des Gerippes abschließenden, im wesentlichen ebenflächigen Elementen.
Es ist bisher allgemein üblich, bei derartigen Gebäuden, die die Felder des Gerippes abschließenden Elemente unter Zwischenschaltung sogenannter Profil- oder Rohrpfetten neben den Stäben des Gerippes anzuordnen oder z. B. mit Hilfe von Abstandhaltern unmittelbar an den Knotenstücken anzubringen (Sonderdruck aus »Kunststoffe im Bau«, Nr. 22, 1971, Seite 8, Abbildungen 13 und 14 bzw. Seite 14 Abbildung 34). Immer wurden entweder zusätzliche Profiloder Rohrpfetten für den Anschluß der Elemente an die Gerippekonstruktion oder bei aufgeständerten Elementen in Plattenform kräftige Rahmen (auch als Bestandteile von Platten) benötigt. Für raumabschließendc Elemente mit {;eringer eigener Biegesteifigkeit (z. B. Glas) ist die punktförniige Abstützung bzw. Aufhängung der Elemente ohne Rahmen überhaupt unmöglich. Bei solchen Konstruktionen ist dementsprechend zunächst als Primärkonstruktion aus Knoten und Stäben das statisch tragende Gerippe am Einsatzort zu montieren, dann daran oine Sekundärkonstruktion für die Aufnahme der raumabschließenden flächigen Elemente zu befestigen, und schließlich sind in einem dritten Montagevorgang die raumabschließenden flächigen Elemente anzubringen.
Ein Verbesserung im Sinne der Vereinfachung und Beschränkung der Bau-Elemente für derartige Gebäude ist durch die DT-GS 1 928 840 bekanntgeworden. Die die Felder des Gerippes dieses Gebäudes abschließenden ebenflächigen Elemente stützen sich" in diesem Falle derart auf die durch Knotenstückc verbundenen Stäbe ab, daß jeweils ein Stab zugleich /wci benachbarte ebenflächige Elemente bzw. Platteneleniente trägt. Dadurch wird zwar eine Reduzierung hinsichtlich der Anzahl der Elemente und der Moiitagevorgänge erzielt. Dieses Konstruktionsprin-/ip setzt jedoch bei der Errichtung des Gebäudes immer noch voraus, daß zunächst nur das Gerippe aus einzelnen Stäben und Knotenstücken montiert wird und anschließend die ebenflächigon Elemente in die Felder des Gerippes eingesetzt werden. Diese Konstruktion bedingt aber, daß die die Felder des Gerippes abschließenden Elemente von Haus aus eine entsprechend ausreichende Biegesteifigkeit aufweisen, da sie vor ihrer Montage nicht von aussteifenden Rahmen umgeben sind. Gerade für großflächige, die FeI-der des Gerippes abschließende Elemente mit geringer eigener Biegesteifigkeit, z. B. Glas, ist die vorstehende Konstruktion folglich nicht geeignet. Auch die Montage erreicht bei dieser Konstruktion folglich nicht geeignet. Auch die Montage erreicht bei dieser Konstruktion noch nicht eine wesentliche Vereinfachungauf der Baustelle. Die Bauteile müssen getrennt transportiert werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gebäude der eingangs bezeichneten Art derart weiterzubilden, daß zum Raumabsehluß auch großflächiger Felder des Gerippes Elemente mit relativ geringer eigener Biegesteifigkeit ohne sekundäre Tragkonstruktion verwendet werden können und gleichzeitig die Montagearbeit weiter erleichtert wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jedes im wesentlichen ebenflächige Element an seinen Rändern durch jeweils einen eigenen Rahmen atigestützt ist und die parallellaufenden Teile benachbarter Rahmen gemeinsam die Stäbe des Gerippes bilden. Mit anderen Worten: Jedes Flächenelement wird von einem geschlossenen, tragenden Rahmen umfaßt, und die Rahmen werden auf einfache Weise mittels der Knotenstücke zu einem Gebäude zusammengebaut, wobei die Rahmenteile die bisher beim Stand der Technik vorhandenen Einzelstabelemenie ersetzen. Die aussteifenden tragenden Rahmen gestatten ferner die Verwendung von ebenflächigen Elementen auch mit großen Dimensionen und gleichwohl geringer eigener Biegefestigkeit, z. B. Glas.
Bei einem bereits montierten Gebäude sind dementsprechend an den Rändern der Flächenelemente statisch voneinander unabhängige tragende Rahmenteile vorhanden, die zunächst jeweils für sich die Kräfte aus den ihnen zugeordneten raumabschließenden Elementen aufnehmen und in die Knotenstücke einleiten und umgekehrt darüber hinaus aber auch die Kräfte aus der Gesamtkonstruktion übertragen. Die Rahmenteile können vorteilhaft auf die raumabschließenden Elemente individuell abgestimmt werden, was vor allem dann von Bedeutung ist, wenn diese Flächenelemente eine unterschiedliche Form, Größe und/oder Beschaffenheit aufweisen und in verschiedenen Raumlagen angeordnet sind. So können z. B. unterschiedlich große Flächenelemente entweder als Dunkelelemente mit Schall- und Wärmedämmung oder als lichtdurchlässige Elemente, z. B. aus Glas, ausgeführt werden; und alles dies wird erst durch die gemäß der Erfindung ausgeführte Randausbildung und Abstützung in individuell angepaßten Rahmen ermöglicht.
Dabei ergeben sich dann zwangsläufig für die praktische Ausführung derartiger Gebäude und deren Wirtschaftlichkeit eine ganze Reihe von geradezu entscheidenden Vorteilen:
1. Die abschließenden Flächenelemente können in optimaler Weise im Herstellerwerk in die Rahmen eingefügt werden.
2. Beim Transport beanspruchen die Rahmen mit
den darin befindlichen rauniabschließenden Elementen wesentlich weniger Transportraum und Verpackungsmaterial als die getrennt verpackten Elemente; ferner schützen die Rah'nen die darin befindlichen Flächenelemente, was besonders > bei empfindlichen Stoffen (z. B. Glas) wichtig ist. 3. Am Bauort wird der Arbeitsaufwand und die Bauzeit wesentlich reduziert; die Montage erfordert keine Spezialisten; sie kann unter fachmännischer Leitung von einheimischen Kräften m durchgeführt werde.
Alle diese Vorteile wirken sich besonders dann aus, wenn Gebäude der hier erörterten Art in Ländern errichtet werden sollen, die weder über Produktionsanlagen für hochwertige Bauelemente noch über qualifi- ι "> zierte Handwerker verfügen.
Zweckmäßig sind die Rahmenteile mit einem Auflager für die die Felder des Gerippes abschließenden Elemente versehen, was den Zusammenbau der Elemente mit den Rahmen vereinfacht. _>n
Vorteilhaft können ferner benachbarte Rahmenteile in Form eines Hohlkastenprofils an ihren parallellaufenden Rändern kraftschlüssig verbunden und/ oder untereinander abgedichtet sein. Dadurch erhält man andererseits unter Einbeziehung des Gerippes r> ein nach außen völlig abgedichtetes Gebäude.
Die Erfindung wird anschließend an Hand der Zeichnung eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt
Fig. I eine Teilschnittansicht im Bereich zweier tu benachbarter Rahmenteile mit aufgelagerten ebenflächigen Elementen und
Fig. 2 eine Schrägansicht eines kuppeiförmigen Gebäudes mit einem tragenden Gerippe aus Rahmenteilen und Knotenstücken sowie die Felder des Gerip- j-> pes abschließenden ebenflächigen Elementen, insbesondere eine Kuppel, bei der Rahmen mit verschiedener Polygon-Gestalt (Dreiecke, Quadrate, Rechtecke) gemischt sind.
Das in Fig. 1 veranschaulichte Konstruktionsprinzip, bei dem die tragenden Stäbe eines Gerippes zugleich die Teile 40 eines Rahmens zur Halterung der die Felder des Gerippes abschließenden Elemente 42 bilden, kann beispielsweise bei einem in Fig. 2 gezeigten kuppeiförmigen Gebäude angewendet werden. Dieses kuppeiförmige Gebäude kann ein Gerippe aus Rahmenteilen 40 aufweisen, die an ihren Enden durch nicht gezeigte Knotenstücke untereinander verbunden sind. Die Felder dieses Gerippes sind durch einzelne, paar- oder gruppenweise zusammengefaßte, ebenflächige Elemente 42 in Rechteck- oder Dreieckform abgeschlossen.
Die die Stäbe des Gerippes bildenden Rahmenieile 40 für die ebenflächigen Elemente 42 können gemäß Fig. 1 ein Hohlkasteriprofil aufweisen und an ihren parallellaufenden Rändern sowohl kraftschlüssig verbunden, als auch untereinander abgedichtet sein. Die die Felder des Gerippes abschließenden Elemente 42 in Form von Doppelstegplatten aus z. B. Acrylglas können mit ihren »rahmenseitigen« Rändern durch eine Abschlußplatte 41 unter Zwischenschaltung von Dichtungen auf Auflager bzw. Stegen 43 gehalten sein, die an den Rahmenteilen 40 in deren Längsrichtung verlaufend vorgesehen sind. Die parallellaufenden Kanten je zweier benachbarter Elemente 42 in Form von Doppelstegplatten können auf nicht gezeigten Rahmensprossen aufgelagert sein. Mit α ist der Winkel bezeichnet, unter dem sich benachbarte Polygonzüge aus Rahmenteilen 40 eines kuppclförmigen Gebäudes schneiden können
Hierzu I Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Gebäude, insbesondere kuppeiförmiges Gebäude, mit einem aus Stäben und Knotenstücken ι gebildeten Gerippe und die Felder des Gerippes abschließenden, im wesentlichen ebenflächigen Elementen, dadurch gekennzeichnet, daß jedes im wesentlichen ebenflächige Element (42) an seinen Rändern durch jeweils einen eigenen κι Rahmen abgestützt ist und die parallellaufenden Teile (40) benachbarter Rahmen gemeinsam die Stäbe des Gerippes bilden.
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile (40) mil einem π Auflager (43) für die die Felder des Gerippes abschließenden Elemente (42) versehen sind.
3. Gebäude nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Rahmenteile (40) in Form eines Hohikastenprofils an ihren j» parallellaufenden Rändern kraftschlüssig verbunden und/oder untereinander abgedichtet sind
DE19722264697 1972-06-30 1972-06-30 Gebäude, insbesondere kuppeiförmiges Gebäude, mit einem aus Stäben und Knotenstücken gebildeten Gerippe Expired DE2264697C3 (de)

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