DE225282C - - Google Patents

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DE225282C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B7/00Mercerising, e.g. lustring by mercerising
    • D06B7/08Mercerising, e.g. lustring by mercerising of fabrics of indefinite length

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8«. GRUPPE
Dr. PAUL KRAIS in TÜBINGEN und MAX PETZOLD in ZITTAU i. S.
Zusatz zum Patente 203745 vom 2. März 1907.
Patentiert int Deutschen Reiche vom 20. Dezember 1907 ab. Längste Dauer: 1. März 1922.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine weitere Ausbildung des Verfahrens nach Patent 203745, welche darin besteht, daß die mit Natronlauge getränkten Gewebe, bevor sie der Einwirkung des Dampfes und der Mangelwalzen (Preßwalzen) ausgesetzt werden, mit laugehaltigem Wasser bespritzt werden. Hierdurch wird erzielt, daß der Dampf und die mit dem Dampf auf das Gewebe wirkende Luft nicht unmittelbar auf die feinen Härchen der Gewebeoberfläche einwirken können, weil dieselben durch das vorhin erwähnte Annetzen mit laugehaltigem Wasser bedeckt sind. Die Folge davon ist, daß die Ware an der Oberfläche nicht in Oxycellulose verwandelt wird, und demnach auch streifige Färbungen, welche die Verkaufsfähigkeit der Ware beeinträchtigen, vermieden werden.
Zur Erläuterung des Verfahrens möge die zur Durchführung desselben dienende Entlaugungsvorrichtung, "an die eine Waschmaschine angeschlossen ist, die jedoch beide keinen Teil der Erfindung bilden, kurz wie folgt gekennzeichnet werden.
ι ist der Streckrahmen einer Mercerisiermaschine, welchen das zu behandelnde Gewebe durchläuft. 18,8 sind die Preßwalzen, von denen je zwei in einem Kasten 40 bzw. 41 eingeschlossen sind. Die Kasten 40, 41 stehen je mit einem Abflußrohr 85 bzw. 86 in Verbindung. Vor jedem Paar Preßwalzen sind die Dampfsprührohre 24,25 bzw. 27,28 vorgesehen, welche mit den Dampfzuleitungen 42 und 43 in Verbindung stehen. Neben der Mercerisiermaschine ist eine Waschmaschine 44 angeordnet, welche die mit dem Boden in Verbindung stehenden Querwände 45, 46 sowie die in einem gewissen Abstand von dem Boden angeordneten Querwände 47, 48, 49 besitzt. Hierdurch wird die Waschmaschine 44 in die Abteilungen 91, 92, 93, 94, 95, 96 geteilt.
Auf dem Boden des Waschgefäßes 44 sind die Heizschlangen 50, 51 und 52 vorgesehen. Zur Führung des Gewebes sind die Rollen 53 sowie die Walzen 54, 55 und die Rolle 56 vorgesehen. Zur Führung des Gewebes durch die Waschmaschine sind ferner die Rollen 57, 58, 59, 60, 61, die Walzen 62, 63, die Rollen 64, 65, 66; 67, die Walzen 69,70, die Rollen 71, 72, 73, 74, 75, die Walzen 76, 77 und die Rolle 78 angeordnet.
Von dem der Mercerisiermaschine zunächst gelegenen Abteil 96 der Waschmaschine 44 zweigt oben die Leitung 79 ab, welche mit dem Absperrorgan 80 versehen ist und in das Spritzrohr 81. ausmündet. Vor den Walzen 76, 77 ist die Wasserleitung 89 angeordnet, welche in das Spritzrohr 90 ausmündet.
Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende:
35
40
45
55
60
fs. Außage, ausgegeben am 7. August
Das Gewebe 78 gelangt in Richtung der Pfeile 88 zu den Preßwalzen, wird aber vorher durch das Spritzrohr 81 mit laugehaltigem Wasser angenetzt, welches dem der Mercerisiermaschine zunächst gelegenen Abteil 96 der Waschmaschine 44 entnommen werden kann. Das durch das Spritzrohr 81 zugeführte laugehaltige Wasser wird mit dem Dampf durch die Preßwalzen in die Ware eingearbeitet.. Nachdem das Gewebe sämtliche Dampfsprührohre 8, 18 passiert hat, gelangt es über die Rolle 53 zu dem Quetschwalzenpaar 54, 55, worauf der Rest der noch verbleibenden Lauge ausgequetscht wird. Von den Quetschwalzen
1S 54' 55 gelangt das Gewebe über die Rolle 56 in die Waschmaschine 44, passiert hier die Rollen 57,58,59,60,61, die Walzen 62,63, ferner die Rollen 64 bis 68, die Walzen 69, 70, die Rollen 71 bis 75, die Walzen j6, JJ und schließlich die Rolle 78.
Das zum Waschen des Gewebes verwendete Wasser gelangt durch Leitung 89 in das Spritzrohr 90, um gegen das Gewebe gespritzt zu werden und dann in das Abteil 91 der Waschmaschine 44 zu fließen. Von dort wird das Waschwasser in entgegengesetzter Richtung wie das Gewebe an den Wänden durch die Abteile 92, 93, 94, 95, 96 der Waschmaschine geführt, um schließlich aus dem letzten Abteil 96 nach dem Spritzrohr 81 zu fließen.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Verfahren zum Entlaugen der zum Zwecke des Mercerisierens mit Natronlauge getränkten Gewebe mittels Dampf nach Patent 203745, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewebe, bevor sie der Einwirkung des Dampfes und der Preßwalzen ausgesetzt werden, mit laugehaltigem Wasser benetzt werden. 4c
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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