DE2249174B2 - Befestigung eines schwingungsdaempfers, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Befestigung eines schwingungsdaempfers, insbesondere fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigung eines Schwingungsdämpfers, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
der ein Dämpferrohr bzw. ein das Dämpferrohr abschließendes Bodenstück und ein an der Kolbenstange
befestigtes Mantelrohr bzw. ein das Mantelrohr abschließendes Deckelstück aufweist, wobei die kolbenstangenseitige
Befestigung des Schwingungsdämpfers axial innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge
mit Hilfe eines sich radial erstreckenden, mit der Kolbenstange verbundenen
Lagerteils erfolgt, das über einen elastischen Lagerring auf karosserieseitige Lage-schalen einwirkt.
Aus der GB-PS 10 74 867 ist eine Befestigung der eingangs genannten Art bekannt, bei der eine möglichst
kurze Einbaulänge des Schwingungsdämpfers angestrebt wurde. Die sich axial innerhalb der maximal
erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge radial erstreckenden, mit der Kolbenstange verbundenen Lagerteile
waren hierbei als getrennte, topfförmige Bauteile ausgebildet, die an dem mit einem Gewinde versehenen
Ende der Kolbenstange über eine Mutter befestigt wurden.
Diese bekannte Befestigung ist durch die getrennten, topfförmigen Bauteile in der Herstellung und der
Montage aufwendig und erbringt durch die an der Kolbenstange erforderliche Gewinde-Mutter-Befestigung
nicht die kürzestmögliche Einbaulänge des Schwingungsdämpfer:*.
Aus der GB-PS 7 79 597 und der FR-PS 11 81 934 sind
Schwingungsdämpfer bekannt, bei denen die axial innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge
sich radial erstreckenden Lagerteile in Form von zusätzlich angepunkteten Winkelringen
bzw. aufgeschobenen Kantringen ausgebildet sind.
Diese bekannte Befestigung ist in der Herstellung und Anordnung der Lagerteile sowie deren Verbindung mii
den elastischen Lagerringen sehr aufwendig.
Aus der DT-Gbm 1610135 ist eine einfache
Befestigung eines einen radialen Flansch aufweisenden Bauteiles in einem elastischen Lagerring bekannt.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Befestigung der eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß
bei einem serienmäßigen, universell einsetzbaren Schwingungsdämpfer bei einer durch die Funktion
gegebenen Baulänge die kürzestmögliche Einbaulänge im Kraftfahrzeug erzielt wird. Die zur Befestigung
erforderlichen Lagerteile sollen hierbei an Bauteilen des Schwingungsdämpfers ausgebildet sein, wobei jedoch
diese Bauteile von ihrem herkömmlichen Aufbau nur geringfügig abweichen sollen, damit sie nahezu mit den
gleichen Fertigungseinrichtungen, wie sie für herkömmliche Schwingungsdämpfer erforderlich sind, hergestellt
werden können.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst, indem das mit der Kolbenstange verbundene Lagerteil
am Mantelrohr bzw. dessen Deckelstück ausgebildet ist und die dämpferrohrseitige Befestigung des Schwingungsdämpfers
axial innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge mit Hilfe eines sich
radial erstreckenden Lagerteiles am Dämpferrohr bzw. dessen Bodenstück erfolgt, wobei dieses Lagerteil über
einen elastischen Lagerring auf radaufhängungsseitige Lagerschalen einwirkt.
Das Dämpferrohr bzw. dessen Bodenstück und das Mantelrohr bzw. dessen Deckelstück sind hierbei mit
radialen ebenen Flanschen versehen, die in entsprechenden Nuten in elastischen Lagerringen aufgenommen
und festiegbar sind.
Das Dämpferrohr bzw. dessen Bodenstück und das Mantelrohr bzw. dessen Deckelstüok sind hierbei
vorzugsweise mit durch Einrollen gebildeten V-förmigen radialen Wulsten versehen, die in V-förmigen
Querschnitt aufweisenden elastischen Lagerringen abgestützt sind.
Die radialen Flansche bzw. die radialen V-förmigen Wülste können hierbei eine kreisförmige Gestalt
aufweisen oder aber je nach bevorzugter Schwenkbe-
weglichkeit ovale, elliptische oder eine sonstige von der
Kreisform abweichende Gestalt aufweisen.
Die erfindungsgemäüe Befestigung eines Schwingungsdämpfers
macht mit einem Minimum an Umstellungsaufwand die Ausbildung von zweckentsprechenden
Lagerteilen an für den Aufbau von Scnwingungsdämpfern ohnehin erforderlichen Bau eilen möglich,
wobei die für solche Schwingungsdämpfer erforderliche Einbaulänge in Kraftfahrzeugen nicht größer ist als die
für die Funktion erforderliche Baulänge des Schwin- ic gungsdämpfers.
Die Erfindung wird anhand zweier in den Zeichnungen gezeigter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
F i g. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine
Hälfte eines Ausführungsbeispieles eines Schwingungsdämpfers mit einer erfindungsgemäßen Befestigung.
Fig.2 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine Hälfte eines anderen Ausführungsbeispiels eines
Schwiiigungsdämpfers mit einer Befestigung gemäß der
Erfindung.
F i g. 3 zeigt eine Draufsicht auf F i g. 1 bei entferntem
Karosseriebauteil mit in Strich-Punkt-Linien ergänzter Lagerschale.
F i g. 4 zeigt eine Draufsicht auf F i g. 2 bei entferntem Karosseriebauteil mit in Strich-Punkt-Linien ergänzter
Lagerschale.
F i g. 5 und 6 zeigen Schnitte parallel zur Ebene der radialen Lagerteile gemäß F i g. 1 bei von der Kreisform
abweichender Gestaltung der Lagerteile.
In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen, wobei bei einer baulichen
Abweichung die Bezugszeichen mit einem Strich-Index versehen sind.
Ein Schwingungsdämpfer 1 bzw. Γ ist einenends an
einem Karosseriebauteü 2 bzw. 2' und anderenends an einem Radaufhängungsbauteil 3 bzw. 3' befestigt.
Der Schwingungsdämpfer 1 bzw. Γ besteht aus einem
inneren Dämpferrohr 4, in dem ein mit einer Kolbenstange 5 verbundener Arbeitskolben 6 bewegbar
ist. Das innere Dämpferrohr 4 besitzt unten einen Ventileinsatz 7 und oben einen Dichtungseinsatz 8, über
die es mit einem äußeren Dämpferrohr 9 bzw. 9' verbunden ist.
Die Kolbenstange 5 ist an ihrem oberen freien Ende mit einem Deckelstück 10 bzw. 10' vernietet, verschweißt
oder auf möglichst flache Weise verbunden.
Die beiden Dämpferrohre 4 bzw. 9/9' sind über ein Bodenstück 11 bzw. 11' untereinander bzw. mit dem
Ventileinsatz verbunden.
Das Deckelstück 10 bzw. 10' trägt ein auf geeignete Weise mit ihm verbundenes, z. B. angepunktetes oder
angebördeltes Mantelrohr 12 bzw. 12'.
Der Schwingungsdämpfer 1 bzw. Γ ist weiterhin an
seinem Arbeitskolben 6 mit einem in gestrichelten Linien gezeigten Zuganschlag 13 und unterhalb des
Deckelstückes 10 bzw. 10' mit einem ebenfalls in gestrichelten Linien gezeigten Druckanschlag 14 versehen,
der mit einer gestrichelt gezeichneten /Anschlaghülse 15 bzw. 15' zusammenwirkt.
Bei einem Schwingungsdämpfer 1 entsprechend F i g. 1 ist das mit der Kolbenstange 5 verbundene
Deckelstück 10 mit einem sich axial innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge
radial erstreckenden Lagerteil in Form eines Flansches 16 versehen. Das Deckelstück 10 kann hierbei als
einfaches Blechpreßteil hergestellt sein.
Das mit dem äußeren Dämpferrohr 9 verbundene Bodenstück 11 ist gleichfalls mit einem sich axial
innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge radial erstreckenden Lagerteil in
Form eines Flansches 17 versehen. Das Bodenstück 11 kann hierbei als bearbeitetes Gußteil hergestellt sein.
Der vom Deckelstück 10 radial abstehende Flansch 16 wird in einer Nut 18 in einem e'astischen Lagerring 19
und der vom Bodenstück 11 radial abstehende Flansch 17 wird in einer Nut 20 in einem elastischen Lagerring
21 aufgenommen.
Die elastischen Lagerringe 19 und 21 werden über Lagerschalen 22 bzw. 23 und über Schrauben 24 an den
Bauteilen 2 und 3 befestigt.
Die elastischen Lagerringe 19 und 21 stützen sich hierbei an dem Karosseriebauteil 2 bzw. am Radaufhängungsbauteil
3 in Ausprägungen 25 bzw. 26 ab, die in ihrer Mitte eine öffnung 2/ bzw. 28 für den
Schwingungsdämpfer 1 aufweisen.
Bei einem Schwingungsdämpfer 1 entsprechend Fig.2 ist das mit der Kolbenstange 5 verbundene
Deckelstück 10' mit einem sich axial innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge
radial erstreckenden Lagerteil in Form eines V-förmigen radialen Wulstes 16' versehen. Das Deckelstück 16'
kann hierbei als Blechpreßteil mit nachfolgend eingerolltem V-förmigen Wulst 16' hergestellt sein.
Das mit dem äußeren Dämpferrohr 9' verbundene Bodenstück 11' ist gleichfalls mit einem sich axial
innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge radial erstreckenden Lagerteil in
Form eines V-förmigen radialen Wulstes 17' versehen. Das Bodenstück 11' kann hierbei als Blechpreßteil mit
nachfolgend eingerolltem V-förmigen Wulst 17' hergestellt sein.
Der am Deckelstück 10' ausgebildete radiale Wulst 16' stützt sich in einem einen V-förmigen Querschnitt
aufweisenden elastischen Lagerring 19' und der vom Bodenstück \Y gebildete radial abstehende Wulst 17'
stützt sich in einem einen V-förmigen Querschnitt aufweisenden elastischen Lagerring 21' ab.
Die elastischen, einen V-förmigen Querschnitt aufweisenden Lagerringe 19' und 21' werden über
Lagerschalen 22' bzw. 23' und über Schrauben 24 an den Bauteilen 2' bzw. 3' festgelegt.
Die elastischen Lagerringe 19' und 2V stützen sich
hierbei an der Karosserie 2' bzw. am Radaufhängungsbauteil 3' in Ausprägungen 25' bzw. 26' ab. Die obere
Ausprägung 25' weist hierbei keine öffnung auf, so daß ein Wassereintritt in den Kofferraum eines Kraftfahrzeuges
durch das in Strich-Punkt-Linien gezeichnete Karosserieblech verhindert wird.
Aus den F i g. 3 und 4 sind unterschiedliche Ausbildungen der Lagerschalen 22 bzw. 22' gezeigt, die im übrigen
je nach den Einbauerfordernissen völlig anders :n der
Form und in der Schraubenanordnung gestaltet werden können.
Aus den F i g. 5 und 6 sind die unterschiedlichen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Flansche
16" bzw. 16'" zu erkennen. Auch hier kann je nach Einbauerfordernis die Form des Flansches in Verbindung
mit der der elastischen Lagerringe 19" bzw. 19'" verändert werden, um verschiedene gewünschte
Schwenkbeweglichkeiten des Schwingungsdämpfers zu erzielen. Selbstverständlich gilt das mit Bezug auf die
Fig. 5 und 6 im Hinblick auf einen Flansch Gesagte ebenso für V-förmige radiale Wülste mit ihren
entsprechenden, einen V-förmigen Querschnitt aufweisenden
elastischen Lagerringen.
Die Erfindung wurde anhand eines Schwingungs-
dämpfers der Zweirohr-Bauart näher erläutert, es ist jedoch selbstverständlich, daß die erfindungsgemäße
Befestigung für einen Schwingungsdämpfer ebenso bei Schwingungsdämpfer!: der Einrohr-Bauart angewendet
werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Befestigung eines Schwingungsdämpfers, insbesondere für Kraftfahrzeuge, der ein Dämpferrohr
bzw. ein das Dämpferrohr abschließendes Bodenstück und ein an der Kolbenstange befestigtes
Mantelrohr bzw. ein das Mantelrohr abschließendes Deckelstück aufweist, wobei die kolbenstangenseitige
Befestigung des Schwingungsdämpfers axial innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge
mit Hilfe eines sich radial erstrekkenden, mit der Kolbenstange verbundenen Lagerteils
erfolgt, das über einen elastischen Lagerring auf karosserieseitige Lagerschalen einwirkt, dadurch
gekennzeichnet, daß das mit der Kolbenstange
(5) verbundene Lagerteil (16 bzw. 16') am Mantelrohr (12 bzw. 12') bzw. dessen Deckelstück
(10 bzw. 10') ausgebildet ist und die dämpferrohrseitige Befestigung des Schwingungsdämpfers axial
innerhalb der maximal erforderlichen Schwingungsdämpferbaulänge mit Hilfe eines sich radial erstrekkenden
Lagerteiles (17 bzw. 17') am Dämpferrohr (9 bzw. 9') bzw. dessen Bodenstück (11 bzw. 11') erfolgt,
wobei dieses Lagerteil (17 bzw. 17') über einen elastischen Lagerring (21 bzw. 21') auf radaufhängungsseitige
Lagerschalen (23 und 26 bzw. 23', 26') einwirkt.
2. Befestigung eines Schwingungsdämpfers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Dämpferrohr (9) bzw. dessen Bodenstück (11) und das Mantelrohr (12) bzw. dessen Deckstück (10) mit
radialen ebenen Flanschen (16 bzw. 17) verschen sind, die in entsprechenden Nuten (18 bzw. 20) in
elastischen Lagerringen (19 bzw. 21) aufgenommen und festlegbar sind.
3. Befestigung eines Schwingungsdämpfers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Dämpferrohr (9') bzw. dessen Bodenstück (11') und das Mantelrohr (12') bzw. dessen Deckelstück (10')
mit vorzugsweise durch Einrollen gebildeter V-förmigen radialen Wülsten (16' bzw. 17') versehen sind,
die in V-förmigen Querschnitt aufweisenden, elastischen Lagerringen (19' bzw. 21') abgestützt sind.
4. Befestigung eines Schwingungsdämpfers nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die radialen ebenen Flansche (16 bzw. 17) bzw. die radialen V-förmigen Wülste (16' bzw. 17')
kreisförmige Gestalt aufweisen.
5. Befestigung eines Schwingungsdämpfers nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die radialen ebenen Flansche (16 bzw. 17) bzw. die radialen V-förmigen Wülste (16' bzw. 17') je nach
bevorzugter Schwenkbeweglichkeit ovale, elliptische oder eine sonstige von der Kreisform
abweichende Gestalt aufweisen.
Priority Applications (2)
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| DE19722249174 DE2249174B2 (de) | 1972-10-06 | 1972-10-06 | Befestigung eines schwingungsdaempfers, insbesondere fuer kraftfahrzeuge |
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