DE2247103B2 - Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln

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DE2247103B2 DE19722247103 DE2247103A DE2247103B2 DE 2247103 B2 DE2247103 B2 DE 2247103B2 DE 19722247103 DE19722247103 DE 19722247103 DE 2247103 A DE2247103 A DE 2247103A DE 2247103 B2 DE2247103 B2 DE 2247103B2
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln, insbesondere wasserfesten Schleifpapieren, durch Beschichten einer Unterlage aus Fasermaterial mit einem Bindemittel auf der Basis eines härtbaren Kunstharzes und unter nachfolgender Härtung mittels energiereicher Strahlung.
Es ist bekannt, Schleifpapiere dadurch herzustellen, daß man auf dem Trägermaterial ein Grundbindemittel und das Schleifkorn aufbringt, das Material soweit härtet, daß es für die folgenden Verfahrensschritte genügend Festigkeit besitzt, das Deckbindemittel aufträgt und anschließend vollständig härtet. Als Bindemittel können Glutinieim, Phenolharze und, wenn man wasserfeste Schleifpapiere herstellen will, Polyurethanharze, Epoxydharze und Alkydharze, eventuell in Kombination mit Melaminharzen, verwendet werden. Besonderen technischen, apparativen und zeitlichen Aufwand bedürfen die Härtungsprozesse. Um eine Zerstörung der in der Regel aus Cellulose bestehenden Unti-Tlagen zu vermeiden, sollen sie bei einer Maximaltemperatur von 120 bis 130° C durchgeführt werden. Eine schnelle Härtung, die die Anwendung eines Horizontaltrockners gestatten würde, verbietet sich aber auch, weil z. B. Gasblasen die Haftung des Harzes an der Unterlage beeinträchtigen. Die Härtung des beschichteten Materials nimmt im allgemeinen 1 bis mehrere Stunden in Anspruch und erfolgt deshalb in Hangtrocknern. Die Hangtrockner, durch die das beschichtete, meist bandförmige Material geführt wird, ermöglichen zwar die langandauernden Härtungsproz«.sse,sie bieten aber auch Nachteile, wie die Ausbildung von Fehlerstellen an den Aufhängestellen des Materials, Ablaufen der Bindemittel und Veränderung der Kornstellung, die durch die vertikale Aufhängung bedingt sind und durch zwangsläufig langsame Luftumwälzung ungleichmäßige Temperaturverteilung und damit ungleichmäßige Vernetzung der Bindemittel.
Ein Verfahren zum Härten von Kunstharzmischungen auf Basis von Präpolymerisaten bzw. Telomerisalen eines Diallyl- oder Di-(mit Allyl)-phalates oder t'opräpoljmerisate bzw. Cotelomerisate solcher Verbiiukingen mit anderen copolymerisierbaren Monomeren und reaktionsfähigen olefinisch ungesättigten Monomeren sowie gegebenenfalls einem frei radikale bildenden Polymerisationskatalysator mit ionisierenden Strahlen ist bekannt. Diesem Stand der Technik konnte jedoch nicht entnommen werden, daß derartige Bindemittel auf Basis eines mit Elektronenstrahlen tärbbaren Kunstharzes sich für die Herstellung von Schleifmitteln besonders gut eignen.
Es ist auch bekannt, Schleifmittel durch Beschichten eines Trägermaterials mit einem photopolymerisierbaren bzw. -härtenden Kunstharz sowie mit Schleifkörpern herzustellen und die aufgebrachte Schicht darauf mit Ultraviolettstrahlen zu härten.
Bei der Härtung mit UV-Strahlen kommt es, in der für die Härtung der Bindemittel erforderlichen Expositionszeit, infolge des bisher unvermeidbaren relativ hohen Anteils an IR-Strahlung zu einer starken Erhitzung, die bis zur Carbonisierung des Trägermaterials, insbesondere des Papiers, an den nicht mit Bindemitteln und Schleifkorn bedeckten Stellen führen kann. Oft ist bei der Härtung mit UV-Strahlen auch ein Zu- -'<> satz von Sensibilisatoren notwendig. Die Aushärtungszeit des UV-härtbaren Kunstharzes beträgt 1 bis 2 Minuten.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile vermeidet und trotzdem hochwertige, den bisherigen Schleifmitteln mindestens gleichwertige wasserfeste Schleifmittel erhält, wenn gemäß der Erfindung die aufgebrachte Bindemittelschicht auf der Basis des härtbaren Kunstharzes durch Elektronenstrahlung gehärtet wird.
Bei Einsatz von Elektronenstrahlen für die Herstellung von Schleifmitteln kann als Vorteil angesehen werden, daß bei der Härtung in der dafür erforderlichen Zeit nur eine minimale Erwärmung auftritt, die keineswegs zu einer Schädigung des Trägermaterials führt. Darüber hinaus ist durch die Einstrahlung einer sehr hohen Energiemenge bei der Elektrunenstrahlenhärtung nur eine extrem kurze Härtungszeit der als Bindemittel verwendeten Kunstharze erforderlich, so daß eine große Produktionsgeschwindigkeit erreicht werden kann. Durch die extrem kurze Zeit verändern auch die elektrostatisch aufgebrachten Schleifkörper nicht ihre Lage, wodurch eine äußerst präzise Anordnung dieser Schleifkörper gewährleistet ist. Durch die kurze Härtungszeit kann auch der bisher benötigte Platzaufwand vermindert werden, da Hangtrockner, bei denen das Schleifmittel schleifenförmig über Umwegwalzen geführt wird durch eine horizontale Verfahrensanordnung ersetzt werden können. Als weiterer Vorteil für die Erzeugung von gleichmäßig gehärteten Bindemittelschichten ist zu nennen, daß das aufgebrachte härtbare Bindemittel schlagartig aushärtet und keine Ablaufeigenschaften aufweist.
Gegenstand d;r Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln durch Beschichten einer Unterlage aus Fasermaterial mit einem Bindemittel auf der Basis eines härtbaren Kunstharzes und unter nachfolgender Härtung mittels energiereicher Strahlung, wobei die aufgebrachte Bindemittelschicht durch Elektronenstrahlung gehärtet wird.
Das Aufbringen des Bindemittels kann in einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Schichten vor sich gehen. Diese Schichten können gleich oder verschieden, z. B. auf der Basis gleicher oder verschiedener Harze aufgebaut sein. Wenn mehrere Schichten aufgebracht werden, ist es vorteilhaft, die Härtung der einzelnen Schichten getrennt durchzuführen.
Die Herstellung der Schleifmittel unter Anwen-
dung einer Härtung mit energiereicher Strahlung erfolgt in Anlehnung an das konventionelle Verfahren in mehreren Schritten. Auftrag der Grundschicht, des Kornes und der Deckschicht bleiben gegenüber dem bisherigen Verfahren im wesentlichen unverändert.
Statt der Trocknung im Hangtrockner mit nachfolgender Härtung erfolgt erfindungsgemäß die Vernetzung durch die energiereiche Strahlung, wobei die Bahn beliebig, vor allem in horizontaler Anordnung, geführt werden kann. Da die Härtung der Bindemittel bei waagerechter Lage des geschichteten Trägermaterials erfolgt, können die im elektrostatischen Feld aufgebrachten Schleifkörper nicht umkippen, wie dies bei den bekannten Verfahren der Fall ist, so daß sie ihre Hochkantlage beibehalten und damit die gute Schleifwirkung erhalten bleibt. Ebenso können die aufgetragenen ungehärteten Bindemittelschichten aus demselben Grund nicht ablaufen. Infolgedessen ist eine gleichmäßige Schichtdecke, auch wenn mehrere Schichten übereinander angeordnet sind, bei den erfindungsgemäß erhaltenen Produkten gewährleistet.
Geeignete Kunstharze sind beispielsweise ungesättigte Polyester aus Dicarbonsäuren oder ihren funktioneilen Derivaten, wie Phthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, Trimellithsäureanhydrid, Fumarsäure, Maleinsäure, Itaconsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Korksäure, Trimethyladipinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, hydrierte Phthalsäuren, wie die Tetra- oder Hexahydrierungsprodukte, chlorierte Säuren, wie Tetrachlorphthalsäure oder Tetrachlorbernsteinsäure, insbesondere den Dicarbonsäuren und mehrwertigen Alkoholen, z. B. Äthandiol, Propandiol, Butan·diol-1,3, 2,2-Dimethylpropandiol-l,3, Glycerin, 1,1,1-Trimethylolpropan, Pentaerythrit oder dergleichen bzw. Gemische dieser Polyester mit Vinylmonomeren. Besonders günstig sind solche ungesättigten Polyester, zu deren Herstellung halogenhaltige Substanzen, bcispielsweir.e Hexachlorendomethylentetrahydrophthalsäure oder Dibrombernsteinsäure, mitverwendet werden. Außerdem eignen sich z. B. Harze, die durch mindestens teilweise Umsetzung von a) Epoxydharzen mit mindestens 2 Epoxydgruppen, z. B. aus Diphenylolpropan und Epichlorhydrin mit b) ungesättigten Monocarbonsäuren und gegebenenfalls Polycarbonsäureanhydriden hergestellt worden sind, wobei ein Polycarbonsäureanhydrid an mindestens 2 Moleküle Epoxydharz angelagert worden sind. Die ungesättigten Polyester werden hierbei zusammen mit vorzugsweise als Lösungsmittel dienenden ungesättigten Monomeren verwendet. Der Anteil des Polycarbonsäureanhydrids ist variabel. Er richtet sich nach dem Anteil der Monocarbonsäure und der Zahl der Epoxydgruppen. Im allgemeinen ist das gegenseitige Mengenverhältnis der drei Komponenten so, daß die Zahl der Epoxydgruppen gleich der Summe aus der Zahl der Carboxylgruppen der Monocarbonsäure und der Zahl der Anhydridgruppen plus der etwaigen freien Carboxylgruppen des Polycarbonsäureanhydrids ist. Beispielsweise kann man ein Epoxydharz mit mindestens zwei Epoxydgruppen in erster Stufe mit - bezogen auf die Epoxydgruppen - einem Unterschuß, z. B. weniger als 2 Mol einer olefinisch ungesättigten Monocarbonsäure verestern und die unvcresterten restlichen Epoxydgruppen ganz oder zum Teil mit dem Polycarbonsäureanhydrid verestern.
Für die Herstellung der genannten Bindemittel kommen als polyfunktionelle Epoxydharze z. B. solche in Betracht, die aus Novolaken, Diphenylolpropan oder Di-phenylolmethan und Epichlorhydrin hergestellt worden sind. Bevorzugt sind die Bisglycidyläther von Diphenylolpropan oder Diphenylolmethan. Auch Konaensationsprodukte aus Aroxychlorhydrinen und Formaldehyd, aus denen noch Chlorwasserstoff abgespalten worden ist, sind geeignet.
Für die Umsetzung mit den Epoxydharzen lassen sich als ungesättigte Monocarbonsäuren z. B. Meth-
"i acrylsäure, Crotonsäure und vorzugsweise Acrylsäure verwenden. Für die Umsetzung der ungesättigten Epoxydharz-Teilester, insbesondere der Monoester bifunktioneller Epoxydharze können als Polycarbonsäureanhydride z. B. Trimellith-, PyromeJlith-, Phtha'-, Malein-, Bernsteinsäureanhydrid verwendet werden.
Es ist auch möglich, solche Kunstharze als Bindemittel zu verwenden, die die Vinylgruppierung als Äther enthalten. So können z. B. Polymethylolmelamin oder Polymethylolharnstoffe, deren Methylolgruppen mit Hydroxyalkylestern ungesättigter Säuren, wie Acrylsäure, Methacrylsäure oder dergleichen veräthert sind, verwendet werden. Gegebenenfalls lassen sich auch entsprechende modifizierte Harze
-'j einsetzen. So können Acetessigestergruppen und/ oder Chelatgruppen enthaltende Epoxydharze, die durch Umsetzung hydroxylgruppenhaltiger Epoxydharze mit Diketen zu Acetessigesterderivaten und gegebenenfalls durch anschließende Komplexbildung
«ι mit Metallalkoholaten erhalten worden sind (vergleiche Patentanmeldung P 2138116.8 und P 2164489.3 sowie belgisches Patent 115632), zu besonders günstigen Ergebnissen führen.
Als mischpolymerisierbare Monomere kommen
r> vor allem Vinylverbindungen wie mono- oder polyfunktionelle Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure in Betracht, z. B. die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Hexylester oder Hydroxyalkylester diese Säuren, z. B Hydroxyäthylacrylat, Äthylenglykol-di-
4(i methacrylat. Infolge der sehr hohen Härtungsgeschwindigkeit der Harze ist es auch möglich, andere Monomere, wie Styrol oder dessen Derivate wie die verschiedenen Vinyltoluole, a-Methyl-Styrol und «- Chlorstyrol, Divinylbenzol, Allylester der Phthalsäure
4ri oder dergleichen, jeweils allein oder im Gemisch, zu verwenden. Bei der Strahlungshärtung erhält man in diesem Falle gleichzeitig eine Mischpolymerisation der ungesättigten veresterten Epoxydharze.
Es können außerdem geeignete, keine polymerisa-
ri(i tionsfähige Gruppen enthaltende Verbindungen als Lösungs-, Verdünnungs- oder Verschnittmittel zugegen sein. Hierfür kommen insbesondere Alkohole, Ketone und Äther, z. B. die weiter unten genannten, in Frage.
>> Das härtbare Kunstharz kann mit Vorteil in Lösung, vorzugsweise in der Lösung eines copolymerisierbaren ungesättigten Monomeren, auf die Unterlage aufgebracht werden. Andererseits ist es auch möglich, daß das Bindemittel in Form einer Lösung
Wi aufgebracht wird, die Anteile nicht polymerisierbarer Substanzen, vorzugsweise nicht polymerisierbarer Lösungsmittel enthält. Je nach Wunsch können noch weitere Verdünnungsmittel zugegen sein. Nicht copolymerisicrbare Lösungsmittel sind beispielsweise Al-
h-) koholc, wie Alkanolc mit 1 bis 6 C-Atomen, z. B. Methanol, Äthanol, Propanol, Butanol oder dergleichen; Ketone, wie Aceton, Methyläthylketon, Cyclohexanon; Äther, wie Diisopropyläther, Anisol oder der-
gleichen.
Als energiereiche Strahlung kommt vor allem Elektronenstrahlung für die Härtung der Bindemittelschichten in Frage, wobei die Härtung zweckmäßig mit einer Energie von 175 000 bis 1000 000, vorzugsweise 200000 bis 600000 eV erfolgt. Die Strahlendosis richtet sich nach den Eigenarten des als Bindemittel benutzten Kunstharzsystems. Bei den gsgenwärtig zur Verfügung stehenden Elektronenstrahlquellen ist eine ausreichende Arbeitsgeschwindigkeit gewährleistet, wenn die zur Härtung benötigte Dosis 0,5 bis 30, vorzugsweise 1,0 bis 12Mrad beträgt. Die Arbeitsgeschwindigkeiten, das heißt der Vorschub des Bandes unter gleichzeitiger Härtung, liegen dann zwischen 10 und 120 m/Min. Je nach der Breite und Länge der bestrahlten Fläche können die Härtungsdauer und Vorschubgeschwindigkeit variiert werden. Die Strahlendosis kann unterschiedlich angewendet werden, je nach der zu härtenden Überzugsschicht. Im allgemeinen wird man die Härtung der Grundschicht und diejenige der Deckschicht getrennt durchführen, wobei die Härtung der Grundschicht zweckmäßig mit einer niedrigeren Strahlendosis als diejenige der Deckschicht erfolgt. So kann die Grundschicht mit einer Strahlendosis von z. B. 0,5 bis 5 Mrad und die Deckschicht mit einer Dosis von 1 bis 10 Mrad gehärtet werden. In einzelnen Fällen kann die Strahlendosis jedoch auch über oder unter den zuletzt genannten Werten liegen.
Als Trägermaterial kommen cellulosehaltige Stoffe, wie Papier, Karton, Vulkanfiber, ferner Textilien, wie Gewebe, Gewirke, Vliese, in Frage, vorzugsweise jedoch Papier.
In den folgenden Beispielen sind Teile Gewichtsteile und % Gewichts-%.
Beispiele
1 a) Herstellung des Bindemittels
400 Teile eines Epoxydharzes aus Dimethylolpropan und Epichlorhydrin mit einer Epoxydzahl von 8,2 werden mit 120 Teilen Acrylsäure, 0,66 Teilen Hydrochinon und 1,33 Teilen Ν,Ν-Dimethylanilin auf 100° C erhitzt, bis nach 7 Stunden die Säurezahl 4,0 beträgt. Dann werden 133 Teile Äthylacrylat zugegeben. Es entsteht eine Lösung eines ungesättigten Epoxydharzesters, der eine Viskosität von 800 cP/20c C hat.
Bei Zimmertemperatur fügt man dieser Lösung 4 Teile Dimethylanilin zu und rührt 1 Stunde. Sodann werden der Lösung bei 50° C unter Rühren 31 Teile Diketen zugetropft. Die Temperatur soll dabei 60° C nicht übersteigen. Nach Beendigung der Diketenzugabe behält man den Ansatz weitere 30 Minuten auf 50° C und läßt dann auf Raumtemperatur abkühlen. Die so gewonnene Lösung besitzt einen Festkörpergehalt von 81,3% und eine Viskosität von 1200 cP/ 20° C.
100 Teile dieser Lösung, enthaltend ein mit Acetessigestergruppen modifiziertes, mit Acrylsäure verestertes Epoxydharz, werden mit 8,8 Teilen einer 50%igen Lösung von Aluminium-triisopropylat und wasserfreiem Toluol 15 Minuten bei Raumtemperat-.'r gerührt. Nach zweistündigem Stehenlassen hat die Lösung bei 20° C eine Viskosität von 1300 cP, die sich während der folgenden 24 Stunden praktisch nicht mehr ändert. Dabei ensteht ein Aluminiumchelat-Komplex des modifizierten Epoxydharzes.
b) Herstellung des Schleifpapiers
Als Trägermaterial dient in der Schleifmittelindustrie übliches mit Latex imprägniertes Papier von 120 g/m2. Das obengenannte Bindemittel wird in einer Naßschichtstärke von 50 μ mit einem Spiralaufziehgerät auf die mit Latex beschichtete Seite des Papiers aufgetragen. Dann wird Siliziumcarbid (Körnung FEPA Nr. 80) im Überschuß in den nassen
ίο Bindemittelfilm gestreut und der Überschuß durch Abklopfen entfernt. Anschließend wird das Grundbindemittel mit einer Strahlendosis von 1,5 Mrad ausgehärtet. Die bei der Härtung benutzte Elektronenstrahlenquelle wird mit einer Beschleunigungsspannung von 400 Kilovolt und einem Beschleunigungsstrom von 60 mA betrieben. Arbeitsgeschwindigkeit: 47 m/Min. Danach wird auf das Halbfabrikat mit Hilfe einer Gummiwalze die Deckbindemittelschicht aus dem gleichen Bindemittel mit 120 g/m2 aufgetragen. Das Material wird nun mit einer Strahlendosis von 3,0 Mrad bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 23,5 m/Min, gehärtet.
Prüfung
Aus den so erhaltenen Schleifpapiermustern werden runde Scheiben mit einem Außendurchmesser von 178 mm und einem Innendurchmesser von 22 mm geschnitten und mit Kontaktkleber auf Vulkanfiberscheiben gleicher Größe, Dicke 0,8 mm. befestigt. Die so erhaltenen Prüflinge werden auf einer üblichen Schleifmaschine mit Gummiteller festgespannt und mit 1200 Umdrehungen/Min, in Betrieb gesetzt. Mit Hilfe einer Feststellvorrichtung wird ein Flachstahl mit einer Fläche von 20 X 4 mm in tangen-
j> tialer Anordnung 5 mm von dem Scheibenumfang radial nach innen verschoben und mit einem Angriffswinkel von 25 ° in axialer Richtung mit einer absoluten Kraft von 4 bar angedrückt, wobei der Angriffswinkel in Drehrichtung liegt. Während der gesamten Prüf-
4(i schleifzeit von 10 Minuten wird die Angriffsstelle mit fließendem Leitungswasser von etwa 16° C überspült. Die Schleifzeit von 10 Minuten führt zu vollständigem Verschleiß des Schleifbelages in der Angriffszone. Vom Prüfstahl wurden 11,1 g abgespant.
2 a) Herstellung des Bindemittels
1900 Teile des im Beispiel 1 genannten Epoxydharzes werden mit 540 Teilen Acrylsäure in Gegenwart von 0,62 Teilen Hydrochinon und 8,25 Teilen
-,o Ν,Ν-Dimethylanilin bei 90° C verestert, bis eine Säurezahl von etwa 20 und eine Epoxydzahl von 1,8 erreicht ist. Dann gibt man 370 Teile Phthalsäureanhydrid zu, läßt bei 90° C weiter reagieren, bis die Säurezahl erneut ca. 20 beträgt und eine Epoxydzahl von ca. 0,2 bis 0,4 erreicht ist. Nach Erreichen dieses Wertes löst man den Ansatz mit 712 Teilen Äthylacrylat zu einer 80%igen Lösung. Die Viskosität beträgt 14000 bis 20000 cP/20° C.
b0 b) Herstellung des wasserfesten Schleifpapiers
1000 Teile dieses Harzes werden mit 100 Teilen Butanol bei Raumtemperatur durchmischt. Dadurch sinkt die Viskosität auf 1400cP/20° C.
Die Herstellung des wasserfesten Schleifpapiers erb5 folgt wie im Beispiel 1, jedoch wird die Grundschicht mit 1,0 Mrad und die Deckschicht mit 4,0 Mrad gehärtet.
Prüfung der wasserfesten Schleifpapiere:
Die Prüfung erfolgt wie im Beispiel 2. Die abgespante Stahlmenge wiegt 12,0 g.
3 a) Herstellung des Bindemittels
100 Teile Hexakismethoxymethylamin, 350 Teile Hydroxyäthylacrylat und 0,9 Teile Hydrochinon werden unter Kohlendioxyd am absteigenden Kühler 2 Stunden auf 115° C. dann weitere 3 Stunden auf 135° C erhitzt. Dabei bilden sich 45,3 Teile eines Destillates, welches hauptsächlich aus Methanol besteht. Die mit einer Ausbeute von 390 g anfallende Kunstharziösung hat eine Viskosität von 300 cP/2()° C.
b) Herstellung eines wasserfesten Schleifpapiers
Die Kunstharzlösung wird wie im Beispiel 1 beschrieben zur Herstellung eines wasserfesten Schleifpapiers verwendet. Zur Härtung der Grundschicht wird eine Strahlendosis von 2,0 Mrad, zur Härtung der Deckschicht eine Strahlendosis von 5,0 Mrad angewandt.
Prüfung des Schleifpapiers:
Prüfung erfolgt wie im Beispiel 1 geschildert, die abgespante Stahlmenge wiegt 10,1 g.
Vergleichsversuche
4) Für Vergleichsversuche werden Schleifpapiere mit konventionellen Bindemitteln hergestellt und konventionell gehärtet.
Als Trägermaterial und Korn dienen die gleichen Stoffe wie im Beispiel 1. Das Grundbindemittel besteht aus einem kurzöligen oxydativ trocknenden, mit Ricinusöl und Sojaöl modifizierten Alkydharz aus Pentaerythrit, Phthalsäureanhydrid und Trimethylolpropan, (Säurezahl unter 40, Viskosität [50% Xylol/ 20° C] 650 bis 800 cP), das als 60%ige Lösung in Xylol vorliegt und auf 100% Trockensubstanz 42% öl als Triglycerid und 36% Phthalsäureanhydrid enthält. Sikkativiert wird das Harz mit 0,03 % Blei und 0,01 % Mangan, beide in Form von Octoaten, bezogen auf das Gewicht des 10()%igen Harzes. Das Grundbindemittel wird in einer Naßfilmstärke von 70 μ mit einem Spiralaufziehgerät auf mit Latex beschichtetes Papier aufgetragen. Anschließend wird wie im Beispiel 1 Si-
"> lieiumcarbid aufgestreut und das Grundbindemittel 1 Stunde bei 120° C gehärtet. Danach werden wie im Beispiel 1 200 g/nr eines Deckbindemittels aufgetragen, das aus 70 Teilen des gleichen Alkydharzes, wie es als Grundbindemittel eingesetzt wird, und aus 30
hi Teilen eines nichtplastifizierten, hochreaktiven, mit Butanol teilweise verätherten Melaminharzes (Molverhältnis Melamin formaldehyd 1:6) gelöst in Butanol (1:1), besteht. Die Aushärtung erfolgt in der Weise, daß der Lack zuerst 20 Minuten bei 80° C vor-
i") getrocknet und in 40 Minuten bei 130° C eingebrannt wird.
Prüfung
Die Prüfung erfolgt wie im Beispiel 1. Die abge-
-'Ii spante Stahlmenge wiegt 10,3 g.
5) Dieser Vergleichsversuch wird wie der Vergleichsversuch unter 4) durchgeführt, jedoch dient als Grund- und Deckbindemittel ein langöliges, trocknendes, mit Leinöl plastifiziertes Alkydharz mit einer
-·■> Viskosität von 290 cP/20° C in 5()%iger Testbenzinlösung, welches in der l()0%igen Substanz 65% Öl als Triglycerid und 24% Phthalsäureanhydrid enthält. Die Sikkativierung des Grundbindemittels erfolgt mit 0,03% Blei und 0,01 % Mangan als Octoate, die Sik-
Ki kativierung des Deckbindemittels mit 0,03% Blei, 0,01% Mangan und 0,03% Cobalt, wieder als Octoate.
Die Härtung des Grundbindemittels erfolgt bei 120° C und dauert eine Stunde, die Härtung des
i"> Deckbindemittels dauert 4 Stunden bei 130° C.
Prüfung
Die Prüfung wird wie im Beispiel 1 durchgeführt. Die abgespante Stahlmenge wiegt 7,7 g.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Schleifmitteln durch Beschichten einer Unterlage aus Fasermaterial mit einem Bindemittel auf der Basis eines härtbaren Kunstharzes und unter nachfolgender Härtung mittels energiereicher Strahlung, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgebrachte Bindemittelschicht durch Elektronenstrahlung gehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel auf der Basis eines mit Acryl- und/oder Methacrylsäure veresterten Epoxydharzes aufgebaut und gegebenenfalls mit einer Polycarbonsäure in einer weiteren Stufe umgesetzt worden ist.
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