DE223404C - - Google Patents

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DE223404C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223404 ■-KLASSE Bn. GRUPPE
EDUARD ZEIDLER und Dr. PAUL WENGRAF in GUNTRAMSDORF, Nieder-Österr.
p-Phenylendiamin enthalten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Februar 1909 ab.
2. Dezember 1907 anerkannt.
Obschon in Fachkreisen großes Interesse für
die Erzeugung von Anilindruckschwarz auf ß-naphtolierter Ware besteht, war es bis jetzt nicht möglich, ein praktisch brauchbares Schwarz zu erzielen.
Es wurde nun gefunden, daß man auf in genannter Art präparierten Waren ein sattes blumiges Anilindruckschwarz, welches allen in der Praxis gestellten Anforderungen genügt, herstellen kann, wenn man den für die Erzeugung von Anilinschwarz dienenden Mischungen, ζ. B. solchen aus salpetersaurem Anilin, chlorsaurem Natron und Ferrocyankalium p-Phenylendiamin zusetzt. Vorteilhaft ist es hierbei, die Anilinöl- und Säuremenge gegenüber dem üblichen Anilindruckschwarz etwas zu verstärken. Für die ß-Naphtolpräparation können die verschiedenen, hierfür sonst verwendbaren Mischungen dienen.
Es ist besonders hervorzuheben, daß sich ein auf diese Weise hergestelltes Druckschwarz nicht nur mit stärkeren Mustern (Deckein), sondern auch mit feineren Gravureffekten schon durch kurzes Dämpfen zu einem schönen Schwarz entwickeln läßt, was ohne den Zusatz von p-Phenylendiamin nicht der Fall ist.
Das vorliegende Verfahren ermöglicht es, ein ausgezeichnetes Anilindruckschwarz auf ß-naphtolpräparierter Ware gleichzeitig neben Para- bzw. Nitrosaminrot sowie anderen Farben, welche sich durch kurzes Dämpfen fixieren lassen, zu erzeugen.
In der Patentschrift 37661 ist beschrieben, daß durch gleichzeitige Oxydation von p-Phenylendiamin mit z. B. Anilin mehr oder weniger blaue oder braune echte schwarze Farbstoffe entstehen; über die Anwendung derartiger Mischungen auf ß-naphtolierter Ware ist dort nichts gesagt. Man mußte also annehmen, daß diese Mischungen sich ebensowenig für die Erzeugung von Anilinschwarz auf naphtolgrundierter Ware eignen würden, wie die mit Anilin allein hergestellten Druckfarben (vgl. Noelting-Lehne, Anilinschwarz, 1904, S. 63).
In der Zeitschrift für Farbenindustrie, 1907, S. 80, ist die Darstellung von Diphenylschwarz auf naphtolierter Ware mit Hilfe einer Mischung von p-Aminodiphenylamin und Anilin beschrieben. Diese Angabe konnte keinerlei Anhaltspunkte für die Ausführbarkeit des vorliegenden Verfahrens und den damit erzielten Effekt bieten, da sich p-Aminodiphenylamin und p-Phenylendiamin besonders auch bei der in Betracht kommenden Reaktion durchaus verschieden verhalten. Während nämlich
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erstere Base bei der Oxydation für sich allein ein Schwarz liefert und deshalb als »Diphenylschwarzbase« technisch für die Erzeugung von anilinschwarzähnlichen Färbungen verwendet wird, liefert das ρ - Phenylendiamin für sich allein kein Schwarz, sondern ein Braun. In dem bekannten Verfahren handelt es sich also um die Verwendung einer Verbindung, welche sich direkt an der Schwarzbildung beteiligt,
ίο während bei dem vorliegenden Verfahren eine Substanz verwendet wird, welche von vornherein durchaus ungeeignet erscheinen mußte, um an Stelle der unbrauchbaren bräunlichen Töne, welche man mit Anilin allein auf naphtoliertem Stoff erhält, ein sattes, blumiges Schwarz zu erzeugen. Es sei auch noch darauf hingewiesen, daß das p-Phenylendiamin schon in sehr geringer Menge, z. B. 5 g auf ι kg Druckpaste, wirkt, während von der Diphenylschwarzbase gemäß Vorschrift bedeutend größere Mengen verwendet werden.
Vorschrift.
Der wie üblich mit 20 g ß-Naphtol präparierte Stoff wird bedruckt mit einer Druckfarbe, z. B. aus:
750 g Stammfarbe und 250 - Stärke-Traganthverdickung
1000 g. Stammfarbe:
ρ - Phenylendiamin 5 g
Anilinöl'. 120 -
Salpetersäure 130 -
Stärke-Traganthverdickung 545 -
Chlorsaures Natron 40 -
Ferrocyankalium 80 -
Essigsäure 80 -
1000 g.
Die Verdünnung der Stammfarbe ist im übrigen, wie gebräuchlich, der Tiefe der Walzen anzupassen.

Claims (1)

  1. 45 Pate nt-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung von Anilinschwarz unter Verwendung von Druckfarben, welche außer den für die Erzeugung von Anilinschwarz dienenden Bestandteilen ρ - Phenylendiamin enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Druckfarben auf mit ß-Naphtol präparierter Ware aufdruckt.
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