DE2228537B2 - Verfahren zur Herstellung einer anisotropen, mikroporösen, polymeren Niederdruckmembran - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer anisotropen, mikroporösen, polymeren Niederdruckmembran

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DE2228537B2 DE19722228537 DE2228537A DE2228537B2 DE 2228537 B2 DE2228537 B2 DE 2228537B2 DE 19722228537 DE19722228537 DE 19722228537 DE 2228537 A DE2228537 A DE 2228537A DE 2228537 B2 DE2228537 B2 DE 2228537B2
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Description

Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des durch die deutsche Offenlegungsschrift 1 794 191 bekanntgewordenen Gegenstands in bezug auf das Membran-Herstellungsverfahren.
Gegenstand der deutschen Offenlegungsschrift ist ein Verfahren zur Herstellung einer für Ultrafiltrationsund reverse Osmose-Prozesse verwendbaren, integrierten, polymeren, mikroporösen, flüssigkeitsdurchlässigen Membran, dessen Besonderheit darin besteht, daß man 1) einen Gießlack eines Polymers in einem organischen Lösungsmittel filmartig vergießt, 2) vorzugsweise eine Seite der Filmschicht mit einem Verdünnungsmittel in Berührung bringt, das sich durch hochgradige Verträglichkeit mit dem Polymerlösungsmittel und andererseits ausreichend geringe Verträglichkeit mit dem Polymer auszeichnet, um eine sofortige Ausfällung des Polymers bei Berührung mit ihm zu bewirken, und 3) das Verdünnungsmittel so lange mit der Membran in Berührung läßt, bis praktisch alles Lösungsmittel durch das Verdünnungsmittel ersetzt ist. Der Polymer-Gießlack besteht dabei aus der Lösung verschiedenartiger, membranbildender Polymere, einschließlich Polysulfonen, in einem geeigneten organischen Lösungsmittel. Die nach diesem Verfahren hergestellten Membranen besitzen jedoch eine hohe Ultrafiltrationsdurchflußrate von mehr als 10~3cm3/
ίο (cm2 · min · mm Hg) und sind daher nicht für die Hämodialyse geeignet, wo eine Membran mit niedriger Durchflußrate, niedrigem dialytischen Widerstand gegenüber Salz und hohem dialytischen Widerstand für größere Moleküle (Proteine u. dgl.) erforderlich ist.
Die Erfindung schafft daher ein Verfahren zur Herstellung einer anisotropen, mikroporösen, polymeren Niederdruckmembran, bei welchem man 1) eine gießfähige Lösung eines Polymeren in einem organischen Lösungsmittel zu einem Film vergießt,
2) eine Seite der zu einem Film vergossenen Lösung mit einem Verdünnungsmittel in Berührung bringt, das sich einerseits durch eine sehr gute Verträglichkeit mit dem jeweiligen Lösungsmittel auszeichnet und andererseits mit dem Polymeren so wenig verträglich ist, daß beim Inberührungkommen des Polymeren mit dem Verdünnungsmittel eine sofortige Ausfällung des Polymeren erfolgt und 3) das Verdünnungsmittel so lange mit der zu einem Film vergossenen Lösung in Berührung läßt, bis praktisch das gesamte Lösungsmittel durch das Verdünnungsmittel ersetzt ist, nach Patentanmeldung P 17 94191.2-43, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man mindestens 90% des Verdünnungsmittels entfernt und anschließend die gebildete Membran mit Verdünnungsmittel wiederbefeuchtet, wobei eine Membran erhalten wird, deren dialytischer Widerstand gegenüber Salz weniger als etwa 50 min/cm und deren Ultrafiltrationsdurchflußrate z'vischen etwa 3 · 10~5 cm3/(cm2 · min · mm Hg) und 1 · 10-6 cm3 /(cm2 · min ■ mm Hg) beträgt.
Obgleich das erfindungsgemäße Verfahren in der Weise durchgeführt werden kann, daß das Verdünnungsmittel vor der Membranwiederbenetzung zu nur 90% entfernt wird, entzieht man vorzugsweise etwa 95% von ihm.
Die Membran kann dann in einem Autoklav sterilisiert werden. Ihre Dicke beträgt vorzugsweise weniger als 0,15 mm, ist aber groß genug, um die Membran auch ohne Unterstützung handhaben zu können. Sie kann als Dünnschicht oder als Hohlrohr mit innenseitiger Sperrschicht ausgebildet sein.
Das Dialyseverfahren als solches ist üblicher Art. Die zu dialysierende Flüssigkeit strömt längs der sperrschichtseitigen Membranfläche entlang, wobei ihre dialysierbaren Bestandteile durch die Membran hindurch in das an deren anderer Seite befindliche Lösungsmittel übergehen. Bei der Hämodialyse besteht dieses Lösungsmittel typischerweise aus einer wäßrigen Lösung von Salz und Glucose derart gewählter Konzentration, daß einerseits die gewünschte endgültige Salzkonzentration im Blut erreicht wird und andererseits bestimmte Mikrosulute, wie Harnstoff, Kreatinin u. dgl., herausgelöst werden. Durch Anwendung eines Druckgefälles —· von typischerweise 200 bis 300 mm Hg — längs der Strömungsbahn der zu dialysierenden Flüssigkeit wird auch eine Ultrafiltration von etwas Wasser aus dem Blut durch die Membran hindurch in die Salzlösung erreicht. Die dialysierte Flüssigkeit wird getrennt von dem Dialysat,
d. h. den dialysierten Bestandteilen und dem Lösungsmittel, gesammelt.
Bei einer speziellen Hämodialysevorrichtung sind eine Vielzahl von Hohlrohrmembrinen der beschriebenen Art parallel geschaltet, und das Blut wird axial durch sie hindurch gefördert. Die dialysierbaren ßlutbestandteile wandern dabei durch die Membranwände hindurch in eine mit den Membranaußenwänden in Berührung stehende Salzlösung.
Es wird angenommen, daß der überraschend niedrige dialytische Widerstand für Salz bei solchen ansisotropen Membranen zumindest zum Teil auf den Lösungsmittelstrom durch die poröse Membranstützschicht als auch längs ihrer Außenseite zurückzuführen ist, wobei eine Salzdiffusionsweglänge geschaffen wird, die wesentlich kleiner als die Membrangesamtdicke sein kann.
Das »Polysulfon«-Polymer der Membran kennzeichnet sich durch eine Kette aus im wesentlichen
sich wiederholenden Struktureinheiten
Γ ο
O — O — O — S — O — O-
deren 0-Gruppen aus Phenyl, Diphenyl oder ähnlichen aromatischen Resten bestehen. Der Ausdruck »Polysulfone soll dabei im erweiterten Sinne gelten, also nicht nur Polymere, die auch Alkylgruppen in der Kette enthalten, (siehe die Ausführungsbeispiele), sondern auch solche umfassen, die nur Arylgruppen in der Kette enthalten und manchmal als »Polyarylsulfone« bezeichnet werden.
Ein brauchbares Polysulfon ist das unter der Handelsbezeichnung »P 1700« von der Firma Union Carbide gelieferte Polymer mit einer linearen Kette der allgemeinen Formel
CH3
CH,
— O—'
mit 11 gleich 50 bis 80.
Ein anderes brauchbares Polysulfon wird von der Firma 3 M Company unter der Handelsbezeichnung »Astrel® 360 Plastic« vertrieben. Es weist durch Sauerstoff und Sulfongruppen verbundene Arylgruppen, wie Diphenyl und Phenyl, auf, enthält jedoch keine Alkyl — C — Η-Bindungen in der Kette. Solche »Polyarylsulfon«-Polymere besitzen im allgemeinen sehr gute chemische und thermische Stabilität sowie eine ausgezeichnete Kombination von Zähigkeit und Biegsamkeit. Das genannte »Astrel® 360 Plastic«- Polyarylsulfon weist einen Druckmodul von 23 900 kg/ cm2 (bei 22,8°C) sowie einen Biegemodul von 27 800 kg/cm2 bei 22,8°C und von 17 740 kg/cm2 bei 2600C auf.
Brauchbare Polysulfone besitzen vorzugsweise auch eine Eigenviskosität von etwa 0,38 bis 0,5 (gemessen als l°/oige Lösung in Ν,Ν'-Diniethylformamid (DMF) bei 25°C).
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Teilschnitt durch eine Hämodialysevorrichtung mit einer erfindungsgemäß hergestellten Membran,
F i g. 2 einen schematischen Schnitt längs der Linie 2-2 in F i g. 1 und
F i g. 3 eine teilweise weggebrochene, schaubildliche Darstellung einer abgewandelten Hämodialysevorrichtung mit ebenfalls erfindungsgemäß hergestellten Membranen.
E>ie in Fig. 1 und 2 in vereinfachter Form dargestellte Hämodialysevorrichtung 10 weist eine auf noch zu beschreibende Weise hergestellte anisotrope PoIysulfon-Membran 12 auf, die zwischen zwei Riffelplatten 16 und 14 mit der letzteren zugewandter Sperrschichtfläche 18 eingebaut ist. Die Membran 12 legt zusammen mit der Platte 14 eine Vielzahl von engen Flüssigkeitsströmungs-Kanälen 20 und mit der Platte 16 eine Vielzahl solcher Kanäle 22 fest. Ein Einlaß 24 und ein Auslaß 26 in Platte 14 kommuni-
— S —
O
—o —
zieren mit den Einlaß- bzw. Auslaßenden der Kanäle 20, während ein Einlaß 28 und ein Auslaß 30 in der Platte 16 mit den Einlaß- bzw. Auslaßenden der Kanäle 22 in Verbindung stehen. Die zu dialysierende Flüssigkeit, z. B. Blut, fließt über Einlaß 24 zu und strömt durch die Kanäle 20 an der Membran-Sperrschichtfläche 18 entlang, während ein Lösungsmittel,
z. B. Wasser, über Einlaß 28 zutritt und an der anderen Membranfläche entlang die Kanäle 22 durchströmt. Dialysierbare Blutbestandteile, z. B. Salz, wandern aus der Kanalzone 20 durch die Membran 12 hindurch in das in den Kanälen 22 befindliche Lösungsmittel.
Anisotrope Membranen aus Polysulfonen und anderen Polymeren sind im Hauptpatent (deutsche Offenlegungsschrift 1 794 191) offenbart. Sie bestehen aus einer dünnen Sperrschicht von typischerweise etwa 0,1 bis 5 μ Dicke, die eine Vielzahl von Poren mit einem Durchmesser von 1 bis 1000 ιημ aufweist, und einer Stützschicht von derart offenporigem Gefüge, daß sie einer hydraulischen Durchströmung der Membran keinen nennenswert höheren Gesamtwiderstand entgegensetzt. Stützschicht und Sperrschicht bilden zusammen ein Stück in Form einer kontinuierlichen, ununterbrochenen Polymerphase. Diese Membranen werden — wie eingangs bereits erwähnt — dadurch hergestellt, daß man das membranbildende Polymer in einem geeigneten organischen Lösungsmittel auflöst, diese Lösung zu einem Film vergießt, vorzugsweise dessen eine Seite mit einem Verdünnungsmittel in Berührung bringt, das sich durch hochgradige Mischbarkeit mit dem organischen Lösungsmittel und andererseits ausreichend geringe Verträglichkeit mit der Gießlösung auszeichnet, um eine schnelle Ausfällung des Polymers zu bewirken, und das Verdünnungsmittel so lange mit der Membran in Berührung läßt, bis es praktisch alles Lösungsmittel ersetzt hat. Diese Membranen werden für Ultrafiltration oder »Rückosmosee-Trennverfahren verwendet und besitzen eine Ultrafiltrationsdurchflußrate von mehr als 10~3 cm3/(cm2 · min · mm Hg), die hoch über der für Hämodialyse geeigneten liegt, obgleich ihr
5 6
dialytischer Widerstand für Salz brauchbar niedrig dünnungsmittels, wie Wasser, in das Rohrinnere einist, geleitet wird. Anschließend wird das Rohr in ein Was-Überraschenderweise hat es sich nun herausgestellt, serbad eingetaucht, mit Wasser gewaschen und durch daß dann, wenn man eine Polysulfonmembran Erwärmung auf z. B. 1000C im Vakuum getrocknet, zunächst nach dem Verfahren gemäß Stammpatent 5 . . (deutsche Offenlegungsschrift 1 794 191) herstellt, da- b e ι s ρ ι e ι ι nach ihr zunächst mindestens 90% des Verdünnungs- Es wurde eine Gießlösung aus 74 g eines PoIymittels entzieht und sie dann erneut befeuchtet, ihre sulfon-Polymers (in Form des Handelsprodukts Ultrafiltrationsdurchflußrate unter 3 · 10"5 cm3/ »Astrel® 360 Plastic« der Firma 3 M Company) und (cm2 · min · mm Hg) absinkt, jedoch immer noch über io 30 g Zinkchlorid in 296 g N,N'-Dimethylformamid etwa 1 · 10~e cm3/(cm2 · min · mm Hg) bleibt, ohne (DMF) zubereitet. Dabei wurde zunächst das Zinkdaß dabei eine wesentliche Erhöhung des dialytischen chlorid im DMF aufgelöst, die so erhaltene trübe Widerstands für Salz eintritt. Auf diese Weise können Lösung durch Zugabe von acht Tropfen konzenmithin die Dialyseeigenschaften der Membran uner- trierter Salzsäure geklärt und schließlich das Polymer warteterweise verbessert werden. Dieses Ergebnis ist 15 in diesem Gemisch aufgelöst. Diese Lösung wurde auf besonders überraschend im Hinblick auf die völlig erwähnte Weise mittels einer Gardner-Rakel zu einem verschiedenen Eigenschaften, die einerseits für Ultra- Film von etwa 0,18 mm Naßdicke ausgestrichen, der filtrationsmembranen, bei denen die Porengröße nach 15 Minuten langem Eintauchen in 25CC warmes eigenschaftsbestimmend ist, und andererseits für Wasser eine 0,14 mm dicke Membran zurückließ. Der Dialysemembranen erforderlich sind, bei denen die 20 dialytische Widerstand dieser Membran gegenüber Porosität oder Porenzahl eigenschaftsbestimmend sind. Natriumchlorid (in lgewichtsprozentiger wäßriger Trotzdem besitzt die Membran immer noch eine Lösung) betrug 25,3 min/cm laut Bestimmung nach brauchbar niedrige Ultrafiltrationsdurchflußrate für dem von B a b b u. a. in »The Determination of den zwar geringen, aber tatsächlich stattfindenden Membrane Permeabilities and Solute Diffusivities Wasserdurchnuß, wie er bei gewissen Hämodialyse- 25 with Application to Hemodialysis« in Chem. Eng. verfahren wünschenswert ist. Außerdem können die Progress Symposium Series, 64, Nr. 84, S. 59 bis 68 erfindungsgemäß hergestellten, getrockneten Poly- (1968), beschriebenen Verfahren. Außerde:n besaß sulfon- und Polyarylsulfon-Membranen im Gegensatz die Membran eine Ultrafiltrationsdurchflußrate von zu Cellulosehydrat (»Cellophan«)-Folien ohne jegliche mehr als 10"3 cm3/(cm2 · min · mm Hg), gemessen in Einbuße an ihren Dialyseeigenschaften in einem 3° einer Ultrafiltrationszelle vom Handelstyp »Amicon® Autoklav sterilisiert werden. Model 75« bei 0,49 kg/cm2 in einem Fünfminuten-Zur Herstellung solcher Membranen sollte die versuch.
Polymerlösung etwa 5 bis 20 Gewichtsteile Polymer Die Membran wurde 16 Stunden lang unter Um-
enthalten. Zu den üblichen, brauchbaren organischen gebungsbedingungen (d. h. Atmosphärendruck und Lösungsmitteln für Polysulfone und Polycrylsulfone 35 etwa 25°C-Raumtemperatur) getrocknet, um ihr etwa gehören unter anderem Dimethylsulfoxid (DMSO), 95 % oder noch mehr Wasser zu entziehen. Der erneut Dimethylacetamid, Ν,Ν'-Dimethylformamid (DMF), nach vorerwähnter Methode ermittelte dialytische DMSO-Aceton-Gemische, N-Methylpyrrolidon, Tetra- Widerstand betrug dann 35,5 min/cm und die Ultrahydrothiophen, Formamid sowie deren Gemische filtrationsdurchflußrate 2,5 · 10~5 cm3/(cm2 · min · mm untereinander. Man kann der Polymerlösung Zusätze 40 Hg). Diese beiden Meßwerte änderten sich nicht, in Form von bis zu 10 bis 15% eines anorganischen nachdem die Membran 28 Minuten lang bei 111°C im Salzes, wie z. B. Zinkchlorid, beigeben, braucht dies Autoklav behandelt und abgekühlt worden war. aber nicht. Zu Vergleichszwecken wurden der dialytische Wider-
Das Polymer wird zweckmäßig bei Temperaturen stand und die Ultrafiltrationsdurchflußrate einer von etwa 60 bis 8O0C aufgelöst, sofern seine Löslich- 45 Cellulosehydrat-Membran (Handelsprodukt »Visking keit im betreffenden Lösungsmittel nicht noch höhere Dialysis Grade Tubing«, D.W.T. 1,6 mils = 0,04 mm) Temperaturen erforderlich machen sollte. in gleicher Weise, wie oben beschrieben, zu 37 min/cm
Ein Film aus der erhaltenen Lösung wird mit Hilfe bzw. 1,2 · 10~6 cm3/(cm2 · min · mm Hg) ermittelt, einer Gardner-Rakel auf einer Glasplatte ausgestrichen, Die vereinfachte Hämodialysevorrichtung 40 gemäß
deren Ränder mit Klebeband abgedeckt sind und von 5° F i g. 3 weist ein etwa 254 · 19 · 22,2 mm großes den Filmrandzonen überlappt werden. Dabei dringt die Polycarbonat-Gehäuse 42 auf, in welchem zwei aus Filmlösung in das Klebeband ein und verankert den geeigneter, aushärtbarer Vergußmasse bestehende Film etwas an ihm, wodurch ein Eindringen von Sammelkammern 44,46 angeordnet sind. In ihnen sind Flüssigkeit unter ihn während des nachfolgenden die Enden einer Vielzahl von anisotropen hohlrohr-Wasch- oder Ausfällschritts verhindert wird. 55 förmigen Polysulfon-Membranen48 befestigt, die da-
Den Film läßt man 1 Minute lang stehen, damit sich zwischen ohne Halterung sind. Die Rohrenden sind in etwa beim Ausstreichen entstandene Unregelmäßig- der Kammer 44 nach einem in Stirnplatte 51 vorgekeiten glätten können, taucht ihn dann 15 Minuten lang sehenen Einlaßverteiler 50 hin und in der Kammer in 25° C warmes Wasser und nimmt ihn als Membran nach einem in Stirnplatte 53 vorgesehenen Auslaßvon der Glasplatte ab, die schließlich in die gewünschte, 60 verteiler 52 hin offen. Der Verteiler 50 weist einen geeignete Form zerschnitten wird. Einlaßstutzen 54 und Verteiler 52 einen Auslaß-
Die Membran wird dann getrocknet, bis mindestens stutzen 56 auf. Fernerhin sind im Gehäuse 42 am 90% und vorzugsweise etwa 95% oder noch mehr einen Ende ein radialer Zulaß 58 und am anderen Wasser aus ihr entfernt sind. Nach Wiederbefeuchtung Ende ein radialer Zulaß 60 vorhanden. ist sie für die Dialyse verwendbar. 65 Die Rohrmembranen 48 können einen Innendurch-
Rohrmembranen können nach ähnlichen Verfahren messer von etwa 0,076 bis 0,76 mm und eine Wandhergestellt werden, indem die Polymerlösung strang- dicke von höchstens etwa 2,5 μ besitzen, und ihre verpreßt und dabei gleichzeitig ein Strom eines Ver- Sperrschicht befindet sich je an der Innenfläche
7 8
Die zu dialysierende Flüssigkeit tritt in den Einlaß 54 Der dialytische Widerstand dieser Vorrichtungsund Verteiler 50 in das Hohlrohr-Membransystem einheit gegenüber Natriumchlorid wurde nach dem ein und durchfließt es axial. Ein Lösungsmittel für vorerwähnten Babb-Verfahren gemessen, indem das
ihre dialysierbaren Bestandteile durchströmt in be- Faserbündel innenseitig und axial mit einer l%igen
liebiger Richtung den Gehäuseraum zwischen den 5 wäßrigen Lösung durchspült und außenseitig mit
Zulassen 58 und 60 und umspült dabei die Membran- Wasser umspült wurde. Der dialytische Widerstand
außenwände. Dabei wandern die dialysierbaren Be- wurde mit 31,8 min/cm ermittelt. Die Ultrafiltrations-
standteile aus der dialysierbaren Flüssigkeit durch die durchflußrate andererseits ergab sich zu 2,5 · 10~6 cm3/
Membranwände hindurch in das Lösungsmittel hinein. (cm2 · min · mm Hg) mit Wasser als Meßmedium bei
. ίο einem Einlaßdruck von 0,50 kg/cm2 und einem
B e > s P ' e > l Auslaßdruck von 0 kg/cm2 (d. h. einem durchschnitt-
Die Gießlösung gemäß Beispiel 1 wurde durch eine liehen Druck von 0,25 kg/cm2). 28 Minuten langes
Düse von 0,5 mm Durchmesser nebst 0,23 mm dickem Behandeln der Vorrichtungseinheit bei 1110C im
Kern strangverpreßt, wobei durch den Kern Wasser Autoklav nebst anschließender Abkühlung ergab keine
geleitet wurde, um eine Hohlraummembran in Faser- 15 Veränderungen im dialytischen Widerstand bzw. in
form zu bilden, die dann in einen Wasserbehälter einge- der Wasserdurchflußrate.
taucht, auf eine Spule aufgewickelt, auf ihr 16 Stunden Zu Vergleichszwecken wurde eine andere Einheit
lang gewaschen, danach 2 Stunden lang bei 1000C auf die oben beschriebene Weise, jedoch ohne Trock-
im Vakuum getrocknet und schließlich in 305 mm nung der Fasern hergestellt. Diese Einheit zeigte eine
lange Enden geschnitten wurde. Ein Bündel aus 1000 ao Ultraflltrationsdurchflußrate von mehr als 10~3 cm3/
solcher Faserenden wurde in das Polycarbonat-Gehäuse (cm2 · min · mm Hg) und einen dialytischen Wider-
42 gemäß F i g. 3 eingesetzt. Das Bündel wurde dann stand für Natriumchlorid von 19,9 min/cm,
endseitig durch Zusammenquetschen verschlossen
und zunächst an dem einen und anschließend am B e i s ρ i e 1 3
anderen Ende je in eine flüssige Vergußmasse folgender 25
Zusammensetzung eingebracht: Es wurde eine Gießlösung aus 2200 Gewichtsteilen
Dow-Corning 382 Medi- des Polysulfon-Polymers gemäß Beispiel 1, 400 Ge-
cal Grade Silastic 50 Gewichtsprozent ^ί*81?11?11 Fo™amid und 10 300 Gewichtsteilen
Dow-Corning 360 Medi- N-Methylpyrrolidon zubereitet und nach dem Ver-
cal Fluid 50 Gewichtsprozent 3° fahren Semäß BeisPiel 2 zu Hohlrohrmembranen ver-
Dow-Corning Katalysa- formt. Bei Verwendung als Bündel in einer der Einheit
tor für 382 Silastic 0,15 Gewichtsprozent fmäß F» «■ 3 entsprechenden Vorrichtung und nach
dem Trocknen besaßen diese Fasern einen dialytischen
die dann etwa 2 Stunden lang bei Raumtemperatur Widerstand für Natriumchlorid von weniger als etwa
ausgehärtet wurde. Zum Schluß wurden die Enden 35 50 min/cm und eine Ultrafiltrationsdurchflußrate zwi-
des Faserbündels mit einem scharfen Messer bündig sehen etwa 1 · 10~e und 3 · 10~5 cms/(cm2 · min · mm
mit dem Ende des Gehäuses 42 abgeschnitten. Hg).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung einer anisotropen, mikroporösen, polymeren Niederdruckmembran, bei welchem man 1) eine gießfähige Lösung eines Polymeren in einem organischen Lösungsmittel zu einem Film vergießt, 2) eine Seite der zu einem Film vergossenen Lösung mit einem Verdünnungsmittel in Berührung bringt, daß sich einerseits durch eine sehr gute Verträglichkeit mit dem jeweiligen Lösungsmittel auszeichnet und andererseits mit dem Polymeren so wenig verträglich ist, daß beim Inberührungkommen des Polymeren mit dem Verdünnungsmittel eine sofortige Ausfällung des Polymeren erfolgt und 3) das Verdünnungsmittel so lange mit der zu einem Film vergossenen Lösung in Berührung läßt, bis praktisch das gesamte Lösungsmittel durch das Verdünnungsmittel ersetzt ist, nach Patentanmeldung P 17 94 191.2-43, dadurch gekennzeichnet, daß man mindestens 90% des Verdünnungsmittels entfernt und anschließend die gebildete Membran mit Verdünnungsmittel wiederbefeuchtet, wobei eine Membran erhalten wird, deren dialytischer Widerstand gegenüber Salz weniger als 50 min/cm und deren Ultrafiltrationsdurchflußrate zwischen 3 · 10~5 cm3/(cm2 · min · mm Hg) und 1 · 10~e cm3/(cm2 · min · mm Hg) beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man von einer gießfähigen Lösung eines Polysulfons ausgeht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verdünnungsmittel Wasser verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, uaß man die Membran rohrförmig mit im Inneren befindlicher Sperrschicht und mit einem Innendurchmesser von 0,076 bis 0,76 mm und einer Wanddicke von höchstens 0,063 mm ausbildet.
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