DE222834C - - Google Patents

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DE222834C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
oder Leuchtsätzen.
Den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Herstellung von langsam brennenden Leuchtsätzen mittels Magnesiummetall, an dessen Stelle Aluminium, Calcium ο. dgl. treten können.
Um Zeitlicht herzustellen, hat man bisher meist Blitzlichtmischungen mit Ballastkörpern gemischt, d. h. mit einem über das Äquivalentverhältnis hinausgehenden Quantum geeigneter Substanzen, z. B. alkalischen Erden.
Diese Verfahren haben den Nachteil, daß sie neben der Wirkungsschnelligkeit auch die aktinische Wirkung der Leuchtsätze herabsetzen. Es wurde nun gefunden, daß man zu Zeitlichtern bzw. langsam brennenden Leuchtsätzen von großer Helligkeit und großer aktinischer Wirkung gelangen kann,. wenn man die reagierenden Metalle, also das Magnesium und seine Ersatzmetalle, in der Mischung mit den Edelerden in großem Überschuß verwendet. Die Edelerden wirken in diesem Falle als Sauerstoffüberträger, was man . sich so vorstellen kann, daß intermediär die Edelerdmetalle durch das Magnesium usw. reduziert, vom Luftsauerstoff als leichter verbrennbar wieder oxydiert werden und so weitere Magnesiummengen bei beständig steigender Temperatur unter hoher Lichtentwicklung verbrennen. Die Lichtwirkung wird noch dadurch wesentlich verstärkt, daß die wiederholt zur Reduktion und Wiederverbrennung kommenden Metalle der seltenen Erden an sich bekanntlich mit intensiverem
/ Licht verbrennen als Magnesium.
Es wird auf diese Weise also der schon in dem D. R. P- 142989 verfolgte Zweck, die große Leuchtkraft der Metalle der seltenen Erden für langsam brennende Leuchtsätze zu verwerten, . erreicht, ohne diese Metalle dazu erst metallisch darstellen zu müssen, also mit erheblichem Vorteil gegenüber dem obigen Patent, da die nach demselben beabsichtigte vorherige Darstellung dieser Metalle schwierig und kostspielig ist, und die Metalle selbst auch nur eine geringe Haltbarkeit an der Luft besitzen.
Nach dem D. R. P. 158215 werden Nitrate der seltenen Erden verwendet, aber nur in ungefähr äquivalenter Mischung mit Magnesium lediglich zur Herstellung von schnell verpuffendem Blitzlicht, dienen also in diesem Falle einem wesentlich anderen Zweck.
Die Edelerden können bei der oben erwähnten Reaktion mit gleichem Erfolg ersetzt werden durch die alkalischen Erden sowie durch die reduzierbaren Salze der Edelerden oder alkalischen Erden, wobei selbstverständlich die den betreffenden Metallen, wie Strontium und Calcium, entsprechende Färbung des Lichtes erhalten wird. Die Reaktion des im Überschuß vorhandenen aktiven Metalles und das Wiederholen dieser Teilreaktion mit den durch die Verbrennung des reduzierten Metalles wieder entstandenen Oxyden findet im übrigen in technisch ausnutzbarer Weise nicht nur bei den Oxyden der seltenen Erden statt, sondern tritt bei allen Metallverbindungen ein, bei welchen in hoher Hitze ein leichtes Wiederverbrennen
des Metalles erfolgt, und bei welchen das Metall eine niedrigere Entzündungstemperatur hat als Magnesium bzw. seine Ersatzmetalle.
Um eine besonders gleichmäßige Verbrennung herbeizuführen, können als Vermittler für die Sauerstoffübertragung mit Vorteil Vanadinverbindungen in niedrigen Prozentsätzen beigefügt werden.
Es sind in der Literatur Mischungen bekannt geworden, bei welchen auch rechnerische Überschüsse von Magnesium oder Aluminium angewandt sind. So hat man nach dem fran-• zösischen Patent 357478 im Gemisch mit Sulfaten und auch bei Gegenwart von Oxyden
bereits ungefähr das doppelte Äquivalent verwendet. In diesen Mischungen sind die Oxyde lediglich zugesetzt, um das aus Magnesium und Sulfaten hergestellte Blitzlicht in Zeitlicht zu verwandeln. Diese Mischungen mit verhältnismäßig geringem Überschuß von Magnesium verbrennen trotz des Zusatzes von Oxyden, wenn auch mit etwas verminderter Schnelligkeit, doch immer noch in der Art einer Blitzlichtmischung, und zur Verlängerung der Verbrennungsdauer bis zu der eines langsam brennenden Leuchtsatzes müßte ein erheblich größerer Magnesiumüberschuß zugesetzt werden, der jedoch bei Gegenwart eines verpuffenden Salzes, wie Sulfat, auch nicht zum Ziel führt. Soll aber andererseits eine gleiche Verlangsamung der Verbrennung erzielt werden durch Zusatz von Oxyden im Sinne des obigen Patentes, so müßten derartig große Mengen von Oxyden zugesetzt werden, die nicht mehr an der Reaktion teilnehmen können, sondern lediglich als Ballast eine nur mechanische Verzögerung der Verbrennung verursachen, daß dadurch eine erhebliche Verminderung der Temperatur und der Lichtwirkung entstände.
Jedenfalls läßt sich mit solchen Mischungen kein derartig ruhig, langsam' und hell brennender Leuchtsatz erzielen wie nach dem vorliegenden Verfahren.
Der vorteilhafte Unterschied des vorliegenden Verfahrens gegenüber dem des obigen Patentes beruht somit darauf, daß eine an sich langsam brennende Mischung von Magnesium in großem Überschuß mit Oxyden bzw. reduzierbaren Salzen eine Erhöhung der Temperatür und Lichtwirkung verursacht, wogegen die durch Zusatz von Oxyden erzielte Veiiangsamung der Verbrennung einer Blitzlichtmischung mit einer Verminderung der Lichtwirkung verbunden ist.
Mischungen von Oxyden für sich allein mit Magnesium, die also keine Blitzlichtmischung als Basis enthalten und sich deshalb durch ganz besonders ruhiges Abbrennen auszeichnen, sind für den vorliegenden Zweck bisher überhaupt noch nicht verwendet worden.
Eine Mischung von Oxyden allein mit einem doppelten Äquivalent Metall verbrennt auch noch verhältnismäßig schnell. Eine erhebliche Verlängerung der Lichtwirkung tritt dagegen bei Mischungen mit dem mindestens dreifachen Äquivalent ein und erreicht, je nach der Qualität der Komponente, bei ungefähr 10 Äquivalent ihr Optimum.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von langsam brennenden Zeitlichtmischungen oder Leuchtsätzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxyde der Metalle der seltenen Erden bzw. ihre reduzierbaren Salze mit mindestens dem dreifachen Äquivalent Magnesium an Stelle dessen eventuell andere Metalle, wie Aluminium, Calcium, Barium, Strontium, treten können, gemischt werden.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Edelerden bzw. ihre reduzierbaren Salze ganz oder teilweise durch die entsprechenden Verbindungen der alkalischen Erden oder Erden oder Verbindungen anderer im reduzierten Zustande leicht verbrennbarer Metalle ersetzt werden.
3. Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 und 2 der Zusatz kleiner Mengen von Sauerstoff verbindungen des Vanadins zu den Edelerden usw.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5205627A (en) * 1991-03-14 1993-04-27 Ripp Mobile System, Inc. Modular anti-tip lateral mobile storage system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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