DE222834C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F21K5/00—Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
oder Leuchtsätzen.
Den Gegenstand des vorliegenden Patentes
bildet ein Verfahren zur Herstellung von langsam brennenden Leuchtsätzen mittels Magnesiummetall,
an dessen Stelle Aluminium, Calcium ο. dgl. treten können.
Um Zeitlicht herzustellen, hat man bisher meist Blitzlichtmischungen mit Ballastkörpern
gemischt, d. h. mit einem über das Äquivalentverhältnis hinausgehenden Quantum geeigneter
Substanzen, z. B. alkalischen Erden.
Diese Verfahren haben den Nachteil, daß sie neben der Wirkungsschnelligkeit auch die
aktinische Wirkung der Leuchtsätze herabsetzen. Es wurde nun gefunden, daß man zu
Zeitlichtern bzw. langsam brennenden Leuchtsätzen von großer Helligkeit und großer aktinischer
Wirkung gelangen kann,. wenn man die reagierenden Metalle, also das Magnesium und
seine Ersatzmetalle, in der Mischung mit den Edelerden in großem Überschuß verwendet.
Die Edelerden wirken in diesem Falle als Sauerstoffüberträger, was man . sich so vorstellen
kann, daß intermediär die Edelerdmetalle durch das Magnesium usw. reduziert, vom Luftsauerstoff
als leichter verbrennbar wieder oxydiert werden und so weitere Magnesiummengen bei
beständig steigender Temperatur unter hoher Lichtentwicklung verbrennen. Die Lichtwirkung
wird noch dadurch wesentlich verstärkt, daß die wiederholt zur Reduktion und Wiederverbrennung
kommenden Metalle der seltenen Erden an sich bekanntlich mit intensiverem
/ Licht verbrennen als Magnesium.
Es wird auf diese Weise also der schon in dem D. R. P- 142989 verfolgte Zweck, die große
Leuchtkraft der Metalle der seltenen Erden für langsam brennende Leuchtsätze zu verwerten,
. erreicht, ohne diese Metalle dazu erst metallisch darstellen zu müssen, also mit erheblichem
Vorteil gegenüber dem obigen Patent, da die nach demselben beabsichtigte vorherige
Darstellung dieser Metalle schwierig und kostspielig ist, und die Metalle selbst auch nur
eine geringe Haltbarkeit an der Luft besitzen.
Nach dem D. R. P. 158215 werden Nitrate
der seltenen Erden verwendet, aber nur in ungefähr äquivalenter Mischung mit Magnesium
lediglich zur Herstellung von schnell verpuffendem Blitzlicht, dienen also in diesem Falle einem
wesentlich anderen Zweck.
Die Edelerden können bei der oben erwähnten Reaktion mit gleichem Erfolg ersetzt werden
durch die alkalischen Erden sowie durch die reduzierbaren Salze der Edelerden oder
alkalischen Erden, wobei selbstverständlich die den betreffenden Metallen, wie Strontium und
Calcium, entsprechende Färbung des Lichtes erhalten wird. Die Reaktion des im Überschuß
vorhandenen aktiven Metalles und das Wiederholen dieser Teilreaktion mit den durch die Verbrennung
des reduzierten Metalles wieder entstandenen Oxyden findet im übrigen in technisch
ausnutzbarer Weise nicht nur bei den Oxyden der seltenen Erden statt, sondern tritt
bei allen Metallverbindungen ein, bei welchen in hoher Hitze ein leichtes Wiederverbrennen
des Metalles erfolgt, und bei welchen das Metall eine niedrigere Entzündungstemperatur hat
als Magnesium bzw. seine Ersatzmetalle.
Um eine besonders gleichmäßige Verbrennung herbeizuführen, können als Vermittler
für die Sauerstoffübertragung mit Vorteil Vanadinverbindungen in niedrigen Prozentsätzen
beigefügt werden.
Es sind in der Literatur Mischungen bekannt geworden, bei welchen auch rechnerische
Überschüsse von Magnesium oder Aluminium angewandt sind. So hat man nach dem fran-•
zösischen Patent 357478 im Gemisch mit Sulfaten und auch bei Gegenwart von Oxyden
bereits ungefähr das doppelte Äquivalent verwendet. In diesen Mischungen sind die Oxyde
lediglich zugesetzt, um das aus Magnesium und Sulfaten hergestellte Blitzlicht in Zeitlicht
zu verwandeln. Diese Mischungen mit verhältnismäßig geringem Überschuß von Magnesium
verbrennen trotz des Zusatzes von Oxyden, wenn auch mit etwas verminderter Schnelligkeit, doch immer noch in der Art
einer Blitzlichtmischung, und zur Verlängerung der Verbrennungsdauer bis zu der eines langsam
brennenden Leuchtsatzes müßte ein erheblich größerer Magnesiumüberschuß zugesetzt
werden, der jedoch bei Gegenwart eines verpuffenden Salzes, wie Sulfat, auch nicht
zum Ziel führt. Soll aber andererseits eine gleiche Verlangsamung der Verbrennung erzielt
werden durch Zusatz von Oxyden im Sinne des obigen Patentes, so müßten derartig große Mengen von Oxyden zugesetzt werden,
die nicht mehr an der Reaktion teilnehmen können, sondern lediglich als Ballast eine
nur mechanische Verzögerung der Verbrennung verursachen, daß dadurch eine erhebliche Verminderung
der Temperatur und der Lichtwirkung entstände.
Jedenfalls läßt sich mit solchen Mischungen kein derartig ruhig, langsam' und hell brennender
Leuchtsatz erzielen wie nach dem vorliegenden Verfahren.
Der vorteilhafte Unterschied des vorliegenden Verfahrens gegenüber dem des obigen Patentes
beruht somit darauf, daß eine an sich langsam brennende Mischung von Magnesium
in großem Überschuß mit Oxyden bzw. reduzierbaren Salzen eine Erhöhung der Temperatür
und Lichtwirkung verursacht, wogegen die durch Zusatz von Oxyden erzielte Veiiangsamung
der Verbrennung einer Blitzlichtmischung mit einer Verminderung der Lichtwirkung
verbunden ist.
Mischungen von Oxyden für sich allein mit Magnesium, die also keine Blitzlichtmischung
als Basis enthalten und sich deshalb durch ganz besonders ruhiges Abbrennen auszeichnen,
sind für den vorliegenden Zweck bisher überhaupt noch nicht verwendet worden.
Eine Mischung von Oxyden allein mit einem doppelten Äquivalent Metall verbrennt auch
noch verhältnismäßig schnell. Eine erhebliche Verlängerung der Lichtwirkung tritt dagegen
bei Mischungen mit dem mindestens dreifachen Äquivalent ein und erreicht, je nach der Qualität
der Komponente, bei ungefähr 10 Äquivalent ihr Optimum.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von langsam
brennenden Zeitlichtmischungen oder Leuchtsätzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxyde der Metalle der seltenen Erden
bzw. ihre reduzierbaren Salze mit mindestens dem dreifachen Äquivalent Magnesium
an Stelle dessen eventuell andere Metalle, wie Aluminium, Calcium, Barium, Strontium,
treten können, gemischt werden.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Edelerden bzw. ihre reduzierbaren Salze ganz oder teilweise durch die entsprechenden
Verbindungen der alkalischen Erden oder Erden oder Verbindungen anderer im reduzierten Zustande leicht verbrennbarer
Metalle ersetzt werden.
3. Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 und 2 der Zusatz kleiner Mengen von Sauerstoff
verbindungen des Vanadins zu den Edelerden usw.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE222834C true DE222834C (de) |
Family
ID=483695
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT222834D Active DE222834C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE222834C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5205627A (en) * | 1991-03-14 | 1993-04-27 | Ripp Mobile System, Inc. | Modular anti-tip lateral mobile storage system |
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