DE222710C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05F—SYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
- G05F1/00—Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems
- G05F1/10—Regulating voltage or current
- G05F1/12—Regulating voltage or current wherein the variable actually regulated by the final control device is AC
- G05F1/24—Regulating voltage or current wherein the variable actually regulated by the final control device is AC using bucking or boosting transformers as final control devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-.Ju 222710'-KLASSE
21 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. März 1908 ab.
Um in dem Gesamtnetz oder in einzelnen Abzweigungen von Wechselstromanlagen die
Spannung bei Veränderung der Netzbelastung zu regeln, werden unter anderem Zusatztransformatoren
angewendet, die von der Primärspannung der Anlage erregt werden und deren Sekundärspule in die Verbrauchsleitung eingeschaltet
ist. Die Regelung der elektromotorischen Kraft der Sekundärspule bei wechselndem
Stromverbrauch wird dadurch erzielt, daß man in Abhängigkeit von der Belastung die Sekundärwicklung stufenweise ein- und
ausschaltet oder den Kraftlinienfluß der Sekundärspule durch mechanisch bewirkte Verstellung
gegenüber der Primärspule bei zunehmender Belastung verstärkt.
Um die durch Verschleiß der Schaltvorrichtungen verursachten Nachteile bzw. mechanische
Verstellungseinrichtungen für die Transformatorspulen zu vermeiden, können die
Spulen auch durch unmittelbar wirkende elektrodynamische Kräfte gegeneinander verstellt
werden Bei den bisher verwendeten Anordnungen dieser Art wirkten aber die Sekundärspulen
als Drosselspulen, die bei wachsendem Belastungsstrom die Verbrauchsspannung herabdrückten.
Im folgenden ist nun eine neue Einrichtung dieser Art beschrieben, die insbesondere
den Vorteil geringer Drosselwirkung bei hohem Belastungsstrom hat.
In der Anordnung nach Fig. 1 sind in die Leitungen Z des Netzes die Sekundärspulen a
und b des Transformators t eingeschaltet, die gegeneinander geschaltet sind, so daß ihre
elektromotorischen Kräfte sich subtrahieren. Die Spule b ist ebenso wie die von der Primärspannung
gespeiste Primärspule c auf dem Transformatoreisen fest angeordnet. Die Spule α ist aber beweglich gelagert, beispielsweise
an einem Hebel h, so daß sie sich entgegen der Spannung der Feder f den festen
Spulen nähern oder sich von ihnen entfernen kann. Die Spannung der Feder f ist gegen
das Gewicht der Spule a so ausgeglichen, daß diese im stromlosen Zustand die Spule b berührt.
Es werden somit alle Kraftlinien, die von der Primärspule c erzeugt werden, auch
die Spulen b und α durchdringen. Da diese
Spulen in ihrer Windungszahl gleich bemessen sind, so werden gleiche elektromotorische
Kräfte in ihnen erzeugt, die sich gegenseitig aufheben, da die Spulen gegeneinander geschaltet sind. Bei stromloser Leitung I wird
also von den Spulen α und b keine Wirkung auf die Spannung im Verbrauchsnetz ausgeübt.
Steigt jedoch der Strom im Netz an, so wird die Spule α durch elektrodynamische
Wirkung von der Spule b abgestoßen, und zwar so weit, bis die Abstoßungskraft mit
der Spannung der Feder f im Gleichgewicht ist. Dann aber werden die primär erzeugten
Kraftlinien nicht mehr ■ in voller Zahl die Spule α durchsetzen, sondern sich schon unterhalb
derselben durch das Transformatoreisen wieder schließen. Dadurch wird in der Spule a
eine wesentlich geringere elektromotorische Kraft erzeugt als in der Spule b und dadurch
der Primärspannung k die Differenz der Spannungen von b und α hinzugefügt.
Im Gegensatz zu den bekannten Strom- und Leistungsregelungsapparaten ist bei der in
der Fig. 1 dargestellten Anordnung das Trans-
formatoreisen nicht durch eine Brücke aus Eisen geschlossen. Wenn sich die Spule a
von der Spule 5 entfernt, so wird also im Weg der von der beweglichen Spule α erzeugten
Kraftlinien ein großer magnetischer Widerstand vorhanden sein. Dadurch wird erreicht,
daß die infolge der Selbstinduktion auftretende Drosselspannung der Spule α gering ist,
obwohl der Strom bei dieser Stellung von a
ίο groß ist.
In der beschriebenen Ausführungsform ist angenommen, daß der Transformator t als Zusatztransformator
wirkt, dessen Sekundärspule in Reihe mit der Stromquelle liegt. Der Gegenstand der Erfindung kann natürlich
auch in Anlagen verwendet werden, bei denen der Transformator als Haupttransformator
wirkt. .
Eine solche Anordnung ergibt sich aus Fig. 2. Die Primärspule c wird beispielsweise
von der Hochspannungsseite kx eines Transformators
gespeist. Die beiden Sekundärspulen α und b sind gegeneinander geschaltet, so
daß also die Differenz ihrer elektromotorischen Kräfte die Verbrauchsspannung darstellt. Die
Spule b hat eine wesentlich höhere Windungszahl als Spule a, und ihre elektromotorische
Kraft überwiegt also die der Spule a. Bei geringer Belastung berühren sich die beiden
Spulen, und die Gegenspannung der Spule a ist also groß. Mit wachsendem Strom wird
aber die Spule α von b abgestoßen, ihre Gegenspannung
also verringert und somit die Verbrauchsspannung im Netz erhöht.
Die Bewegung der Sekundärspule braucht nicht, wie in den beschriebenen Ausführungsformen dargestellt ist, geradlinig zu sein, sondern
es ist unter Umständen zweckmäßig, die Sekundärspule eine beliebige andere Bewegung,
z. B. eine kreisförmige, um eine feste Achse ausführen zu lassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Einrichtung zur selbsttätigen Spannungsregelung in Wechselstromanlagen mittels einer zusätzlichen elektromotorischen Kraft, die von der Sekundärwicklung eines Transformators geliefert wird, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Transformator zwei Sekundärspulen angeordnet sind, deren eine beweglich und der anderen festen Sekundärspule entgegengeschaltet ist, so daß bei Veränderung der Entfernung der beiden Spulen in Abhängigkeit von der Belastung bei geringer Belastung eine große, von der beweglichen Spule ausgehende Spannung, bei hoher Belastung eine kleine Spannung der Hauptspannung entgegenwirkt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE222710C true DE222710C (de) |
Family
ID=483576
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT222710D Active DE222710C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE222710C (de) |
-
0
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