DE2220191C2 - Einrichtung zur Entstaubung größerer Räume mit starkem Staubanfall - Google Patents
Einrichtung zur Entstaubung größerer Räume mit starkem StaubanfallInfo
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Description
Breite etwa dem ringsum verlaufenden Spalt entspricht. Durch diese Spalte wird dann nämlich auch
Luft mit entsprechendem Staubanteil sofort abgesaugt, so daß es nicht zu den sonst üblichen Staub-55
und Dunstglocken kommen kann, aus denen im allgemeinen ein Niederrieseln von Staub erfolgt.
Die Erfindung richtet sich auf Einrichtung zur ■ Hierbei ist es besonders vorteilhaft, die haubenar-Entstaubung
größerer Räume mit starkem Stauban- tige Zwischendecke satteldachartig auszubilden und
fall, insbesondere von Hallen für Verkokungsofen- mindestens in einem Teil ihrer Fistlinie einen Schlitz
batterien, in deren Dachbereich Gas- und Staubab- 60 auszubilden.
saugungseinrichtungen angeordnet sind. Bei größeren Räumen empfiehlt es sich, die Zwi-
Bei bekannten Hallen dieser Art (deutsche Ausle- schendecke unterteilt auszubilden und an den Trenngeschrift
2 104 430) sind Gas- und Entstaubungsein- linien senkrechte Schürzen anzuordnen und auf beirichtungen
in einer Firstlinie des Hallendaches an- den Seiten der Schürzen dem Randspalt entspregeordnet,
wobei man davon ausgeht, daß die Absau- 65 chende Spalte zwischen den Schürzen und der Zwigung
am besten an der höchstgelegenen Stelle des schendecke vorzusehen. Auf diese Weise wird verDaches
erfolgt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei mieden, daß sich ein Stau unterhalb der Zwischendieser
Anordnung keine ausreichende Absaugung der decke bildet, vielmehr ziemlich gleichmäßig über die
gesamte Grundfläche verteilt eine langsame Aufwärtsbewegung des gesamten Gasvolumens des betreffenden
Raumes stattfindet
Schließlich empfiehlt es sich, in einem Wandbereich an dem ein besonders hoher Staub- und Gasanfall
auftritt, in Hallen für Verkokungsofenbatterien beispielsweise an der die Ofenkammertüren einschließenden
Wand, eine der Wand im wesentlichen parallele Schürze oberhalb der Staub- und Gasquelle
anzuordnen, die zwischen Dachhaut und Zwischendecke einmündet, wobei ein Spalt zwischen der
Wand und dem unteren Ende der Schürze etwa der Breite der übrigen Randspaite entspricht. Auf diese
Weise wird der größte Teil des Staubes sofort an seiner Entstehungsquelle abgesaugt.
Hierzu trägt noch vorteilhaft bei, wenn man den unteren Rand der Wandschürze zum Innenraum hin
abwinkelt.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
F i g. 1 einen Vertikal-Querschnitt durch eine
Halle für eine Verkokungsofenbatterie mit einer Einrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 2 einen Vertikal-Längssclvutt durch einen
Teil der Halle längs Linie I-I der F i g. 1 und in
F i g. 3 eine Ansicht gegen das Hallendach entsprechend den F i g. 1 und 2 von unten gesehen.
Parallel zu einer Verkokungsofenbatterie 1 sind mit Abstand zu deren Koksseite 2 eine Reihe von
Stützen 3 auf Fundamenten 4 befestigt. Auf diesen Stützen 3 stützen sich geneigt durchlaufende Träger 5
ab, an deren eine Enden biegesteif Hängestiele 6 anschließen, die kurz oberhalb der Verkokungsofenbatterie
I enden. An den anderen, auf der gegenüberliegenden Seite der Stützen 3 liegenden Enden der Träger
5 greifen Zugstäbe 7 an, die an ihren unteren Enden mit Ballast!undamenten 8 versehen sind. Die
Trägers sind mittels eines Hängewerkes9 abgespannt. Zwischen den Stützen 3, den Hängestielen 6
und den sich zwischen diesen Teilen erstreckenden Bereichen der Träger S sind Wandflächen 10 und
Deckenflächen 11 angebracht. Die Stirnseiten der derart gebildeten Halle sind mit Ausnahme der erforderlichen
Durchtrittsöffnungen für Löschwagen ebenfalls mit einer Deckfläche versehen. Insoweit entspricht
die Halle dem Bekannten.
Unterhalb der Decke 11 ist eine insgesamt mit 12 bc7cichnete Zwischendecke eingebaut, die in einzelne
satteldachartige Hauben 13 unterteilt ist, welche sich jeweils über die Breite der Halle im Bereich zwischen
zwei benachbarten Wandstützen 10 bzw. Hängestielen 6 erstrecken. Zwischen benachbarten Hauben
sind hierbei senkrechte Schürzen 14 angeordnet und zwischen den Hauben 13 und den Wandungen 1(J ist
ein schmaler Spalt 15 freigelassen sowie zwischen den Hauben und den Schürzen 14 jeweils ebenfalls
ein etwa gleicher Spalt 16 vorgesehen.
In der Firstlinie 17 (s.Fig.3) der Hauben 13 erstreckt sich ein weiterer, etwa gleich breiter Spalt IS wie die Spalte 15 und 16, von dem sich konvergierende Spalte 19 etwa bis zur Hallenmitte hin erstrekken.
In der Firstlinie 17 (s.Fig.3) der Hauben 13 erstreckt sich ein weiterer, etwa gleich breiter Spalt IS wie die Spalte 15 und 16, von dem sich konvergierende Spalte 19 etwa bis zur Hallenmitte hin erstrekken.
ίο Zentrisch oberhalb dieses Spaltes 8 ist jeweils ein
Absaugtrichter 20 in der Decke U angeordnet, der mit einer Absaugleitung 21 verbunden ist, die zu
einem Exhaustor 22 mit nachgeschalteten weiteren Entstaubungsanlagen führt.
Oberhalb der Koksseite 2 der Verkokungsofenbatterie
1 ist ferner eine Wandschürze 23 angeordnet, die zwischen Decke 11 und Zwischendecke 12 einmündet
und am unteren Ende einen Spalt 24 zwischen sich und der Wand 10 freiläßt, der etwa gleich
ao breit ist wie die vorerwähnte Randspalte 15. Am unteren
Ende der Wandschürze 23 ist eine nach innen gerichtete Abwinkelung 25 ausgebildet. Die Wandschärze
23 bildet damit einen zweiten Saugabschnitt bzw. Strömungsfilter.
»5 Es ist erkennbar, daß auf Grund dieser Ausbildung
über den gesamten Grundriß der Halle eine langsame Aufwärtsbewegung der Luft mit darin enthaltenen
schädlichen Gasen und Staubbestandteilen erfolgt und sich insbesondere unterhalb der Decke
und in den Wandbereichen keine Abrieselungen von größeren Staubbestandteilen mehr ergeben können,
da ein Anstoßen und dadurch ausgelösten Abrieseln solcher Teilchen nicht mehr eintritt, vielmehr die
Staubpartikelchen, sobald sie in die Nähe der vorerwähnten Spalte gelangen, infolge der in deren Bereich
wesentlich erhöhten Luftgeschwindigkeit angesaugt, mitgerissen und in die nachgeschalteten Absaugeinrichtungen
transportiert werden.
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel in vielfacher Weise abzuändern, ohne den Grundgedanken
der Erfindung zu verlassen. So könnte die Aufteilung und Anordnung der einzelnen Zwischendeckenhauben
auch noch in anderer Weise erfolgen. Auch die Schlitzgestaltung in deren First- und Mittslbereich
könnte noch abgewandelt werden, sofern sich dies bei den jeweiligen örtlichen Verhältnissen
als notwendig erweisen sollte. Beispielsweise könnten auch in bestimmten Bereichen die Absaugquerschnitte
und nachgeschalteten Absaugeeinrichtungen vergrößert werden, falls es sich herausstellt, daß
oberhalb bestimmter, besonders starke Verschmutzung erzeugender Quellen eine solche stärkere Absaugung
erforderlich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Einrichtung zur Entstaubung größerer Staubpartikelchen auf den Hallenboden abrieseln
Räume mit starkem Staubanfall, insbesondere 5 und andererseits im Wandungsbereich ein besonders
von Hallen für Verkokungsofenbatterien, in de- starker Staubanfall zu verzeichnen ist, was durch ein
ren Dachbereich Gas- und Staubabsaugungsein- Anstoßen und Niederschlagen an den Wandungen zu
richtungen angeordnet sind, dadurch ge- erklären ist. Bei Räumen mit sehr starkem Staubankennzeichnet,
daß unterhalb der eigentli- fall, beispielsweise Hallen für Verkokungsofenbattechen
Decke (11) eine abgehängte Zwischendecke to rien ist dies jedoch sehr störend, da sich hier in retail 2) angeordnet ist, die von den Wänden (10) des tiv kurzer Zeil derart große Staubmengen ansam-Raumes
ringsum einen geringen Abstand hat, mein, daß weitere Vorkehrungen für deren Entferderart,
daß ein ringsum durchlaufender Spalt (15) nung getroffen werden müssen.
zwischen den Wänden und der Zwischendecke Aufgabe der Erfindung ist es, eine Entstaubungs-
gebildet ist und daß in der Decke (11) die Absau- 15 einrichtung für solche Räume zu schaffen, bei der gegeeinrichtungen
(20, 21) angeordnet sind. währleistet ist, daß der wesentliche Staubanfall ohne
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- längere Verweilzeiten in dem betreffenden Raum abkennzeichnet,
daß die Zwischendecke (12) hau- geführt wird und insbesondere kein Niederschlag von
benartig ausgebildet ist und in deren oberstem Staub an bestimmten Stellen der Räume, insbeson-Bereich
Schlitze (18) ausgebildet sind, deren ao dere nicht in deren Wandbereichen auftritt.
Breite etwa dem ringsum verlaufenden Spalt (15) Dei einer Einrichtung der eingangs bezeichneten
entspricht. An wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung da-
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- durch gelöst, daß unterhalb der Dachhaut eine abgekennzeichnet,
daß die haubenartige Zwischen- hängte Zwischendecke angeordnet ist, die von den decke (12) satteldachartig ausgebildet ist und 25 Wänden des Raumes ringsum einen gringen Abstand
mindestens in einem Teil ihrer Firstlinie (17) ein hat, derart, daß ein ringsum durchlaufender Spalt
Schlitz (18) ausgebildet ist. zwischen den Wänden und der Zwischendecke gebil-
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem det ist und daß in der eigentlichen Dachhaut die Abder
folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugeeinrichtungen angeordnet sind.
Zwischendecke (12) unterteilt ausgebildet ist und 30 Es hat sich gezeigt, daß bei einer derartigen Ausan den Trennlinien ser.krechte Schürzen (14) an- bildung eine langsame Luftbewegung über die gegeordnet sind, wobei auf beiden Seiten der Schür- samte Hallengrundfläche von unten nach oben einzen dem Randspalt (15) entsprechende Spalte tritt und insbesondere ein Staubniederschlag in den (16) zwischen den Schürzen und der Zwischen- Wandungsbereichen nicht eintritt, daß vielmehr, sodecke vorgesehen sind. 35 bald die einzelnen Staubpartikelchen im Zuge der
Zwischendecke (12) unterteilt ausgebildet ist und 30 Es hat sich gezeigt, daß bei einer derartigen Ausan den Trennlinien ser.krechte Schürzen (14) an- bildung eine langsame Luftbewegung über die gegeordnet sind, wobei auf beiden Seiten der Schür- samte Hallengrundfläche von unten nach oben einzen dem Randspalt (15) entsprechende Spalte tritt und insbesondere ein Staubniederschlag in den (16) zwischen den Schürzen und der Zwischen- Wandungsbereichen nicht eintritt, daß vielmehr, sodecke vorgesehen sind. 35 bald die einzelnen Staubpartikelchen im Zuge der
5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem langsamen Gesamtaufwärtsbewegung des gesamten
der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in Gasvolumens des betreffenden Raumes in den Beeinem
Wandbereich, an dem ein besonders hoher reich der ringsum verlaufenden Spalte zwischen
Staub- und Gasanfall auftritt, eine der Wand (10) Wandungen und Zwischendecke gelangen, diese
im wesentlichen parallele Schürze (23) oberhalb 40 Staubanteile durch die in dem Spaltbereich erhöhte
der Staub- und Gasquelle (1,2) angeordnet ist, Luftgeschwindigkeit sofort in den Raum zwischen
die zwischen Decke (11) und Zwischendecke (12) Zwischendecke und eigentlicher Decke hineingesaugt
einmündet, wobei ein Spalt (24) zwischen der bzw. gerissen und dann durch die nachgeschalteten
Wand (10) und dem unteren Ende der Schürze Absaugeeinrichtungen abgeführt werden.
(23) etwa der Breite der übrigen Randspalte (15) 45 LJm zu verhindern, daß sich unterhalb der Zwientspricht.
schendecke glockenartige Dunst- bzw. Staubwolken
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge- bilden, aus denen größere Staubpartikelchen niederkennzeichnet,
daß der untere Rand (25) der rieseln könnten, ist es weiterhin sehr vorteilhaft, die
Wandschürze (23)'zum Innenraum hin abgewin- Zwischendecke haubenartig auszubilden und in dekelt
ist. so rem obersten Bereich Schlitze auszubilden, deren
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