DE2218103C3 - Verfahren zum Auflösen von Bleiboratgläsern in Salpetersäure - Google Patents

Verfahren zum Auflösen von Bleiboratgläsern in Salpetersäure

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DE2218103C3
DE2218103C3 DE19722218103 DE2218103A DE2218103C3 DE 2218103 C3 DE2218103 C3 DE 2218103C3 DE 19722218103 DE19722218103 DE 19722218103 DE 2218103 A DE2218103 A DE 2218103A DE 2218103 C3 DE2218103 C3 DE 2218103C3
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Egbert 7911 Unterelchingen Reschauer
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C15/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by etching

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auflösen von Bleiboratgläsern in Salpetersäure, insbesondere von teilweise entglasten Bleiboratgläsern.
Bei gewissen Arten von Kathodenstrahlröhren ist es bekannt, die den Leuchtschirm tragende Frontplatte mit dem anschließenden trichterförmigen Glasgehäuseteil mittels eines Glaslotes zu verbinden. Als Glaslot wird dabei ein Bleiborat-Glaslot verwendet, das bei entsprechender Temperaturbehandlung zumindest teilweise in den entglasten Zustand übergeht. Es kann nun vorkommen, daß nach teilweiser oder völliger Fertigstellung der Röhre ein nochmaliges Öffnen der Röhre erforderlich wird, was bedeutet, daß man die Glaslotnaht möglichst ohne Beschädigung der gläsernen Frontscheibe und des Trichterteiles öffnen können muß. Hierzu sind bereits verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden, die entweder die Gefahr in sich bergen, daß die Röhrenteile beschädigt werden, oder aber das Verfahren zum Trennen der Teile verhältnismäßig zeitraubend gestalten.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren zum vollständigen oder teilweisen Entfernen von Bleiboratgläsern anzugeben das industriell einfach und mit geringer Ausfallwahrscheinlichkeit beherrschbar ist.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Salpetersäure Perchlorsäure zugesetzt wird und die Bleiboratgläser der Einwirkung eines solchen Bades ausgesetzt werden.
Das beschriebene Verfahren erlaubt eine einfache und saubere Entfernung von Bleiboratgläsern, insbesondere ein einfaches Auflösen der Glaslotnaht zwischen ίο der Frontschale und dem Trichter einer Farbbildkathodenstrahlröhre. Dieses Verfahren ist zum einen verhältnismäßig schnell durchführbar und entwickelt zum anderen wenig Dämpfe, die man im Zuge einer Fertigungsstraße möglichst vermeiden will. Ein weilerer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß eine große Selektivität des Lösungsmittels hinsichtlich der in Frage kommenden Glassorten besteht. Das bedeutet, daß das beschriebene Salpetersäure-Perchlorsäurebad das Bleiborat-Glaslot sehr schnell und sauber löst, ohne aber die anderen Glasteile, aus welchen die Frontschale und der trichterförmige Gehäuseteil besieht, nennenswert anzugreifen.
Sehr gute Ergebnisse haben sich mit einem Salpetersäure-Perchlorsäurebad erzielen lassen, das eine SaI-petersäurenormalität von 0,1 bis 0,5 und eine Perchlorsäurenormalität von 0,5 bis 5 aufwies. Bei einem bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren besaß das Bad eine Salpetersäurenormalität von 0,4 η und eine Perchlorsäurenormalität von ungefähr 1,6 n. Dabei 3" konnten zur Beschleunigung der Auflösung des Bleiborat-Glaslotes Temperaturen bis zu etwa 85°C angewendet werden, ohne daß eine allzu große Dampfbildung auftrat.
Wird nun ein solches Bad zum Auflösen von größeren Mengen von Bleiboratgläsern verwendet, so läßt die Salpetersäurenormalität laufend nach, so daß es zweckmäßig ist, durch Zugabe von Salpetersäure die Normalität des Bades wieder zu erhöhen.
Das beschriebene Verfahren eignet sich besonders dazu, die Lötnaht zwischen der Frontschale und dem Trichterteil einer Farbbildkalhodenstrahlröhre durch Eintauchen der Röhre in das Bad ganz oder teilweise aufzulösen. Bei nur unvollkommener Auflösung kann durch anschließende Anwendung mechanischer oder 4Λ' thermischer Mittel der restliche Teil der Lötnaht aufgesprengt werden. Das erfindungsgemäß beschriebene Bad eignet sich aber ebensogut dazu, nach dem Aufsprengen der Röhre die Ränder der einzelnen Teile von dem noch daran haftenden Glaslot zu säubern.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Auflösen von Bleiboratgläsern in Salpetersäure, insbesondere von teilweise entglasten Bleiboratgläsern, dadurch gekennzeichnet, daß der Salpetersäure Perchlorsäure zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Salpetersäure-Perchlorsäurebad mit einer Salpetersäurenormalität von 0,1 bis 0,5 und einer Perchlorsäurenormalität von 0,5 bis 5, insbesondere 1 bis 3, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bad auf eine Temperatur zwischen 40° C und 85° C erwärmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es zum vollständigen oder teilweisen Entfernen eines die Frontschale und den Trichter einer Kathodenstrahlröhre verbindenden Bleiboratglaslotes angewendet wird.
DE19722218103 1972-04-14 1972-04-14 Verfahren zum Auflösen von Bleiboratgläsern in Salpetersäure Expired DE2218103C3 (de)

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DE2218103A1 DE2218103A1 (de) 1973-10-18
DE2218103B2 DE2218103B2 (de) 1980-07-31
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DE1040197B (de) * 1956-05-29 1958-10-02 Corning Glass Works Verfahren zum raschen Aufloesen von Bleiboratglaesern, insbesondere zum Entfernen solcher Glaeser von den Verschmelzungsflaechen zusammengesetzter Glasgefaesse, wie Kathodenstrahlroehren

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