DE2201857C3 - Verwendung von Bis-stilbenverbindeungen als optische Aufhellmittel - Google Patents

Verwendung von Bis-stilbenverbindeungen als optische Aufhellmittel

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DE2201857C3
DE2201857C3 DE19722201857 DE2201857A DE2201857C3 DE 2201857 C3 DE2201857 C3 DE 2201857C3 DE 19722201857 DE19722201857 DE 19722201857 DE 2201857 A DE2201857 A DE 2201857A DE 2201857 C3 DE2201857 C3 DE 2201857C3
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B23/00Methine or polymethine dyes, e.g. cyanine dyes
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    • C09B23/148Stilbene dyes containing the moiety -C6H5-CH=CH-C6H5
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
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Description

Gegenstand des Patents 17 93 482 sind neue Bis-stilbenverbindungen und ein Verfahren zu deren Herstellung. Die neuen Bis-stilbenverbindungen gemäß Patent 17 93 482 entsprechen der Formel
V1
CH = CH
2 V3
CH = CH
wobei in dieser Formel die Substituenten Vi bis V3 sowie 25 wählte Verbindung (bzw. deren Salze) dieses vorge-Wi die im Anspruch 1 der DE-PS 17 93 482 angegebene nannten allgemeinen Typus überlegene Aufhelleffekte Bedeutung besitzen. bei Anwendung auf Baumwoll- und Synthese-Polyamid-
In Weiterentwicklung des Gegenstandes des Patents Substrate zeigt.
17 93 4S2 wurde nunmehr gefunden, daß eine ausge- Die ausgewählte Verbindung entspricht der Formel
(D
MO3S
SO3M
worin M ein salzbildendes Kation bedeutet. Von praktischem Interesse sind vor allem die Verbindungen der Formel
V-CH = CH-/' W V-CH =
XO3S
worin X für ein Wasserstoff-, Alkalimetall·, Erdalkali- gen der Formeln
metall-, Ammonium- oder Aminsalzion steht.
Die Verbindung der Formel (I) (bzw. ihre Salze) wird O
analog dem Verfahren gemäß Patent 17 93 482 hergestellt. 50
Zweckmäßig wird hierzu eine Verbindung der Formel
(IU)
55
im Molverhältnis von etwa 1:2 mit einer Verbindung der Formel
-CH2-F-OR OR O
Il
-CH2-P-OR R
60 und
(IV)
MO3S
65
-CH = P-R R
(Π)
(Va)
(Vb)
(Vc)
umgesetzt, wobei eines der Symbole Zi und Z2 eine
O = CH-Gruppe und das andere eine der Gruppierun- bedeutet, worin R einen gegebenenfalls substituierten
Alkylrest (vorzugsweise mit bis zu 6 C-Atomen), einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest, einen Cyclohexylrest oder einen Araikylrest darstellt
Man kann demgemäß beispielsweise 1 Moläquivalent des Dialdehyd der Formel
HOC-
-CHO
(Vl)
mit zwei Moläquivalenten einer monofunktionellen ι ο Verbindung der Formel
(VIl)
MC3S
umsetzen; bevorzugterweise wird jedoch ein Moläquivalent einer Verbindung der Formel
(VHI)
mit 2 Moläquivalenten des Aldehyds der Formel
CHO
(IX)
MO3S
20
25
30
umgesetzt, wobei V einen Substituenten der Formel (Va) bis (Vc) bedeutet.
Die Umsetzung wird in beiden Fällen durch Reagierenlassen der Komponenten in Gegenwart einer stark basischen Alkaliverbindung und in Gegenwart eines vorzugsweise hydrophilen, stark polaren Lösungsmittels durchgeführt, wobei im Falle der Verwendung von Alkalihydroxyden als stark baiischer Alkaliverbindung diese Alkalihydroxyde einen Wassergehalt von bis zu 25% aufweisen dürfen.
Als Lösungsmittel für das vorstehend beschriebene Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel (I) seien beispielsweise Toluol, Xylol, Chlorbenzol oder Alkohole wie z. B. Äthanol, Äthylenglykolmonomethyläther, ferner N-Methylpyrrolidon, Diäthylformamid, Dimethylacetamid, vorzugsweise Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxyd genannt.
Die Temperatur, bei welcher die Umsetzung durchgeführt wird, kann in weiten Grenzen schwanken. Sie wird bestimmt
cc) durch die Beständigkeit des verwendeten Lösungsmittels gegenüber den Reaktionsteilnehmern, insbesondere gegenüber den stark basischen Alkaliverbindungen,
β) durch die Reaktivität der Kondensationspartner und
γ} durch die Wirksamkeit der Kombination Lösungsmittel-Base als Kondeusationsmittel.
60
Vorzugsweise liegt sie etwa im Bereich von 30 bis 60° C, doch können in vielen Fällen schon befriedigende Resultate bei Raumtemperatur (etwa 2O0C) einerseits oder andererseits bei Temperaturen von 100° C, ja sogar bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels erreich l werden, wenn dies aus Gründen der Zeitersparnis oder dadurch erwünscht ist, ein weniger aktives aber billigeres Kondensationsmittel einzusetzen. Grundsätz-
55 Hch sind somit auch Reaktionstemperaturen im Intervall von 10 bis 180° C möglich.
Als stark basische Alkaliverbindungen kommen vor allem die Hydroxyde, Amide und Alkoholate (vorzugsweise solche primärer, 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthaltender Alkohole) der Alkalimetalle in Betracht, wobei aus ökonomischen Gründen solche des Lithiums, Natriums und Kaliums von vorwiegendem Interesse sind. Es können jedoch grundsätzlich und in besonderen Fällen auch Alkalisulfide und -carbonate, Arylalkaliverbindungen wie z. B. Phenyl-lithium oder stark basische Amine (einschließlich Ammoniumbasen, z. B. Trialkylammoniumhydroxyde) mit Erfolg verwendet werden.
Die Verbindung der Formel (I) bzw. ihre Salze kann im Prinzip zum optischen Aufheller der verschiedensten organischen Materialien verwendet werden. Spezifisch hohe Effekte werden indessen bei der Behandlung von Baumwoll-Substraten oder Substraten aus synthetischen Polyamiden erhalten.
Bei der optischen Aufhellung von Fasersubstraten der genannten Materialien geschieht dies mit Vorteil in wässerigem Medium, worin das optische Aufhellmittel in feinverteilter Form (Suspensionen, sogenannten Mikrodispersionen, gegebenenfalls Lösungen) vorliegt. Gegebenenfalls können bei der Behandlung Dispergier-, Stabilisier-, Netz- und weitere Hilfsmittel zugesetzt werden.
Es kann »ich als vorteilhaft erweisen, in neutralem oder alkalischem oder saurem Bade zu arbeiten. Die Behandlung wird üblicnerweise bei Temperaturen von etwa 20 bis 14O0C, beispielsweise bei Siedetemperatur des Bades oder in deren Nähe (etwa 90° C), durchgeführt. Für die erfindungsgemäße Veredlung textiler Substrate kommen auch Lösungen oder Emulsionen in organischen Lösungsmitteln in Betracht, wie dies in der Färbereipraxis in der sogenannten Lösungsmittelfärberei (Foulard-Thermofixierapplikation, Ausziehfärbeverfahren in Färbemaschinen) praktiziert wird.
Das erfindungsgemäß verwendete optische Aufhellmittel kann beispielsweise auch in folgenden Anwendungsformen eingesetzt werden:
a) Mischungen mit Farbstoffen (Nuancierung) oder Pigmenten (Färb- oder insbesondere z. B. Weißpigmenten) oder als Zusatz zu Färbebädern, Druck-, Ätz- oder Reservepasten. Ferner auch zur Nachbehandlung von Färbungen, Drucken oder Ätzdrukken.
b) In Mischungen mit sogenannten »Carriern«, Netzmitteln, Weichmachern, Quellmitteln, Antioxydantien, Lichtschutzmitteln, Hitzestabilisatoren, chemischen Bleichmitteln (Chlorit-Bleiche, Bleichbäder-Zusätze).
c) In Mischung mit Vernetzern, Appreturmitteln (z. B. Stärke oder synthetischen Appreturen) sowie in Kombination mit den verschiedensten Textilveredlungsverfahren, insbesondere Kunstharzausrüstungen (z. B. Knitterfest-Ausrüstungen wie »wash-andwear«, »permanent-press«, »no-iron«), ferner Flammfest-, Weichgriff-, Schmutzablöse (»anti-soiling«)- oder Antistatisch-Ausrüstungen oder antimikrobiellen Ausrüstungen.
Wird das Aufhellverfahren mit Textil-Behandlungs- oder Veredlungsmethoden kombiniert, so kann die kombinierte Behandlung in vielen Fällen vorteilhafterweise mit Hilfe entsprechender beständiger Präparate erfolgen, welche die optische aufhellenden Verbindungen in solcher Konzentration enthalten, daß der
gewünschte Aufhelleffekt erreicht wird.
In gewissen Fällen werden die Aufheller durch eine Nachbehandlung zur vollen Wirkung gebracht Diese kann beispielsweise eine chemische (z. B. Säure-Behandlung), eine thermische (z. B. Hitze) oder eine kombinierte chemisch/thermische Behandlung darstellen. So verfährt man beispielsweise bei der optischen Aufhellung einer Reihe von Fasersubstraten, z. B. von Polyamidfasern, mit den erfindungsgemäßen Aufhellern zweckmäßig in der Weise, daß man diese Fasern mit den wässerigen Dispersionen (gegebenenfalls auch Lösungen) der Aufhellmittel bei Temperaturen unter 75° C, z. B. bei Raumtemperatur, imprägniert und einer trockenen Wännebehandlung bei Temperaturen über 100° C unterwirft, wobei es sich im allgemeinen empfiehlt, das Fasermaterial vorher noch bei mäßig erhöhter Temperatur, z. B. bei mindestens 60° C bis etwa 130° C zu trocknen. Die Wärmebehandlung in trockenem Zustande erfolgt dann vorteilhaft bei Temperaturen zwischen 120 und 190° C, beispielsweise durch Erwärmen in einer Trockenkammer, durch Bügeln im angegebenen Temperaturintervall oder auch durch Behandeln mit trockenem, überhitztem Wasserdampf. Die Trocknung und trockene Wärmebehandlung können auch unmittelbar nacheinander ausgeführt oder in einen einzigen Arbeitsgang zusammengelegt werden.
Die Menge des erfindungsgemäß zu verwendenden neuen optischen Aufhellers, bezogen auf das optisch aufzuhellende Material, kann in weiten Grenzen schwanken. Schon mit sehr geringen Mengen, in gewissen Fällen z. B. solchen von 0,0001 Ge« ichtsprozent, kann ein deutlicher und haltbarer Effekt erzielt werden. Es können aber auch Mengen bis zu etwa 1 Gewichtsprozent zur Anwendung gelangen. Für die meisten praktischen Belange sind vorzugsweise Mengen zwischen 0,0005 und 0,5 Gewichtsprozent von Interesse.
Das erfindungsgemäß verwendete optische Aufhellmittel eignet sich auch besonders als Zusatz für Waschbäder oder zu Gewerbe- und Haushaltwaschmitteln, wobei sie in verschiedener Weise zugesetzt werden können. Zu Waschbädern wird der Aufheller zweckmäßig in Form seiner Lösungen in Wasser oder organischen Lösungsmitteln oder auch in feiner Verteilung als wässerige Dispersionen zugegeben. Zu Haushalt- oder gewerblichen Waschmitteln wird der Aufheller vorteilhaft in irgendeiner Phase des Herstellungsprozesses der Waschmittel, z. B. der sogenannten »slurry« vor dem Zerstäuben dem Waschpulver oder bei der Vorbereitung flüssiger Waschmittelkombinationen, zugesetzt. Die Zugabe kann sowohl in Form einer Lösung oder Dispersion in Wasser oder anderen Lösungsmitteln als auch ohne Hilfsmittel als trockenes Aufhellerpulver erfolgen. Man kann das Aufhellmittel beispielsweise mit den waschaktiven Substanzen vermischen, verkneten oder vermählen und so dem fertigen Waschpulver zumischen. Sie können jedoch auch gelöst oder vordispergiert auf das fertige Waschmitlei aufgesprüht werden.
Als Waschmittel kommen die bekannten Mischungen von Waschaktivsubstanzen wie beispielsweise Seifen in Form von Schnitzeln und Pulver, Synthetika, lösliche Salze von Sulfonsäurehalbestern höherer Fetlalkohole, höhere und/oder mehrfach alkylsubstituierte Arylsulfonsäuren, Sulfocarbonsäureester mittlerer bis höherer Alkohole, Fettsäureacylaminoalk>i- oder -aminoarylglycerinsulfonate. Phosphorsäureester von Fettalkoho-H) len usw. in Frage. Als Aufbaustoffe, sogenannte »Builder«, kommen z. B. Alkalipoly- und Polymetaphosphate, Alkaliphyrophosphate, Alkalisalze der Carboxymethylcellulose und andere »Schmutzablagerungs-Inhibitoren«, ferner Alkalisilikate, Alkalicarbonate, Alkaliborate, Alkaliperborate, Nitrilotriessigsäure, Äthylendiaminotetraessigsäure, Schaumstabilisatoren wie Alkanolamide höherer Fettsäuren, in Betracht. Ferner können in den Waschmitteln beispielsweise enthalten sein: Antistatische Mittel, rückfettende· Hautschutzmittel wie Lanolin, Enzyme, Antimikrobika, Parfüme und Farbstoffe.
Der erfindungsgemäß verwendete optische Aufheller hat den besonderen Vorteil, daß er auch bei Gegenwart von Aktivchlorspendern, wie z. B. Hypochlorit, wirksam ist und ohne wesentliche EinbuCe der Effekte in Waschbädern mit nichtionogenen Waschmitteln, z. B. Alkylphenolpolyglykoläthern, verwendet werden kann. Die erfindungsgemäß zu verwendende Verbindung wird in Mengen von 0,01 bis 1 % oder mehr, bezogen auf das Gewicht des flüssigen oder pulverförmigen, fertigen Waschmitteis, zugesetzt. Waschflotten, die die angegebenen Mengen des beanspruchten optischen Aufhellers enthalten, verleihen beim Waschen — insbesondere im Temperaturbereich von etwa 500C bis 1000C — Textilien aus Cellulosefasern, hochveredelten Cellulosefasern, einen brillanten Aspekt am Tageslicht.
Die Waschbehandlung wird beispielsweise wie folgt durchgeführt:
Die angegebenen Textilien werden während 1 bis 30 Minuten vorzugsweise bei; 50 bis 1000C in einem Waschbad behandelt, das 1 bis 10 g/kg eines aufgebauten, zusammengesetzten Waschmittels und 0,05 bis 1%, bezogen auf das Waschmitteilgewicht, des Aufhellmittels enthält. Das FlottenverhäJtnis kann 1:3 bis 1:50 •n betragen. Nach dem Waschen wird wie üblich gespült und getrocknet. Das Waschbad kann als Bleichzusatz 0,2 g/l Aktivchlor (z. B. als Hypochlorit) oder 0,1 bis 2 g/l Natriumperborat enthalten.
In den Herstellungsvorschriften und Beispielen sind >o Teile, soweit nicht anders angegeben, immer Gewichtsteile und Prozente immer Gewichtsprozente. Schmelz- und Siedepunkte sind, sofern nicht anders vermerkt, unkorrigiert.
-5 Herstellungsvorschrift A
Eine homogene Mischung von 19,9 g4.4'.Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-diphenyl der Formel
CH1O O
O OCH,
P-CH2-
und 2^,2 g 4-Chlorbenzaldehyd-3-sulfonsäure, Natriumsalz herden unter Verdrängung der Luft durch Stickstoff im Verlauf von 10 Minuten in eine gut
(D
OCH3
gerührte Suspension von 6,8 g Natrium-Mcthylat (Gehalt 95,6%) in 250 ml wasserfreiem Dimethylformamid eingetragen. Die Temperatur steigt auf 45°C an
und wird durch gelegentliches Kühlen mit Eiswasser bei 40—45°C gehalten. Dann wird noch 2 Stunden bei 40—450C nachgerührt. Die blaßgelbe, dicke Suspension wird dann in 1000 ml entsalztes Wasser gegossen und die Suspension wird unter Rühren auf 15° C abgekühlt. Das Produkt wird abgenutscht, mit 100 ml entsalztem Wasser gewaschen und aus einer Mischung von 900 ml
Dimethylformamid und 600 ml entsalztem Wasser umkristallisiert. Nach einer weiteren Umkristallisation aus 600 ml Dimethylformamid und 400 ml entsalztem Wasser und nach Trocknung unter Vakuum bei 100—110°C erhält man 16,4 g der Verbindung der Formel
CH =
NaO3S
SO3Na
als hellgelbes Pulver.
Anstelle von 4,4'-Bis-(dimethoxyphosphonomethyl)-diphenyl kann auch die äquivalente Menge 4,4'-Bis-(diäthoxyphosphonomethyl)-diphenyl verwendet werden. Ebenso kann als Lösungsmittel anstelle von Dimethylformamid Dimethylsulfoxyd verwendet werden. Die beiden Reaktions-Komponenten können auch vorgelegt und das Natrium-Methylat bei Reaktionstemperatur eingetragen werden. Schließlich kommen als alkalische Kondensationsmittel auch Natrium- und Kaliumhydroxydpulver in Frage.
Die verwendete 4-Chlorbenzaldehyd-3-sulfonsäure, Natriumsalz kann wie folgt erhalten werden:
143,9 g 4-Chlorbenzaldehyd (Gehalt: 98%) werden unter Rühren im Verlauf von 45 Minuten in 300 ml Oleum von 66% SO3-G ehalt eingetragen. Die Temperatur steigt dabei von 210C auf ca. 5O0C an. Das Reaktionsgemisch wird noch 6 Stunden bei 50—55°C und 16 Stunden bei 60—65° C gerührt. Nach Abkühlen auf etwa 30° C wird das Reaktionsgemisch vorsichtig auf 2 kg Eis/Wasser unter Eiskühlung ausgetragen. Die Temperatur der entstandenen Lösung beträgt am Ende des Austragens ca. 150C. Eine leichte Trübung wird durch Filtration entfernt, das klare Filtrat auf 600C erhitzt, mit 600 g Natriumchlorid versetzt, auf Raumtemperatur abkühlen gelassen und dann auf 5° C gekühlt. Das auskristallisierte Produkt wird abgenutscht, zweimal mit je 150 ml gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, in 1000 ml Wasser bei 500C gelöst, mit ca. 4 ml 10%iger Natriumhydroxydlösung auf pH 7 gestellt und im Rotationsverdampfer zur Trockene eingedampft. Nach vollständigem Trocknen unter Vakuum erhält man so 206 g 4-Chlorbenza!dehyd-3-sulfonsäure, Natriumsalz mit einem Gehalt von 89,1 %.
Herstellungsvorschrift B
150 g der Verbindung der Formel (2) werden in 2000 ml 10%iger Salzsäure unter Rühren während 15 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wird das Produkt abgenutscht, mit 500 ml 10%iger Salzsäure gewaschen und bei 90-950C unter Vakuum getrocknet. Man erhält 141,9 g der Verbindung der Formel
Cl
y v
CH = CH-
HO1S
I = CH-^ ^
Cl
SO3H
als blaßgelbes Pulver.
Die Löslichkeit der Verbindung der Formel (3) in destilliertem Wasser beträgt heiß ca. 100 g pro Liter und kalt ca. 13 g pro Liter.
Herstellungsvorschrift C
11,8g der Verbindung der Formel (3) werden bei 600C in 400 ml entsalztem Wasser unter Rühren gelöst Zur gelben klaren Lösung wird eine Lösung von 2,3 g Kaliumhydroxyd (Gehalt: 98%) in 10 ml entsalztem Wasser zugetropft. Nach Zugabe beträgt der pH-Wert
7. Die entstandene sehr feine Suspension wird zur Trockene eingedampft und unter Vakuum bei 100—110° C getrocknet Man erhält 12,1 g der Verbindung der Formel
KO3S
SO3K
Auf ähnliche Weise können unter Verwendung von äquimolaren Mengen der entsprechenden Basen die in Tabelle (Γ) aufgeführten Verbindungen erhalten werden.
Tabelle I
Me 6O3S'
Nr.
(2)
(5)
(6)
(7)
Na
HN(CH2-CH2OH)3
NH4
HN
CH = CH-/" V-Cl (la)
SO? Mc*'
Ungefähre Löslichkeit in destilliertem Wasser g/l
heiß kalt
über 20
2
(8) H2N(CH2-CH2OH)2 20
(9) H3N-CH2-CH2OH 4
(10) H2N(CH3J2 4
(H) H3N-CH3 1
unter 0,05 12
1
6 2
1
unter 1
Anwendungsbeispiele Beispiel 1
Gebleichter Baumwollstoff wird im Flottenverhältnis 1 :20 während 15 Minuten in einer 6O0C warmen Flotte gewaschen, die pro Liter folgende Zusätze enthält:
0,004 bis 0,016 g eines der Aufheller der Formeln (2)
bis (H)
0,25 g aktives Chlor (Javel-Lauge) 4 g eines Waschpulvers folgender Zusammensetzung: 15,00% Dodecylbenzol-
sulfonat 10,00% Natrium-lauryl-
sulfonat 40,00% Natriumtripoly-
phosphat 25,75% Natriumsulfat
wasserfrei
7,00% Natrium-metasilikat 2,00% Carboxymethylcellulose
0,25% Äthylendiamintetraessigsäure.
Der Baumwollstoff wird hierbei erst 15 Minuten nach Bereitung des 60° C warmen Waschbades in das Bad eingebracht Nach dem Spülen und Trocknen weist das Gewebe einen guten Aufhelleffekt von guter Säure-, Licht- und Chlorechtheit auf.
Das Waschpulver der oben angegebenen Zusammensetzung kann die Aufheller der Formeln (2) bis (11) auch direkt einverleibt enthalten.
Beispiel 2
Ein mittels Aminoplastharz bügelfrei ausgerüsteter Baumwollstoff-Artikel wird im FlotteEverhältnis 1 :20 während 15 Minuten in einer 60°C warmen Flotte gewaschen, die pro Liter folgende Zusätze enthält:
0,004 bis 0,016 g eines der Aufheller der Formeln (2)
bis (11),
4 g eines Waschpulvers folgender Zusammensetzung: 15,00% Dodecylbenzolsulfonat
10,00% Natrium-Iauryi-
sulfonat 40,00% Natriumtripolyphosphat 25,75% Natriumsulfat
wasserfrei
7,00% Natrium-metasilikat 2,00% Carboxymethylcellulose 0,25% Äthylendiamintetra-
essigsäure.
Nach dem Spülen und Trocknen weist das Gewebe im Tageslicht einen höheren Weißgehalt als das unbehandelte Material auf.
Beispiel 3
Gebleichter Wollstoff wird im Flottenverhältnis 1 :40 während 60 Minuten in einem Bad behandelt, das 0,1 bis 0,4% eines der Aufheller der Formeln (2) bis (11) berechnet auf das Fasergewicht, und 4 g/l Hydrosulfit enthält Nach dem Spülen und Trocknen erhält man starke Aufhelleffekte von guter Lichtechtheit
Man erhält ebenfalls starke Aufhelleffekte, wenn man anstelle des Hydrosulfits dem Bad 5% Essigsäure, berechnet auf das Fasergewicht zusetzt
Beispiel 4
Ein Polyamidfasergewebe (Perlon) wird im Flottenverhältnis 1 :40 bei 60° C in ein Bad eingebracht das (bezogen auf das Stoffgewicht) 0,1 % eines der Aufheller der Formern (2) bis (11), sowie pro Liter 1 g 80%ige Essigsäure und 0,25 g eines Anlagerungsproduktes von
22 Ol 857
30 bis 35 Mol Äthylenoxyd an ein Mol technischen Stearylalkohol enthält. Man erwärmt innerhalb von 30 Minuten auf Kochtemperatur und hält während 30 Minuten beim Sieden. Nach dem Spülen und Trocknen erhält man einen starken Aufhelleffekt von guter Lichtechtheit.
Verwendet man anstelle des Gewebes aus Polyamid-6 ein solches aus Polyamid-66 (Nylon), so gelangt man zu ähnlich guten Aufhelleffekten.
Schließlich kann auch unter HT-Bedingungen, z. B. während 30 Minuten bei 130° C, gearbeitet werden. Für diese Anwendungsart empfiehlt sich ein Zusatz von 3 g/l Hydrosulfit zur Flotte.
Beispiel 5
Gebleichter Baumwollstoff wird im Flottenverhältnis 1 :20 während 30 Minuten bei 95°C gewaschen. Das Waschgut enthält pro Liter folgende Zusätze:
0,04 g eines der Aufheller der Formeln (2) bis (11)
4 g eines Waschpulvers folgender Zusammensetzung:
40,0% Seifenflocken
15,0% Natriumtripolyphosphat
8,0% Natriumperborat
1,0% Magnesiumsilikat
11,0% Natrium-metasilikat (9 H2O)
24,6% Soda,calc.
0,4% Äthylendiamintetraessigsäure.
Nach dem Spülen und Trocknen weist das Baumwollgewebe einen starken Aufhelleffekt auf.
Beispiel 6
Ein gebleichter Baumwollstoff wird im Flottenverhältnis 1 :25 bei 20°C in ein Bad eingebracht, das (bezogen auf das Stoffgewicht) 0,1 bis 0,2% eines der Aufheller der Formeln (2) bis (11) enthält. Man erwärmt innerhalb von 15 Minuten auf 50°C und setzt dann pro Liter Flotte 5 g kristallisiertes Natriumsulfat zu. Nach weiteren 15 Minuten wird das Gewebe kurz gespült und
ίο anschließend getrocknet. Die so behandelte Baumwolle weist einen guten Aufhelleffekt auf.
Beispiel 7
10 000 g eines aus Hexamethylendiaminadipat in bekannter Weise hergestellten Polyamides in Schnitzelform werden mit 30 g Titandioxyd (Rutil-Modifikation) und 5 g einer der Verbindungen der Formeln (2) oder (11) in einem Rollgefäß während 12 Stunden gemischt. Die so behandelten Schnitzel werden in einem mit Öl oder Diphenyldampf auf 300 bis 310°C beheizten Kessel, nach Verdrängung des Luftsauerstoffes durch Wasserdampf geschmolzen und während einer halben Stunde gerührt. Die Schmelze wird hierauf unter Stickstoffdruck von 5 bar durch eine Spinndüse ausgepreßt und das derart gesponnene abgekühlte Filament auf eine Spinnspule aufgewickelt. Die entstandenen Fäden zeigen einen ausgezeichneten Aufhelleffekt von guter Lichtechtheit.
Verwendet man anstelle eines aus Hexamethylendiaminadipat hergestellten Polyamides ein aus ε-Caprolactam hergestelltes Polyamid, so gelangt man zu ähnlich guten Resultaten.

Claims (1)

  1. 22 Ol 857
    Patentanspruch:
    Verwendung von Verbindungen der Formel
    SO3M
    worin M ein salzbildendes Kation bedeutet gemäß Patent 17 93 482, als optische Aufhellmittel für Baumwolle oder synthetische Polyamide.
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