DE22016C - Wächter-Kontrolapparate - Google Patents
Wächter-KontrolapparateInfo
- Publication number
- DE22016C DE22016C DE188122016D DE22016DD DE22016C DE 22016 C DE22016 C DE 22016C DE 188122016 D DE188122016 D DE 188122016D DE 22016D D DE22016D D DE 22016DD DE 22016 C DE22016 C DE 22016C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- station
- key
- control
- springs
- electromagnet
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 claims description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims 1
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 5
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 5
- HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N Zinc Chemical compound [Zn] HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000011701 zinc Substances 0.000 description 4
- 229910052725 zinc Inorganic materials 0.000 description 4
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N Fe2+ Chemical compound [Fe+2] CWYNVVGOOAEACU-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000754 Wrought iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 230000000881 depressing effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 238000010079 rubber tapping Methods 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07C—TIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- G07C1/00—Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
- G07C1/20—Checking timed patrols, e.g. of watchman
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juni 1881 ab.
Die nachfolgend beschriebenen, auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Wächter-Controltelegraphen
dienen zur Controle der Tag- oder Nachtwachen in gröfseren Complexen, Fabriken, Theatern, Stadttheilen oder ganzen
Städten und wirken auf eine beliebige Centraluhr, die im Comtoir, der Feuerwache oder
Polizeistation etc. aufgestellt sein kann und einen Papierstreifen, welcher mit entsprechender
Zeiteinteilung versehen ist, gleichmäfsig abrollt.
Die zu controlirende Fabrik, Theater, Stadt etc. wird in eine entsprechende Anzahl beliebig
grofser Controlbezirke getheilt, und die Uhr erhält ebenso viele Elektromagnete mit Nadeloder
Schreibapparaten, als Controlbezirke eingetheilt sind.
Jeder Controlbezirk kann nunmehr eine beliebig grofse (ohne Störung der Anlage oder
Aenderung der Apparate jederzeit beliebig zu vermehrende oder zu vermindernde) Anzahl
Controlstellen erhalten, welche von dem Fabrik-, Feuer- oder Nachtwächter in einer ganz bestimmten
Reihenfolge begangen werden müssen, wenn der betreffende Elektromagnet in der Uhr einen
Stich in, oder eine Schrift auf dem Papierstreifen erzeugen soll.
Aehnliche derartige Controleinrichtungen bestehen,
im Gegensatz zur vorbeschriebenen, bis jetzt nur mit einer für jeden Bezirk bestimmten,
unveränderlichen Anzahl Controlstellen.
Die oben beschriebene Wirkung wird dadurch hervorgebracht, dafs durch das Einführen eines
Schlüssels event. Niederdrücken eines Knopfes, kurz, durch eine unbedeutende, mechanische
Thätigkeit in dem in der Reihenfolge in Betracht kommenden Controlapparat zunächst ein
elektrischer Strom für kurze Zeit geschlossen wird, welcher die nächstfolgende Station zu dem
gleichen Manöver vorbereitet, und worauf eine mechanische Auslösung der ersten Station erfolgt.
Die Functionen wiederholen sich bei jeder Controlstation, bis endlich die Bezirksendstelle
die Schaltung für die Anfangsstation wieder herstellt, gleichzeitig jedoch auch den
Anker der Elektromagnete in der Uhr momentan anzieht und dadurch also den Stich bezw. die
Schrift erzeugt. Ueberspringt der Wächter auch nur eine einzige Station, oder hält er die Reihenfolge derselben nicht ein, so erfolgt ein Stich
nur dann, wenn er die Runde nochmals beginnt und richtig vollzieht.
Von einer zur anderen Station sind nur zwei Drähte erforderlich, weshalb sich das System
für grofse Complexe sehr billig und übersichtlich anlegen läfst.
Die Werke der einzelnen Controlapparate sind für die gewöhnlichen Stationen ganz gleich
und in Fig. 1 bis 5 dargestellt.
In einem aus Holz oder Eisen gefertigten Kasten α mit der starken schmiedeisernen
Vorderplatte Ci1 ist die Grundplatte b befestigt.
Auf dieser Grundplatte befindet sich zunächst ein Elektromagnet c mit der Abreifsfeder d und
dem Anker e mit dem Arm /, Fig. 3, 4 und 5; ferner eine den Anker arretirende Klaue g,
welche um den Bolzen h schwingt und von
der kleinen Feder z, Fig. 5, nach oben gehoben wird; ferner eine um k drehbare Metallplatte /
mit der Feder m, deren Hub durch die Stifte η
und ο begrenzt ist.
Drei kleine Säulen / tragen die Sicherheitsplatte q, deren Schlüsselloch gegen das der
Platte «! um einen beliebigen Winkel versetzt werden kann, um böswilliges Einbringen fremder
Körper in den Apparat zu verhindern. Unter der Grundplatte befindet sich die Brücke r mit
dem Schlüsselstift s und einem zweiten gewöhnlichen Schlofsriegel /, welcher den Kasten a
auf der Rückwand e2 festhält. Während der
gewöhnliche Schlüssel u zum Controlmarkiren dient, kann durch einen besonderen Beamtenschlüssel
U1 das Werk geöffnet werden.
Auf der Grundplatte b befinden sich ferner die isolirten Contactfedern ν und w sowie χ
y ζ und schliefslich die Drahtklemmen EKZA. Hierzu kommen auf den Bezirksstationen noch
die Contactfedern α und 6 sowie die Drahtklemme U.
In den Fig. 6, 7 und 8 sind die Batterien, die Centraluhr und ein Controlbezirk in verschiedenen
Stadien dargestellt.
Zunächst ist in Fig. 6 die Anlage im Ruhezustand angenommen dargestellt, und zwar unter
der Voraussetzung, dafs die vorhergehende Runde richtig vollzogen ist (s. später), wodurch der
Anker e des Elektromagneten c in der ersten Controlstation I angezogen, alle übrigen Anker
dagegen lose sind.
In dieser Stellung ist nirgends ein Strom vorhanden, es sind jedoch die zunächst vom Strom
zu durchlaufenden Drähte und
— · -— · — · — · —, die übrigen gezeichnet.
Sieht man nun zunächst von dem durch die Uhr führenden positiven Kupferpol-Strom K3 ab
und denkt sich den Schlüssel u in die Controlstation I eingeführt und zur Hälfte umgedreht,
so hat der Bart· des Schlüssels die Metallplatte / seitwärts gedrückt und mittelst des Stiftes. /2
die Contactfedern υ und w in kurze Berührung gebracht.
Hierdurch wurde der Strom geschlossen und lief von einem Kupferpol K der Batterie durch
die Klemmen und Federn Ky ζ υ w A der Station I, ferner Klemme E, Elektromagnet c,
Klemme Z der Station II, ferner Ky χ Ζ der Station III, schliefslich Kxy Z der Endstation
nach dem Zinkpol der Batterie. Bei diesem Stromlauf wurde der Anker / der Station II
angezogen, während beim Weiterdrehen des Schlüssels u in Station I dessen Bart über die
Fläche gx der Klaue £·'streicht, dieselbe hierdurch
unter Beugung der Feder i niederdrückt, so dafs die Abreifsfeder d den Anker von Station
I losreifst.
Es ist alsdann die in Fig. 7 dargestellte Stellung der Apparate entstanden, augenblicklich
kein Strom geschlossen, während wiederum die zunächst vom Strom zu durchlaufenden
Drähte ■■—und — ·—.—. ,
die ruhenden · gezeichnet sind.
Wird nun der Schlüssel in Station II eingeführt und gedreht, so schliefsen sich die Contactfedern
ν und w in derselben, damit zugleich der Strom, welcher nunmehr vom Kupferpol K1
der Batterie über Ky χ Z der Station I, ferner über Ky zvw A der Station II, ferner über
Klemme E, den Elektromagnet und Klemme Z der Station III, schliefslich über Ky χ Ζ der
Endstation nach dem Zinkpol geht. Hierdurch wird in Station III der Anker angezogen, dagegen
beim Weiterdrehen des Schlüssels in Station II diese selbst durch Losgabe des Ankers
ausgeschaltet. Auf diese Weise können eine ganz beliebige Anzahl Stationen vor der
Bezirksendstation liegen, wie solches auf den Zeichnungen angedeutet ist.
In Fig. 8 sind zur gröfseren Deutlichkeit die Apparate im Augenblick des Stromschlusses
(s. Schlüssel und Federstellung der Endstation) dargestellt.
Der Wächter hat soeben den Schlüssel in dieselbe eingeführt und etwas gedreht, es sind
somit die Federn ν und w sowie α und 16 in Berührung. Die elektrischen Ströme laufen wie
folgt:
Von dem Kupferpol K1 durch Klemme K,
den Elektromagnet c und Klemme E der Station I, dann über Klemmen und Federn Aw ν
zy Z der Endstation nach dem Zinkpol der Batterie.
Durch diesen Stromlauf wird also, wie eingangs behauptet, die Anfangsstation wieder zum
Beginn einer neuen Controle vorbereitet, indem der Anker / ihres Elektromagneten angezogen
wird, während derjenige der Endstation durch Weiterdrehen des Schlüssels freigelassen wird.
Von dem bisher nicht erwähnten Kupferpol K1
geht der elektrische Strom durch den zum betreffenden Controlbezirk gehörigen Elektromagnet
der Centraluhr, dann durch die Klemmen und Federn UhazyZ der Endstation nach dem
Zinkpol der Batterie, so dafs also der Elektromagnet in der Centraluhr einen Nadelapparat
event, auch Schreibstift etc. bewegt und hierdurch die richtig erfolgte Controle sämmtlicher
zum Bezirk gehörigen Stationen markirt.
Es sei noch bemerkt, dafs ein Zurückdrehen des Schlüssels aus dem Schlofs durch den Absatz
I1 an der Platte / und durch die Federn m
unmöglich gemacht ist, es mufs also nach jedem Contact der Federn ν und w bezw. durch α
und 16 die Auslösung des betreffenden Stationsankers e erfolgen.
Claims (2)
- Pate ν τ-An s ρ rüche:Die Metallplatte /, welche den Bart des Schlüssels u arretirt, gleichzeitig durch die untere Hälfte des Schlüsselbartes u gehoben wird und die Contacte herstellt.
- 2. Der Theil von Klauewelcher durch den oberen Theil des Schlüsselbaftes u herabgedrückt wird und den Anker c löst.
Die Federn χ y z, welche durch das Auslösen des Ankers c durch Klaue ^1 gleichfalls umgeschaltet werden, wodurch die Umwandlung der Pole erfolgt, wie beschrieben und in Fig. 6 bis 8 dargestellt ist.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE22016T | 1881-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22016C true DE22016C (de) | 1883-05-31 |
Family
ID=34484194
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188122016D Expired DE22016C (de) | 1881-06-21 | 1881-06-21 | Wächter-Kontrolapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22016C (de) |
-
1881
- 1881-06-21 DE DE188122016D patent/DE22016C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE22016C (de) | Wächter-Kontrolapparate | |
| DE143033C (de) | ||
| DE521472C (de) | Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen | |
| DE63421C (de) | Vorrichtung zum Aufzeichnen des erfolgten Anrufs einer Fernsprechstelle mit Hülfe eines Schriftzeichengebers | |
| DE598524C (de) | Schloss mit elektromagnetischer OEffnung und Schliessung | |
| DE334869C (de) | Vorrichtung zum wahlweisen Anruf wellentelegraphischer oder -telephonischer Empfangsstationen | |
| DE123970C (de) | ||
| DE39326C (de) | Nummer- und Control - Apparat und dazu gehörender Druckcontact für elektrische | Haustelegraphie | |
| DE44585C (de) | Vielfach - Telegraph | |
| DE102111C (de) | ||
| DE208622C (de) | ||
| DE153671C (de) | ||
| DE75465C (de) | Elektrischer Typendrucker | |
| DE667472C (de) | Schaltungsanordnung fuer Meldeanlagen | |
| DE9167C (de) | Telegraphenläutewerk zum Wecken einer bestimmten Station | |
| DE157797C (de) | ||
| DE26835C (de) | Automatischer Umschalter hebst Stromlauf zur Verbindung mehrerer Fernsprechleitungen unter einander | |
| DE660835C (de) | Zugmeldeeinrichtung zwischen zwei Bahnhoefen oder Streckenpunkten | |
| DE147399C (de) | ||
| DE153326C (de) | ||
| DE173836C (de) | ||
| DE121300C (de) | ||
| AT25140B (de) | Signalanlage. | |
| DE40918C (de) | Neuerungen an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden | |
| DE261278C (de) |