DE22016C - Wächter-Kontrolapparate - Google Patents

Wächter-Kontrolapparate

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DE22016C
DE22016C DE188122016D DE22016DD DE22016C DE 22016 C DE22016 C DE 22016C DE 188122016 D DE188122016 D DE 188122016D DE 22016D D DE22016D D DE 22016DD DE 22016 C DE22016 C DE 22016C
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DE
Germany
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station
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control
springs
electromagnet
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Expired
Application number
DE188122016D
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English (en)
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ZANDER & HÖFE in Frankfurt a. M
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C1/00Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
    • G07C1/20Checking timed patrols, e.g. of watchman

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Juni 1881 ab.
Die nachfolgend beschriebenen, auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Wächter-Controltelegraphen dienen zur Controle der Tag- oder Nachtwachen in gröfseren Complexen, Fabriken, Theatern, Stadttheilen oder ganzen Städten und wirken auf eine beliebige Centraluhr, die im Comtoir, der Feuerwache oder Polizeistation etc. aufgestellt sein kann und einen Papierstreifen, welcher mit entsprechender Zeiteinteilung versehen ist, gleichmäfsig abrollt. Die zu controlirende Fabrik, Theater, Stadt etc. wird in eine entsprechende Anzahl beliebig grofser Controlbezirke getheilt, und die Uhr erhält ebenso viele Elektromagnete mit Nadeloder Schreibapparaten, als Controlbezirke eingetheilt sind.
Jeder Controlbezirk kann nunmehr eine beliebig grofse (ohne Störung der Anlage oder Aenderung der Apparate jederzeit beliebig zu vermehrende oder zu vermindernde) Anzahl Controlstellen erhalten, welche von dem Fabrik-, Feuer- oder Nachtwächter in einer ganz bestimmten Reihenfolge begangen werden müssen, wenn der betreffende Elektromagnet in der Uhr einen Stich in, oder eine Schrift auf dem Papierstreifen erzeugen soll.
Aehnliche derartige Controleinrichtungen bestehen, im Gegensatz zur vorbeschriebenen, bis jetzt nur mit einer für jeden Bezirk bestimmten, unveränderlichen Anzahl Controlstellen.
Die oben beschriebene Wirkung wird dadurch hervorgebracht, dafs durch das Einführen eines Schlüssels event. Niederdrücken eines Knopfes, kurz, durch eine unbedeutende, mechanische Thätigkeit in dem in der Reihenfolge in Betracht kommenden Controlapparat zunächst ein elektrischer Strom für kurze Zeit geschlossen wird, welcher die nächstfolgende Station zu dem gleichen Manöver vorbereitet, und worauf eine mechanische Auslösung der ersten Station erfolgt. Die Functionen wiederholen sich bei jeder Controlstation, bis endlich die Bezirksendstelle die Schaltung für die Anfangsstation wieder herstellt, gleichzeitig jedoch auch den Anker der Elektromagnete in der Uhr momentan anzieht und dadurch also den Stich bezw. die Schrift erzeugt. Ueberspringt der Wächter auch nur eine einzige Station, oder hält er die Reihenfolge derselben nicht ein, so erfolgt ein Stich nur dann, wenn er die Runde nochmals beginnt und richtig vollzieht.
Von einer zur anderen Station sind nur zwei Drähte erforderlich, weshalb sich das System für grofse Complexe sehr billig und übersichtlich anlegen läfst.
Die Werke der einzelnen Controlapparate sind für die gewöhnlichen Stationen ganz gleich und in Fig. 1 bis 5 dargestellt.
In einem aus Holz oder Eisen gefertigten Kasten α mit der starken schmiedeisernen Vorderplatte Ci1 ist die Grundplatte b befestigt. Auf dieser Grundplatte befindet sich zunächst ein Elektromagnet c mit der Abreifsfeder d und dem Anker e mit dem Arm /, Fig. 3, 4 und 5; ferner eine den Anker arretirende Klaue g, welche um den Bolzen h schwingt und von
der kleinen Feder z, Fig. 5, nach oben gehoben wird; ferner eine um k drehbare Metallplatte / mit der Feder m, deren Hub durch die Stifte η und ο begrenzt ist.
Drei kleine Säulen / tragen die Sicherheitsplatte q, deren Schlüsselloch gegen das der Platte «! um einen beliebigen Winkel versetzt werden kann, um böswilliges Einbringen fremder Körper in den Apparat zu verhindern. Unter der Grundplatte befindet sich die Brücke r mit dem Schlüsselstift s und einem zweiten gewöhnlichen Schlofsriegel /, welcher den Kasten a auf der Rückwand e2 festhält. Während der gewöhnliche Schlüssel u zum Controlmarkiren dient, kann durch einen besonderen Beamtenschlüssel U1 das Werk geöffnet werden.
Auf der Grundplatte b befinden sich ferner die isolirten Contactfedern ν und w sowie χ y ζ und schliefslich die Drahtklemmen EKZA. Hierzu kommen auf den Bezirksstationen noch die Contactfedern α und 6 sowie die Drahtklemme U.
In den Fig. 6, 7 und 8 sind die Batterien, die Centraluhr und ein Controlbezirk in verschiedenen Stadien dargestellt.
Zunächst ist in Fig. 6 die Anlage im Ruhezustand angenommen dargestellt, und zwar unter der Voraussetzung, dafs die vorhergehende Runde richtig vollzogen ist (s. später), wodurch der Anker e des Elektromagneten c in der ersten Controlstation I angezogen, alle übrigen Anker dagegen lose sind.
In dieser Stellung ist nirgends ein Strom vorhanden, es sind jedoch die zunächst vom Strom
zu durchlaufenden Drähte und
— · -— · — · — · —, die übrigen gezeichnet.
Sieht man nun zunächst von dem durch die Uhr führenden positiven Kupferpol-Strom K3 ab und denkt sich den Schlüssel u in die Controlstation I eingeführt und zur Hälfte umgedreht, so hat der Bart· des Schlüssels die Metallplatte / seitwärts gedrückt und mittelst des Stiftes. /2 die Contactfedern υ und w in kurze Berührung gebracht.
Hierdurch wurde der Strom geschlossen und lief von einem Kupferpol K der Batterie durch die Klemmen und Federn Ky ζ υ w A der Station I, ferner Klemme E, Elektromagnet c, Klemme Z der Station II, ferner Ky χ Ζ der Station III, schliefslich Kxy Z der Endstation nach dem Zinkpol der Batterie. Bei diesem Stromlauf wurde der Anker / der Station II angezogen, während beim Weiterdrehen des Schlüssels u in Station I dessen Bart über die Fläche gx der Klaue £·'streicht, dieselbe hierdurch unter Beugung der Feder i niederdrückt, so dafs die Abreifsfeder d den Anker von Station I losreifst.
Es ist alsdann die in Fig. 7 dargestellte Stellung der Apparate entstanden, augenblicklich kein Strom geschlossen, während wiederum die zunächst vom Strom zu durchlaufenden
Drähte ■■—und — ·—.—. ,
die ruhenden · gezeichnet sind.
Wird nun der Schlüssel in Station II eingeführt und gedreht, so schliefsen sich die Contactfedern ν und w in derselben, damit zugleich der Strom, welcher nunmehr vom Kupferpol K1 der Batterie über Ky χ Z der Station I, ferner über Ky zvw A der Station II, ferner über Klemme E, den Elektromagnet und Klemme Z der Station III, schliefslich über Ky χ Ζ der Endstation nach dem Zinkpol geht. Hierdurch wird in Station III der Anker angezogen, dagegen beim Weiterdrehen des Schlüssels in Station II diese selbst durch Losgabe des Ankers ausgeschaltet. Auf diese Weise können eine ganz beliebige Anzahl Stationen vor der Bezirksendstation liegen, wie solches auf den Zeichnungen angedeutet ist.
In Fig. 8 sind zur gröfseren Deutlichkeit die Apparate im Augenblick des Stromschlusses (s. Schlüssel und Federstellung der Endstation) dargestellt.
Der Wächter hat soeben den Schlüssel in dieselbe eingeführt und etwas gedreht, es sind somit die Federn ν und w sowie α und 16 in Berührung. Die elektrischen Ströme laufen wie folgt:
Von dem Kupferpol K1 durch Klemme K, den Elektromagnet c und Klemme E der Station I, dann über Klemmen und Federn Aw ν zy Z der Endstation nach dem Zinkpol der Batterie.
Durch diesen Stromlauf wird also, wie eingangs behauptet, die Anfangsstation wieder zum Beginn einer neuen Controle vorbereitet, indem der Anker / ihres Elektromagneten angezogen wird, während derjenige der Endstation durch Weiterdrehen des Schlüssels freigelassen wird.
Von dem bisher nicht erwähnten Kupferpol K1 geht der elektrische Strom durch den zum betreffenden Controlbezirk gehörigen Elektromagnet der Centraluhr, dann durch die Klemmen und Federn UhazyZ der Endstation nach dem Zinkpol der Batterie, so dafs also der Elektromagnet in der Centraluhr einen Nadelapparat event, auch Schreibstift etc. bewegt und hierdurch die richtig erfolgte Controle sämmtlicher zum Bezirk gehörigen Stationen markirt.
Es sei noch bemerkt, dafs ein Zurückdrehen des Schlüssels aus dem Schlofs durch den Absatz I1 an der Platte / und durch die Federn m unmöglich gemacht ist, es mufs also nach jedem Contact der Federn ν und w bezw. durch α und 16 die Auslösung des betreffenden Stationsankers e erfolgen.

Claims (2)

  1. Pate ν τ-An s ρ rüche:
    Die Metallplatte /, welche den Bart des Schlüssels u arretirt, gleichzeitig durch die untere Hälfte des Schlüsselbartes u gehoben wird und die Contacte herstellt.
  2. 2. Der Theil von Klaue
    welcher durch den oberen Theil des Schlüsselbaftes u herabgedrückt wird und den Anker c löst.
    Die Federn χ y z, welche durch das Auslösen des Ankers c durch Klaue ^1 gleichfalls umgeschaltet werden, wodurch die Umwandlung der Pole erfolgt, wie beschrieben und in Fig. 6 bis 8 dargestellt ist.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE188122016D 1881-06-21 1881-06-21 Wächter-Kontrolapparate Expired DE22016C (de)

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