DE219909C - - Google Patents

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DE219909C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G31/00Mechanical throwing machines for articles or solid materials
    • B65G31/04Mechanical throwing machines for articles or solid materials comprising discs, drums, or like rotary impellers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 219909 -KLASSE 81 e. GRUPPE
Fördervorrichtung für flüssige oder körnige Stoffe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung für körniges oder stückförmiges Gut, welche besonders zum Beladen und Entladen von Schiffen, aber auch überall dort geeignet ist, wo es sich um den Transport des Gutes auf kurze Entfernungen handelt.
Die. Fördervorrichtung besteht aus einer Anzahl diametral gegenüber angeordneter Kanäle oder Rohrleitungen, die im wesentlichen radial
ίο liegen, denen das zu befördernde Gut achsial' zugeführt wird, so daß es unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft nach außen geschleudert wird. Nach der Erfindung sind aber diese Rohrleitungen oder Kanäle an ihren äußeren Enden in der Regel geschlossen und werden nur an bestimmter Stelle, d.h. sobald die jeweilige Wurfrichtung erreicht ist, geöffnet, so daß das Gut unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft aus den Kanälen herausgeschleudert wird und den jeweils gewünschten Platz erreicht. Die Entfernung, bis zu der das Gut durch diese Fördervorrichtung geschleudert werden kann, hängt hierbei im wesentlichen von der Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleudervorrichtung ab, ist also verhältnismäßig leicht zu regeln. Dabei kann die Wurfrichtung nicht nur wagerecht, sondern auch nach oben oder unten geneigt sein, wenn die Kanäle oder Rohrleitngen nicht wagerecht, sondern entsprechend geneigt angeordnet werden.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch veranschaulicht, und zwar stellen dar: Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch die Fördervorrichtung,
Fig. 2 die Seitenansicht eines der die Auslaß Öffnung jeder Rohrleitung abschließenden Schiebers, ,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch die Fördervorrichtung, bei welcher die Auslaßöffnungen der radialen Rohrleitungen oder Kanäle durch Drehschieber abgeschlossen sind,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines solchen Drehschiebers.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Fördervorrichtung ist auf der Achse 1 ein Schleuderkörper 2 angeordnet, der hier aus zwei im wesentlichen radial liegenden Rohrleitungen oder Kanälen 3 besteht. In der Mitte wird diesem Schleuderkörper durch einen zweckmäßig feststehenden Trichter 4 das zu fördernde Gut, z. B. Sand, Korn, Erz, Holz und anderes körniges oder stückförmiges Gut, zugeführt, welches vorteilhaft durch einen Konus 5 in die Rohre oder Kanäle 3 hineingeleitet wird.
Die Enden der Rohrleitungen 3 sind durch Schieber 6 verschlossen, die am oberen Ende bei 6' drehbar befestigt sind. Die Schieber 6 unterstehen der Wirkung eines Anschlages oder einer Auf lauf fläche 7, welche an geeigneter Stelle heb- und senkbar sowie auswechselbar angeordnet ist.
Bei Drehung der Fördervorrichtung wird das durch den Trichter 4 zugeführte Gut infolge der Zentrifugalkraft in den Kanälen 3 radial nach außen bewegt, drückt hierbei gegen die Schieber 6, kann aber die Kanäle erst dann verlassen, wenn der Schieber 6 durch Anstoß
gegen den Anschlag 7 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise geöffnet wird. In diesem Augenblick wird das in dem betreffenden Kanal 3 angesammelte Gut unter dem Einfluß der Schleuderkraft nach außen geschleudert und kann in Abhängigkeit von der jeweils gewählten Umdrehungsgeschwindigkeit mehr oder weniger weit geschleudert werden.
In gleicher Weise werden alle in der Schleudervorrichtung vorhandenen Kanäle an der gleichen Stelle entleert, so daß das gesamte zugeführte Gut stets in der gleichen Richtung und in dem gleichen Maße abgeschleudert werden muß.
Sobald der Schieber 6 den Anschlag 7 passiert hat, wird er zweckmäßig durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Feder in die Schlußlage zurückbewegt, so daß das Gut wieder in den Kanälen 3 angesammelt wird, bis nach einer erneuten Umdrehung wieder eine Entleerung stattfindet.
Die Verschlußvorrichtung für die radialen Kanäle kann nun eine sehr verschiedene Gestalt haben, ohne das Wesen der vorliegenden Erfindung zu verändern. So können die Schieber 6 nicht nur durch Anschlag, sondern auch z. B. auf elektromagnetischem Wege geöffnet werden. Die Schieber können aber auch als Drehschieber ausgebildet werden, wie dies die Fig. 3 und 4 veranschaulichen.
Hier sind beispielsweise unterhalb der radialen Kanäle Wellen. 8 in entsprechenden Lagern angeordnet, die an ihrem radial inneren Ende mit einem Zahnrad 9 in die Zähne eines feststehenden Zahnrades 10 eingreifen. Das radial äußere Ende dieser Wellen trägt dagegen eine Scheibe 11, welche nur eine Auslaßöffnung 12 besitzt. Das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 9 und 10 ist derart, daß bei jeder oder nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der Schleudervorrichtung die Öffnung 12 der Scheibe 11 nur einmal den entsprechenden radialen Kanal freilegt und so die Entleerung ermöglicht. Auch hierbei wird die Wurfrichtung immer dieselbe bleiben.
Wie schon eingangs erwähnt, können die Kanäle 3 nicht nur wagerecht, sondern zur Erlangung eines Wurfes nach oben oder unten in entsprechendem Maße geneigt sein. Ebenso brauchen die Kanäle 3 nicht geradlinig in radialer Richtung zu verlaufen, sondern können in beliebigem Sinne gebogen werden, wenn dies zur besseren Schleuderwirkung zweckmäßig erscheint.
Eine solche Schleudervorrichtung kann nicht nur zur Beförderung von körnigem oder stückförmigem Gut, sondern auch von Flüssigkeiten benutzt werden, da infolge der Zentrifugalkraft und der Herausschleuderung der Flüssigkeit in achsialer Richtung stets eine Saugwir- (So kung ausgeübt wird, durch die ein Nachfließen von Flüssigkeit aus einem höher gelegenen oder selbst von einem tiefer liegenden Sammelbehälter aus gesichert erscheint.
Durch eine entsprechende yerschlußvorrichtung, wie sie oben erwähnt worden ist, wird auch hier wieder die Entleerung der Flüssigkeit stets nur nach einer bestimmten Richtung vor sich gehen, so daß also diese Vorrichtung als ventillose Pumpe, insbesondere für die Betörderung verunreinigter Flüssigkeiten, zweckmäßig erscheinen kann.
Weiter kann es vorteilhaft sein, den Anschlag 7 bzw. die Verbindung der Zahnräder 9, 10 (Fig. 3) regelbar zu gestalten in dem Sinne, daß die Beeinflussung der Verschlußvorrichtung erst eintritt, wenn die jeweils gewünschte Umdrehungsgeschwindigkeit erreicht ist.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Fördervorrichtung für flüssige oder körnige Stoffe, bestehend aus einem mit im wesentlichen radialen Kanälen oder Rohrleitungen versehenen Schleuderrad, dem in der Mitte das zu fördernde Gut zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Enden' der Kanäle oder Rohrleitungen (3) mit Verschlußmitteln — ζ. Β. Klappen, Ventilen, Schiebern — versehen sind, die immer nur an einer bestimmten Stelle die Auslaßöffnungen. der Rohrleitungen freigeben, so daß das Gut unter der Wirkung der Zentrifugalkraft stets nach einer bestimmten Stelle befördert wird.
2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Auslaßöffnungen der radialen Rohrleitungen (3) abschließenden Schieber (6) durch einen Anschlag (7) an einer bestimmten Stelle auf kurze Zeit geöffnet werden.
3. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Auslaßöffnung jeder radialen Rohrleitung (3) abschließende Verschlußyorrichtung aus einem Drehschieber besteht, der bei jeder oder nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen der Schleudervorrichtung an einer bestimmten Stelle das Öffnen der radialen Rohrleitungen veranlaßt.
4. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Auslaßöffnungen der radialen Rohrleitungen (3) abschließenden Schieber an einer bestimmten Stelle auf elektromagnetischem Wege geöffnet werden.
5. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die radialen Rohrleitungen oder Kanäle (3) nach
oben geneigt angeordnet sind, um eine große Wurfweite des abgeschleuderten Gutes zu erzielen.
6. Fördervorrichtung nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (7) zur Beeinflussung der die Auslaßöffnungen der radialen Rohrleitungen (3) abschließenden Schieber (6) oder die Kupplung der Drehschieber (11) mit dem Antriebsteil derart regelbar ist, daß eine Beeinflussung der Verschlußschieber (6 bzw. 11) erst bei Erlangung der jeweils gewünschten Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleudervorrichtung veranläßt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE219909C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2608372A (en) * 1943-04-12 1952-08-26 Jl Ferguson Co Weighing and filling machine
US2822097A (en) * 1955-08-10 1958-02-04 Us Hoffman Machinery Corp Centrifugal trickle valve
EP0239795A1 (de) * 1986-03-29 1987-10-07 Robert Bosch Gmbh Vorrichtung zum Vereinzeln von Wirrteilen, insbesondere Schraubenfedern

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2608372A (en) * 1943-04-12 1952-08-26 Jl Ferguson Co Weighing and filling machine
US2822097A (en) * 1955-08-10 1958-02-04 Us Hoffman Machinery Corp Centrifugal trickle valve
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