DE21934C - Rechenapparat - Google Patents

Rechenapparat

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Publication number
DE21934C
DE21934C DENDAT21934D DE21934DA DE21934C DE 21934 C DE21934 C DE 21934C DE NDAT21934 D DENDAT21934 D DE NDAT21934D DE 21934D A DE21934D A DE 21934DA DE 21934 C DE21934 C DE 21934C
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DE
Germany
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plate
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Active
Application number
DENDAT21934D
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English (en)
Original Assignee
W. SPECHT, Lehrer in Rathenow
Publication of DE21934C publication Critical patent/DE21934C/de
Active legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B19/00Teaching not covered by other main groups of this subclass
    • G09B19/02Counting; Calculating

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Entrepreneurship & Innovation (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
WILHELM SPECHT in RATHENOW. Rechenapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. September 1882 ab.
Dieser Apparat ist eine Punkttabelle, bei welcher jeder Punkt für sich und jede volle Punktreihe für sich in verschiedenen Farben dargestellt werden kann. Er hat den Zweck, den Kindern die Auffassung der Zahlengröfsen ί bis 100, sowie der Operationen mit denselben durch Veranschaulichung zu erleichtern. Besonders geeignet ist der Apparat, im Zahlenkreis ι bis 20 die Zahlenbilder vor den Augen der Kinder entstehen zu lassen und diese Bilder durch Vertauschung der Farben gewisser Punkte zu zerlegen. Zu diesem Zweck ist der Apparat folgendermafsen eingerichtet:
In einer schwarzen Tafel (Platte) von Blech, Holz oder anderem Material befindet sich reihenweise geordnet eine Anzahl runder Löcher, beispielsweise 100, Fig. i, in Reihen von je 10. Hinter jedem Loch ist ein drei-, vier- oder mehrseitiges Prisma befestigt, dessen Seiten verschiedene Farben haben. Als Beispiel ist das vierseitige Prisma mit den Farben schwarz, weifs, roth und blau gedacht.
Die Prismen können um ihre Achse gedreht werden, wobei sie vermittelst einer Feder immer wieder so gegen die Löcher der Platte gedrückt werden, dafs es von vorn gesehen den Anschein hat, als ob Punkte in verschiedenen Farben erscheinen. Fig. 2 zeigt einen Theil des Durchschnittes nach x-j. Es sind hier zwei Löcher sichtbar mit zwei daraufliegenden Prismen in Seitenansicht, und zwar bei α mit unverdecktem Prisma, während bei b das Prisma durch einen unten näher beschriebenen Schieber verdeckt ist. cc ist die Hinterwand des Apparates.
Die zur Operation nicht nothwendigen Punkte erscheinen schwarz, lassen also die Löcher fast unsichtbar. Die Umdrehung der Prismen wird von vorn aus bewirkt dadurch, dafs man mit einem Stäbchen von Knochen, Horn oder Holz gegen die untere oder obere. Kante der als Punkt erscheinenden Fläche des Prismas einen kleinen Stofs ausführt.
Die an der Hinterseite der Platte angebrachte Feder, an welcher das Prisma befestigt ist, Fig. 3 und 2, ist aus Stahl- oder Messingdraht gefertigt. In der Mitte derselben ist eine Biegung o, welche zum Befestigen der Feder auf der Platte dient. Von dieser Stelle aus erstreckt sich die Feder in zwei kurzen, geraden Enden nach rechts und links, worauf sie zu jeder Seite in einige Spiralwindungen übergeht, aus denen zu jeder Seite ein, gerader Schenkel im rechten Winkel zur Achse der Spiralen hervorgeht. . Jeder Schenkel hat am Ende eine Oese, vermittelst welcher er am Prisma befestigt ist.
Um im Zahle'nräum 1 bis 100 es möglich zu machen, dafs eine ganze Reihe von Punkten schnell erscheint bezw. verwandelt wird, sind noch Schieber so angebracht, dafs sie sich hinter der Platte, und zwar zwischen dieser und den Prismen in einer Scheide bewegen. Schieber und Scheiden sind durchlöchert, und zwar so, dafs diese Löcher mit den Löchern der Platte correspondiren und also die Flächen der Prismen durch die Löcher sichtbar bleiben. Wird ein Schieber um Lochbreite verschoben, so bedeckt er die bis dahin sichtbaren Flächen der Prismen und stellt die ganze Reihe der Punkte in einer Farbe dar. Durch eine weitere Verschiebung erscheint die ganze Reihe in einer anderen Farbe. Fig. 4 zeigt bei α einen Schieber
in der Vorderansicht, Fig. 4 bei b eine Scheide von hinten. In Fig. 1 ist bei der neunten Lochreihe von oben der Schieber um eine Lochbreite verschoben und läfst sämmtliche Punkte dieser Reihe roth erscheinen. Bei der zehnten Reihe ist der Schieber um zwei Lochbreiten verschoben, wodurch weifse Punkte entstehen. Ferner zeigt Fig. 1 noch im oberen Theil der Platte als Beispiel das Zahlenbild der 9, und zwar zerlegt in 5 und 4.
Schliefslich kann der Apparat noch zur Veranschaulichung bei Einführung in das decadische System verwendet werden. Man benutzt dazu die senkrechten Reihen und unterscheidet die verschiedenen Gröfsen durch verschiedene Farben; also beispielsweise bezeichnen die Punkte in der ersten senkrechten Reihe rechts die Einer in weifser Farbe, die zweite Reihe die Zehner in rother Farbe, die dritte Reihe die Hunderter in blauer Farbe, die vierte Reihe die Eintausender in weifser Farbe, die fünfte Reihe die Zehntausender in rother Farbe, die sechste Reihe die Hunderttausender in blauer Farbe etc.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Anwendung von Prismen, deren Seitenflächen verschiedene Farben haben, Fig. 3, und welche, die Löcher einer Platte von hinten verdeckend, Fig. 2, von der Vorderseite der Platte aus durch einen Stofs mit einem Stäbchen umgedreht werden können, zur Darstellung von aus Punkten bestehenden Zahlenbildern und zur Zerlegung derselben, Fig. 1.
  2. 2. Die beschriebene und in Fig. 2 und 3 dargestellte Feder, welche dazu dient, das Prisma gegen die Platte zu drücken und doch eine Umdrehung desselben um seine Achse zu ermöglichen.
  3. 3; Die zwischen der Platte und den waagrechten Prismenreihen eingefügte Schiebervorrichtung , welche aus durchlöcherter Scheide, Fig. 4b, und durchlöchertem Schieber mit regelmäfsig abwechselnden farbigen Querbändern, Fig. 4a, besteht und den Zweck hat, durch Verrückung des Schiebers um ein oder zwei Lochbreiten ganze Punktreihen auf einmal in der einen oder anderen Farbe erscheinen zu lassen (Fig. ι die beiden untersten Reihen), bei eingeschobenem Schieber aber wegen der Correspondenz der in Platte, Schieber und Scheide befindlichen Oeffnungen die Aufgabe der hinter den Oeffnungen befindlichen Prismen nicht beeinträchtigt.
  4. 4. Der ganze Apparat in seiner Zusammenstellung und Eigentümlichkeit als Punkttabelle zum Zweck der Veranschaulichung von Rechenoperationen.
    Hierzu 1. Blatt Zeichnungen.
DENDAT21934D Rechenapparat Active DE21934C (de)

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ID=298598

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Country Status (1)

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DE (1) DE21934C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19834736B4 (de) * 1997-07-31 2010-09-23 Kvaerner Masa-Yards Oy Verfahren zum Betreiben eines Dienstschiffes

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19834736B4 (de) * 1997-07-31 2010-09-23 Kvaerner Masa-Yards Oy Verfahren zum Betreiben eines Dienstschiffes

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