DE219214C - - Google Patents

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DE219214C
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cooling
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Central Air Conditioning (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 219214 -. KLASSE 26 d. GRUPPE
Kühl- und Niederschlagsturm für brennbare Gase.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. März 1909 ab.
Die zur Kühlung und Kondensation brennbarer Gase, wie Leuchtgas,. ölgas, Wassergas, Generatorgas usw., bisher benutzten, im Freien stehenden Luftkühler (Raumkühler) zeigen den Nachteil, daß die Luftkühlung in hohem Maße von der herrschenden Temperatur, der Windstärke und den atmosphärischen Niederschlägen abhängig ist. Nach der Erfindung soll dieser. Mangel dadurch beseitigt werden, daß der
ίο Innenraum des Kühl- und Niederschlagsturmes von einem Doppelmantel umgeben ist, dessen Hohlraum oben und unten durch verschließbare Öffnungen mit der Außenluft in Verbindung steht. Der den Kühl- und Niederschlagsraum umgebende Luftmantel bietet bei vollständigem Abschluß gegen die Außenluft ein wirksames Schutzmittel gegen die Einwirkung der äußeren Temperatur auf das zu behandelnde Gas und gestattet ferner durch die an seinem
oberen und unteren Ende angeordneten Öffnungen eine Regelung des in dem Doppelmantel aufsteigenden Luftstromes. Da sich die den inneren Mantel des Kühl- und Niederschlagsturmes bestreichende Luft erwärmt, so ent- steht in dem Hohlräume des den Kühl- und Niederschlagsraum umgebenden Doppelmantels ein lebhafter Auftrieb der Luft. Da nun die Kühlung des in den Turm eingeführten Gases von der Menge und Geschwindigkeit des kühlenden Luftstromes wesentlich abhängt, so kann sie mit Hilfe der verschließbaren Öffnungen im äußeren Mantel des Turmes nach Bedarf verstärkt oder verringert werden. Die Wirkung des den Kühl- und Niederschlagsturm umgebenden Luftmantels kann nach der Erfindung dadurch noch erhöht werden, daß dieser Mantel mit einem Ventilator oder einer anderen zur Erzeugung eines künstlichen Luftzuges dienenden Vorrichtung in Verbindung gesetzt wird. Die Einrichtung kann hierbei so getroffen werden, daß der kühlende Luftstrom sich in auf- oder absteigender Richtung, d. h. im Gleichstrom oder im Gegenstrom zu dem Gase im Innern des Turmes bewegt, je nachdem dies für den Kühl- oder Niederschlagsvorgang zweckmäßig ist. .
Mit der Kühlung und Kondensation vieler brennbarer Gase ist gleichzeitig die Ausscheidung von Naphtalin verbunden, die in verschiedenem Maße vor sich geht, je nachdem das Gas stärker oder weniger stark gekühlt wird. Um nun eine zu starke Temperaturverminderung des gekühlten Gases auf seinem Wege von dem Kühl- und Niederschlagsturme nach dem Naphtalinwascher und damit eine starke Naphtalinabscheidung in der Verbindungsleitung der genannten Apparate zu vermeiden, ist die Anordnung nach der Erfindung so getroffen, daß das Gas nach seiner Kühlung und nach der Teerabscheidung im Innern des Kühl- und Niederschlagsturmes nach Bedarf wieder angewärmt wird, und zwar durch die in den Turm eintretenden heißen Gase selbst. Je nach den vorliegenden Verhältnissen kann diese Wiedererwärmung des Gases geregelt werden. '
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des nach der Erfindung gebauten Kühl- und Niederschlagsturmes in senkrechtem Längsschnitt mit den in Ansicht gezeichneten Verbindungsleitungen dargestellt.
Der Kühl- und Niederschlagsraum 1 des veranschaulichten Turmes ist von den beiden zylindrischen Mänteln 2 und 3 umgeben, die oben durch einen Deckel 4 und unten durch
einen Boden 5 abgeschlossen sind. Der Hohlraum 6 des Doppelmantels ist am oberen und unteren Ende mit ringförmig angeordneten öffnungen 7 versehen, die durch Schieber 8, Klappen oder sonstige Mittel ganz oder teilweise verschlossen werden können. Das Gas tritt bei der dargestellten .Ausführungsform des Kühl- und Niederschlagsturmes durch die Leitung 9 und den in der Mitte des Bodens 5 mündenden, zweckmäßig mit einer Verteilungshaube versehenen Stutzen 10 in den Raum 1 ein. Die Abführung des den Raum 1 in der Richtung von unten nach oben durchströmenden Gases erfolgt entweder durch ■ die an den Deckel 4 des Turmes angeschlossene, anfangs wagerecht verlaufende und dann senkrecht nach unten gerichtete. Leitung 11 oder durch das in dem Räume 1 emporgeführte, oben offene Rohr 12, welches bis dicht an den Deckel 4 des Turmes reicht und mit seinem unteren Ende an das Rohr 3:3 angeschlossen ist, das unter Einschaltung' eines Absperrventils 14 mit dem unteren. Ende der Gasabführungsleitung 11 in Verbindung steht. Bei der dargestellten Ausführungsform der Einrichtung ist das innere Rohr 12 etwa in der Mitte mit einem durch den Doppelmantel 2, 3 abgedichtet nach außen geführten Rohre 15 verbunden, welches unter Einschaltung eines Absperrventils 16 an den mittleren Teil des nach unten gerichteten Stranges der Leitung 11 angeschlossen ist. Oberhalb des Anschlusses des Rohres 15 an die Leitung 11 ist in letztere noch ein Absperrventil 17 eingeschaltet. Der zur Luftkühlung dienende Hohlraum 6 des Doppelmantels 2, 3 ist bei der veranschaulichten Ausführungsform des Kühlturmes oben und unten an eine Leitung 18 angeschlossen, welche in Öffnungen 19 und 20 des äußeren Mantels 3 mündet und unter
4.0 Einschaltung von Absperrventilen 21, 22 . mit einem an einen Ventilator o. dgl. angeschlossenen Stutzen 23 derartig in Verbindung steht, daß der durch den Ventilator erzeugte künstliche Luftzug den Hohlraum 6 des Doppelmantels 2, 3 nach Schließung des Ventils 21 und Öffnung des Ventils 22 in der Richtung von unten nach oben oder nach Schließung des Ventils 22 und Öffnung des Ventils 21 in der Richtung von oben nach unten durchströmen kann. Vermöge dieser Einrichtung kann der kühlende Luftstrom in dem Hohlräume 6 des Doppelmantels 2, 3 nach Bedarf im Gleichstrom oder im Gegenstrom zu dem durch den Stutzen 10 in den Raum 1 eintretenden Gase geführt werden. Wenn das Gas nach seiner Kühlung und nach erfolgter Teerabscheidung nicht wieder angewärmt werden soll, so wird es bei geschlossenen Ventilen 14 und 16 und bei geöffnetem Ventil 17 durch die Leitung 11 abgeführt. Soll das Gas dagegen bis auf einen gewissen Grad wieder angewärmt werden, so wird es unter Schließung des Ventils 17 durch das Rohr 12 abgeführt und tritt entweder auf halber Höhe dieses Rohres bei geöffnetem Ventil durch das Rohr 15 oder unter Absperrung des Ventils 16 und Öffnung des Ventils 14 durch das Rohr 13 in die Leitung 11 über, je nachdem eine geringere oder stärkere Wiederanwärmung des Gases in dem Rohre 12 durch die dieses umspülenden heißen Gase gewünscht wird. Natürlich kann die Einrichtung auch so getroffen sein, daß das innere Gasaüstrittsrohr 12 mit dem äußeren Gasabführungsrohre 11 noch in anderen Höhenlagen in Verbindung steht. Jedenfalls ermöglicht die Einrichtung des beschriebenen Kühl- und Niederschlagsturmes, die Luftkühlung nach den herrschenden Witterungsverhältnissen zu regeln und das aus dem Turme austretende Gas je nach den vorliegenden Umständen bis zu einem gewissen Grade wieder anzuwärmen.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Kühl- und Niederschlagsturm für brenbare Gase, gekennzeichnet durch einen den Kühl- und Niederschlagsraum (1) .umgebenden Doppelmantel (2, 3), dessen Hohlraum
(6) oben und unten durch verschließbare Öffnungen (7) mit der Außenluft in Verbindung steht. .
2. Kühl- und Niederschlagsturm nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (6) des Doppelmantels (2, 3) mit einem Ventilator· oder einer anderen zur Erzeugung eines künstlichen Luftzuges dienenden Vorrichtung in Verbindung steht.
3. Kühl- und Niederschlagsturm nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator 0. dgl. mit einer Leitung (18) in Verbindung steht, die unter Ein-Schaltung von Absperrvorrichtungen (21, 22) an den oberen und unteren Teil des Doppel- ■ mantels (2, 3) angeschlossen ist.
4. Kühl- und Niederschlagsturm nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein mit dem oberen Teile der außerhalb des Turmes liegenden Gasabführungsleitung (11) absperrbar verbundenes, in dem Kühl- und Niederschlagsraume (1) emporgeführtes, oben offenes Gasaustrittsrohr (12).
5. Kühl- und Niederschlagsturm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Gasaustrittsrohr (12) mit dem außen liegenden Gasabführungsrohre (11) in verschiedenen Höhenlagen absperrbar verbunden ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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