DE219176C - - Google Patents
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- DE219176C DE219176C DENDAT219176D DE219176DA DE219176C DE 219176 C DE219176 C DE 219176C DE NDAT219176 D DENDAT219176 D DE NDAT219176D DE 219176D A DE219176D A DE 219176DA DE 219176 C DE219176 C DE 219176C
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- Germany
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- stretcher
- corpse
- ice
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- attached
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61G—TRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
- A61G17/00—Coffins; Funeral wrappings; Funeral urns
- A61G17/002—Coffins with cooling arrangements for the corpse
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3Oe. GRUPPE
GUSTAV HAASE in COTTBUS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1908 ab.
Die Erfindung betrifft einen Apparat, um einen Leichnam mit Hilfe eines in den Apparat
eingesetzten Eisbehälters bis zur Einsargung bzw. bis zur Beerdigung besser konservieren
bzw. desinfizieren zu können.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus
einer mit einem verstellbaren Kopfteil und verstellbaren Fußlagern versehenen Bahre,
über welche ein den Eisbehälter aufnehmender Zinkblechkasten befestigt werden kann.
In beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsform des Apparats veranschaulicht und
zeigt:
Fig. ι den Grundriß des Unterteils, der in einer Bahre besteht,
Fig. 2 den Längsschnitt des ganzen Apparats,
Fig. 3 den Querschnitt nach C-C der Fig. 1, Fig. 4 den Querschnitt nach D-D der Fig. 1,
Fig. 5 den Querschnitt nach E-E der Fig. 1. Fig. 6 bis 8 zeigen Einzelheiten des Apparats.
Der Apparat besteht aus dem als Bahre ausgebildeten Unterteil b und dem den Eisbehälter
tragenden Oberteil a.
Die Bahre besteht aus einem sechseckigen Holzrahmen w, c, υ, der mit Querleisten I3, Z4, Z5
und Längsleisten I1 versehen ist, welche ringsherum
Grifflöcher zwecks bequemer Handhabung, zum Transport und zur raschen Auskühlung
der Leiche von unten aufweisen.
Am Fußende, an der innern Seite der Wan-
■ gen w, sind zwei Längsleisten η mit Löchern
vorgesehen, welche zur Aufnahme der verstellbaren Fußlager u, ζ dienen, zum Zwecke,
die Bahre nach jeder Leichengröße passend stellen zu können.
An der Querleiste Z3 ist eine verstellbare
Kopfstütze k angeordnet, welche aus zwei durch eine Lederplatte usw. miteinander ver- 4"
bundenen, scharnierartig befestigten Längsleisten besteht, die auf der Unterseite mit
Verzahnungen versehen und mit Hilfe eines Sperrhebels verstellt werden können. Auf der
Bahre bis Querleiste Z3 ist eine Zinkblechplatte p befestigt, auf welche die Leiche gelegt
wird.
Der Oberteil des Apparats (Fig. 2) besteht aus einem Zinkblechkasten α in der äußeren
Form der Bahre; dieser wird im Gebrauchsfall auf die Bahre aufgesetzt. Über diesem
Kastenraum α befindet sich noch ein zweiter Kastenraum e zur Aufnahme von Eis- oder
kaltem Wasser, welches oben in der Deckplatte bei dem Deckel d eingebracht wird.
Die beiden Kastenräume haben gemeinsame Seitenwände und sind nur durch eine Blechplatte,
den Boden des ■ obern Kastens e, getrennt.
Aus dem unteren Kastenraum α in der Gegend
des Kopfkeils der Bahre führt ein ziemlich umfangreiches Rohr r durch den Boden
und Eiskasten e bis fast unter die obere Decke; in dieser ist über dem Rohr r eine Glasscheibe
g luftdicht befestigt, um von oben durch den Eiskasten in dem unteren Raum die Leiche sehen zu können. Der Kastenraum
α hat an jeder Längsseite in der Gegend ·
des Kopfkeils k ebenfalls eine Glasscheibe zur Besichtigung der Leiche.
Am Kopfende des Kastenraumes α befindet sich eine öffnung o, um in diesem Raum Desinfektionsmaterial
einbringen, eventuell dem Leichnam nasse Tücher auf das Gesicht legen zu können. Diese öffnung ist durch einen
Schieber dicht verschließbar.
Am Fußende des Eiskastens e ist ein Wasserhahn h befestigt, damit das Eiswasser von
selbst abläuft oder bei Benutzung nur von Wasser das eventuell erwärmte Wasser abgelassen
werden kann.
Bei Benutzung des Apparats wird zuerst die Bahre b mit der einen Wange w durch
die Haken s an die Bettkante gehängt, unter die andere Wange w werden die beiden Holzfüße
f (Fig. 8) so untergestellt, daß die Blechplatte der Bahre mit dem Bett in gleicher
Höhe liegt. Der Leichnam wird nun aus dem Bett seitwärts sehr leicht auf die Bahre gebracht.
Hier kann derselbe nun entkleidet, gewaschen usw. werden. Der Kopfkeil k wird
in die richtige Lage eingestellt. Der Kopfkeil k dient auch gleichzeitig zur Geradelegung
des Kopfes, indem eine Seite höher gestellt wird wie die andere. Arme und Beine lassen
sich leicht auf der Bahre befestigen, um gerade zu bleiben.
Soll nun der Leichnam über Treppen transportiert werden, so werden die beiden Fußlager
u und ζ in die Fußeisenleisten η eingesteckt,
so daß sie unmittelbar unter die Fußsohlen der Leiche kommen; diese wird noch an der Bahre durch die Grifflöcher mit Bändern
usw. so angeschnallt, daß sie selbst bei stellen und schlechten Treppen nicht rutschen
kann.
Um nun die Leiche besser und rasch auszukühlen, oder soll im Sommer die Leiche
vor Fliegen geschützt werden, so wird der Oberteil α des Apparats über die Leiche auf
die Bahre gesetzt eventuell befestigt und durch den Deckel d Eis- oder kaltes Wasser eingebracht.
Die gekühlte Luft sinkt nach unten auf die Leiche und treibt Gase o. dgl. durch das Rohr r in den Eisraum e, wo sie sich an
dem Eise oder Wasser niederschlagen.
Bei ansteckenden Krankheiten kann die Leiche in dem engen Raum a, wo sie vollständig
trocken liegt, desinfiziert und in Fällen großer Ansteckungsgefahr gleich mit dem Apparat
beerdigt werden.
Soll nun eine Leiche, nachdem sie von oben durch Eis- oder Wasser, von unten durch die
kühlste Stubenluft, welche unter der Blechplatte durch die Grifflöcher zirkuliert, ausgekühlt
bzw. desinfiziert ist, eingesargt werden, so wird der Oberteil a des Apparats abgehoben,
die Bahre b mit der Leiche hochgehoben und diese dann leicht seitwärts in den
Sarg gebracht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Apparat zur Konservierung von Leichen bis zur Einsargung mit Hilfe eines in den Apparat eingesetzten Eis- oder Wasserbehälters, gekennzeichnet durch eine mit verstellbarem Kopfteil und verstellbaren Fußlagern versehene Bahre, über welche ein den Eis- oder Wasserbehälter aufnehmender Zinkblechkasten befestigt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE219176C true DE219176C (de) |
Family
ID=480327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT219176D Active DE219176C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE219176C (de) |
-
0
- DE DENDAT219176D patent/DE219176C/de active Active
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