DE21869C - Centrifugal-Regulator - Google Patents
Centrifugal-RegulatorInfo
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- DE21869C DE21869C DENDAT21869D DE21869DA DE21869C DE 21869 C DE21869 C DE 21869C DE NDAT21869 D DENDAT21869 D DE NDAT21869D DE 21869D A DE21869D A DE 21869DA DE 21869 C DE21869 C DE 21869C
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
- G05D13/08—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
- G05D13/10—Centrifugal governors with fly-weights
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Description
PATENTAMT
Fig. ι ist eine Vorderansicht des Regulators, rechtwinklig auf die beiden schräg liegenden
Pendelachsen, Fig. 2 ein Verticalschnitt desselben durch die Rotationsachse HH mit Fortlassung
der Pendel, Fig. 3 ein Querschnitt, rechtwinklig durch die Achse ZZ des links liegenden
Pendels A1 nach L L, Fig. 4 eine Ansicht
dieses Pendels rechtwinklig, auf die durch seinen Schwerpunkt S und die Achse Z Z gelegte
Ebene, Fig. 5 eine Ansicht des Pendels, rechtwinklig auf die Ebene S1 O S2 , Fig. 6 ein Horizontalschnitt
nach JV-JV mit Fortlassung der Pendel.
Der Regulator besteht aus zwei einander gleichen Pendeln A1 und A2 von eigenthümlicher
Massenvertheilung, deren Drehungsachsen Z Z und Z1 Z1 gegen die Achse des Regulators
HH unter einem spitzen Winkel α geneigt sind und in einer bestimmten Entfernung
e von derselben liegen, welche durch Rechnung ermittelt wird.
Die demnach in einer geneigten Ebene stattfindende auf- und niederschwingende Bewegung
der Pendel, welche einander gegenüber angebracht sind, erfolgt um je zwei Drehzapfen
(s. Fig. 4), die in einem auf der Regulatorspindel K befestigtem Gestell B gelagert sind.
Jedes Pendel trägt in der Nähe der Regulatorachse zwei -hebelartige Ansätze E und E1,
welche aufsen mit einander gegenüberstehenden Zapfen versehen sind, um die sich ein oben
und unten schiefe Endflächen besitzendes, rechtwinklig dazu durchbohrtes Gleitstück I1 bezw. i2
in der Weise dreht, dafs die beiden Endflächen desselben immer horizontale Richtung haben.
Durch die bei der Drehung der beiden Gleitstücke I1 und z2 immer vertical gerichteten
Durchbohrungen derselben gehen nur mit genügendem Spielräume die beiden Stangen dx
und </2 hindurch, welche zur Verbindung des
vertical auf der Spindel K des Regulators verschiebbaren Muffes C mit dem sich auf der
Verlängerung K1 der Spindel auf- und abwärtsbewegenden
Belastungsgewichte D dienen, welches beliebig grofs angenommen werden kann.
Oberhalb und unterhalb der Gleitstücke Z1
und Z2 sind auf den Stangen dx und d2 Ringe
befestigt, so dafs dieselben mit dem Muffe C und dem Gewichte D an der verticalen Bewegung
der Gleitstücke theilnehmen müssen. Hierbei findet einerseits eine geringe Drehung
der Stangen ^1 und d2 mit den übrigen verschiebbaren
Theilen um die Spindel K, andererseits eine Verschiebung der Gleitstücke I1 und i2
zwischen den erwähnten Ringen statt.
Bei dieser Verbindung des Muffes und Belastungsgewichtes mit den Pendeln A und A1
wird nun auf die Drehzapfen der beiden Gleitstücke ein verticaler Druck ausgeübt, welcher
zusammen dem Gewichte aller sich auf der Spindel K und K1 verschiebenden Theile gleich
ist. Die Wirkung dieses Druckes auf die Pendel ist dieselbe wie die eines Gewichtes von
gleicher Gröfse, das in dem Mittelpunkte F der Gleitstücke oder einem beliebigen anderen
Punkte der Mittellinie V- V der Drehzapfen aufgehängt ist.
Dieser Zweck kann auch auf verschiedene andere Weise erreicht werden. Man kann
z. B., wie Fig. 2a zeigt, an den beiden Stangen dv und d2, die alsdann eine etwas gröfsere
Entfernung von einander erhalten, nach innen gerichtete horizontale Zapfen η anbringen, auf
denen sich cylindrische Rollen m drehen, andererseits aber die Gleitstücke Z1 und z2 durch
konische Rollen / mit horizontaler Oberkante ersetzen, auf denen die Rollen m aufruhen. In
diesem Falle findet ein gegenseitiges Rollen der Theile m und / auf einander statt, sobald die
Pendel auf- und niederschwingen.
Die Mittellinie V- V der Drehzapfen der Gleitstücke
Z1 und z3 liegt entweder in der durch
den Pendelschwerpunkt und die Pendelachse gelegten Ebene oder aufserhalb derselben, wie
bei dem dargestellten Regulator.
Ein solcher Regulator wird nun vollkommen astatisch
ι. wenn die beiden Pendel eine gewisse Gewichtsvertheilung
besitzen;
2. wenn die Entfernung der Pendelachsen von der Rotationsachse eine ganz bestimmte ist.
Es bezeichne in folgendem:
G das Gesammtgewicht eines Pendels,
Q den Verticaldruck, den die sich auf der Spindel auf- und niederbewegenden Theile auf
den Punkt F ausüben;
r den Abstand S O des Pendelschwerpunktes
S von der Pendelachse ZZ;
α den Abstand des Schnittpunktes O der
Pendelachse und der Schwingungsebene des Pendelschwerpunktes von einer gleichzeitig auf
der Pendelachse und der Rotationsachse normalen Linie oder der Ebene L L, Fig. ι;
r-i den Abstand des Punktes F oder der
Mittellinie V- V von der Achse ZZ;
e den Abstand der Pendelachsen von der Rotationsachse;
γ den Winkel, welchen die durch die Pendelachse und den Pendelschwerpunkt S einerseits
und die durch die Pendelachse und den Punkt F gelegte Ebene andererseits mit einander
machen (in Fig. 3 = ■< SO F).
Um festzustellen, welche Gewichtsvertheilung die Pendel haben müssen, möge ein Pendel von
unbestimmter Form betrachtet werden, wie solches in den Fig. 7 a, 7b und 7 c in drei Pro,-jectionen
dargestellt ist, und zwar auf die durch die Drehungsachse des Pendels Z Z rechtwinklig
zur Linie OS gelegte Ebene YO Z, die durch ZZ und OS gelegte Ebene XO Z und die
Schwingungsebene des Schwerpunktes XOY.
Die Abstände der einzelnen Gewichtstheilchen
des Pendels G1 G2 G3 . . . von diesen drei
Ebenen (ihre Coordinaten) seien X1 x2 x3 . . .,
Alsdann sind die folgenden zwei Bedingungen zu erfüllen:
Es mufs sein:
Es mufs sein:
(G1 X1 2 + G2X2'+ Gsx3'+ ...)
'= (G1 J1 3 + G2J2 2 +G3y3*+...)
oder
'= (G1 J1 3 + G2J2 2 +G3y3*+...)
oder
d. h. die sogenannten Trägheitsmomente des Pendels, bezogen auf die beiden Ebenen YOZ
und XOZ, müssen einander gleich sein.
Ferner mufs sein:
(G1 X1 J1 + G2 x2 y2 + Gs x3y3 + ...) = O,
oder
II. Σ (G xy) = O.
(Ein Ausdruck der ganz analog den Trägheitsmomenten gebildet ist.)
Eine unendlich grofse Anzahl von Pendelformen besitzt diese Massenvertheilung; es ist
daher unmöglich, eine allgemein gültige Regel zur Auffindung solcher Pendelformen aufzustellen.
Es sei nur erwähnt, dafs die Bedingung II bei allen den Pendeln erfüllt ist, welche
durch einen durch die Drehungsachse und den Schwerpunkt gehenden Schnitt (also nach X-O-Z)
in zwei symmetrische oder auch gleiche Hälften getheilt werden,' oder welche ein parallel zur
Ebene YOZ durch den Schwerpunkt gelegter Schnitt in zwei symmetrische Hälften theilt.1
Es empfiehlt sich daher, um der Berechnung des Werthes "Σ (G χ y) überhoben zu sein, nur
solche Pendel zur Construction des Regulators zu verwenden.
Ob die Bedingung I erfüllt ist, ergiebt die Rechnung, die in dem Falle sehr einfach wird,
wo die Pendel aus einer Combination von 2,3 oder mehr Kugeln von gleicher oder verschiedener
Gröfse bestehen, da man in diesem Falle, ohne einen Fehler zu begehen, sich das Gewicht einer jeden Kugel in ihrem Mittelpunkte
vereinigt denken kann.
Soll z. B. ein Pendel, bei welchem die Bedingungen I und II erfüllt sind, aus drei Kugeln
von den Gewichten G1 G2 und G3 hergestellt
werden, deren Mittelpunkte die Abstände X1 x2
und x3 bezw. J1 J2 J3 von den Ebenen YO Z
und XOZ besitzen, so bestimmen sich die Werthe G3 X3 und J3, wenn G1 G2 X1 x2 J1 J2
gegeben sind, durch Auflösung der drei Gleichungen :
i- G1y1+G2y2 +G3y3 = O
i- G1y1+G2y2 +G3y3 = O
Giyi*+G2y2'+G3y3*
= G1 X1 2 + G2 x2'+ G3X3 2;
3. G1 X1 J1 + G2 X2 J2 + G3 x3y3 = O,
nach G3 x3 und J3.
3. G1 X1 J1 + G2 X2 J2 + G3 x3y3 = O,
nach G3 x3 und J3.
Auf ganz analoge Weise werden die Gewichte sowie die Mittelpunktabstände der Kugeln
berechnet, wenn das Pendel aus zwei oder auch mehr als drei Kugeln combinirt werden
soll.
Natürlich werden in allen diesen Fällen die Verbindungen der Kugeln mit dem die Pendelachse
bildenden Theile des Pendels als gewichtslos gedacht, was meistens ohne grofsen Fehler geschehen kann.
Die Entfernungen Z1 Z2 z3 .. . der einzelnen
Gewichtstheile des Pendels oder der Mittelpunkte der Kugeln, aus denen dasselbe combinirt
ist, von der Schwingungsebene XOZ
des Pendelschwerpunktes 5 können dabei ganz beliebige sein. Sie haben nur einen gewissen
Einflufs auf die Entfernung e der Pendelachsen von der Rotationsachse.
Die Fig. 8 bis 12 zeigen einige Beispiele von
Pendeln, bei denen die Bedingungen I und II erfüllt sind.
Fig. 8 a bis 8d stellen ein aus zwei gleich schweren Kugeln combinirtes Pendel dar, bei
welchem X1 = x2 und <<
S1 O S1 = 90 ° sein
mufs.
Bei dem Pendel, Fig. 9 a bis gä, sind die
Gewichte der Kugeln G1 und G2 von einander
verschieden. Auch in diesem Falle mufs X1 ■= Jc2 und -<
S1 O S2 = 90 ° sein, dagegen
-.Ti = G2
72 G1
Das Pendel, Fig. 10 a bis iof, ist aus drei
gleich schweren Kugeln zusammengesetzt, deren Entfernungen von der Achse = c, also einander
gleich sind. Es ist dann
X1 = x3 =
; x3 = c, oder << S1 O S3
= < S1 O S3 = 60 ° und ys=O.
Bei dem Pendel, Fig. na bis iif, sind die
Gewichte von zwei Kugeln G1 und G2 einander
gleich, das Gewicht der dritten G3 = 2 G1,
die Entfernungen der Mittelpunkte von der Achse = c einander gleich. Dann wird y3 = 0
und < S1 O S3 =
< .S2 O S3 = 90 °.
In allen solchen Fällen, wie den vorstehend betrachteten, lassen sich übrigens die Kugeln
durch Cylinder, Kegel oder andere Rotationskörper oder überhaupt durch alle solche Körper
ersetzen, welche zwei, auf einander rechtwinklige Symmetrieebenen besitzen und deren Trägheitsmomente
auf diese Ebenen bezogen, einander gleich 'sind, sobald die Schnittlinie der letzteren
parallel zur. Pendelachse läuft.
Fig. 12ab stellt endlich ein Pendel dar,
welches aus einem halben Ringe von rechteckigem Querschnitte besteht, die Fig. 12a c
und 12 a d Pendel, welche schiefe Abschnitte von einem halben Hohlcylinder^sind.
Jeder Rotationskörper ohne Ausnahme, sowie jeder Körper, welcher durch zwei auf einander
rechtwinklige und zwei mit diesen 45 ° machende, sich in einer Linie schneidende Ebenen in acht
gleiche oder vier gleiche und symmetrische Theile zerlegt wird, zerfällt durch einen Schnitt
nach seiner Achse bezw. seiner Mittellinie in zwei Pendel, bei welchen die Bedingungen I
und II erfüllt sind.
Zur Feststellung der Entfernung e der beiden Pendelachsen von der Rotationsachse des Regulators
HH ist es erforderlich, bei den angewendeten Pendeln den Werth
G1 yi Z1 + G2 y2 % + G3 y3 z3 -J- . . .
= 2 (Gy z)
durch Rechnung zu ermitteln. "
durch Rechnung zu ermitteln. "
Ebenso mufs der analog gebildete Ausdruck G1 X1 Z1 . -J- G2 x2 Z2 -J- G3 X3 Z3 -J- . . .
= 2(Gxz)
berechnet werden, wenn der Winkel γ nicht = 0 ist oder wenn die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Regulators ermittelt werden soll.
Die Berechnung vorstehender Werthe geschieht in ganz derselben Weise wie die des Werthes
Σ [G xy); sie wird überflüssig bei allen den
Pendeln, bei welchen die Ebene XOY Symmetrieebene ist, also bei den Pendeln, Fig. 8 bis
12, ab, indem bei denselben sowohl Σ (Gy ζ)
als Σ (G χ ζ) = ο ist. Dagegen ist bei den
Pendeln Fig. 8 bis 12, a c Σ (G χ ζ) = ο,
Σ (G y ζ) positiv; bei den Pendeln Fig. 8 bis 12, a d Σ (G χ ζ) = ο, Σ (G y ζ) negativ; bei
den Pendeln Fig. 10 bis 11, a e; ~L(Gxz) positiv,
Σ (Gy ζ) = ο; bei den Pendeln Fig. ig
bis 11, a f Σ (G χ ζ) negativ, Σ (Gy ζ) = ο.
Der Kürze halber mögen nun die Quotienten
= Ix und—-^ — = / y gesetzt
Gr
Gr
werden, Werthe, welche sich durch die Länge einer Linie darstellen lassen.
Sind nun die beliebig grofsen Werthe 2 Q = dem Gesammtgewichte der auf der Spindel K
und K1 auf- und niedergleitenden Theile, sowie
rt und Winkel γ gegeben, so mufs die Entfernung
der Pendelachsen von der Regulatorachse
III. e = — Iy sin α cos α -J- (a -J- / χ)
Q T1 sin a cos a sin γ
Q rx cos γ -\- G r
= sin α cos α
-Iy
(a-\- Ix) tgy
Gr
Qr1 cosy
werden.
Wird entweder der Winkel γ = ο angenommen, d. h. liegt die Achse V V (oder der Angriffspunkt
des Druckes Q) in der durch den Pendelschwerpunkt und die Pendelachse gefundenen
Ebene 'XO Z, oder ist Q = o, ist also z. B. das Muffgewicht durch einen Hebel mit
Gegengewicht ausbalancirt, so wird
IHa. <; = — Iy sin α cos a.
IHa. <; = — Iy sin α cos a.
Es wird also e = o, wenn Iy = ο ist und
eine der vorstehenden Bedingungen erfüllt ist.
Werden also Pendel, wie die in Fig. 8 bis 12, ab oder Fig. io bis ii, a c und ii, af dargestellten
angewendet und ist γ oder Q = o, so müssen die Pendelachsen sich in der Regulatorachse
schneiden.
Es empfiehlt sich, den Winkel γ = ο zu
machen, indem der Regulator alsdann in sämmtlichen Pendelstellungen dieselbe Energie
entwickelt und Q jeden beliebigen Werth (auch einen negativen) erhalten kann.
In diesem Falle sind die Pendel »Sinuspendel«, d. h. das Drehungsmoment der in
ihnen auftretenden Centrifugalkräfte ist dem Sinus ihres Ausschlagswinkels (des Winkels,
welchen die Ebene SOZ mit der Verticalebene
macht) proportional. Jedes Sinuspendel ist bei einer bestimmten Umdrehungsgeschwindigkeit
an sich .astatisch, indem auch das Scliwerkraftsmoment desselben proportional dem
Sinus des Ausschlagswinkels ist.
Soll der Regulator statisch werden, was immer erforderlich ist, wenn derselbe zum Reguliren
von Motoren dienen soll, so erhalten die Pendel eine solche Gewichtsvertheilung,
dafs Σ (G χ2) nicht = Σ (Gy2), sondern etwas
gröfser ist, oder die Entfernung e erhält einen etwas größeren Werth, als Formel III ergiebt.
Sehr bequem ist es, die Entfernung e durch Rechnung nur annähernd zu ermitteln und
ihren genauen Werth durch den Versuch festzustellen. Zeigt sich, dafs ein Auf- und Niederzucken
der Pendel aus der tiefsten in die höchste Stellung und umgekehrt stattfindet, so
mufs e vergröfsert werden; stellt sich dagegen heraus, dafs der Ungleichförmigkeitsgrad des
Regulators zu grofs ist, so ist e zu verkleinern.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit oder seine Winkelgeschwindigkeit w bestimmt sich, wenn g
die Beschleunigung der Schwere bedeutet, durch die Gleichung
/ + Qr1COS7 \
Gr
(a-\- Ix) cos a
Ist Q = o, so wird
IVa. w2=— ,
(a -J- I x) cos a.
d. h. die Umdrehungsgeschwindigkeit des Regulators ist in diesem Falle dieselbe wie die
eines Watt'schen Regulators mit Kugelstangen von der Länge (a -J- Ix), wenn der Ausschlagswinkel
derselben = a. ist.
Bei dem dargestellten Regulator ist tga=2.
r Ferner ist angenommen P = 0,6 G, t\ = —,
Die beiden Pendel vom Gewichte G bestehen wie das Pendel Fig. 9ad aus zwei mit einander
und der Drehungsachse verbundenen ungleich grofsen Kugeln vom Gewichte '/4 G
und 3/4 G.
Dementsprechend ist
Vi r
^ — , x — o, ty —
2
Die Entfernung e erhält man nach Formel III bei diesen Verhältnissen,
e = 0,2 r -J- 0,024 #.
Der Gesammtausschlagswinkel der Pendel, deren Kugeln in höchster und niedrigster
Stellung punktirt gezeichnet sind, beträgt 60 °.
Es sei noch angeführt, dafs die Formeln I bis IV sich aus der Bedingung ergeben, dafs
bei einem astatischen Regulator für alle Werthe des Pendelausschlagwinkels ψ, wenn
Mc das Moment der Centrifugalkraft des
Pendels,
Mg das Moment der Schwerkraft des Pendels,
Mq das Moment des Gewichtes Q bezeichnet,
V. Mc = const (Mg -J- Mq)
sein mufs, worin sich Mc, Mg und M3 wie
folgt berechnen:
VI. Mc = IG r \(a -J- Ix) sin α cos α sin ψ
-\-(e-\-ly sin α cos a) cos ψ J -J- sin 2a f-i· (Σ [Gx2)
— Σ (Gy2)) sin 2 ψ -J- Σ (C xy) cos 2 ψ)
VII. Mg = G r sma, sin ψ.
VIII. M3 = Qr1 sin α sin (ψ — γ).
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der beschriebene Centrifugal-Regulator, bei welchem das Moment der Centrifugalkraft (Mc) erzeugt wird durch Pendel, deren Drehungsachsen gegen die Regulatorachse geneigt sind und welche die durch die Gleichungen I. und II. vorgeschriebene eigenthümliche Gewichtsvertheilung besitzen.Ein astatischer oder annähernd astatischer Regulator entsteht durch die in der Beschreibung angegebene Combination derartiger Pendel mit einem sich vertical auf- und niederbewegenden Gewichte von beliebiger Gröfse, sobald die Entfernung e in der vorgeschriebenen Weise bestimmt wird.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21869C true DE21869C (de) |
Family
ID=298536
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21869D Active DE21869C (de) | Centrifugal-Regulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21869C (de) |
-
0
- DE DENDAT21869D patent/DE21869C/de active Active
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