DE218399C - - Google Patents
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- DE218399C DE218399C DENDAT218399D DE218399DA DE218399C DE 218399 C DE218399 C DE 218399C DE NDAT218399 D DENDAT218399 D DE NDAT218399D DE 218399D A DE218399D A DE 218399DA DE 218399 C DE218399 C DE 218399C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/02—Details
- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/22—Selection of fluids for arc-extinguishing
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- Carbon And Carbon Compounds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 218399-KLASSE 21c. GRUPPE
EDOUARD PEYRUSSON in PARIS.
bei Ausschaltern.
Zur Erhöhung der Isolation der Elektroden bei Unterbrechern und Ausschaltern für Starkstrom
werden Bäder von Öl oder von Kohlanwasserstoffen . verwendet, die schlechte Leiter
für Elektrizität sind. Diese Stoffe (öl und Kohlenwasserstoffe) werden jedoch von dem
bei der Unterbrechung des Stromes entstehenden Funken unter Ausscheidung von Kohlenstoff,
den sie im Verhältnis von ungefähr
ίο 8o Prozent enthalten, zersetzt.
Wenn eine gewisse Anzahl von Unterbrechungsfunken auf die Flüssigkeiten der
Bäder eingewirkt hat; so enthalten diese suspendierten Kohlenstoff, der in genügender
Menge auftritt, um die Isolierfähigkeit bedeutend ' beeinträchtigen zu können. Es entstehen
sogar infolge dieser Zersetzung der Bäder zwischen den beiden Elektroden oder den Kontaktstücken der Unterbrecher oder
Ausschalter Nebenschlüsse, welche einerseits große Gefährdung der Personen und Tiere, die
mit den" Leitungen in Berührung kommen, zur Folge haben und andererseits eine normale
Arbeitsweise der Apparate unmöglich machen.
Um diese Nebenschlüsse zu vermeiden und dadurch diese Gefährdung zu vermindern, wird
gemäß der Erfindung für die Isolierbäder anstatt der bisher üblichen Flüssigkeiten (Öl
oder Kohlenwasserstoffe) Kohlenstofftetrachlorid (C ClJ verwendet.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Tetrachlorkohlenstoff als Isolationsmittel bei Wärme
erzeugenden Vorrichtungen, wie z. B. Transformatoren, zu benutzen. Bei diesen bekannten
Vorrichtungen ist der Tetrachlorkohlenstoff jedoch nur seiner isolierenden Eigenschaften
und seiner Unverbrennlichkeit wegen benutzt worden, jedoch nicht aus dem Grunde,
weil er bei der Entstehung von Unterbrechungsfunken nur sehr wenig Kohlenstoff ausscheidet.
Die vorliegende Erfindung besteht gerade darin, den Tetrachlorkohlenstoff bei elektrischen Unterbrechern und Ausschaltern
anzuwenden, und hierbei gerade die Eigenschaft des Tetrachlorkohlenstoffes, nur geringe
Mengen von Kohlenstoff abzuscheiden, auszunutzen. Der Tetrachlorkohlenstoff scheidet
deshalb nur geringe Mengen von Kohlenstoff aus, weil er nur 8 Prozent Kohlenstoff enthält
im Gegensatze zu anderen ölen, die bis zu 80 Prozent Kohlenstoff enthalten. Ferner
steigt der abgeschiedene Kohlenstoff infolge der Dünnflüssigkeit des Tetrachlorkohlenstoffs
an die Oberfläche, und er bleibt nicht an dem Isolationsmittel suspendiert, so daß kein Nebenschluß
stattfinden kann.
Bei den selbsttätigen Unterbrechern mit Oberflächenkontakt, bei welchen ein Organ
durch" magnetische Kräfte angezogen wird, werden die Kontakte rascher und sicherer
hergestellt, da die Masse dünnflüssiger ist als das öl, welches zähe ist.
Infolge des großen spezifischen Gewichts des Kohlenstofftetrachlorids bleibt auch das
Kondenswasser an der Oberfläche des Bades,
Zig
wo es keine nachteilige Wirkung ausüben kann. Der Gefrierpunkt liegt sehr tief, was
bei der Kälte ausgesetzten Apparaten ein bedeutender Vorteil ist.
Allerdings werden die gewöhnlich bei elektrischen Apparaten angewendeten Metalle be-.
kanntlich von Kohlenstofftetrachlorid angegriffen. Diesem Übelstande kann man jedoch
leicht dadurch abhelfen, daß die betreffenden
ίο Metalle verzinnt, verbleit oder versilbert werden.
Um die Verdampfung des Kohlenstofftetrachlorids zu verhindern, ist es vorteilhaft, das
Bad mit einer Schicht einer leichteren und im Tetrachlorid unlöslichen Flüssigkeit zu
■ überdecken, welche einen luftdichten Verschluß bildet; es kann nötigenfalls zu diesem Zwecke
reines Wasser Verwendung finden.
Es ist jedoch zweckmäßiger, eine Lösung von Glycerin in Wasser zu verwenden;- wenn
. eine solche Lösung ungefähr 50 Prozent Glycerin enthält, so ist die Verdampfung des
darin enthaltenen Wassers eine sehr schwache, und ihr Gefrierpunkt liegt sehr tief.
Diese Glycerinlösung bietet außerdem den Vorteil, daß sie das Kondenswasser in sich
aufnimmt, welches beim Gefrieren eine normale Arbeitsweise der Apparate verhindern
könnte.
Claims (3)
1. Isolierung der Elektroden bei elektrischen Unterbrechern und der Kontaktstücke
bei Ausschaltern, dadurch gekennzeichnet, daß als Isoliermittel Tetrachlorkohlenstoff
verwendet wird, zum Zwecke, die Bildung von Lichtbögen infolge der
Anwesenheit von suspendiertem Kohlenstoff zu vermeiden.
2. Isolierung nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tetrachlorkohlenstoff mit einer Schicht einer leichteren, im
Tetrachlorkohlenstoff nicht löslichen Flüssigkeit überdeckt ist, zum Zwecke, die Verdampfung
des Tetrachlorkohlenstoffes zu verhindern.
3. Isolierung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Abschlußflüssigkeit
eine Lösung von Glycerin in Wasser dient, welche Glycerin in solcher Menge enthält, daß die Verdampfung des
Wassers. möglichst gering ist und der Gefrierpunkt der Lösung möglichst tief
liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE218399T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218399C true DE218399C (de) |
Family
ID=5831277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT218399D Active DE218399C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE218399C (de) |
| FR (1) | FR393372A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1121162B (de) * | 1952-09-03 | 1962-01-04 | Calor Emag Elektrizitaets Ag | Elektrischer Stromunterbrecher mit Lichtbogenloeschung in Fluessigkeit |
| DE976201C (de) * | 1938-07-09 | 1963-04-25 | Aeg | Elektrisches Isoliermittel |
| DE977250C (de) * | 1938-09-06 | 1965-07-29 | Aeg | Lichtbogenloeschmittel fuer elektrische Apparate |
-
0
- DE DENDAT218399D patent/DE218399C/de active Active
-
1907
- 1907-10-23 FR FR393372A patent/FR393372A/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE976201C (de) * | 1938-07-09 | 1963-04-25 | Aeg | Elektrisches Isoliermittel |
| DE977250C (de) * | 1938-09-06 | 1965-07-29 | Aeg | Lichtbogenloeschmittel fuer elektrische Apparate |
| DE1121162B (de) * | 1952-09-03 | 1962-01-04 | Calor Emag Elektrizitaets Ag | Elektrischer Stromunterbrecher mit Lichtbogenloeschung in Fluessigkeit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR393372A (fr) | 1908-12-21 |
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