DE218032C - - Google Patents

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DE218032C
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chromium
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/16Heavy metals; Compounds thereof
    • A01N59/20Copper

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

cio-t'c-ittcwnts.
ppc i?Ts>i.:.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die lohnende Aufarbeitung und Verwertung der in den verschiedenen Industriezweigen als Nebenprodukt oder Abfallprodukt erhaltenen käuflichen Chromrückstände ist zum großen Teil noch eine offene Frage. Die reineren Abfallprodukte werden, wie bekannt, auf Chromalaun, Chromoxydsalze oder Chromate verarbeitet. Die mit organischen Stoffen und besonders mit Farbstoffen und verschiedenen
ίο Salzen verunreinigten Chromabfallaugen oder roh gefällte Chromoxydhydratpasten oder trockene Pulver lassen sich auf genannte Weise nicht verarbeiten und sind als ein lästiges Nebenprodukt anzusehen, welches zu jedem Preis verkauft wird. Die farbstoffhaltigen Chromoxydrückstände enthalten den Farbstoff in wasserunlöslicher Form und meistens an das Chrom gebunden.
Nach Versuchen sind diese Chromfarbstoffrückstände und andere industrielle Chromrückstände infolge der keimtötenden Wirkung der Chromoxydsalze und deren dunkelgrüner Färbung neben dem Fixierungsvermögen der darin enthaltenen Farbstoffe und organischen Substanzen ein ausgezeichneter und billiger Ersatzstoff für Kupfersulfat zur Herstellung der Kupferkalk- oder Bordelaiser Brühe zur Vernichtung der Rebstock- oder Pflanzenschädlinge. ;
Durch mehrjährige praktische Versuche des Erfinders ist erwiesen, daß die Bordelaiser Brühe auf den Weinstock in bestimmten Jahrgängen bei großer Trockenheit und Hitze und lange andauerndem guten Wetter mit intensivem Sonnenlicht direkt schädlich wirkt und das Kupfersalz unter Umständen das Absterben des Rebstockblattes bewirkt. Der Grund liegt in der hellgrünen Färbung des basisch kohlensauren Kupferoxydes mit Gips, welche die Bordelaiser Brühe dem Rebstockblatt verleiht 4" in Verbindung mit dem grellen Sonnenlicht und der lange andauernden trockenen Hitze. Dadurch wird eine potenzierte und anormale hohe Lebenstätigkeit (Assimilationsprozeß) im Pflanzenorganismus erzeugt, welche bei einem schnellen Witterungsumschlag von warm in kalt und trockenem, windigem Wetter die Funktionen der Pflanzen zum Stillstand bringt und in schädlicher Weise beeinflußt, wobei die Blattgebilde und die Beeren der Traube unter Umständen in kurzer Zeit welk werden und abfallen.
Bekanntlich schützt sich die Pflanze vor dem zu intensiven Sonnenlicht des Hochsommers und vor der zu großen Lebenstätigkeit durch Verfärben des hellen Frühjahrsblattgrüns in das dunkle Blattgrün des Hochsommers.
Die hellgrüne Farbe des basisch kohlensauren Kupferoxyd-Gipsüberzuges hebt diese Selbstschutzeinrichtung der Pflanze in das Dunkelgrün auf und wirkt somit unter Umständen intensiv schädlich. Außerdem ist dem basisch kohlensauren Kupferoxyd-Gipsüberzug ein kristallinisches Gefüge und ein Lasieren eigen, welches die genannten schädlichen Wirkungen der zu intensiven Sonnenstrahlen noch wesentlich erhöht.
Lagerexemplar

Claims (1)

  1. Diese schädlichen Eigenschaften zeigt der basisch kohlensaure Chromoxydüberzug auf dem Weinstockblatte nicht. Dieser ist dunkelgrün, amorph und nicht kristallinisch und schützt daher das Blatt vor den Wirkungen des zu intensiven Sonnenlichtes. Außerdem ist die keimtötende Wirkung des basisch kohlensauren Chromoxydsalzes demjenigen des basischen Kupfersalzes nach Versuchen annähernd gleich oder nur um ein weniges geringer. Gleichzeitig wird das basisch kohlensaure Chromoxyd durch die in den Chromabfällen enthaltenen organischen Stoffe und durch die schmierige Beschaffenheit des grünen Chromoxydhydrates wasserbeständiger auf dem Weinstockblatt fixiert. Auch wirken die organischen Stoffe für sich auf die Pflanzenschädlinge toxisch.
    Die dunkelgrüne Farbe des basisch kohlensauren Chromoxydsalzes läßt sich ebenfalls noch vertiefen durch einen Zusatz von Eisenoxyd- und Manganoxydsalzen oder deren Verbindungen zur Chrombrühe. Diese Verbindungen werden, wenn nicht schon in den Chromrückständen vorhanden, aus Eisenoxyderzen, z. B. Rasen eisenerz, Eisensinter, Brauneisenerz u. dgl, sehr billig hergestellt.
    Als Chromrückstände kommen in Betracht sämtliche Chrom abfallaugen, Pasten und PuI-,30 ver der Teer- und Pflanzenfarbstoffindustrie sowie der Industrie der Riechstoffe, Zwischenprodukte und chemischen Präparate.
    Beispiel.
    100 Teile farbstoffhaltige oder nichtfarbstoffhaltige, mit Wasser gewaschene Chromrückstände aus der Teer- oder Pflanzenfarbstoffindustrie oder aus der Riechstoff- und chemischen Präparatenbranche werden mit so viel konzentrierter Schwefelsäure eventuell unter Zusatz von 5 bis 10 Teilen Eisenoxyd- oder Manganerzen oder Zink- und Kupfersalzen und ebensoviel Kohlenhydraten oder Melasse und Zeil stoff laugen bei Wasserbadtemperatur digeriert, bis teilweise oder vollständige Lösung erfolgt. Die Masse wird mit 1000 bis 3000 Teilen Wasser verdünnt, eventuell mit Soda, Kreide oder Kalk neutralisiert und an Stelle der Bordelaiser Brühe verwendet, oder man ■ [ schlemmt die gewaschenen neutralisierten, auf Chromoxydhydrat gefällten Farbstoffrückstände ; direkt mit Wasser zu einer 1 bis 5 prozentigen Brühe an, mit welcher die infizierten Pflanzen auf bekannte Weise behandelt werden.
    Pate ν τ-An s PR υ c H.Verfahren zur Herstellung von Mitteln zur Vertilgung von Pflanzenschädlingen, dadurch gekennzeichnet, daß Chromrückstände beliebiger Herkunft mit oder ohne Zusatz von Säure oder von Eisen-, Mangan-, Zink- oder Kupferoxyd verbindungen oder von Kohlenhydraten in wäßrige Suspension oder Lösung übergeführt werden.
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