DE217898C - - Google Patents

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DE217898C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/46Details
    • B41F3/58Driving, synchronising, or control gear
    • B41F3/80Driving, synchronising, or control gear for impression cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 217898 KLASSE 15<Ζ. GRUPPE
FRANK BROWN REDINGTON in CHICAGO.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung für Schnellpressen, im besonderen für Zweifarbendruck, bei welchen dieselbe Seite des Bogens von beiden Zylindern je einen Aufdruck erhält.
Bei Vorrichtungen dieser Art ist es bekannt, das Einschalten des einen Zylinders in einem bestimmten Zeitpunkte nach dem Einschalten des anderen selbsttätig erfolgen und jeden
ίο Zylinder getrennt und unabhängig von dem anderen einschalten zu lassen.
Eine Einrichtung dieser Art zeigt z. B, die deutsche Patentschrift 147806.
Von den bekannten Vorrichtungen unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung dadurch, daß die gleichzeitig und unabhängig wirkenden Schaltvorrichtungen für die Druckzylinder mit einer Stellvorrichtung in Verbindung stehen, mittels welcher die Schaltvorrichtung des zweiten Druckzylinders bewegt wird, und welche mit dem Einschaltorgan des Schaltmechanismus des zweiten Druckzylinders so verbunden ist, daß das Auslösen des zweiten Druckzylinders in einem bestimmten Zeitpunkt nach dem Auslösen des ersten Druckzylinders veranlaßt wird, selbst wenn die Pedale der Schaltvorrichtungen gleichzeitig niedergedrückt worden sind.
In den Zeichnungen sind Fig. 1 und 2 Seitenansichten, teilweise Schnitte, der entgegengesetzten Seiten eines Teiles einer mit dem Gegenstande der Erfindung ausgerüsteten. Druckpresse, wobei die einzelnen Teile in der Stellung gezeigt sind, welche sie einnehmen, wenn' beide Pedale niedergedrückt sind, um die Zylinder in dem Zeitpunkt auszulösen, wenn der erste Zylinder sich in der Blattaufnahmestellung befindet. .
Fig. 3 und 4 sind den Fig. 1 und 2 ähnliche Seitenansichten und zeigen die einzelnen Teile in der Stellung, welche sie einnehmen, nachdem die Pedale losgelassen und in ihre erhöhte Stellung, zurückgekehrt sind und die Zylinder von der in den Fig: 1 und 2 gezeigten Stellung aus je eine vollständige Umdrehung gemacht haben.
Fig. 5 ist ein senkrechter Querschnitt auf der Linie x-x der Fig. 4.
Fig. 6 und 7 sind den Fig. 1 und 2 ähnliche Seitenansichten und zeigen die einzelnen Teile in den Stellungen, welche sie in einem Zeitpunkt einnehmen, in welchem sich der Mitnehmer 30 des Heb- und Senkmechanismus für den Zylinder 4 bei seiner Abwärtsbewegung eine kurze Strecke weit bewegt hat.
Fig. 8 und 9 sind Unter- und Seitenansicht eines Teiles der Schaltvorrichtung, wenn die Teile sich in der in Fig. 1 gezeigten Stellung befinden.
Fig. 10 und 11 sind Schnittansichten, welche den gebogenen Arm 54 in verschiedenen Stellungen zeigen.
Bei Schnellpressen, bei welchen der Zylinder eine Steig- und Fallbewegung in bezug auf das Bett ausführt, umfaßt die Vorrichtung zum Heben und Senken der Zylinder gewöhnlich eine Feder zur Bewegung der Zylinder in der einen Richtung, sowie zwangläufig wirkende Vorrichtungen, wie Exzenter oder Kniegelenk, zur Bewegung derselben in der anderen Riehtung, wobei die Feder gewöhnlich zur Erzeugung der Aufwärtsbewegung dient. Eine oder '
mehrere Federn ι, 2 gelangen bei jedem der Zylinder 3, 4 zur Anwendung, deren Wellen 5 von den Lagern 6 getragen werden, welche gleitbar in den Führungsbacken 7 angeordnet sind.
Zwischen den Druckzylindern 3,4 ist der Übertragungszylinder 8 angeordnet, welcher dazu dient, den Bogen von dem ersten Zylinder 3 auf den zweiten Zylinder 4 derartig zu übertragen, daß der zweite Zylinder einen Abdruck auf dieselbe Seite des Blattes macht, welche durch den ersten Zylinder bedruckt worden ist. Der Übertragungszylinder erhält seinen Antrieb durch ein Zahnrad 9 (Fig. 4) und hat ein kleineres Zahnrad 10, welches im Eingriff mit den Zahnrädern 11 und 12 an den Zylindern 3, 4 steht, um diese zu drehen. Das Zahnrad 9 erhält seinen Antrieb von einem Zahnrad 13 auf der Welle 14, welche ebenfalls eine zum Betrieb der Senkvorrichtung des ersten Zylinders dienende Hubscheibe 15 antreibt, und zwar durch Vermittlung des Zwischenrades 16 und des Zahnrades 17, während das Zahnrad 13 die Hubscheibe 18 der Senkvorrichtung des zweiten Zylinders durch die Vermittlung des Zwischenrades 19, Zahnrad 20, Zwischenrad 21 und Zahnrad 22 antreibt, wobei die Peripherien der Hubscheiben 15 und 18 mit Zähnen für den Eingriff mit dem Zwischenrad 16 und dem Zahnrad 22 versehen sind. Die Anordnung der Zähne an den verschiedenen Zahnrädern, welche die Hubscheiben 15, 18 betreiben, ist derartig gewählt, daß die beiden,, letzteren sich in Übereinstimmung bewegen und jede eine vollständige Umdrehung für jedes gedruckte Blatt macht.
Die Senk- und Schaltvorrichtungen für beide Zylinder sind in Bauart und Wirkungsweise einander sehr ähnlich; die Unterschiede bestehen hauptsächlich in den Vorrichtungen, durch welche das Ausschalten des zweiten Zylinders nach dem Auslösen der Schaltvorrichtungen verzögert wird, bis das von dem ersten Zylinder bedruckte Blatt an den zweiten Zylinder übergegegangen ist und von diesem einen Aufdruck erhalten hat.
Der Schaltvorgang ist folgender: Es wird angenommen, daß gerade ein Bogen durch die Presse hindurchgeht. . Ist er an dem ersten Zylinder angekommen und teilweise auf einer Seite bedruckt worden, so hat sich der Drucker zu entscheiden, ob die Presse auszuschalten ist, sobald der Bögen bedruckt ist. Es würde nun nicht zweckmäßig sein, einfach den Bogen zu beobachten und auszuschalten, nachdem er den letzten Zylinder passiert hat, da in diesem Falle die Schaltbewegung zu früh oder zu spät kommen könnte. Deshalb ist ein anderer Zeitpunkt, an welchem die Schaltvorrichtung betätigt wird, gewählt. Dieser Zeitpunkt ist gekommen, sobald der Bogen an dem ersten j Zylinder anliegt. In diesem Augenblick leitet der Drucker durch Drücken des Fußhebels den Schaltvorgang ein. Der Bogen setzt dann seinen Weg fort und erhält seinen vollen Aufdruck von dem zweiten Zylinder. Hat der zweite Zylinder seinen Druck vollendet, so beendigt die Schaltvorrichtung selbsttätig den von dem Drucker durch Niederdrücken des Fußhebels eingeleiteten Schaltvorgang.
Auf Grund der Ähnlichkeit der Senk- und Schaltvorrichtungen der beiden Zylinder sind bei der Beschreibung dieser Vorrichtungen dieselben Bezugszeichen für identische Teile angewendet, und die Beschreibung bezieht sich dementsprechend auf die Vorrichtung jedes Zylinders.
Oberhalb der Lager 6 der Zylinder 3, 4 sind die Exzenter 23 angeordnet, welche in den Lagerblöcken 24 ruhen und dazu dienen, die Zylinder in Druckstellung zu senken, wenn ■ die Exzenter in ihren Lagerblöcken gedreht werden; dies geschieht durch Vermittlung der Kurbelarme 25 und Verbindungsstangen 26, deren untere Enden drehbar an auf den Schwingwellen 28 befestigte Kurbelarme 27 angeschlossen sind.
Es wird betont, daß je ein Kurbelarm 27 an jedem Ende jeder Schwingwelle 28 befestigt ist (Fig. 5), und daß, wenn eine Welle 28 gedreht wird, diese Arme durch die Vermittlung ihrer Verbindungsstangen diese Bewegung beiden Enden der Wellen 5 der Zylinder 3, 4 mitteilen.
Auf jeder Schwingwelle 28 ist ein Zahn 29 (Fig. 2, 6 und 7) verkeilt, der bestimmt ist, mit einem Mitnehmer 30 in Angriff zu treten, welcher an seinem unteren oder freien Ende mit einem Einschnitt 31 ausgerüstet ist, der bestimmt ist, über den Zahn 29 zu fallen. Das andere Ende des Mitnehmers ist drehbar an dem freien Ende eines Kurbelarmes 32 befestigt, der lose auf der Welle 28 gelagert ist, so daß er zu einer unabhängigen Schwingbewegung befähigt ist. 33 (Fig. 2 und 4) bezeichnet einen die Aufwärtsbewegung des Zahnes 29 begrenzenden Stift oder Anschlag.
Die notwendige schwingende Bewegung der Arme 32 und Mitnehmer 30, welche durch Vermittlung der Zähne 29 den Wellen 28 die erforderliche Schwingbewegung verleiht, wird durch die Hubscheiben 15, 18 erzeugt, von denen jede auf einer Seite mit einer einen konzentrischen oder Rastteil 34 und eingebogene oder tätige Teile 35, 36 umfassenden Kammrinne versehen ist. Jeder Kurbelarm 32 ist mit einem Stift oder einer Gleitrolle 37 versehen, welche im Eingriff mit der Rinne der entsprechenden Hubscheibe steht, so daß, wenn die letzteren in der Richtung der Pfeile gedreht werden, die Arme 32 .ausgeschwungen werden und 'durch. .Vermittlung des Mitneh-
mers. 30 und Zahnes 29 die Welle 28 für den vorherbeschriebenen Zweck gedreht wird. Bei j der Senkvorrichtung für den Zylinder 3, deren Mitnehmer 30 in Fig. 2 in seiner oberen Stellung gezeigt ist, wird dieser Mitnehmer 30, wenn die Hubscheibe 15 in der Richtung des Pfeiles gedreht wird, in die in Fig. 4 gezeigte Stellung gesenkt, während die Rolle 37 durch den Teil 35 der Kammrinne hindurchgeht, und wird in dieser unteren Stellung gehalten während der Zeit, in welcher der konzentrische Teil 34 der Hubscheibenrinne an der Rolle 37 vorbeigeht. Während des Vorbeigehens dieses konzentrischen Teiles 34 befindet sich der Zylinder an der Grenze seiner Abwärtsbewegung, und findet der Druck statt. Wenn der Teil 36 der Rinne an der Rolle anlangt, beginnt der Mitnehmer 30 zu steigen, und wenn die Rolle sich ungefähr in der Mitte des Rinnenteils 36 befindet, sind die Greifer 59 ungefähr in der Stellung 59^ in Fig. 1 angelangt, und das Blatt wird an den Übertragungszylinder abgegeben sein in dem Zeitpunkt, in dem der Zylinder 3 in der Mitte seiner Steigbewegung angelangt ist; derselbe fährt fort zu steigen, bis der Teil 35 der Kammrinne wieder an der Rolle anlangt. Die Wirkung der Hubscheibe 18 der Senkvorrichtung des Zylinders 4 ist dieselbe wie die der eben beschriebenen Hubscheibe 15, ausgenommen, daß der tätige Teil 35 in die oberen und unteren Abschnitte 35^, 35* eingeteilt ist, während ein konzentrischer oder Rastteil 35, der nachstehend eingehend beschrieben wird, die beiden tätigen Teile 35^, 35 b voneinander trennt.
Auf einer Seite eines jeden Mitnehmers 30 befindet sich ein Ansatz oder Stift 38, der in eine seitlich von ihm in der anstoßenden Fläche eines auf der Schwingwelle 41 (vgl.
Fig. 5) befestigten Armes 40 gebildete Führungsrinne 39 eingreift. Die Führungsrinne jedes Armes ist für den größeren Teil ihrer Länge konzentrisch mit der entsprechenden Welle 28, so daß die Ansätze 38 sich untätig in den Rinnen ihrer entsprechenden Arme hin und her bewegen, ausgenommen, wenn der
. Arm 40 nach oben geschwungen wird, in welchem Falle, wenn der Ansatz 38 an der Grenze des oberen Endes seiner Rinne 39 anlangt, er mit einem innerhalb der Rinne gebildeten Vorsprung 42 in Eingriff tritt und dadurch die genannte Rolle und ihren Mitnehmer 30 aus dem Verschluß mit dem Zahn 29 heraushebt und dem Mitnehmer eine Abwärtsbewegung durch den Arm 32 bei dem nächsten Hube dieses Armes gestattet, ohne daß er den Zahn 29 mitnimmt. Wenn der Mitnehmer 30 so außer Angriff mit seinem
. Zahn 29 ist, wird sein entsprechender Zylinder 3 oder .4 ausgelöst und in seiner erhöhten Stellung .außer Druckstellung durch die Federn i, 2 gehalten, während der Arm 32 und der Mitnehmer 30 ihre Schwingbewegungen fortsetzen ; dieser Zustand dauert an, bis der Einschnitt 31 wieder zu der Grenze seines Aufwärtshubes zurückkehrt und über seinen Zahn 29 einfällt, und kann natürlich unbeschränkt verlängert werden, solange wie ein Arm 40 in seiner ausgeschwungenen oder oberen Stellung verbleibt.
Nachstehend sollen jetzt die die Schaltvorrichtungen in Tätigkeit setzenden Mechanismen beschrieben werden.
Auf der Schwingwelle 41 der Schaltvorrichtungen für den ersten Zylinder 3 ist ein Hebel 43 befestigt, der mit einem Pedal 44 versehen ist, welches in einer dem die Presse bedienenden Arbeiter zugänglichen Stellung angeordnet ist und, wenn es niedergedrückt ist, die Stange 41 und den Arm 40 dreht und das obere Ende des Armes 40 mit Bezug auf den Ansatz 30 für den nachstehend beschriebenen Zweck aufwärts bewegt.
Auf der Schwingwelle 41 der Schaltvorrichtung für den Zylinder 4 ist ein Hebel 45 (Fig. 3) befestigt, der an. seinem freien Ende einen Zapfen 46 trägt, dessen äußeres Ende mit einer Gleitrolle versehen ist, welche bestimmt ist, mit einer Hubscheibe 48 in Berührung zu treten, die so angeordnet ist, daß sie sich in Überein-Stimmung mit den Hubscheiben 15, 18 dreht, und die auf der Welle 49 gelagert ist, welche auch die Hubscheibe 15 trägt. Der Zapfen 46 kann sich in seinem. Lager in dem Hebel 45 seitlich bewegen, wodurch sein äußeres Ende abwechselnd in den oder aus dem Wirkungs1 bereich der Hubscheibe 48 gebracht werden kann (Fig. 11 und 9). Solange wie der Zapfen 46 nicht in Gegenüberstellung mit der Hubscheibe 48 ist, wird die Schaltvorrichtung nicht bewegt; wenn diese Bewegung jedoch geschehen soll, wird der Zapfen 46 in. Gegenüberstellung mit der Hubscheibe 48 gebracht,. worauf der erhöhte Teil 50 der sich in der Richtung des. Pfeiles drehenden Hubscheibe 48 in Berührung mit dem Zapfen 46 kommt und diesen und. den Hebel 45 niederdrückt und dadurch die Stange 41 und den Arm 40 ausschwingt, um das obere Ende dieses Armes mit Bezug auf den Ansatz 38 für den vorherbeschriebenen Zweck nach oben zu bewegen.
Auf der Stange 41 der Schaltvorrichtung für den Zylinder 3 ist lose ein.Winkelhebel 51 gelagert, an den ein Pedal 52 angeschlossen ist, welches in einer dem die Presse bedienenden Arbeiter zugänglichen Stellung angeordnet ist, und zwar so nahe an dem Pedal 44, daß beide gleichzeitig oder auch unabhängig voneinander niedergedrückt werden können. Der herabhängende Arm 53 des Kurbelhebels 51 ist bestimmt, durch Vermittlung einer von . ihm getragenen biegsamen Stange. 55 mit dem
Winkelarm 54 in Eingriff zu treten, welcher lose auf einer Stütze 56 gelagert ist, und deren oberes Ende so angeordnet ist, daß es mit dem inneren Ende des Zapfens 46 in Berührung treten kann. Der Arm 54 und der Zapfen 46 nehmen im Ruhezustande die in Fig. 9 gezeigte Stellung ein, wobei der Zapfen außer Gegenüberstellung mit der Hubscheibe 48 ist; wenn aber das Pedal 52 niedergedrückt wird, wird der Winkelhebel 51 ausgeschwungen und bringt das innere Ende seines Armes 53 nach oben und kippt dadurch den Winkelarm 54 um und preßt dessen oberes Ende gegen den Zapfen 46, wodurch dieser in die Ebene der Hubscheibe 48 vorgeschoben wird. Beim Loslassen des Pedals 52 fällt der gebogene Arm 54 in seine normale Stellung (Fig. 11) zurück, wobei er den Zapfen 46 noch in Gegenüberstellung mit der Hubscheibe 48 läßt. Um den
ao Zapfen wieder in seine Normalstellung zurückzuführen, ist auf der Hubscheibe 48 ein seitlich vorstehender Ansatz 57 vorgesehen, der durch seine Berührung mit dem inneren Ende des Zapfens 46 diesen nach außen in seine Normalstellung bewegt (Fig. 9); 58, 58^ stellen Federn dar, welche die Hebel 43, 51 und die Pedale 44, 52 in ihre Normalstellungen zurückführen sollen, wenn die Belastung der Pedale aufhört..
Wenn die Zylinder 3,4 ausgelöst werden sollen, ist es nach dem Auslösen des Zylinders 3 notwendig, daß vor dem Auslösen des Zylinders 4 so viel Zeit verstreicht, daß der letzte von dem Zylinder 3 bedruckte Bogen von dem Übertragungszylinder' in Empfang genommen, ein und einhalbmal um denselben herumgehen und dann an den Zylinder 4 abgegeben werden kann. Die Zylinder 3, 4 können in den gewünschten Zeitpunkten nacheinander dadurch ausgelöst werden, daß man zuerst das Pedal 44 und dann im geeigneten Zeitpunkt das Pedal 52 niederdrückt. Diese unabhängige Bewegung der Pedale erfordert viel Aufmerksamkeit von Seiten des die Maschine bedienenden Arbeiters und macht die Wirkungsweise derselben unnötig kompliziert. Es wird daher die Wirkungsweise der Maschine in der Weise vereinfacht, daß beide Pedale 44,52 im gleichen Augenblick niedergedrückt werden; wenn dies geschieht, sollen sie in dem Zeitpunkt niedergedrückt werden, in welchem die Teile sich in der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Stellung befinden, in welcher der Zylinder 3 in seiner erhöhten Stellung und der Zahn 29 der Heb- und ■ Senkvorrichtung des Zylinders 3 in seiner oberen Stellung (Fig. 2) ist; in dieser Zeit befinden sich die Greifer 59 des Zylinders 3 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung und sind bereit, ein Blatt vom Anlegetisch 60 aufzunehmen, obgleich es nicht ungewöhnlich ist, wenn die Presse eingeschaltet werden soll, bei dieser Stellung des Zylinders ein Blatt direkt in die Greifer einzulegen. Das Herabdrücken des Pedals 44 veranlaßt den Kammarm 40 der Schaltvorrichtung des Zylinders 3 nach oben auszuschwingen und dadurch seinen Kammteil 42 gegen den Ansatz 38 auf dem Mitnehmer 30 zu pressep, um den Mitnehmer aus dem Verschluß mit dem Zahn 29 (Fig. 2) auszuheben; wenn das Pedal 52 zu derselben Zeit niedergedrückt wird wie das Pedal 44, steht der Ansatz 57 der Hubscheibe 48 direkt dem äußeren Ende des Zapfens 46 gegenüber (Fig ι und 8); während der Ansatz sich in dieser Stellung befindet, wird er nicht gestatten, daß der Zapfen sich in seinem Lager in dem Hebel 45 bewegt, sondern erhält den Zapfen und den gebogenen Arm 54 in ihren Normalstellungen (Fig. 9) und verhindert dadurch das Heben des äußeren Endes der Stange 55, wenn der Hebel 51 durch das Pedal 52 gedreht wird, veranlaßt aber die Stange, die in Fig. ι gezeigte gekrümmte Stellung anzunehmen. Sobald jedoch die Hubscheibe 48 sich in der Richtung des Pfeiles so weit gedreht hat, daß ihr Ansatz 57 sich außer Kontakt mit dem Zapfen 46 und z. B. in die in punktierten Linien in Fig. 1 gezeigte Stellung bewegt hat, veranlaßt die Federspannung der Stange 55 dieselbe, sich in der in punktierten Linien in Fig. 1 gezeigten Stellung auszustrecken und dadurch ihr freies Ende zu heben und den Arm 54 umzukippen und so den Zapfen 46 in seinem Lager in dem Arm 45 einwärts und in Gegenüberstellung mit der Hubscheibe 48 zu pressen (Fig. 10).
Es ist üblich, sobald der Zapfen 46 sich auf diese Weise nach innen bewegt hat und nachdem der Mitnehmer 30 des Heb- und Senkmechanismus für den Zylinder 3 sich so weit abwärts bewegt hat, daß er nicht wieder über den Zahn 29 einfallen kann, den Druck auf die Pedale 44,52 aufhören lassen; dies geschieht ungefähr in demselben Zeitpunkt, in welchem die Greifer· des Zylinders sich in die in punktierten Linien in 59s (Fig. 1) gezeigte' Stellung bewegt haben. Wenn die Pedale losgelassen werden, nehmen die Hebel 43,51 und der Arm 54 ihre Normalstellung an, während der Zapfen 46 in Gegenüberstellung mit der Hubscheibe 48 (Fig. 11) bleibt; der Arm 40 der Schaltvorrichtung des Zylinders 3 kehrt zu dieser Zeit ebenfalls in seine untere oder Normalstellung zurück und senkt seinen Kammteil unter den Pfad der Bewegung des Ansatzes 38 an dem Mitnehmer 30, so daß, wenn der Mitnehmer sich wieder nach seiner oberen Bewegurigsgrenze bewegt, sein Einschnitt 31 wieder über den Zahn 29 einfallen kann und bereit ist, den Heb- und Senkmechanismus des iao Zylinders 3 weiter zu betätigen; der Arm 40 der Schaltvorrichtung des. zweiten Zylinders
hat sich jedoch noch nicht .'aus seiner Normalstellung herausbewegt.
Wenn die Hubscheibe 48 nach. dem geeigneten Zeitverlauf für den Übergang des zuletzt bedruckten Bogens von dem Zylinder 3 nach dem Zylinder 4, um auch von diesem bedruckt zu werden, ihre Drehung fortsetzt, erreicht ihr erhöhter Teil 50 den Zapfen 46 und drückt denselben und den Hebel 45 nieder und schwingt den Arm 40 der Schaltvorrichtung des Zylinders 4 aufwärts. Der Anfangsabschnitt des erhöhten Teiles 50 der Hubscheibe 48 betätigt zuerst den Zapfen 46 so weit, den Arm 40 in ungefähr demselben Zeitpunkt aufwärts auszuschwingen, in welchem der Mitnehmer 30 der Heb- und Senkvorrichtung des Zylinders 4 das Ende seiner Aufwärtsbewegung erreicht hat; die Aufwärtsschwingung des Hebels 40 hebt dadurch, daß sein Kammteil 42 gegen den Ansatz 38 des Mitnehmers 30 gepreßt wird, den Mitnehmer aus dem Verschluß mit dem Zahn 29 heraus. Der genannte erhöhte Teil der Hubscheibe 48 hat genügende Länge, um den Zapfen 46 abwärts zu pressen und niederzuhalten, bis der Mitnehmer 30 sich bei seiner Abwärtsbewegung sich so weit bewegt hat, daß er seinen Einschnitt über die Gegenüberstellung mit dem Zahn 29 herausführt.
Wenn das Pedal 52 niedergedrückt ist, wobei die Teile sich in der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung befinden, ist der Mitnehmer 30 des Heb- und Senkmechanismus für Zylinder 4 ungefähr in der Mitte seiner Vorwärts- oder Abwärtsbewegung, während die Rolle 37 in der Rinne der Hubscheibe sich nahe dem Anfang des konzentrischen Teiles 35° dieser Rinne befindet; in diesem Zeitpunkt beginnt der zu bedruckende Bogen von dem Übertragungszylinder 8 auf den. Zylinder 4 überzugehen. Wenn die Hubscheibe 18 in der Richtung des Pfeiles gedreht wird, geht die Rolle 37, während der Bogen von dem Druckzylinder 4 angenommen wird, zuerst durch den konzentrischen Teil 35° der Hubscheibenrinne und geht dann, wenn die Hubscheibe weitergedreht wird, durch den äußeren tätigen Teil 35* der Rinne, um den Mitnehmer 30 zu veranlassen, seine Abwärtsbewegung zu vollenden; der Mitnehmer 30 wird, während die Rolle 37 durch den konzentrischen oder Rastteil 34 der Hubscheibe hindurchgeht, in dieser tieferen Stellung gehalten. Fig. 4 zeigt die Stellung dieser Teile, während die Rolle 37 sich noch in dem Teil 34 der Rinne der Hubscheibe befindet. Während die Rolle durch den Teil 34 hindurchgeht, befindet sich der Zylinder 4 an der Grenze seiner Abwärtsbewegung und macht einen Aufdruck auf das schon vorher durch den Zylinder 3 bedruckte Blatt. Wenn der Teil 36 der Rinne an der Rolle anlangt, beginnt der Mitnehmer 30 zu steigen und setzt dies fort, bis der Teil 35a der Hubscheibenrinne wieder an der Rolle anlangt, worauf der Mitnehmer wieder seine Abwärtsbewegung beginnt (Fig. 7).
Sobald der erhöhte Teil 50 der Hubscheibe 48 über den Zapfen 46 hinweg und in die in punktierten Linien in Fig. 6 gezeigte Stellung gegangen ist, wird der Hebel 45 durch die Feder 61 in die in punktierten Linien in Fig. 6 gezeigte Stellung aufwärts gezogen und erlaubt dadurch dem Arm 40 der Schaltvorrichtung des Zylinders 4, in seine untere oder normale Stellung zurückzukehren, wodurch sein Kammteil 42 unter den Weg des Ansatzes 38 an dem Mitnehmer 30 gesenkt wird, so daß, wenn der Mitnehmer wieder an seiner oberen Bewegungsgrenze anlangt, sein Einschnitt 31 wieder über den Zahn 29 einfallen wird und bereit ist, die Heb- und Senkvorrichtung des Zylinders 4 zu bewegen. Wenn die Hubscheibe 48 sich weiter dreht, wirkt ihr Ansatz 57 auf das Ende des Zapfens 46 ein, um diesen wieder in seine Normalstellung zurückzuführen (Fig. 9).
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß jeder der beiden Zylinder unabhängig von dem anderen durch Niederdrücken eines der beiden Pedale 44 oder 52 eingeschaltet werden kann, oder der bedienende Arbeiter kann auch im richtigen Zeitpunkt beide Pedale niederdrücken und dadurch, daß er den Druck nur so lange aufrechterhält, als notwendig ist, um den ersten Zylinder auszulösen, veran1 lassen, daß durch Vermittlung der gerade vorbeschriebenen Vorrichtung die Auslösung des zweiten Zylinders in einem bestimmten Zeitpunkt nach der Auslösung des ersten Zylinders stattfindet.
Die Rinne der zum Senken des zweiten Zylinders 4 dienenden Hubscheibe 18 unterscheidet sich von der Rinne der Hubscheibe 15 dadurch, daß sie außer dem konzentrischen Teil 34 und den aktiven Teilen 35, 36 noch mit einem weiteren Rast- oder konzentrischen Teil 35 c versehen ist, welcher die Rolle 37 in dem Zeitpunkt erreicht, wenn der Zylinder 4 sich ungefähr in der Mitte zwischen den Grenzen seiner Steig- und Fallbewegung befindet; die Hubscheibe 18 ist ferner mit Bezug auf die Hubscheibe 15 so angeordnet, daß, wenn der Zylinder 3 sich an der Grenze seiner Aufwärtsbewegung befindet, der Zylinder 4 sich beim Verlaufe seines Abwärtshubes sich ungefähr in der Mitte zwischen den Grenzen seiner Steig- und Fallbewegung befindet, wobei die Greifer 59 des ersten Zylinders 3 in der in Fig. ι gezeigten Stellung und bereit sind, ein Blatt aufzunehmen, während die Greifer 62 des zweiten Zylinders 4 in der in Fig. 1 gezeigten Stellung sind und gerade ein Blatt erfaßt haben, welches gerade von den Greifern 63
des Übertragungszylinders losgelassen, aber noch teilweise auf dem letzteren aufgerollt ist. Der Zweck des untätigen Teiles 35C der Rinne der Hubscheibe 18 ist daher, dem Zylinder 4 zu gestatten, bei seiner Abwärtsbewegung anzuhalten, während seine Greifer 62 die Kante des von dem Übertragungszylinder kommenden Blattes erfassen und dasselbe von dem letzteren entfernen; dieser Teil 35 c sollte genügende Länge haben, um das Anhalten des Zylinders in der genannten Mittelstellung zu veranlassen, bis das ganze oder beinahe das ganze Blatt von dem Übertragungszylinder entfernt ist. Es ist ferner ersichtlich, daß der zweite Zylinder das Blatt in dieser Mittelstellung seiner Steig- und Fallbewegung empfängt, wenn der Mittelpunkt des Zylinders 4 in eine direkte Linie ■mit dem Punkte des dichtesten Ineinandergreifens der Zähne der Zahnräder 10, 12 fällt.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltvorrichtung für die Druckzylinder von Schnellpressen für Mehrfarbendruck mit voneinander unabhängigen Schaltvorrichtungen für die Druckzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß die Pedale (44, 52) der unabhängig wirkenden Schaltvorrichtungen der Druckzylinder (3, 4) gleichzeitig bewegt werden können und die Auslösevorrichtung des zweiten Druckzylinders (4) durch eine Stellvorrichtung, z. B. eine Hubscheibe (48), betrieben wird, um das Auslösen des zweiten Druckzylinders rechtzeitig nach dem Auslösen des ersten Druckzylinders herbeizuführen, wenn beide Pedale (44, 52) niedergedrückt worden sind.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stell-
vorrichtung, welche das rechtzeitige Auslösen des zweiten Druckzylinders (4) nach dem Auslösen des ersten Druckzylinders (3) veranlaßt, mit dem ihr zugehörenden Pedale (52) eine biegsame Stange (55) verbunden ist, welche einen verschiebbaren Zapfen (46) in den Weg der sich drehenden Hubscheibe (48) preßt, um die Bewegung dieser Hubscheibe (48) auf den Hebel (45), welcher den zweiten Druckzylinder (4) auslöst, zu übertragen.
3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubscheibe (48) mit einer Erhöhung (57) versehen ist,, welche den Zapfen (46) nach dessen Mitnahme durch die Hubscheibe (48) aus der Umlaufsebene des wirksamen Ansatzes (50) der Hubscheibe (48) drückt.
4. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubscheibe (18), welche den zweiten Druckzylinder (4) hebt und senkt, mit einem Rastteil (35C) in ihrer Kurvenführung versehen ist, durch welchen veranlaßt wird, daß der zweite Druckzylinder (4) an einem bestimmten Punkt zwischen der oberen und unteren Grenze seiner Steigbewegung stehen bleibt, wenn der Bogen an seine Greifer übertragen wird.
5. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätigen Schaltvorrichtungen, welche die Druckzylinder zeitweilig auslösen oder feststellen, mit Unterbrechungsvorrichtungen in Verbindung stehen, welche während des Arbeitens der Maschine eingestellt werden ■ können und die Schaltvorrichtungen der Zylinder betreiben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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