DE217718C - - Google Patents

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DE217718C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth
    • D03D49/06Warp let-off mechanisms
    • D03D49/08Warp beam brakes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 217718 KLASSE 86 c. GRUPPE
EMIL GMINDER in REUTLINGEN. Kettenbaumbremse für Webstühle.
Zusatz zum Patente 179975 vom 9. Februar 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. März 1909 ab. Längste Dauer: 8. Februar 1921.
Bei der Kettenbaumbremse für Webstühle, welche den Gegenstand des Hauptpatentes bildet, wird durch eine einen Fühlerhebel tragende Welle ein Zahnbogen verstellt, weleher durch Vermittlung von Zahnrädern einen zweiten Zahnbogen bewegt, an dem das Ende eines um eine Bremsfläche gelegten, mit einem Gewicht belasteten Bremsbandes befestigt ist. Bei den Bewegungen dieses zweiten Zahnbogens verstellt er das Bremsband derart, daß es sich auf einem mehr oder weniger großen Teil des Umfanges der zugehörigen Bremsfläche an diese anlegt, wodurch eine dem wechselnden Kettenbaumdurchmesser entsprechend wechselnde Bremswirkung herbeigeführt wird. Da bei dieser Einrichtung der Zahnbogen, welcher das Ende des Bremsbandes trägt, um die Achse der Bremsfläche oder doch annähernd um diese Achse schwingen muß, während der durch den Fühlerhebel bewegte Zahnbogen wesentlich außerhalb der Bremstrommelachse gelagert sein muß, so müssen bei Übertragung der Bewegung von dem treibenden Zahnbogen auf den angetriebenen Zahnbogen durch einfache Zahnräder die beiden Zahnbögen zusammen bzw. nebeneinander liegen, so daß die auf derselben Achse angeordneten Übertragungszahnräder in beide Zahnbögen eingreifen können. Dieses ist aber aus baulichen Gründen nicht immer zweckmäßig.
Um nun in bezug auf die Lage der die Verstellung des Bremsbandes bewirkenden Teile zueinander unabhängig zu werden, werden gemäß vorliegender Erfindung die Zahnbögen und Ubertragungszahnräder durch Sektoren bzw. Rollen ersetzt, welche durch um ihren Umfang herumgezogene Seile oder Ketten miteinander verbunden sind. Auf diese Weise wird es ermöglicht, den Zahnsektor, welcher vom Fühlerhebel bewegt wird, und welcher die Bewegung des zweiten Sektors und somit des Bremsbandes herbeiführt, an eine beliebige Stelle zu verlegen. Der Sektor, an welchem das Bremsband befestigt ist, muß sich natürlieh auch in diesem Falle um die Achse der Bremstrommel oder annähernd um dieselbe drehen. Durch die Übertragung der Bewegung durch auf Sektoren bzw. Rollen ruhende Seile wird außerdem eine äußerst gleichmäßige Veränderung der Bremswirkung erzielt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Einrichtung dargestellt.
Fig. ι veranschaulicht dieselbe in der Seitenansicht, und
Fig. 2 ist eine Ansicht auf Fig. 1 von rechts gesehen.
Der Kettenbaum 1 trägt die Bremsscheibe 2, um welche das Bremsband 3 herumgelegt ist. Das Bremsband 3 ist an seinem einen Ende durch ein Gewicht 4 belastet, und sein anderes Ende ist an einem Bolzen 5 eines um die Kettenbaumachse drehbaren Sektors 7 befestigt. Die Fühlerrolle 12, welche an dem
Umfang des Kettenbaumes anliegt, wird von einem Hebel ii getragen, der auf einer Achse io festsitzt. Diese Achse trägt außerdem einen Sektor 13. An dem Sektor 13 ist im Punkte 15 ein Seil 16 befestigt, welches um den Umfang des Sektors herumgeführt und an einer auf der Welle 9 sitzenden Rolle 14 befestigt ist. Die Rolle 14 ist starr mit einer größeren Rolle 8 verbunden, an welcher das eine Ende eines Seiles 17 befestigt ist, dessen anderes Ende an dem Bolzen 5 des Sektors 7 befestigt ist.
Nähert sich bei abnehmendem Kettenbaumdurchmesser die Fühlerrolle 12 der Achse des Kettenbaumes mehr und mehr, so schwingt der Sektor 13 in der eingezeichneten Pfeilrichtung aus. Hierdurch wird das an diesem Sektor befestigte Seil 16 nachgelassen, so daß das Gewicht 4, welches durch das Bremsband 3 auf den Bolzen 5 und somit auch auf das an der Rolle 8 befestigte Seil 17 einwirkt, die mit der Rolle 14 verbundene Rolle 8 in der Pfeilrichtung drehen kann.. Hierbei wird das an dem Bolzen 5 befestigte Ende des Bremsbandes 3 von der das mit dem Gewicht belastete Ende des Bremsbandes unterstützenden Rolle entfernt. Es wird daher die Länge, mit welcher das Bremsband auf der Bremsscheibe aufliegt, verkürzt, also die Bremsung vermindert.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, kann die Lage der Welle 10 eine beliebige sein, und es braucht auch der Sektor 13 nicht in einer bestimmten Stellung zu dem Sektor 7 angeordnet zu sein. Die Rollen 14 und 8 dienen zur Veränderung der Größe der von dem Fühler herbeigeführten Bewegung. Die beschriebene Vorrichtung kann auf der einen Seite oder auch auf beiden Seiten angeordnet sein, und es können auch nur einzelne Teile doppelseitig, andere wieder einseitig Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    ·' Kettenbaumbremse für Webstühle nach Patent 179975, dadurch gekennzeichnet, daß die die Bewegung von dem Fühlerhebel auf das Bremsbandende übertragenden Zahnbögen durch Sektoren (7, 13) und Rollen (8, 14) ersetzt sind, welche durch Seile, Ketten o. dgl. miteinander verbunden sind und das Bremsbandende . entgegen dem an dem Bremsbande wirkenden Bremsgewicht in einer bestimmten, von dem Durchmesser des Kettenbaumes abhängigen Stellung halten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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