DE216684C - - Google Patents

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DE216684C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/04Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general using charges of special composition

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10«. GRUPPE
Dr. NIKODEM CARO in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Juli 1908 ab.
Der in der Kohle enthaltene Schwefel ist zum Teil anorganischer, zum Teil organischer Natur.
Der anorganische Schwefel befindet sich hauptsächlich in Form von Pyrit und kann aus der Kohle durch fraktioniertes Waschen entfernt werden.
Der organische Schwefel dagegen ist an die Kohlensubstanz gebunden und kann nicht
ίο durch Waschen (Trennung nach dem spezifischen Gewichte) beseitigt werden.
Versuche und Untersuchungen haben ergeben, daß bei der Zerkleinerung von Kohle die an organischem Schwefel reichen. Teile leichter der Zerkleinerung anheimfallen wie die schwefelarmen Teile. Zerkleinert man z. B. die Kohle, so ist der Kohlenanteil von 0 bis 2 mm erheblich schwefelreicher als der von z. B. 2 bis 12 mm.
Ferner ist beobachtet worden, daß, wenn die Kohle naß in den Ofen eingebracht wird, ein größerer Teil des Schwefels in die Destillationsgase gelangt wie bei' der Verarbeitung trockener Kohle, d. h. daß bei Anwendung nasser Kohle ein schwefelärmerer Koks erhalten wird, wie wenn trockene Kohle der Destillation unterworfen wird.
Auf diese Beobachtungen gründet sich das neue Verfahren.
Es besteht darin, daß in üblicher Weise zerkleinerte Kohle vor dem Waschen auf einem Sieb von 0 bis 2 mm oder etwas darüber trocken abgesiebt wird. Sodann wird die nicht durch das Sieb gegangene Kohle wie üblich gewaschen und die gewaschene Kohle mit einem höheren Gehalte an Wasser, wie zu seiner Verkokung notwendig ist, in den Koksofen gebracht.
Der übliche Wassergehalt richtet sich nach Art der Kohle. Kohle, welche durch Hineinschütten in den Ofen eingebracht wird und hierbei .harten Koks ergibt, enthält für gewöhnlich 10 bis 11 Prozent Wasser. Gasreiche Kohle dagegen, welche vor dem Einbringen in den Ofen gestampft werden muß, enthält für gewöhnlich 12 bis 13 Prozent Wasser.
Bei Ausführung des neuen Verfahrens muß dann die erstere Kohle 12 bis 13, die zweite 14 bis 16 Prozent Wasser mindestens enthalten, doch ist ein höherer Gehalt an Wasser, soweit wie möglich, zweckmäßig anzuwenden. Dabei sei bemerkt, daß manche Kohlensorten auch mit dem angeführten hohen Wassergehalt von 16 Prozent verkokt werden.
Auf diese Weise erhält man aus einer Kohle mit hohem Gehalt an organischem Schwefel einen schwefelarmen, für Hüttenzwecke besonders gut geeigneten Koks.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    60
    ■ Verfahren zur Herstellung eines schwefelarmen Kokses aus schwefelreicher, den Schwefel in organischer Bindung enthaltender Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß die zerkleinerte Kohle vor dem Waschen von den staubigen Bestandteilen (bis 2 mm Korngröße) getrennt wird und mit erhöhtem Wassergehalt der Destillation unterworfen wird.
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