DE216514C - - Google Patents

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DE216514C
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fluorosodium
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fluorosilicon
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/14Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on silica

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
ί 216514-KLASSE 80 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. April 1908 ab.
Das vorliegende Verfahren dient zur Herstellung von säure- und feuerfesten, aus reinem Kieselsäureanhydrid bestehenden Körpern und ist dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise mittels Wasserglaslösungen eingebundene natürliche oder künstliche, aus Kieselsäure bestehende Stoffe entsprechend abgeformt, mit der ausreichenden Menge Kieselfluorwasserstoffsäure durchtränkt und hierauf so lange
ίο geglüht werden, bis das entstandene Kieselfluornatrium oder das aus demselben durch Zersetzung gebildete Fluorsilicium und Fluornatrium verjagt sind.
Tränkt man solche aus Kieselerde, z. B.
Quarz oder Sand, bestehende und mittels Wasserglaslösungen eingebundene, geformte Massen mit genügenden Mengen Kieselfluorwasserstoffsäure, so wird diese auf die Silikate bekanntermaßen derart einwirken, daß im Sinne der Gleichung:
Na* Si* O9 + WSiFl*
= Na2 Si Fl* + 4 Si O2 + H2 0
reines Kieselsäureanhydrid neben Kieselfluornatrium entsteht.
Erhitzt man die Masse nunmehr, so kann man je nach der Höhe der Temperatur entweder das Kieselfluornatrium als solches oder aber, da bei hoher Temperatur eine Zer-Setzung desselben stattfindet, zuerst das durch diese Zersetzung gebildete leichtflüchtige Fluorsilicium und nach Steigerung der Temperatur
. das Fluornatrium verjagen, so daß das zurückbleibende Produkt, z. B. ein Stein, ein Gefäß o. dgl. m., aus reinem Kieselsäureänhydrid besteht.
Das verjagte Fluorsilicium wird in geeigneten Kondensatoren in Wasser aufgefangen, woselbst es unter Ausscheidung von Kieselsäure in Kieselfluorwasserstoffsäure übergeht, welch letztere für den eben beschriebenen Prozeß wieder verwendet werden kann.
Das Fluornatrium kann als solches Verwendung finden oder aber, falls kein Wert auf die Trennung des Fluorsiliciums von dem Fluornatrium gelegt wird, wird von vornherein bei Temperaturen erhitzt, bei welchen das Fluorsilicium und Fluornatrium gleichzeitig übergehen, so daß als Nebenprodukt Kieselfluornatrium erhalten wird.
Eine Ausführungsform dieses Verfahrens besteht darin, daß man an Stelle der Lösungen von Kalium- oder Natriumwasserglas die Alkalisilikate im trockenen Zustande verwendet und das Gemisch derselben mit dem Kieselsäureanhydrid mit Wasser anfeuchtet und die feuchte Masse abformt.
Das Verfahren, aus kieselsäurehaltigen Stoffen, Fluorverbindungen und Wasserglas durch Formen der Masse und Brennen säurefeste Körper herzustellen, die zugleich feuerfest sind, ist bekannt. Das Neue der vorliegenden Erfindung besteht lediglich darin, daß durch die passende Zusammenstellung der Ausgangsmaterialien Körper aus reiner Kieselsäure gewonnen werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von aus reinem Kieselsäureanhydrid bestehenden säure- und feuerfesten Körpern, dadurch gekennzeichnet, daß mit Wasserglaslösungen in bekannter Weise eingebundene, aus Kieselsäure bestehende Stoffe (Kieselerde, Quarz, Sand) nach entsprechender Abformung mit der ausreichenden Menge Kieselfluorwasserstoffsäure, durchtränkt und hierauf so lange geglüht werden, bis das entstandene Kieselfluornatrium verjagt ist.
  2. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Kieselfluorwasserstoffsäure getränkte Masse zunächst auf Temperaturen erhitzt wird, bei denen sich nur das aus dem entstandenen Kieselfluornatrium gebildete Fluorsilicium verflüchtigt, welches zur Bildung wieder zu verwendender Kieselfiuorwasserstoffsäure in Wasser aufgefangen werden kann, worauf die Temperatur so weit gesteigert wird, daß auch das entstandene Fluornatrium übergeht.
    Berlin, gedruckt in der reiChsdruckekei.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5188018A (en) * 1990-08-28 1993-02-23 Montech Ag Linear unit with displaceable ball bearing assembly

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5188018A (en) * 1990-08-28 1993-02-23 Montech Ag Linear unit with displaceable ball bearing assembly

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