DE216306C - - Google Patents

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DE216306C
DE216306C DENDAT216306D DE216306DA DE216306C DE 216306 C DE216306 C DE 216306C DE NDAT216306 D DENDAT216306 D DE NDAT216306D DE 216306D A DE216306D A DE 216306DA DE 216306 C DE216306 C DE 216306C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/10Isothiazolanthrones; Isoxazolanthrones; Isoselenazolanthrones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Thiazole And Isothizaole Compounds (AREA)
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  • Coloring (AREA)

Description

is^ nium
KAISERLICHES 7i
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 216306 KLASSE 22 b. GRUPPE
FARBENFABRIKEN vorm. FRIEDR. BAYER & CO. in ELBERFELD.
Verfahren zur Darstellung von schwefel- und stickstoffhaltigen Anthrachinonderivaten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. November 1908 ab.
Erhitzt man die Anthrachinon-a-mercaptane bei Gegenwart von Schwefel (zweckmäßig in Gestalt von Polysulfid) mit Ammoniak, so gelangt man zu neuen ringförmigen Anthrachinonderivaten, welche wahrscheinlich Anthra- 35 thiazole sind.
. Die Reaktion verläuft nach folgendem Schema:
NlH2
c\o
N — C
^C Οχ 40
45
+ H2S + H2O.
Es ist nun nicht notwendig, von fertig
gebildeten Mercaptanen auszugehen, sondern man kann Verbindungen, welche unter den gegebenen Verhältnissen, d. h. unter dem
Einflüsse des Alkalis, Anthrachinon-a-mercaptane liefern, z. B. die α - Rhodanide oder die α-Xanthogenate, in Thiazole überführen :
CN
CO
NH,
N — S C
+ HSCN + H2O.
60
65
NH,
Endlich gelingt es auch, solche schwefelfreie Anthrachinonderivate, welche mit Schwefelalkalien Anthrachinon - a. - mercaptane liefern, z. B. Anthrachinon-a-halogenide oder ct-Sulfof säuren auf überraschend glatte Weise in einer Operation durch Polysulfid bei Gegenwart von Ammoniak in die erwähnten Thiazole zu verwandeln. Die neuen Substanzen sollen als Farbstoffe oder als Ausgangsmaterialien zur ίο Darstellung solcher Anwendung finden.
Beispiel i.
io Teile Anthrachinon - a - mercaptan (siehe Patent 208640, Kl. 12 q) werden mit einer Lösung von 3 Teilen Schwefel und 30 Teilen ■ kristallisiertem Schwefelnatrium in 100 Teilen 10 prozentigem wässerigen Ammoniak 6 Stunden im geschlossenen Gefäß auf ioo° erhitzt. Das Reaktionsprodukt scheidet, sich kristallinisch aus und wird abgesaugt. Es kristallisiert aus Pyridin in schwach gefärbten Prismen, die sich in Pyridin fast farblos, in konzentrierter Schwefelsäure gelb mit schwacher Fluoreszenz lösen. ■
Aus 4-Aminoanthrachinon-i-mercaptan (vgl. Patent 206536) erhält man auf dieselbe Weise das 4-Amino-i-anthrathiazol, welches, aus Pyridin umkristallisiert', messinggelbe Blättchen liefert, deren Losung in indifferenten organischen Lösungsmitteln intensiv' gelb mit schwacher grüner Fluoreszenz, in konzen-' trierter Schwefelsäure gelb, auf Zusatz von Formaldehyd kirschrot ist.
· Beispiel 2.
10 Teile i:Rhodan-4-aminoanthrachinon (erhalten aus i-Diazo-4-aminoanthrachinon nach dem Verfahren des Patents 206054 braunrotes Pulver, Lösung in Alkohol rot, auf Zusatz von Alkali blau, in konzentrierter Schwefelsäure braun) werden mit einer Lösung von 3 Teilen Schwefel und 30 Teilen kristallisiertem Schwefelnatrium in 100 Teilen 10 prozentigem wässerigen Ammoniak im geschlossenen Gefäß im Wasserbad erhitzt. Das Reaktionsprodukt ist das in Beispiel 1 beschriebene 4 - Aminoi-anthrathiazol.
Auf dieselbe Weise werden erhalten aus I - Rhodan - 2 - methylanthrachinon (gelbbraunes Pulver, Lösung in Alkohol gelblich, auf Zusatz von Alkali violett, in konzentrierter Schwefelsäure gelbbraun), das 2-Methyl-i-anthrathiazol (goldgelbe Blättchen, in Alkohol schwer löslich mit gelblicher Farbe, in konzentrierter Schwefelsäure gelb mit schwacher grüner Fluoreszenz), aus 1 · 4-Dirhodananthrachinon (erhältlich beim Erwärmen von i-Diazo-4-chlor- oder i-Diazo-4-nitroanthrachinon mit Rhodanammonium, gelbbraune Kristalle, in heißem Alkohol sehr schwer löslich mit gelblicher, auf Zusatz von Alkali intensiv grüner Farbe, in konzentrierter Schwefelsäure braunolive), das i-Anthrathiazol-4-mercaptan (gelbe Nadeln, Lösung in Alkohol gelb, auf Zusatz von Alkali rot, in konzentrierter Schwefelsäure orangerot. Auf chromierter Wolle erhält man nach dem Einbadverfahren gefärbt gelbbraune Töne von guter Echtheit).
Beispiel 3.
60 Teile anthrachinon - a - sulfosaures Kali werden- mit einer Lösung von 15 Teilen Schwefel und 250 Teilen. kristallisiertem Schwefelnatrium in 200 Teilen Wasser und 100 Teilen 20 prozentigem wässerigen Ammoniak 10 Stunden im geschlossenen Rührwerkskessel auf ioo° erhitzt. Das in reiner kristallinischer Form abgeschiedene Thiazol stimmt •mit dem im Beispiel 1 beschriebenen, aus a-Mercaptan erhaltenen überein. .
Ersetzt man das anthrachinonmonosulfosaure Kali durch 30 Teile anthrachinon-1 · 5-disulfosaures Natron, so erhält man das 1 · 5-Anthradithiazol. Es kristallisiert aus Pyridin in hellgelben Nadeln, die sich in Pyridin fast farblos, in konzentrierter Schwefelsäure grünlichgelb mit intensiv grüner Fluoreszenz lösen. 5 - aminoanthrachinon - 1 - sulfosaures Natron liefert das 5-Amino-i-anthrathiazol, welches rotbraune Prismen bildet, deren Lösung in Pyridin orange, in konzentrierter Schwefelsäure gelblich, auf Zusatz von Formaldehyd kornblumenblau, in 40 prozentigem Oleum blau ist. Aus i-chlor^-nitroanthrachinon-S-sulfosaurem Kali (erhältlich durch Nitrieren der in dem Patent 205913 Beispiel 3, beschriebenen i-Chloranthrachinon-8-sulfosäure) wird unter Reduktion der Nitrogruppe die 4-Aminoi-anthrathiazol-8-sulfosäure gewonnen. Der Farbstoff löst sich in Wasser gelb, in konzentrierter Schwefelsäure gelb, auf Zusatz von Formaldehyd rot. Er färbt Wolle in saurem Bade gelb.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von schwefel- und stickstoffhaltigen Anthrachinonderivaten, darin bestehend, daß man Anthrachinon-α-mercaptane mit Ammoniak und Schwefel bzw. Sulfiden erhitzt.
2. Ausführungsform des durch Anspruch 1 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß man an Stelle der a-Mercaptane solche Anthrachinonderivate, welche durch Alkalisulfide in «-Mercaptane übergeführt werden, mit Polysulfiden und Ammoniak erhitzt.
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