DE215941C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B1/00—Control systems of elevators in general
- B66B1/02—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action
- B66B1/06—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric
- B66B1/12—Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric with devices, e.g. handles or levers, located at a control station for direct control movements, e.g. electric mining-hoist control systems
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- Automation & Control Theory (AREA)
- Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35 α. GRUPPE
Zusatz zum Patente 214960 vom 3. September 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. März 1909 ab. Längste Dauer: 2. September 1923.
Vorliegende Erfindung stellt eine Erweiterung und Vervollkommnung der Einrichtung
nach Patent 214960 dar. Hierbei wird die Regelungseinrichtung, bestehend aus einem
Motor und Regulator, durch einen Regelungsmagneten ersetzt und außerdem die für die
Regelungseinrichtung nötige Energie nicht der Hilfsdynamo allein, sondern zum Teil auch
einem Kraftspeicher entnommen.
Es ist bereits bekannt, Elektromagnete, sogenannte Bremsmagnete, zur Regelung der
Hubgeschwindigkeit von Hebezeugen und der Fahrgeschwindigkeit von Straßenbahnen in
der Weise zu verwenden, daß der Bremsmagnet bei Geschwindigkeitsüberschreitung die
Bremse anzieht. Die Größe der Anziehungskraft wird durch Ein- und Ausrücken von Widerständen geregelt. Diese Einrichtungen
haben gegenüber der vorliegenden Erfindung den Nachteil, daß die Einschaltung der Widerstände
nicht selbsttätig vom Teufenzeiger, sondern vom Maschinisten . erfolgt, sodann
wird die für den Bremsmagneten erforderliche Energie von dem Fördermotor bzw. Förderdynamo
selbst erzeugt. Es hat dies den Nachteil, daß eine Regelung nur während des Lastensenkens, bei negativer Arbeit, wenn
also der Fördermotor als Dynamo läuft, vorgenommen werden kann. Der Fördermaschi-
nenbetrieb erfordert aber sowohl eine Regelung während der positiven wie negativen Belastung, da während ein und desselben Förderzuges
beide Belastungsfälle vorkommen.
Um deshalb eine ständige Regelung zu haben, erhält der Regelungsmagnet seine Energie von
der vom Fördermotor angetriebenen Hilfsmaschine, die dauernd als Dynamo läuft.
Die Figur zeigt, wie bei elektrischer Kraftübertragung der.als Regelungseinrichtung dienende
Regelungsmagnet e in Verbindung mit den übrigen Teilen der Sicherheitsvorrichtung,
nach Patent 214960, angeordnet worden ist. Die von der Fördermaschine angetriebene
Hilfsdynamo α schickt die von ihr erzeugte Energie durch die Widerstände b für Vorwärts-
oder b' für Rückwärtsfahrt hindurch in die Wicklung des Regelungsma'gneten" e.
Der Kern des Magneten ist mit einer um einen festen Punkt g drehbaren gewichtsbelasteten
Schwinge c verbunden. An dem freien Ende dieser Schwinge greift dann das Steuergestänge
in derselben Weise wie am Regulatorstellzeug an. Die Einstellung der Widerstände
geschieht in bekannter Weise in Abhängigkeit vom Teufenzeiger mittels der unrunden
Scheiben d bzw. d! und der Rollenhebel
f und f. ■ . ' .
Die Einrichtung ist weiter noch in der Weise vervollkommnet, daß die Regelungseinrichtung
ihre Energie nur zum Teil der Hilfsdynamo entnimmt, während der andere Teil
nur einem vorhandenen Kraftspeicher (Netz) entnommen wird.
Das Netz h bildet den Kraftspeicher, der ständig Energie in eine zweite Wicklung des
Regelungsmagneten schickt, die jedoch allein
nicht imstande ist, den Kern und die gewichtsbelastete Schwinge c aus ihrer untersten
Lage anzuheben. Erst wenn der Regelungsmagnet unter die Einwirkung der zweiten Kraftquelle, der Hilfsdynamo, gelangt, wird
das Gestänge in seine Mittellage gehoben.
Die Wirkungsweise der Regelung ist dieselbe wie bei der Vorrichtung nach Patent
214960. Die der normalen Tourenzahl der Fördermaschine entsprechende Energiezufuhr
zum Regelungsmagneten e ist während der ganzen Fahrt so groß, daß der Magnetkern
der Schwinge c in ihrer Mittellage die Wage hält. Steigt diese Energiezufuhr durch unzulässige
Umdrehungszahl der Fördermaschine über die normale, so wird der Magnetkern die Schwinge anziehen, die nun genau wie das
Stellzeug eines Regulators die Steuerung im Sinne der Füllungsverkleinerung verstellt.
Der Ersatz von Motor und Regulator wird sich auch bei hydraulischer oder ähnlicher
Kraftübertragung ermöglichen lassen, z. B. in der Weise, daß dem von einer als Dynamo
laufenden Pumpe erzeugten Flüssigkeitsdruck ein mit einer Schwinge ausgestattetes Gewicht
das Gleichgewicht hält, welches bei unzulässiger Umdrehungszahl der Fördermaschine infolge
Änderung des Flüssigkeitsdruckes gestört wird, so daß das Gewicht sich heben oder
senken muß und die Schwinge regelnd ausschlägt.
Die Wirkungsweise der Regelungseinrichtung ist dieselbe, wenn sie ihre Energie teilweise
einem vorhandenen Kraftspeicher, bei elektrischer Kraftübertragung einer Batterie oder
einem Netz, bei hydraulischer Kraftübertragung einem Akkumulator, entnimmt und nur
ein geringer Teil der Energie von der von der Fördermaschine angetriebenen Hilfsdynamo
erzeugt wird. Dieser letztere Teil an Energie wird jedoch zur Regelung selbst nur allein in
Frage kommen und der erstere Teil nur dazu dienen, die für Regulator und Motor nach
Patent 214960 zum Anfahren nötige Beschleunigungsarbeit
zu leisten. Es wird dann bei der Ausführung der Regelungseinrichtung mit Motor und Regulator letzterer auch während
der Förderpause in Umdrehung bleiben, jedoch nur so, daß sein Stellzeug sich in Ruhelage
befindet. Neben dem Vorteil kleinerer Abmessungen für Dynamo, Motor und Regelungsmagnet ist durch diese Energieteilung eine
Regelung auch bei den geringsten Fördergeschwindigkeiten möglich.
Außer dem beschriebenen Elektromagneten werden bei elektrischer Kraftübertragung auch
noch andere ähnliche elektrische Apparate, die auf elektromagnetischer Wirkung beruhen,
zur Regelung zu verwenden sein. Wenn dieselben ihre zur Regelung nötige Energie einer
von der Fördermaschine angetriebenen Hilfsdynamo in Abhängigkeit vom Teufenzeiger
entnehmen, so fallen auch diese Regelungseinrichtungen in den Rahmen des Erfrndungs-
gedankens.
Claims (2)
1. Sicherheitsvorrichtung für Förderund Aufzugmaschinen nach Patent 214960,
dadurch gekennzeichnet, daß die Regelungs-
' einrichtung durch einen Elektromagneten oder eine ähnliche Einrichtung ersetzt ist,
die ihre Energie ebenfalls von einer von der Fördermaschine angetriebenen Hilfsdynamo
erhält, deren Energieerzeugung von der Fördermaschine abhängigt ist, deren Energieabgabe jedoch vom Teufenzeiger
geregelt wird.
2. Sicherheitsvorrichtung für Förder- und Aufzugmaschinen nach Patent 214960
und nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelungseinrichtung nur
einen Teil ihrer Energie aus der Hilfsdynamo, dagegen den anderen Teil aus einem Kraftspeicher entnimmt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215941C true DE215941C (de) |
Family
ID=477391
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT215941D Active DE215941C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE215941C (de) |
-
0
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