DE215607C - - Google Patents
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- DE215607C DE215607C DENDAT215607D DE215607DA DE215607C DE 215607 C DE215607 C DE 215607C DE NDAT215607 D DENDAT215607 D DE NDAT215607D DE 215607D A DE215607D A DE 215607DA DE 215607 C DE215607 C DE 215607C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05F—ORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
- C05F3/00—Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
- Y02A40/00—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
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- Y02A40/20—Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
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- Y02P20/141—Feedstock
- Y02P20/145—Feedstock the feedstock being materials of biological origin
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
KAISE
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung stetig zugeführter Latrine mit
Kalk behufs Gewinnung von Düngstoffen und Ammoniak. Gemäß der Erfindung soll die Be-5.
schaffenheit und Zuleitung der Latrine zu den Kesseln dadurch vergleichmäßigt werden, daß
die ankommende Latrine zunächst in Rühr- und . Peitschungsvorrichtungen in einen durchgehende
haibnüssigen Zustand gebracht und ίο von festen Verunreinigungen befreit wird,
worauf dann die gereinigte Rohlatrine Sammelbehältern zuströmt. Aus diesen wird sie in
regelbarer Menge in geschlossene Behälter gelassen, von denen die zu den Kesseln führenden
Leitungen abzweigen. Dadurch ist eine stetige, regelbare Strömung der Latrine durch die
gesamte Anlage gesichert.
Es ist an sich bekannt, an den Orten der Zusammenführung städtischer Latrine mittels
mehrerer Einzelkammern mit Absperrmitteln zwischen ihnen und einer Sammelkammer,
sowie mittels Einrichtungen zum Durcharbeiten der Latrine Vorsorge dafür zu treffen, daß die
. Latrine zu ihrer Weiterbehandlung in gleichmäßigen Mengen und gleichförmiger Beschaffenheit
entnommen werden kann.
Es ist außerdem auch an sich bekannt, zur Zurückhaltung größerer Beimengungen abnehmbare
Siebe in den Weg der Abwasser einzuschalten. Diesem gegenüber besteht der
- Gegenstand vorliegender Erfindung in einer Einrichtung, in welcher die Latrine, nachdem
sie einer Behandlung in Peitschungs- oder Schlageapparaten unterworfen worden ist, in
Sammelbehälter geführt wird, die mit einem tiefer liegenden geschlossenen Behälter in Verbindung
gesetzt sind, von denen die Latrine durch besondere Leitungen infolge des hydrau- ·
lischen Druckes der Masse selbst zu einem oder mehreren geschlossenen Kesseln fließt, in welchen
die Latrine in bekannter Weise mit ungelöschtem Kalk behandelt wird.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert, und zwar zeigt;
Fig. ι einen senkrechten Schnitt und
Fig. 2 eine Oberansicht einer Anlage mit einem Kessel für die Behandlung der Latrine,
Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt und
Fig. 4 eine Oberansicht einer größeren Anlage mit fünf Kesseln,
Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt und
Fig. 4 eine Oberansicht einer größeren Anlage mit fünf Kesseln,
Fig. 5 einen senkrechten Schnitt und
Fig. 6 eine Oberansicht eines Teiles der Latrinenbehälter in größerem Maßstabe.
Fig. 6 eine Oberansicht eines Teiles der Latrinenbehälter in größerem Maßstabe.
In Fig. 2 bezeichnen 1 und 2 Peitschungs- oder Schlagvorrichtungen bekannter Bauart,
worin die Rohlatrine einer Vorbehandlung zwecks Entfernung von Papier und anderen
Verunreinigungen unterworfen wird und in einen durchgehends halbflüssigen Zustand übergeführt
wird. Die Vorrichtung 1 besitzt ein sich drehendes Rührwerk und die Vorrichtung 2
einen aus auf- und abwärts schwingenden Gattern gebildeten inneren Boden. Papier
u. dgl. ballt sich auf den Gattern in Klumpen, die zur Seite fallen.
Danach fließt die vorbehandelte Latrine in einen Sammelbehälter 3. Dieser steht durch
eine Rohrleitung 4 mit einem geschlossenen
Behälter 5 in Verbindung, welcher tiefer liegt als der Behälter 3, so daß er immer mit Latrine
unter Druck gefüllt ist. Von dem geschlossenen Behälter 5 führt eine Rohrleitung 6 zu einem
geschlossenen zylindrischen Kessel 7, dessen Bauart im wesentlichen bekannt ist. Der
Kessel ist mit einer Zuführvorrichtung 8 für ungelöschten Kalk und im Innern mit einem
sich drehenden Rührwerk versehen, das ■ die Latrine und den Kalk mit einander innig vermischt
und das Gemisch langsam gegen das hintere Ende des Kessels verschiebt. Dabei wird der Kalk durch den Wassergehalt der
Latrine gelöscht und der Hauptteil des Stickstoffes der Latrine in Form von Ammoniak
ausgetrieben, das nebst dem abziehenden Wasserdampf durch eine Rohrleitung 9 nach
einem geschlossenen Behälter 10 geleitet wird, welcher Schwefelsäure enthält, die das Ammoniak
als Ammoniumsulfat bindet, während der nicht niedergeschlagene Wasserdampf durch
eine Rohrleitung 11 abgeleitet wird.
Der Kessel 7 ist mit einer Feuerung versehen, die die Trocknung der Latrine beim Austritt
durch eine entsprechende Abgabevorrichtung am hinteren Ende des Kessels regelt.
Die Anlage nach Fig. 3 und 4 besitzt zwei Sammelbehälter 3, 3 mit einem gemeinsamen,
t'efer stehenden geschlossenen Behälter 5, aus
dem die Latrine durch Rohrleitungen 12 und eine Verteilungstrommel 13 sowie besondere
Rohrleitungen oder Trommeln 6 zu einer größeren Anzahl von Kesseln 7 fließt, von denen
vier paarweise angeordnet und mit je einer Vorrichtung zur Bindung des Ammoniaks für
jedes Paar versehen sind, während ein Kessel 7 unabhängig von den übrigen angeordnet und
mit einem besonderen Behälter 10 verbunden ist. Diese Anlage ist für eine sehr reichliche
Latrinenzufuhr, also für größere Städte, bestimmt. Vor den Behältern 3 werden Peitschungs-
und Schlagvorrichtungen zwecks Entfernung von Papier u. dgl. angeordnet.
Fig. 5 und 6 zeigen die Bauart der Behälter 3 Und 5. Die Sammelbehälter 3 sind in an sich
bekannter Weise mit einem inneren, auf und ab beweglichen durchlochten Boden 14 versehen,
auf den die Latrine aus der Schlagvorrichtung 2 geleitet wird. Dieser Boden verhindert, daß
Klumpen u. dgl. in der Latrine, welche in den. Peitschungs- und Schlag vorrichtungen 1, 2 nicht
zerteilt worden sind, in die zu den Kesseln führenden Leitungen gelangen können. Zu,
demselben Zwecke sind an der Mündung der Trommel 4 in dem Sammelbehälter durchlochte
Schiebtüren 15 angebracht, durch deren Löcher die Latrine hindurchgeht. Im Bedarfsfalle
kann die Verbindung zwischen den Behältern 3 und 5 durch dichte Schiebtüren 16
unterbrochen werden, welche auch zur Regelung der Abflußgeschwindigkeit der Latrine
dienen. In den Rohrleitungen 6 dienen auch Schieber 17 (Fig. 3 und 4) dazu, die Latrinenzufuhr
zu dem entsprechenden Kessel gänzlich zu unterbrechen oder die Strömungsgeschwindigkeit
der Latrine zu regeln.
Wenn die durchlochten Schieber 15 gesäubert werden müssen, wird der Schieber 16 geschlossen,
wobei der geschlossene Latrinenbehälter 5 Latrine an die Kessel abgibt, ohne daß der stetige
Betrieb gestört wird. In die Behälter 5 wird dann Luft eingelassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Vergleichmäßigung der Beschaffenheit und Zuleitung städtischer Latrine zu Kesseln, in denen sie am Orte ihrer Zusammenführung mit Kalk behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die ankommende Latrine zunächst, durch. Rühr- und Peitschungsvorrichtungen (1,2) mit Einrichtungen zum Entfernen von Papier und dann durch Sammelbehälter (3) fließt, aus denen sie in regelbarer Menge in geschlossene Behälter'(5) gelassen werden kann, von denen die zu den Kesseln (7) führenden Leitungen (6 oder 12, 13 und 6) abzweigen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215607C true DE215607C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=477089
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT215607D Expired DE215607C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE215607C (de) |
-
0
- DE DENDAT215607D patent/DE215607C/de not_active Expired
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