DE347958C - Verfahren und Vorrichtung zum Entwaessern von mit einem hohen Wassergehalt versehenem Gut - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entwaessern von mit einem hohen Wassergehalt versehenem Gut

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DE347958C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D33/00Filters with filtering elements which move during the filtering operation
    • B01D33/35Filters with filtering elements which move during the filtering operation with multiple filtering elements characterised by their mutual disposition
    • B01D33/37Filters with filtering elements which move during the filtering operation with multiple filtering elements characterised by their mutual disposition in parallel connection
    • B01D33/39Filters with filtering elements which move during the filtering operation with multiple filtering elements characterised by their mutual disposition in parallel connection concentrically or coaxially
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern von mit einem hohen Wassergehalt versehenem Gut.
  • Es ist bekannt, nassen Schlamm in wagerecht angeordneten Nutschbetten zu trocknen.
  • Der bei diesen Schlämmen in Betracht kommende Wassergehalt ist aber im Verhältnis auf Trockenmasse bezogen so gering, daß eine Spülwirkung des Wassers nicht in Frage kommt. Infolgedessen werden die Nutschbetten bis an den Rand gefüllt und die festen Bestandteile nach erfolgter Entfernung des Wassers aus dem Nutschbett gehoben. Dieses Verfahren setzt aber voraus, daß die aus irgendeinem Betriebe kommenden Abwässer einen verhältnismäßig geringen Wassergehalt besitzen bzw. vorher durch einen Klärbehälter geleitet worden sind, in welchem die in dem Spülstrom sich befindenden festen Stoffe Gelegenheit fanden, sich abzusetzen und der Schlamm gewissermaßen eingedickt morden ist.
  • Die Einschaltung eines Klärbehälters ist aber in der Herstellung außerordentlich kostspielig; außerdem wird hierdurch die Behandlung der Schlämme sehr zeitraubend, weil für die Ausscheidung der festen Stoffe sehr viel Zeit erforderlich ist. Vor allen Dingen beim Entwässern von feinem und fettigem, mit einem hohen Wassergehalt (der mehrfachen Menge der festen Bestandteile) versehenen Material, beispielsweise im Waschwasser befindlicher Fein- und Staubkohle einer Steinkohlenwäsche, nehmen die Vorkläranlagen solche Dimensionen an, daß damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebes stark herabgesetzt wird.
  • Der Zweck der Erfindung ist es nun, ein Verfahren und Vorrichtungen zu schaffen. die diese den bekannten Einrichtungen anhaftenden Mängel beseitigen und in der Lage sind, die gesamte Trübe, beispielsweise die ron einer Klassiertrommel einer Steinkohlenwäsche kommende, in dem Zustand, in dem sie die Vorrichtung verläßt, ohne vorher einen Klärbehälter zu passieren, auf der Nutsche zu entwässern. Dies geschieht der Erfindung gemäß in erster Linie dadurch, daß in der Bewegungsrichtung der über dem Nutschbett kreisenden Rinne Vorausströmungen erfolgen. die, ohne genügend Spülwirkung zu besitzen. um die stehenbleibende Schicht aufzuwirbeln. das mitgeführte Material schichtweise ablagern, so daß der Rest auf eine schon genügend starke Schicht Material mit darüber anstehendem Wasser trifft und sich gleichmäßig über das ganze Nutschbett bzw einen Teil desselben ausbreiten kann, ohne Aufwirbelungen hervorzurufen. Es ist klar, daß auch andere feste Körper, die vom Spülstrom fortgeschwemmt werden, beispielsweise Kohle oder Erz, in der gleichen Weise rasch von der zum Fortschwemmen benutzten Flüssigkeit befreit werden können.
  • Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens dargestellt, und zwar zeigen: Abb. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil eines Nutschbettes in der Abwicklung, und Abb. 2 den Grundriß einer dreibettigen Nutsche. Hierbei ist zu bemerken, daß der Maßstab in Abb. I etwas verzerrt ist und die Darstellung in Abb. 2 als rein schematische angesehen werden muß.
  • Wie aus Abb. 2 zu ersehen, besteht das gewählte Ausführungsbeispiel aus drei konzentrisch zueinander angeordneten Nutschbetten 3, 4 und 5, über denen eine Verteilungsrinne 7 kreist, deren Drehzapfen 6 gleichzeitig als Zuführung für die Trübe dient. Die Verteilungsrinne 7 verjüngt sich nach außen zu stufenweise entsprechend der Anordnung der über die Nutschbetten5, 4 und 3 reichenden Beschickungsrinnen 10, 9 und 8, wobei durch verschwenk- oder in anderer Weise einstellbare Schützenll und 12 die Ausflußmengen der Trübe aus den einzelnen Ausflüssen geregelt werden kann. In der Bewegungsrichtung der Verteilungsrinne 7 sind vor den Beschickungsrinnen 9, 10 und II pfiugscharförmige Glieder 12 angebracht, die bei der Bewegung des ganzen Verteilungsapparates die nach der Entfernung des Wassers zurückbleibenden festen Bestandteile aus dem Nutschbett in bekannter Weise herausschaffen.
  • Alle drei Nutschbetten sowohl als auch die Beschickungsrinnen und die dazugehörigen Pflugscbare sind in gleicher Weise ausgestaltet, so daß der weiteren Betrachtung nur das Nutschbett 3 zugrunde gelegt werden soll.
  • Der Boden der Nutsche gestellt aus einer gelochten Platte 15, die gegebenenfalls noch mit einem Drahtgewebe bedeckt sein kann, und auf der eine Filterschicht I8 aus demselben Material, das mit Hilfe der Nutsche getrocknet werden soll, oder aus einem anderen. ruht, die nur von Zeit zu Zeit, sobald die Wasserdurchlässigkeit zu gering geworden ist, erneuert wird. Unterhalb des Nutschbettes schließen sich ein oder mehrere trichterartige Wasserableitungen I6 an, die durch Rohre 17 mit einer Vakuumpumpe in Verbindung stehen können.
  • Im Boden der Beschickungsrinne 8 sind Schlitze 13 oder Löcherreihen I4 oder aber beide Arten abwechselnd vorgesehen, deren freier Durchtrittsquerschnitt durch nicht dargestellte Schieber oder klappenartige Einrichtungen geregelt werden kann.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: Die Trübe, beispielsweise gekörnte Hochofenschlacke mit der sie fördernden Wassermenge, gelangt durch die zentrale Zuleitung 6 in die Verteilungsrinne 7, die mitsamt den Beschickungsrinnen 8, 9, 10 und den Räumern I2 in Richtung des Pfeiles S über den Nutschbetten 3, 4 und 5 kreist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Länge der einzelnen Nutschbetten 3, 4 und 5 eine ganz verschiedene ist, das Fassungsvermögen derselben also auch ein verschiedenes sein muß, erfolgt durch entsprechende Einstellung der Schützen 11 und I2 eine demgemäß abgestufte Verteilung der Trübe auf die einzelnen Betten 3, 4 und 5.
  • Die Trübe gelangt nun durch die Beschiclrmlgsrinnen 8, 9 und 10 in die Nutschbetten, wobei, wie aus Abb. I ZU ersehen, durch lie im Boden dieser Rinne vorgesehenen Offnungen (Schlitze oder Löcher oder beides) Vorausströmungen erfolgen. Die Wirkung dieser ist die, daß trotz der im Verhältnis zu den festen Bestandteilen außerordentlich großen Wassermenge die Spülwirkung des ,\Tassers in derselben Weise etwa gebrochen wird, wie durch die Brause einer Gießkanne.
  • (;leichzeitig aber treten durch die Vorausströmöffnungen I3 bzw. 14 erhebliche Mengen der festen Bestandteile aus und lagern sich treppenförmig, wie bei 21 angedeutet, auf der Unterschicht I8 ab, so daß, wenn am Ende der Rinnen 8, 9 bzw. 10 der Rest der Trübe einströmt, diese einerseits auf ein Wasserpolster stößt, anderseits auf die durch die \'orablagerungen bereits zur Ruhe gelsommene Schicht 20, infolgedessen also die Spülkraft des Wassers, soweit überhaupt ilach den Vorausströmungen von einer solchen noch gesprochen werden kann, gebrochen wird. Die überschüssige Wassermenge wird sich infolgedessen, geführt durch die erheblich erhöhten Seitenwände 19 des Nutschbettes, hindernislos über einen großen Teil des letzteren ausbreiten und dadurch Gelegenheit zum Abgesaugtwerden bekommen. Auf rliese Weise treffen die Auskehrer 12 auf eine genügend entwässerte Schicht 20 und werfen diese rechts und links aus den Nutschbetten heraus. Die als Filter und als Schutz des Nutschbettbodens dienende Schicht 20 bleibt in den Nutschbetten liegen, bis deren Wasserdurchlässigkeit in Frage gestellt ist, um dann ausgekehrt und durch eine neue ersetzt zu werden, die entweder aus demselben Material oder einem besonderen, beispielsweise Kies, bestehen kann.
  • Entsprechend der Korngröße und Art des zu verarbeitenden Materials müssen die Vorausströmungen geregelt werden, was durch Änderung des Querschnittes der Austriebsöffnungen oder durch wehrartige, in den Verteilungsrinnen angeordnete Hindernisse bewirkt wird.
  • Der Vorteil des Verfahrens und der zur Ausführung desselben dienenden Vorrichtung ist vor allen Dingen darin zu erblicken, daß Schlämme scharfen Materials mit einem besonders großen Wassergehalt in einem einzigen Arbeitsgang und in einer einzigen Vorrichtung kontinuierlich bis zu einem solchen Grade entwässert werden können, daß der weiteren Bearbeitung der festen Bestandteile nichts im Wege steht.
  • Die Zahl der konzentrisch angeordneten Nutschbetten ist natürlich ebensowenig begrenzt, wie diejenige der Vorausströmungen in den Beschickungsrinnen, richtet sich vielmehr ganz nach Art und Menge des zu behandelnden Materials und kann in beliebiger Weise verändert werden, ohne dadurch außerhalb des Rahmens der Erfindung zu fallen.
  • PATENT-AssPRüc1IE : I. Verfahren zum Entwässern von mit einem hohen Wassergehalt versehenem Gut, beispielsweise im Waschwasser befindlicher Fein- und Staubkohle in wagerechten Nutschbetten, gekennzeichnet durch die Unterteilung des Spülstromes in der Weise, daß in der Bewegungsrichtung der über dem Nutschbett kreisenden Rinne Vorausströmungen erfolgen, die, ohne genügend Spülwirkung zu besitzen, um die stehenbleibende Filterschicht (I8) aufzuwirbeln, das mitgeführte Gut schichtweise ablagern.

Claims (1)

  1. 2. Nutsche zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die über jedem Nutschbett kreisende Beschickungsrinne an ihrem Boden mit Offnungen bzw. Schlitzen versehen ist, die eine Vorausströmung eines Teiles der Trübe ermöglichen.
    3. Nutsche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnitte der Vorausströmungsöffnungen regelbar sind.
    4. Nutsche nach Anspruch 2 mit mehreren konzentrisch zueinander angeordneten Nutschbetten, gekennzeichnet durch eine einzige für sämtliche Beschickungsrinnen bestimmte Verteilungsrinne, die durch einstellbare Schützen jeder Beschickungsrinne soviel Trübe zufließen läßt, als die Nutschbette'n infolge ihrer verschiedenen Länge verarbeiten können.
    5. Nutsche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwandungen der Nutschbetten um soviel erhöht sind, als für die Ansammlung des Wassers und für dessen Ausbreitung über die Nutschbetten notwendig ist.
DE1919347958D 1919-08-01 1919-08-01 Verfahren und Vorrichtung zum Entwaessern von mit einem hohen Wassergehalt versehenem Gut Expired DE347958C (de)

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