DE215604C - - Google Patents
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- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
- G04B17/00—Mechanisms for stabilising frequency
- G04B17/20—Compensation of mechanisms for stabilising frequency
- G04B17/22—Compensation of mechanisms for stabilising frequency for the effect of variations of temperature
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Description
cPo-hnt I'O/i va"t>.
&)i/viqe(iiab bcz (Soh-vmwCi.hiα
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
KLASSE 83«. GRUPPE
Firma CLAUDE GRIVOLAS Fils in ST. CLOUD.
Quecksilberkompensation für Drehpendel.
Gegenstand der Erfindung ist eine Kompensationsvorrichtung
für Drehpendel, welche regulierend auf die Schwungmasse einwirkt. Es
wird nach derselben bezweckt, eine gleichmäßige Schwungdauer innerhalb der vorkommenden
Temperaturschwankungen dadurch herbeizuführen, daß das Gewicht der Schwungmasse
durch eine Quecksilbersäule selbsttätig verändert wird.
ίο Das Neue liegt darin, daß eine bestimmte
Menge Quecksilber verwendet wird, die innerhalb der Schwungmasse, sowohl nach der Peripherie
und in der Peripherie, wie auch senkrecht zur Schwingungsebene hin, in geeigneten
Vorrichtungen frei beweglich angeordnet ist, und deren Bewegung je nach Erfordernis in
einer der beiden Richtungen entweder durch die Einwirkung einer mit dem Quecksilber in
Verbindung stehenden Flüssigkeit, die ihr Volumen' bei Temperaturerhöhungen oder -erniedrigungen
sehr schnell und stark verändert, z. B. Alkohol oder Äther,, hervorgerufen wird,
oder auch durch die Ausdehnung des Quecksilbers selbst.
Man hat bereits bei den Kompensationsunruhen von Uhren vorgeschlagen, die Ausdehnung
des Quecksilbers: zur Kompensation der Ausdehnung von Metallen bei erhöhter Temperatur zur Verwendung zu bringen. In diesem
Falle findet jedoch die Ausdehnung der an sich. feststehenden Quecksilbersäule stets nur in einer
Richtung von der Peripherie nach dem Zentrum der Unruhe statt; eine freie Beweglichkeit des
Quecksilberfadens, die im· Sinne der vorliegenden Erfindung unter Einwirkung einer sich
schnell ausdehnenden Flüssigkeit oder durch die Ausdehnung des Quecksilbers selbst in
mehreren Richtungen stattfindet, ist nicht vorhanden.
Vorrichtungen, mittels welcher die freie Beweglichkeit des Quecksilberfadens im Sinne
der vorliegenden Erfindung zu erzielen ist, sind in den beiliegenden Zeichnungen beispielsweise
dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht eines rechtwinklig
gebogenen Rohres. Dasselbe ist mit zwei Ausbauchungen versehen, deren eine das
Quecksilber und deren andere die leicht ausdehnbare Flüssigkeit aufnimmt.
Fig. 2 ist ein Grundriß, bei welchem, das einmal gebogene Rohr nach Fig. 1 gekrümmt in
einen Kasten eingebracht ist, der als Schwungmasse eines Drehpendels dient. .
Fig. 3 stellt einen Aufriß im Schnitt durch Fig. 2 im Sinne der Linie 3-3 dar.
Fig. 4 ist ein Schnitt durch einen Teil eines Rohres bei etwas abgeänderter Form.
Fig. 5, 6 und 7 sind Grundrisse und
Fig. 8, 9 und 10 Aufrisse anderer Ausführungsformen
der erwähnten Rohre.
Fig. 11 ist ein Längsschnitt nach der Linie
11-11 der Fig. 13 durch eine Pendelschwungmasse,
die mit Kompensätionsvorrichtung versehen ist.
Fig. 12 ist ein Längsschnitt nach der Linie 12-12, und
Fig. 13 ist ein Querschnitt nach der Linie I3ri3 der Fig. 11.
Fig. 14 ist ein Längsschnitt und
Fig. 15 ein Grundriß einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 15 ein Grundriß einer anderen Ausführungsform der Erfindung.
Die neue Vorrichtung zum Kompensieren der Schwingungen besteht aus einem Thermometerrohr
mit einer Ausbauchung A, die mit. einer sich leicht ausdehnenden Flüssigkeit, wie
beispielsweise Alkohol, Äther o. dgl. oder einer Mischung von Flüssigkeiten, die viskos ist und
sich schwer mit Quecksilber mischt, gefüllt ist; sie besteht des weiteren aus einem Kapillarrohr
B, das eine bestimmte Menge Quecksilber enthält. Dieses Rohr B ist bei C nach oben gebogen
und läuft in einer Ausbauchung D aus.
Die Flüssigkeitsmenge in A wird derartig berechnet, daß bei jeder Temperaturerhöhung um
10C. eine bestimmte Gewichtsmenge Quecksilber
aus dem Horizontalrohr B in das Vertikalrohr C gehoben wird.
Bringt man nun dieses Rohr in das Innere eines Pendelkastens E (Fig. 2 und 3) und
krümmt man den Teil B des Rohres in der Weise, daß er sich an der Innenseite der Kastenwandung
anlegt, während man sein äußeres Ende in der Weise biegt, daß C sich in der Mitte
der Scheibe befindet, so bewirkt man dadurch, . daß eine bestimmte Gewichtsmenge Quecksilber
von der Peripherie der Pendelschwungmasse nach dem Zentrum derselben bei jedesmaliger
Erhöhung der Temperatur .um I0C.'
befördert wird. Beim Sinken der Temperatur um 10C. wird anderseits eine Rückbewegung
derselben Gewichtsmenge Quecksilber vom Zentrum der Schwungmasse zu ihrer Peripherie
bewirkt. Es wird also bei jedem Wechsel der Außentemperatur eine genaue Kompensation
der hierdurch veranlaßten Veränderung der Schwungdauer des Pendels herbeigeführt.
Man kann das Quecksilber in dem Thermometerrohr in der Weise anordnen, daß es bei der
untersten in Betracht kommenden Temperaturgrenze am unteren Ende des Vertikalrohres C
seinen tiefsten Stand hat.
In diesem Falle kann das Quecksilber bis dicht an das Gefäß A, welches die leicht ausdehnbare
Triebfiüssigkeit enthält, herankommen, ohne daß es natürlich in dieses Gefäß
selbst eindringt. Anderseits muß man natürlich am oberen Ende des Vertikalrohres C
■50 einen kleinen Sammelraum D zur Aufnahme der Quecksilbermenge haben, die hier hineingetrieben
werden würde, wenn die Temperatur ■ wider Erwarten einmal auf 40 bis 50 ° C. steigen
sollte.
Schließlich kann man auch auf dem Kapillarrohr B eine weitere "Ausbauchung anbringen,
um Quecksilber nachzufüllen und hierdurch ein Zerreißen des Quecksilberfadens und das
Auftreten von Luftblasen zu vermeiden.
Für den Fall, daß der Ausdehnungskoeffizient des zur Aufhängung des Pendels verwandten
Metalls bei verschiedenen Temperaturen kein gleichmäßiger ist, kann man auch diese Unregelmäßigkeit
nach vorliegender Erfindung ausgleichen, indem man in ungleichmäßiger WTeise den Teil B des Kapillarrohres gemäß
Fig. 5, 6 und 7 derart biegt, daß bei bestimmten Temperaturen die Bewegung der Gewichtsmenge des Quecksilbers nicht von der Peripherie
der Schwungmasse direkt nach deren Mitte erfolgt, sondern nach einem von dem Zentrum
mehr oder weniger entfernten Teil der Schwungmasse.
Man kann ein ähnliches Resultat erzielen, wenn man in bestimmter Weise den vertikalen
Teil C des Rohres an bestimmten Stellen einbiegt, die entsprechend der Unregelmäßigkeit,
die ausgeglichen werden soll, in der Art gewählt sind, daß, ebenso wie oben beschrieben, die Bewegung
des Quecksilbergewichts an einem von der Peripherie mehr oder weniger entfernten
Teil der Schwungmasse erfolgt. In den Fig. 8, 9 und 10 sind drei Ausführungsbeispiele dieser
Art dargestellt.
Es ist einleuchtend, daß die Form der Kornpensationseinrichtung nach vorliegender Erfindung
der Art der Kompensationspendel, auf die sie Anwendung finden sollen, entsprechend
angepaßt werden muß. Die Vorrichtungen können beispielsweise bei dem bekannten Pendel
in der Art eingebaut werden, daß man sie zwischen den Reguliergewichten H, H1 anordnet
(Fig. 11, 12 und 13). Diese Reguliergewichte
sind hierbei symmetrisch auf einem Schaft I, der mit links- und rechtsgängigem Gewinde
versehen ist, angebracht. Der die Schwungmasse bildende Kasten E wird von einem Hohlaufsatz
G überragt, in dessen Innern sich die Ausbauchungen D und die vertikalen Teile der
Thermometerrohre befinden. An dem äußeren Ende dieses Aufsatzes ist das Pendelaufhängeband
befestigt.
Verwendet man zwei Kompensatiorisvorrichtungen in derselben Schwungmasse, so werden
hierdurch die Schieflagen vermieden, die bei Verwendung eines einzelnen Rohres auftreten,
zumal man bei gleichzeitiger Verwendung zweier Kompensationsvorrichtungen von verschiedener
Ausdehnung sehr schnell und sicher den gewünschten Ausgleich herbeiführen kann, ohne
das Volumen der in den Ausbauchungen enthaltenen Flüssigkeitsmenge zu ändern. Auch
die Symmetrie des gesamten Systems wird durch die Verwendung zweier Kompensationsvorrichtungen gewährleistet,. da man in diesem
Falle dafür sorgen kann, daß der Schwerpunkt der Schwungmasse stets in der Richtung der
• Aufhängung verbleibt.
Man kann das Kompensationssystem nach vorliegender Erfindung auch in der Weise abändern,
daß man Vorrichtungen benutzt, in welchen nur Quecksilber zur Verwendung ge-
langt, und zwar sowohl zum Gewichtsausgleich wie auch als Ausdehnungsflüssigkeit.
Die Fig. 14 und 15 zeigen eine Einrichtung,
die in diesem Falle Verwendung finden kann. Die Kompensationsvorrichtung besteht hier
aus einer größeren oder geringeren Anzahl kleiner Quecksilbergefäße K in Kugelform, die
an der Innenseite der Kastenwandung E angebracht sind. Jedes dieser Gefäßchen endigt
in einem kleinen Rohr L, welches sich nach dem Zentrum der Schwungmasse hin erstreckt
und dort nach oben gebogen ist, genau so wie bei den oben beschriebenen Kompensationsvorrichtungen.
Da sich der Inhalt jedes dieser Rohre unter der Einwirkung der erhöhten Temperatur ausdehnt,
so ■ wird ein Teil des Quecksilbers nach dem Zentrum der Vorrichtung hin bewegt,
wodurch die Ausdehnung der Aufhängung, die eine Folge der Temperaturerhöhung ist, kompensiert
wird.
Die Behälter K können natürlich beliebige Form haben, sich an beliebigen Stellen befinden
und entsprechend dem Zweck, der mit ihrer An-.
Ordnung verfolgt wird, in beliebiger Menge angebracht sein.
Claims (2)
1. Quecksilberkompensation für Drehpendel, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Temperaturzunahme die Bewegung des Quecksilbers sowohl von der Peripherie der
Schwungmasse nach dem Schwingungszentrum als auch in Richtung des Aufhängefadens
und der Peripherie unter dem Einflüsse der Volumenveränderung einer
leicht ausdehnbaren Flüssigkeit oder der Volumenveränderung des Quecksilbers selbst
bewirkt wird
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Quecksilberrohr derart ausgebildet, gebogen oder angeordnet
ist, daß die Schwingungsschwankungen des Pendels auch bei ungleichmäßiger Ausdehnung des Aufhängebandes bei gleichmäßig
steigender Temperatur durch ungleichmäßige Verschiebung der Quecksilbergewichte aufgehoben werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE215604C true DE215604C (de) |
Family
ID=477087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT215604D Active DE215604C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE215604C (de) |
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- DE DENDAT215604D patent/DE215604C/de active Active
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