DE2153173C3 - Vorrichtung zur laufenden Ermittlung des Schmiermittelbedarfs einer ebenen Gleitfläche - Google Patents
Vorrichtung zur laufenden Ermittlung des Schmiermittelbedarfs einer ebenen GleitflächeInfo
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- DE2153173C3 DE2153173C3 DE19712153173 DE2153173A DE2153173C3 DE 2153173 C3 DE2153173 C3 DE 2153173C3 DE 19712153173 DE19712153173 DE 19712153173 DE 2153173 A DE2153173 A DE 2153173A DE 2153173 C3 DE2153173 C3 DE 2153173C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur laufenden Ermittlung des Schmiermitteibedarfs für eine bewegte
ebene Gleitfläche, z. B. für die Lager- und Führungsflächen von Spannketten, durch Messung der
Kraft zur Überwindung der Reibung zwischen der bewegten Gleitfläche und einem die Gleitfläche mit konstanter
Flächenpressung belastenden schwingenden Taster.
Die Notwendigkeit zur Ermittlung des Schmiermittelbedarfs bewegter ebener Gleitflächen ergibt sich
daraus, daß eine zu geringe Schmierung den Verschleiß der Gleitflächen beschleunigt und eine vergrößerte Antriebsleistung
erforderlich macht, wogegen durch eine übermäßige Schmierung, abgesehen vom erhöhten
Schmiermittelaufwand, unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. So ist beispielsweise bei der Schmierung
der Lager- und Führungsflächen von Spannketten in Gewebespann-, Trocken- oder Fixiermaschinen, in
denen die Warenbahn mit umgewälzten, hoch erhitzten Gasen beaufschlagt wird, die Gefahr einer Schädigung
der Bahn bei übermäßiger Schmierung besonders groß, weil entweder das überschüssige Schmiermittel unmittelbar
die Ware befleckt oder in erhöhtem Maße Schmiermittelpartikeln durch Verdampfung der flüchtigen
Bestandteile sich in das umgewälzte Behandlungsgas mischen und dadurch ihren Niederschlag auf die
Ware finden und sie verschmutzen oder entwerten.
Man hat bereits versucht, den Schmiermittelbedarf der Führungsschienen von Spannketten durch Messung
der Kettenlängskraft zu ermitteln. Dabei dient als Vergleichswert die Stromaufnahme eines die Kette antreibenden
Gleichstrommotors. Weil aber die Stromaufnahme des Antriebmotors nicht nur vom Schmierzustand
der Kette beeinflußt wird, sondern auch durch unterschiedlich große Querspannung der Warenbahn
Veränderungen unterworfen ist. lassen sich mit dieser Messung keine Vergleichswertt ermitteln, die eine objektive
Beurteilung des Schmierzustandes erlauben.
Zur Ermittlung des Schmiermittelbedarfs ist aber auch schon eine Vorrichtung bekannt, bei der die zu
schmierende Gleitfläche quer zu ihrer Bewegungsrichtung mit konstanter Flächenpressung abgetastet und
der kraftbedarf hierzu am Belastungsstrom eines an konstanter Spannung angeschlossenen Gleichstrom-Nebenschluß-Motors
gemessen wird.
Durch die Abtastung der Gleitfläche quer zu ihrer Bewegungsrichtung wird der Einfluß der Geschwindigkeit
der Gleitfläche auf ein unbedeutendes Maß reduziert. Die konstante Flächenpressung aber stellt sicher,
daß unterschiedliche Querspannungen, wie sie beispielsweise an don ebenen Gleitflächen von Spannrahmenketten
auf Grund des unterschiedlichen Warenzuges in Querrichtung auftreten, ohne Einfluß auf den jeweiligen
Meßwert bleiben, so daß der Belastungsstrom für den Kraftbedarf der Abtastung ein unverfälschter
Vergleichswert für den Schmierzustand der Gleitfläche ergibt.
Ein Nachteil die^r bekannten Vorrichtung besteht
darin, daß sich der Belastungsstrom des Gleichstrom-Nebenschluß-Motors in sehr engen Grenzen hält, wodurch
das Messungsergebnis nur ungenau ablesbar wird.
In der Praxis wird daher der Schmierzustand von Gleitflächen weiterhin subjektiv beurteilt und verlangt
eine laufende zuverlässige Beobachtung durch das Bedienungspersonal, ohne daß der optimale Schmierzustand
der Gleitflächen garantiert ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der sich objektiv der
Schmiermittelbedarf laufend feststellen und entsprechend die Schmiermittelfreigabe beeinflussen läßt.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe geht die Erfindung von einer Vorrichtung zur laufenden Ermittlung
des Schmiermitteibedarfs für eine bewegte ebene Gleitfläche aus, bei der die Kraft zur Überwindung der
Reibung zwischen der bewegten Gleitfläche und einem die Gleitfläche mit konstanter Flächenpressung belastenden
schwingenden Taster gemessen wird, der durch einen Elektromotor über eine Tragstange, die mit einer
Kurbelstange und einem Exzenter in Verbindung steht, quer zur Bewegungsrichtung der Gleitfläche bewegbar
ist, wozu ein Führungsorgan für die Tragstange mit dem Exzenter auf eine die Gleitfläche kreuzende Platte
montiert ist, die an einem Ende in einer zur Gleitfläche parallelen Achse gelagert und am anderen Ende mit
einer gegen die Gleitfläche gerichteten Zug- oder Druckfeder gespannt ist, und schlägt erfindungsgemäß
vor, daß die Platte weiterhin um eine zur Gleitfläche senkrechte Achse schwenkbar gelagert und bei Errei
chen einer bestimmten Reibungskraft mit einem die Schmiermittelzufuhr freigebenden Endschalter in Verbindung
bringbar ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die auf empfindliche Meßgeräte verzichtet, ist im Aufbau robust und ir,
der Wirkungsweise zuverlässig, da sie nicht nur zu einer objektiven Ermittlung des Schmiermittelbedarfs
verhilft, sondern darüber hinaus ohne Eingriffe des Bedienungspersonals entsprechend dem festgestellten Bedarf
die Schmiermittelzufuhr freigibt.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die zur Gleitfläche parallele Achse
und die zur Gleitfläche senkrechte Achse der Platte zu
einem Kreuzgelenk miteinander vereinigt. Das Kreuzgelenk begünstigt insbesondere eine kompakte Bauweise
der Plattenlagerung.
Es ist zweckmäßig, der bewegten Gleitfläche eine ortsfeste Gleitfläche mit einem Durchbruch zuzuordnen,
in dem der Taster mit der bewegten Gleitfläche in Berührung steht. Diese Ausbildung ermöglicht eine geschützte
Unterbringung des Tasters und schaltet weitgehend fremde Einflüsse auf den die Reibungskraft anzeigenden
Taster aus.
Als Führungsorgan der Tragstange können eine auf der Platte befestigte Hülse oder drehbar auf der Platte
gelagerte Scheibenpaare mit Umfangsrillen dienen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auch zum nachträglichen Einbau an Gleitflächen vorzüglich geeignet
und ermöglicht es, mit geringem Aufwand eine laufende Ermittlung des optimalen Schmiermittelbedarfs
zu garantieren.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung am Beispiel einer Kluppenkettenführung, wie sie in Spannrahmen für den Gewebetransport
Verwendung findei. dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in einem vertikalen Querschnitt und
F i g. 2 in einer Seitenansicht.
In F i g. 1 ist mit 1 ein Kluppenkörper bezeichne!, der
mit einem Glied 2 einer Kette verbunden ist. Die Kluppenkette läuft in einer Schiene 3. die zur Führung der
Kette einen horizontalen Schenke! 4 und einen vertikalen Schenkel 5 aufweist.
Während der horizontale Schenkel 4 die Kluppenkette trägt, liegt in einer Nut 6 des vertikalen Schenkels
5 eine Gleitfläche 7 eines Bügels 8 des Kluppenkörpers
I an der zu einer Gleitfläche 9 ausgebildeten Wandung
der Nut 6 an, und wird innerhalb der Nut 6 von einer Blattfeder 10, die von einer zylindrischen Druckfeder
I1 unterstützt ist, gegen die Gleitfläche 9 gepreßt.
Die mit der Gleitfläche 9 ausgestattete Wandung der Nut 6 weist einen Durchbruch 12 auf, in dem ein Taster
13 untergebracht ist, der an der bewegten Gleitfläche 7 des Bügels 8 anliegt.
Der Taster 13 sitzt auf einer Tragstange 14, die durch eine Bohrung 15 den vertikalen Schenkel 5 der Führungsschiene
3 durchdringt. Der Bohrungsdurchmesser ist so gewählt, daß die Tragstange 14 des Tasters 13 in
der Bohrung 15 außer der vertikalen Bewegung eine Schwenkbewegung ausführen kann.
Von einer parallel zur Gleitfläche 7 angeordneten Achse 17 ist eine Platte 18 gehalten. Die Platte 18 ist
weiterhin um eine zur Gleitfläche 7 senkrechte Achse Iy schwenkbar gelagert.
Auf der Platte 18 sind zur Führung der Tragstange 14 Scheibenpaare 20 und 21 gelagert, die, wie F i g. 2
zeigt, zur sicheren Führung der Tragstange 14 Rillen 22 aufweisen.
Das Ende der Tragstange 14 ist mit einer Kurbelstange 23 verbunden, die in einem Exzenter 24 gelagert
ist. Der Exzenter 24 wird über ein nicht dargestelltes Reduziergetriebe von einem mit der Platte 18 verbundenen
Elektromotor angetrieben.
Am oberen Ende der Platte 18 greift eine Zugfeder 25 an, die mit einem an der Führungsschiene 3 befestigten
Halter 26 in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Zur Ermittlung des Schmiermittelbedarfs während des Umlaufs des Kettengliedes 2 wird der an konstanter
Spannung angeschlossene Elektromotor eingeschaltet, so daß der Exzenter 24 über die Kurbelstange 23 die
Tragstange 14 quer zur horizontalen Laufrichtung des Kettengliedes 2 auf- und abbewegt.
Auf Grund der Zugfeder 25 wird unterdessen der Taster 13 mit konstanter Flächenpressung gegen die bewegte
Gleitfläche 7 gezogen und unterliegt bei der Querbewegung zur Laufrichtung der Kette je nach
dem Schmierzustand der Gleitfläche 7 einer bestimm ten Reibungskraft, die von den unterschiedlichen Zugspannungen
am Kluppenkörper 1 unbeeinflußt ist.
Eine einstellbare zylindrische Feder 27(Fi g. 2), die
parallel zur Ketlenlaufrichtung wirkt, nimmt die Reibungskraft
auf. Beim Oberschreiten einer bestimmten Reibungskraft wird durch den Ausschlag der Platte 18
ein Endschalter 28 betätigt, der die Schmiermittelzufuhr freigibt. Das Überschreiten einer bestimmten Reibungskraft
ist somit ein zuverlässiges Anzeichen für den Schmiermittelbedarf der Gleitfläche 7. Auf Grund
des zur Bewegungsrichtung der Gleitfläche 7 relativ bewegten Tasters 13, der sich gleichzeitig über mehrere
benachbarte Gleitflächen 7 erstrecken soll, bleiben auch unterschiedliche Geschwindigkeiten der Kette
ohne praktischen Einfluß auf die Freigabe der Schmiermittelzufuhr.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:!. Vorrichtung zur laufenden Ermittlung des Schmiermittelbedarfs für eine bewegte ebene Gleitfläche, z. B. für die Lager- und Führungsflächen von Spannketten, durch Messung der Kraft zur Überwindung der Reibung zwischen der bewegten Gleitfläche und einem die Gleitfläche mit konstanter Flächenpressung belastenden schwingenden Taster, der durch einen Elektromotor über eine Tragstange, die mit einer Kurbeistange und einem Exzenter verbunden ist, quer zur Bewegungsrichtung der Gleitfläche bewegbar ist, wozu ein Führungsorgan für die Tragstange mit dem Exzenter auf eine die Gleitfläche kreuzende Platte montiert ist, die an einem Ende in einer zur Gleitfläche parallelen Achse gelagert und am anderen Ende mit einer gegen die Gleitfläche gerichteten Zug- oder Druckfeder ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (18) weiterhin um eine zur Gleitfläche (7) senkrechte Achse (19) schwenkbar gelagert und bei Erreichen einer bestimmten Reibungskraft mit einem die Schmiermittelzufuhr freigebenden Endschalter (28) in Verbindung bringbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Gleitfläche (7) parallele Achse (17) und die zur Gleitfläche (7) senkrechte Achse (19) der Platte (18) zu einem Kreuzgelenk miteinander vereinigt sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712153173 DE2153173C3 (de) | 1971-10-26 | Vorrichtung zur laufenden Ermittlung des Schmiermittelbedarfs einer ebenen Gleitfläche | |
| JP72102315A JPS4850168A (de) | 1971-10-26 | 1972-10-12 | |
| US00300194A US3791489A (en) | 1971-10-26 | 1972-10-24 | Device for the continuous determination of the lubricant requirement of a movable sliding surface |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712153173 DE2153173C3 (de) | 1971-10-26 | Vorrichtung zur laufenden Ermittlung des Schmiermittelbedarfs einer ebenen Gleitfläche |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2153173A1 DE2153173A1 (de) | 1973-05-03 |
| DE2153173B2 DE2153173B2 (de) | 1975-08-07 |
| DE2153173C3 true DE2153173C3 (de) | 1976-03-11 |
Family
ID=
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