DE214744C - - Google Patents

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DE214744C
DE214744C DE1908214744D DE214744DD DE214744C DE 214744 C DE214744 C DE 214744C DE 1908214744 D DE1908214744 D DE 1908214744D DE 214744D D DE214744D D DE 214744DD DE 214744 C DE214744 C DE 214744C
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knotter
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bales
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DE1908214744D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F15/00Baling presses for straw, hay or the like
    • A01F15/08Details
    • A01F15/14Tying devices specially adapted for baling presses
    • A01F15/145Twine knotters

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juli 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum selbsttätigen Binden gepreßter Ballen an Strohpressen u. dgl. sowie eine Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens.
Das Verfahren besteht darin, daß das Bindematerial nach dem Einführen in den Preßraum mit dem abgeteilten Ballen weitergefördert und erst dann, wenn der Ballen nahe am Ende des Preßkanals angelangt ist und
ίο der größten Pressung unterworfen ist, dem dort vorgesehenen Knüpfer zugeführt, wird. Durch das auf geeignete Weise gehaltene bzw. geführte Bindematerial wird der Knüpfer eingeschaltet, so daß dieser nur dann arbeiten kann, wenn die Bindematerialenden richtig in seinem Bereich sind. Durch dieses Verfahren wird erreicht, daß der gepreßte und vom Knotapparat gebundene Ballen seine gepreßte Form behält und nicht wie bisher, wo der Ballen am Anfang des Preßkanals, also an der Stelle, wo der Ballen erst eine ganz geringe Pressung, und zwar nur in der Richtung der Preßkolbenbewegung, besitzt, bereits gebunden wurde nach dem Verlassen der Presse, infolge des Zurückfederns des Strohes wieder ein größeres Volumen einnimmt.
Ein weiterer Vorteil ist der, daß durch das Verfahren der Knüpfer unabhängig von den Nadeln zum Einführen des Bindematerials in Tätigkeit treten kann, was wiederum zur Folge hat, daß jeder Knüpfer, sofern mehrere solche auf der Presse vorhanden sind, für sich zur geeigneten Zeit und unabhängig von den anderen den Knoten formen kann, und daß ihm hierzu so viel Zeit zur Verfügung steht, als zur sorgfältigen Knotenformung erforder45
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lieh ist, da ja eben die Bewegung des Knüpfers nicht abhängig ist von der Bewegung der Nadeln zum Einführen des Bindematerials.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist auf der Zeichnung in Fig. 1 in Seitenansicht dargestellt. Fig. 2 und 3 zeigen Einzelheiten. Auf der Decke 1 des Preßkanals ist der senkrecht stehende Abnehmerbügel 2 befestigt, dessen vorderes zugespitztes. Ende an der Nadel 3, welche, zum Durchziehen- des Bindematerials durch den Preßraum dient, anliegt. Für jede der bei einer Presse vorhandenen Nadeln ist je ein Abnehmerbügel 2 angeordnet. Am hinteren Teile des Bügels 2, und zwar über dem einer starken Pressung unterworfenen Ballen III sind zu beiden Seiten des Bügels 2 Fangfedern 4 und 5 sowie eine federnde Führung 6 für das Bindematerial befestigt. Außerdem ist ein keilförmiges Messer 7 zum Zerschneiden der Bindematerialschleifen vorgesehen. Die an sich bekannte Zange 8 des Knüpfers liegt unmittelbar über der Preßdecke, somit in nächster Nähe des zu bindenden Ballens. Der Antrieb der Binderzange 8 erfolgt auf bekannte Weise vom Getriebe 9 des Knüpfers aus, welches lose auf der sich ständig drehenden Achse 10 sitzt. Eine Kupplung ist vorgesehen, welche zeitweise das Knüpfergetriebe 9 mit der Achse 10 verbindet, wodurch dann die Zange 8 entsprechend gedreht wird. Mit der Kupplung steht ein Sperrhebel 11 in Verbindung, dessen freies Ende auf dem doppelarmigen, pendelnd aufgehängten Hebel 12 aufliegt. Letzterer wiederum reicht mit seinem unteren Ende in den
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Weg des Bindematerials und kann somit von diesem verdreht werden. Der federnde Anschlag 13 sichert das Knüpfergetriebe, indem er sich bei jeder Umdrehung desselben hinter den Ansatz 14 legt und so eine Zurückbewegung des Getriebes verhindert.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
In Form einer Schleife wird durch die Nadel 3 im gegebenen Augenblick das Bindematerial durch den Preßraum gezogen, wodurch die Abteilung der Ballen eintritt; nunmehr wird frisches Stroh gegen den letzten Ballen, mit I bezeichnet, vom Kolben gepreßt, wodurch wiederum die im Preßraum liegenden Ballen vorgeschoben werden. Da der Preßraum verjüngt verläuft, ist die Pressung am Ende des Preßkanals die stärkste. Das Bindematerial, dessen obere Schleife von dem Bügel 2 abgenommen wurde, wird von dem im Preßraum wandernden Ballen auf den Bügel 2 weitergezogen und so den Federn 4 und 5 bzw. der Führung 6 zugeführt. Die Federn 4 und 5 halten die Schleife, während die Führung 6, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, den einen Schleifenteil von dem Bügel 2 hinwegführt, und zwar darum, weil das eine Ende der zerschnittenen Schleife für den nächsten Ballen verbleibt. Das Zerschneiden der Schleife erfolgt durch das Messer 7, über welches die Schleife hinweggezogen wird. Unmittelbar nachdem die Schleife zerschnitten wurde, stößt das Bindematerial gegen den Hebel 12 und bewegt denselben um ein geringes, wodurch der Sperrhebel ausgelöst wird, was die Kupplung des Bindergetriebes mit der Achse 10 zur Folge hat. Nunmehr wird auf bekannte Weise die Binderzange 8 bewegt, welche die beiden noch durch die Federn 4 und 5 gehaltenen Fadenenden des zu bindenden Ballens erreichen kann (Fig. 3) und diese durch Verknoten miteinander verbindet. Das durch die Führung 5 von dem Bügel 2 weggeführte Fadenende verbleibt für den nächsten Ballen in der Führung bzw. unter der Klemmfeder 5 und kann erst beim nächsten Binden von der Binderzange erreicht werden.
Dieser eben geschilderte Vorgang wiederholt sich bei jedem Ballen, und zwar, wie bereits erwähnt, immer dann, wenn der Ballen nahe an dem Ende des Preßkanals angelangt ist.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    . i. ■ Verfahren zum selbsttätigen Binden der Ballen an Strohpressen, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel nach dem Einführen in den Preßkanal von der Nadel abgenommen und mit dem abgeteilten Ballen weitergefördert und erst am Ende des Preßkanals, nachdem der Ballen die größte Pressung erreicht hat, dem Knüpfer zugeführt wird, worauf der Knüpfer durch das Bindemittel selbst eingeschaltet wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in unmittelbarer Nähe des hinteren Endes der bekannten, über dem Preßkanal angebrachten, zum Auffangen und Weiterleiten des Fadens dienenden Führungsstücke (2) je ein Knüpfer angeordnet ist, dem der Faden durch am Führungsstück (2) angebrachte Feder (4 und 5) sowie durch eine von Federn gebildete Schlitzführung (6) zugeleitet wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Anordnung eines pendelnd aufgehängten Hebels (12), welcher von dem auf der Zuführwand (2) wandernden Bindematerial erreicht und aus seiner Ruhelage verdrängt wird und hierbei die Kupplung des Knüpfers einrückt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1908214744D 1908-07-17 1908-07-17 Expired DE214744C (de)

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DE214744T 1908-07-17

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DE1908214744D Expired DE214744C (de) 1908-07-17 1908-07-17

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