DE213967C - - Google Patents

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DE213967C
DE213967C DENDAT213967D DE213967DA DE213967C DE 213967 C DE213967 C DE 213967C DE NDAT213967 D DENDAT213967 D DE NDAT213967D DE 213967D A DE213967D A DE 213967DA DE 213967 C DE213967 C DE 213967C
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DENDAT213967D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B27/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, warp knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B27/10Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
    • D04B27/24Thread guide bar assemblies
    • D04B27/26Shogging devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
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° V
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1907 ab.
Der Arbeitsvorgang eines Kettenwirkstuhles beruht bekanntlich darauf, daß die Kettenfäden mittels der Lochnadeln ι (in beiliegender Zeichnung) schrittweise fortschreitend um die Preßnadeln gelegt werden, und daß nach jedesmaligem Legen die Bildung einer Reihe (Maschen- oder Henkelreihe) durch Verschlin- - gung der Fäden erfolgt. Das schrittweise Fortrücken der Schienen. 2, 3, welche die Lochnadeln tragen, kann dabei unter Anwendung sog. Spiegelscheiben 4 geschehen, die bei ihrer ' Umdrehung nach Maßgabe ihrer Stufen (Spiegel) Riegel 5, 6 nötigen, entweder in der einen Richtung schrittweise zurückzuweichen oder in der anderen Richtung unter Einfluß von Federn den Stufen nach dem Mittelpunkte der Spiegelscheibe zu zu folgen. An Stelle der Spiegelscheibe können auch verschieden hohe, beliebig zu einer Kette vereinigte Klötzchen treten, die dann von einer Trommel in bekannter Weise mitgenommen wird. Die Riegel 5, 6 haben dann statt der stumpf meißelartigen Andrückflächen Laufrollen,
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, dieses schrittweise Fortschreiten der Lochnadelschienen mit großer' Genauigkeit ausführen zu können. Es ist in den beiliegenden Zeichnungen ein Kettenwirkstuhl mit annähernd horizontal stehenden Preßnadeln zugrunde gelegt.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen in Vorderansicht, Grundriß und Seitenansicht die neue Anordnung der hierbei in Betracht kommenden Mechanismen, während zur besseren Erläuterung des Unterschiedes die Fig. 4 und 5, 6 und 7 in Vorderansichten Und Grundrissen' die bisher gebräuchliche alte Anordnung darstellen.
Die Lochnadeln ι sind an den Schienen 2, 3 befestigt. Die Zeichnung hat lediglich die Bedeutung eines Ausführungsbeispiels, und es kommt für den Umfang der Patentansprüche nicht in Betracht, daß nur zwei solcher Schienen angegeben sind; es werden bekanntlich auch Stühle mit. drei oder vier Lochnadelreihen gebaut. Diese beiden Schienen 2 und 3 sind durch die Füßchen 8, 9 und 10, 11 in bekannter Weise auf eine Rundeisenstange 7 derart gestützt, daß sie sich in der Achsrichtung auf .ihr verschieben lassen. Die Stange 7 ist zwecks Verhinderung ihrer Durchbiegung mittels des Böckchens 12 auf eine kräftige Vierkant- oder .Profileisenschiene 13 aufgesetzt. Diese ■ Schiene 13 dient weiter zur Versteifung des Rahmens (Fig. 2), welcher durch die Welle 15, die Seitenhebel 16 und die erwähnte .Rundeisenstange 7 gebildet wird, und auf welchem also die Lochnadelschienen auf ruhen. '
Die schrittweise Fortschaltung in der Achsrichtung der Stange 7 erhalten die Lochnadelschienen dadurch, daß sich gegen ihre Füßchen 8 und 10 die Treiber 32 und 33 stemmen, welche mit den Riegeln im schwingenden Riegelkasten 27 starr verbunden sind. Diese Riegel erhalten ihre Verschiebung nach Maßgabe der Stufen auf der Spiegelscheibe 4 unter Vermittlung der Riegel 5 und 6 im festen Riegelkasten 26, welcher auf dem Maschinengestell steht. Der Gegendruck des beschriebenen Mechanismus gegen die Spiegelscheibe wird in der in Fig. 4, 5, 6 und 7 dargestellten bisher gebräuchlichen Art durch Einhängen von- einer langen Zugfeder 24 zwischen Bock 12; und dem Füßchen 11 der Schiene 3 bewirkt. :'
Als bekannt wird vorausgesetzt, wie das Auf- und Niederschwingen der Lochnadelschienen. 2, 3 um die Welle 15 nach Maßgabe
der Kurve 18 auf der Kurvenwelle 14 sowie (bei feststehender Nadelbarre) das Ausweichen der Lochnadeln. vor den Platinen in horizontaler Richtung erfolgt, um den Faden unter und über die Preßnadeln zu legen.
' . Folgende Nachteile der vorstehend beschriebenen bisherigen Bauart sollen durch die vorliegende Erfindung beseitigt werden.
In Fig. 4 ist. die untere Lochnadelschiene 3 aus der Gesamtordnung herausgehoben' und besonders dargestellt. In der Richtung des Pfeiles α wirkt der Druck zur Fortrückung der Lochnadelschiene auf das Füßchen 10, während in der Richtung des Pfeiles b der
ig Gegendruck der Spiralzugfeder 24 auf das Füßchen 11 seine Wirkung ausübt, c ist der. Hebelarm des hierbei auftretenden Biegungsmomentes, welchem der Querschnitt der Schiene 3 zu widerstehen hat. Die Durchbiegung würde etwa in der in Fig. 5 in übertriebener Weise dargestellten. Art geschehen, woraus unschwer zu.ersehen ist, daß die Lage . der Lochnadeln 1 hierbei nicht die richtige bleibt, ebenso daß die Führung der Füßchen 10, 11 auf der Schiene 7 leidet. Die Folge davon ist, daß die genaue Verschiebung der Lochnadeln vor und nach deren Durchgang zwischen den Preßnadeln hindurch unsicher wird. Dieser Übelstand macht sich um so mehr bemerkbar, je feiner die Nadelteilung des Stuhles ist und je rascher er umläuft.
Bekanntlich kann ein Rechteck (Fig. 6), welches aus zwei auf einer Welle 15 starr befestigten Hebeln 16 und zwei deren freie Enden verbindende Stangen 7, 13 besteht, nicht als „ starr bezeichnet werden. Da nun aber die. Spiralzugfeder 24 am Böckchen 12 angehängt ist, welches auf der Stange 13.starr befestigt sitzt, so pflanzt sich der Zug der Spiralfeder 24 durch die Stange 13 sowie die Hebel 16 auf die Welle 15 fort, welche einen festen Widerstand erst an der Einstellschraube ä findet, die im Verein mit der gegenüberliegenden Schraube e zur Justierung des erwähnten Rahmens und der darauf ruhenden Lochnadelschienen innerhalb des festen Gestelles des Wirkstuhls dient.
Fig. 7 stellt wieder in übertriebener Weise dar, wie die Verdrückung des Rahmens zu einem ' verschobenen Rechteck vor sich gehen wird. Demnach leuchtet ein, daß die bisherige Art der Zugfederaufhängung innerhalb
• des schwingenden Rahmens nicht die richtige ist. Bei den feineren Nadelteilungen, wo die Preßnadeln nur etwa 3/4 mm auseinanderstehen, wirkt die Verdrückung der Lochnadelschienen derart beeinträchtigend, daß dadurch die Arbeit des Wirkstuhles in Frage gestellt ist.
Ein dritter, nicht minder wichtiger Nachteil tritt bei der Herstellung von viellegigem Atlas oder Futterware zutage, weil dabei die Verschiebung der Lochnadelschienen gegeneinander auf immer längere Strecken wünschenswert erschien. Gegenwärtig ist man damit bis auf eine Verschiebung der einzelnen Schienen von 70 mm gekommen, dem eine gleiche Ausziehung der Spiralfeder 24 entspricht. Innerhalb der Grenze von 70 mm Auszug wirkt aber die Spiralfeder 24 trotz ihrer entsprechenden Länge doch sehr verschieden. · Der durch sie erzeugte Druck, welchen die Riegel 1 auf die einzelnen Spiegel der Spiegelscheibe übertragen, wirkt auf die letzteren in der Weise ein, daß die höheren Spiegel infolge des höheren Druckes der Riegel rascher abgenutzt werden als die niedrigen. Dieser Umstand macht ein öfteres Nachprüfen bzw. Nacharbeiten der Spiegel erforderlich, ein Zustand, der als unhaltbar bezeichnet werden muß.
Die neue Anordnung, in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt, hilft diesen Übelständen in folgender Weise ab. Der Aufhängepunkt der dem Spiegelscheibendrucke oder dem Drucke der Kettenglieder entgegenwirkenden Kraft ist hier ganz in die Nähe des Kraftangriffspunktes gelegt, und zwar an die Füßchen 8 und 10 oder auch je nach den räumlichen Verhältnissen 2 und 3 in die Nähe dieser Füßchen. Der Gegendruck wird ferner mit Hilfe von Winkelhebeln 36 und 37, die um einen festen Punkt außerhalb des beschriebenen Rahmens am Maschinengestell schwingen, durch ein Gewicht 38 bewirkt j wobei genügend lange Winkelhebel beim Ausschlag nur geringe Differenzen in der Länge des wirksamen Hebelarmes ergeben. Der Umstand, daß das Gewicht 38 vermöge seines Beharrungsvermögens der rasch und ruckweise fortschreitenden Bewegung nicht unmittelbar folgt, gab Veranlassung zur. Einfügung einer Zugfeder 34, 35 bzw. einer Druckfeder (Fig. ia), welche lediglich den Zweck hat, diese Zeitdifferenz sanft auszugleichen.

Claims (1)

  1. Paten t-An SPR υ CH:
    Selbstgetriebe für mechanische Kettenwirkstühle, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Druck der ' Spiegelscheibe (des Kettengetriebes) entgegenwirkende Feder (34> 35) jeder Lochnadelschiene (2/3) an dem einen Arm (36) eines am Maschinengestell (26) schwingbar sitzenden Winkelhebels angreift, dessen anderer Arm zur. Hervorbringung des Gegendruckes gegen die Druckäußerung der Spiegelscheibe (4) (des Kettengetriebes) belastet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950874C (de) * 1952-07-29 1956-10-18 Liebrandt Karl Vorrichtung zum Spannen der Federn fuer die Lochnadel- oder Legeschienen von Kettenwirkmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE950874C (de) * 1952-07-29 1956-10-18 Liebrandt Karl Vorrichtung zum Spannen der Federn fuer die Lochnadel- oder Legeschienen von Kettenwirkmaschinen

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