DE2139198B2 - Maschine zum Flachlegen von Schachteln - Google Patents

Maschine zum Flachlegen von Schachteln

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Ullrich 7531 Wuerm Kollmar
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Gebr Bellmer KG Maschinenfabrik 7532 Niefern
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Gebr Bellmer KG Maschinenfabrik 7532 Niefern
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Description

Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Flachlegen von Schachteln, deren Wände um vorgeprägte Rillen aufgerichtet und über Endlappen miteinander verbunden sind und deren zwei sich gegenüberliegende erste Wände Faltrillen zum Flachlegen aufweisen, die an den Schachtelecken beginnend unter einem Winkel von 45° aufwärts verlaufen, wobei die Faltorgane der Maschine an allen vier Schachtelwänden angreifen.
Maschinen der genannten Bauart sind durch die US PS 21 38 76b bekannt. Die bekannte Maschine läßt sich jedoch nicht ohne Schwierigkeiten an Schachteln verschiedener Abmessungen und verschiedener Kartonstärken anpassen. Aufgabe der Erfindung .st demgegenüber eine Falteinrichuing für Schachteln zu schaffen welche sich in weilen Grenzen kontinuierlich an die Abmessungen der nachzulegenden Schachteln und deren Materialtyp anpassen läßt.
Die erfindungsgemäße Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Faltorgane als jeweils zwei in den Bereich der Schachtelecken bringbare zyhnderförmige Drehkörper mit parallel zu den Schachtelwänden verlaufenden Achsen ausgebildet sind, welche schrauben gangartb geformte Bügel tragen, wovon die Bügel der ersten Drehkörper an den ersten Wänden und die Bügel der zweiten Drehkörper an den übrigen Wänden
angreifen. .
Die erfandungsgemäße Lösung stellt eine Nachah mung der Bewegung der Finger dar. wenn die Einfaltung der Schachteln von geübter Menschenhand vorgenommen wird. Neben einer weitgehenden Anpassungsfähigkeit an verschiedene Schachteltypen ermöglicht die Maschine eine saubere Faltung auch bei hoher Taktfolge. Weitere Einzelheiten sind nun an Hand einer bevorzugten Ausgestaltung und unier Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. Es bedeutet
F i g. 1 zeigt die Maschine in Längsseitenansichi:
F 1 g. 2 zeigt diese in Ausgangsstellung von oben her;
F i g. 3 ieigi die unmittelbar auf die Schachtelwände einwirkenden Teile in Anfangsstellung im Aufriß:
F 1 g. 4 entspricht der F i g. 3 und zeigt die gleichen Teile in einem späteren Zeitpunkt ihrer Bewegung;
F 1 g. 5 'entspricht der F 1 g. 2 und zeigt die unmittelbar auf die Schachtelwände einwirkenden Teile zu einem späteren Zeitpunkt von oben her;
F i g. 6 zeigt eine Zusatzvorrichtung im Aufriß.
Innerhalb eines Maschinenrahmens 1 sind zwei Längsfühiungsschienen 2 angeordnet, die symmetrisch zur senkrechten Längsmittelebene O des Maschinenrahmen I im Sinn der Pfeile A verstellbar sind. Auf ihrer Unterseile weisen die Führungsschienen 2 zwei Lager 3 mit Muttergewinde auf. Die Gewinde der beiden Schienen 2 sind hierbei gegenläufig gerichtet. In den Muttergewinden der Lager 3 laufen Spindeln 4 mit entsprechend steigenden Außengewinden, wobei diese Spindeln 4 mit ihren unter der Längsmittelebene O befindlichen Mittelteilen gegen Axialverschiebung festgelegt sind, so daß sich die Führungsschienen 2 bei Betätigung der Spindeln symmetrisch zur Bahnlängsmittelebene O aufeinander zu oder voneinander weg bewegen.
In beiden Führungsschienen 2 sind beidseitig einer quer liegenden Mittelebene O" der Maschine symmetrisch zueinander zwei bewegliche Schlitten 5 angeordnet. Hierzu weisen die Schlitten 5 entgegengesetzt steigende Mutiergewinde auf. in welche wiederum die Enden von Spindeln 6 eingreifen, deren hinsichtlich der Ebene O' einander gegenüberliegende Hälften mit gegensinnigem Gewindeschnitt versehen sind.
An ihren voneinander abgewandten Enden ist in den Schlitten 5 jeweils eine senkrechte Achse 7 drehbar gelagert, während an den einander zugewandten Enden der Schlitten jeweils eine senkrechte Achse 8 drehbar gelagert ist. In der dargestellten Ausgestaltung isH die Achse 7 höher als die Achse 8 gezeigt, doch können auch beide Achsen gleich hoch sein. An der höheren Achse 7 ist an je einem oberen und einem unteren radial nach außen gestreckten Arm 9 bzw. 10 ein Bügel 11
befestigt, der eine einem halben Schraubengang entsprechende Ausgestaltung aufweist. Ähnlich ist an der kleineren Achse 8 an einem oberen und einem unteren Arm 12 bzw. 13 ein Bügel 14 von geringerer Höhe befestigt, der ebenso schraubengangai rig ausgeformt ist. Dabei weist der höher geschw jngene Bügel 11 einen größeren Radius auf als der niedrigere Bügel 14.
Die senkrechten Achsen 7 und 8 treten auch auf der Unterseite der Schlitten 5 hervor und tragen donselbst jeweils ein Kettenrad 15 von gleichem Durchmesser. Um die Kettenräder der Achsen 7 und 8 ist eine unendliche Kette 16 gelegt, wodurch die beiden Achsen 7 und 8 im gleichen Drehsinn zwangsverbunden sind.
Die unteren Enden der großen Achsen 7 sind über ein Kreuzgelenk 17 mit einer Teleskopwelle 18 verbunden, die wiederum über ein weiteres Kreuzgelenk 19 mit einer in einem Lager 20 im unteren Teil des Maschinenrahmens 1 drehbar gelagerten Achse 21 verbunden ist, die auf ihrem unteren Teil e:n Zahnrad 22 trägt. Durch diese Anordnung ist es möglich, die in den Längsführungen 2 geführten Schlitten 5 in weiten Grenzen zu- und voneinander zu bewegen und den beiden Achsen 7 und 8 derselben dennoch in jeder Lage die notwendige Bewegung zuzuteilen.
Die beiden sich hinsichtlich der Längsmittelachse O des Maschinenrahmens 1 gegenüberliegenden Zahnräder 22 (vgl. F i g. 2) befinden sich unmittelbar miteinander im Eingriff, so daß sich diese und die sich gegenüberliegenden Bügel 11 bzw. 14 gegensinnig drehen. Dabei ist die Drehung entsprechend den in den F i g. 2 und 5 eingezeichneten Pfeilen derart zugeordnet, daß sich die Bügel 11 und 14 sämtlich mit ihrem hohen Anfangsabschnitt voran gegen die Umfangswände einer Schachtel drehen. Dazu sind die beiden diesseits der Längsmittelebene O des Maschinenrahmens 1 befindliehe Zahnräder 22 durch zwei untereinander im Eingriff befindliche Zwischenzahnräder 23 und 24 in Getriebeverbindung, wodurch sich die beiden diesseits der Ebene ö befindlichen Zahnräder 22 ebenfalls gegensinnig zueinander drehen, was die zuvor beschriebene Dre-
hungszuordnung der Bügel 11 und 14 ermöglicht. An geeigneter Stelle des Zahnradgetriebes 22, 23 und 24 greift ein nicht gezeigter Antrieb an.
Die Maschine findet auf solche Schachteln 25 Anwendung, die an ihren entlang der Führungsschienen 2 ausgerichteten Wänden von den unteren Ecken der Schachtel unter 45° zur Oberkante aufsteigende Faltrillen 29 aufweisen.
Durch die Drehung der schraubengangförmigen Bügel 11 und 14 werden alle vier Wände 26. 27 der Schachtel 25 um ihre unterseitigen Falirillen gegen den Schachtelboden 30 gelegt. Dabei unterlaufen die kleinen Bügel 14 die durch die schrägen Faltrillen 29 abgeteilten Dreiecke der Wände 26 und bringen diese zum Einfalten zwischen den Wänden 27. Hierbei werden die Schachteln 25 gleichzeitig an allen vier Seiten flachgelegt und können nun raumsparend verpackt und versandt werden. Mittels eines von einer endlosen Kette 31 absatzweise bewegten Mitnehmers 32 werden die nachgelegten Schachteln aus dem Bereich der Vorrichtung herausgeschoben.
In bestimmten Fällen kann es vorkommen, daß die Schachtelzuschnitte sich unter dem Einfluß der Witterung verziehen und der Schachtelboden nicht eben auf der Arbeitsbahn aufsitzt, wodurch Unregelmäßigkeiten beim Einfalten auftreten können. Hierzu kann auf den hohen Achsen 7 je ein Stellring 33 vorgesehen sein, der einen schraubengangförmigen Bügel 34 von geringer Höhe besitzt und so angeordnet ist, daß er dem Bügel U voranläuft. Der Stellring 33 weist eine Durchbrechung 35 auf, mittels welcher er von oben her an dem oberen Arm 9 des Bügels 11 vorbei auf die Achse 7 aufgeschoben werden kann. Daraufhin kann er in geringer Höhe über der Oberkante der Schachtelwände bei deren Ecken mit seinem Bügel 34 eingestellt werden und auf diese Weise die Schachtel 25 mit ihrem Boden 30 eben auf die Arbeitsfläche andrücken, wenn die Achse 7 gedreht wird.
Die Bügel 11 und 14 können auch ebensogut als massive Formteile ausgestaltet sein.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Flachlegen von Schachteln, deren Wände um vorgeprägte Rillen aufgerichtet und über Endlappen miteinander verbunden sind und deren zwei sich gegenüberliegende erste Wände Faltrillen zum Flachlegen aufweisen, die an den Schachtelecken beginnend unter einem Winkel von 45° aufwärts verlaufen, wobei die Faltorgane der Maschine an allen vier Schachtelwänden angreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltorgane als jeweils zwei in den Bereich der Schachtelecken bringbare zylinderförmige Drehkörper (7. 8) mit parallel zu den Schachtelwänden verlaufenden Achsen ausgebildet sind, welche schraubengangartig geformte Bügel (11,14) tragen, wovon die Bügel (14) der ersten Drehkörper (8) an den ersten Wänden und die Bügel (11) der zweiten Drehkörper (7) an den übrigen Wänden angreifen.
2. Maschine nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (14) der ersten Drehkörper (8) an ihrem oberen Ende nahe an dem Drehkörper (8) gelegen beginnen und von dort aus zunehmend nach außen vorspringend abwärts verlaufen.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die (7. 8) im Bereich einer Schachtelecke angeordneten beiden Drehkörper zur Anpassung an die Abmessungen der Schachteln parallel zu den beiden einander senkrechten Hauptlinien der Schachteln verstellbar sind.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Drehkörper (8) zum Einfalten der ersten Wände und ein Drehkörper (7) zum Einfalten der zweiten Wände auf einem verstellbaren Schlitten (5) zusammengefaßt und untereinander durch eine endlose Kette (16) verbunden sind.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Bügel massive Formteile vorgesehen sind, deren Außenrand der Form der Bügel entspricht.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 4 und 5. dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Drehkörper (7, 8) je einer Schachtelecke aufnehmenden Schlitten (5) durch gegenläufige Spindeln aufeinander zu oder voneinander weg verstellbar sind und ein gemeinsamer, flexibler Antrieb aller Drehkörperpaare (7.8) vorgesehen ist.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis b, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Drehkörpern (7) zum Flachlegen der zweiten Wände Stellringe (33) mit schraubenförmigen Bügeln von geringer Steighöhe vorgesehen sind, welche oberhalb der Wand-Oberkanten einschwenken und die Schachtel auf ihre Unterlage andrücken.
DE19712139198 1971-08-05 1971-08-05 Maschine zum Flachlegen von Schachteln Expired DE2139198C3 (de)

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