DE2136641B2 - Schaltungsanordnung zur Phasenverschiebung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur PhasenverschiebungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
- H03H11/00—Networks using active elements
- H03H11/02—Multiple-port networks
- H03H11/16—Networks for phase shifting
- H03H11/20—Two-port phase shifters providing an adjustable phase shift
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur
Erzeugung einer gegenüber einer Wechselspannung frequenzunabhängig einstellbar phasenverschobenen
Ausgangswechsclspannung.
In der Meßtechnik werden vielfach Schaltungen benötigt, die eine Eingangswechselspannung um einen
vorgegebenen Phasenwinkel verschieben. Dabei soll der Phasenwinkel zwischen der Ausgangs- und der Eingangswechselspannung
unabhängig von der Frequenz konstant bleiben.
Für bestimmte Phasenwinkel, wie z.B. +9O3 oder
—90°, lassen sich Netzwerke aus passiven Bauelementen aufbauen, die in einem bestimmten Frequenzbereich
die Forderung nach konstantem Phasenwinkel erfüllen. Für den Phasenwinkel -90° ist dies Netzwerk z. B.
gegeben durch ein einfaches WC-Tiefpaßfilter, das genügend weit oberhalb seiner 3 dB-Grenzfrcquenz
betrieben wird. Ebenso kann mit einem einfachen Integrator ein Phasenwinkel von —90° realisiert
werden. Allen diesen einfachen Schaltungen ist gemeinsam, daß die Amplitude der Ausgangswechselspannung
sehr stark frequenzabhängig ist und damit die Auswertung erschwert. Bei Veränderung der Frequenz
im Arbeitsbereich um den Faktor 10 beträgt die Amplitudenänderung bei den 90"-Netzwerken ebenfalls
einen Faktor 10.
Bekannt sind weiterhin Anordnungen, die aus zwei aktiven Netzwerken bestehen und bei denen die
Differenz der Phasenwinkel der beiden Ausgungswcchselspannungen über einen vorgegebenen Frequenzbereich
konstant gleich 90" bleibt. Durch Jie Talsache jedoch, da3 die Differenz der Winkel und nicht die
Winkel selber konstant bleiben, ist diese Einrichtung für viele Anwendungen unbrauchbar. Außerdem ist der
Aufwand bei größerem Frequenzbereichen relativ hoch und nur ein fester Winkel von 90° realisierbar.
Eine Möglichkeit zur frequenzunabhängigen Phasenverschiebung um beliebige Phasenwinkel im Bereich
von 0° bis 360° ist die Benutzung eines Drehfeldtransformators. Werden dessen beiden feststehenden und um
90° mechanisch gegeneinander versetzten Wicklungen mit zwei um 90° elektrisch gegeneinander verschobenen
Wechselspannungen u\ und U2 gespeist, so entsteht
in der Wicklung des feststehenden und um den Winkel φ mechanisch verdrehten Rotors eine Wechselspannung
t/3, die gegenüber einer der Eingangsspannungen um den Winkel φ verschoben ist. Voraussetzung für die
Funktion ist dabei, daß die beiden feststehenden Wicklungen mit zwei um 90° gegeneinander verschobenen
Wechselspannungen mit gleichen Amplituden betrieben werden. Die Erzeugung einer um 90°
verschobenen Wechselspannung mit konstanter Amplitude aus einer Eingangsspannung ist z. B. mit einem der
oben angeführten 90°-Netzwerke möglich, wenn zusätzlich durch eine Regelschaltung dafür gesorgt
wird, daß die Ausgangsamplitude mit der Eingangsamplitude übereinstimmt. Der Nachteil einer solchen
Anordnung ist der relativ große Aufwand. Hinzu kommt, daß der Arbeitsbereich für die Frequenz, in dem
ein Drehfeldtransformator noch vernachlässigbare Phasenfehler erzeugt, eingeschränkt ist.
Die genannten Nachteile der bekannten Einrichtungen zur frequenzunabhängigen Phasenverschiebung
von Wechselspannungen werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß die Eingangswechselspannung
eine Brückenanordnung speist, die in einem ersten Zweig einen Spannungsteiler enthält, der den Mittelpunkt
der Wechselspannung am Eingang erzeugt, die in einem zweiten Zweig einen komplexen Spannungsteiler
aus der Serienschalliing einer Reaktanz und einem
Wirkwiderstand enthält, von denen ein Element steuerbar ist, und die in einem dritten Zweig einen
einstellbaren Spannungsteiler enthält, dessen Ausgangsspannung mit der Spannung am Eingang in Phase liegt,
und daß eine Regelschaltung die Phasenlage der Spannung zwischen dem einstellbaren Spannungsteiler
und dem Teilerpunkt des steuerbaren Spannungsteilers mit der Phasenlage der Spannung am Eingang
vergleicnt und aus dem Differenzsignal eine Stellgröße ableitet, die das steuerbare Element des steuerbaren
Spannungsteilers so beeinflußt, daß sich ein Phasenwinkel von 90° zwischen den verglichenen Spannungen
einstellt, und daß die Spannung zwischen dem Mittelpunkt der Spannung am Eingang und dem
Teilerpunkl des steuerbaren Spannungsteilers die Ausgangswechselspannung ist, deren Phasenverschiebung
gegenüber der Wechselspannung am Eingang durch die Einstellung des einstellbaren Spannungsteilers
bestimmt ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer phasenverschobenen Spannung,
F i g. 2 ein dazu gehörendes Zeigerdiagramm.
In Fig. 1 speist die Wechselspannung P-O am
Eingang eine Brückenanordnung mit drei Zweigen. Der erste Zweig besteht aus der Reihenschaltung von zwei
gleich großen ohnischen Widerständen R1 und R>, die
den Mittelpunkt Λ-/ der Wechselspannung am Eingang
erzeugen. Im zweiten Zweig wird mittels eines einstellbaren ohnischen Widerstandes ER eine Spannungsteilung
der Spannung am Eingang vorgenommen, deren Ergebnis der Teilerpunkt K ist. Das Teilerverhältnis
k gibt das Verhältnis der beiden Spannungen K-O und P-Ovor:
K O
I' O
k < I
Der dritte Zweig enthält einen weiteren Spannungsteiler aus einem steuerbaren ohmschen Widerstand SR
und einer Reaktanz, in diesem Fall einer Kapazität C Bei Veränderung des Wertes des steuerbaren Widerstandes
SR bewegt sich in Fig. 2 der Teilerpunkt Tin einer komplexen Ebene auf einem Thaieskreis über dem
Zeiger der Eingangsspannung P-O. Die Spannung zwischen den beiden Teilerpunkten K und Γ wird nun
einem Übersteuerungsverstärker K\ zugeführt, dessen Ausgangssignal ein Eingangssignal der Phasenvergleichs-
und Regelschaltung PR darstellt, die z. B. aus einem phasenempfindlichen Gleichrichter und einem
Regler mit Proportional- und Integralanteil besteht. Das zweite Eingangssignal für diese Schaltung PR wird aus
der Eingangsspannung P-O durch Übersteuerung und Begrenzen mittels K2 erzeugt. In der Phaserr/ergleichs-
und Regelschaltung PR wird die Phasenlage der beiden rechieckförmigen Spannungsverläufe miteinander
verglichen und aus dem Ergebnis dieses Vergleichs ein Stellsignal gewonnen, das den steuerbaren Widerstand
SR so verändert, daß die beiden Eingangsspannungen eine Phasenverschiebung von 90° gegeneinander
aufweisen. Die Ausgangsspannung Q-O ergibt sich aus der Differenz der beiden Spannungen M-O mit T-O
mittels eines Differenzverstärkers DV.
Die Wirkungsweise der in Fig. 1 dargestellten Schaltung wird anhand eines Zeigerdiagramms in F i g. 2
näher beschrieben. Der Zeiger F-O stellt die Hingangsspannung der Einrichtung mit dem Mittelpunkt Ki und
dem Teilerpunkt K dar. Der Teilerpunkl Γ bewegt sich auf dem zugehörigen Thaieskieis, wenn sich die
Frequenz der Eingangsspannur.g oder der Wen des steuerbaren Widerstandes SR ändert. Die Phasenlage
zwischen den Zeigern P-O und K- T wird durch tine entsprechende Einstellung des steuerbaren Widerstandes
SR mittels der Phasenvergleichs- und Regelschaltung PR konstant auf 90" gehalten. Der Phasenwinke!'/'
zwischen den Zeigern P-O und T-M bzw. QO ist eine Funktion des eingestellten Teilerfaktors k:
Ψ --- arc cos (2AlIl)AI \2\
^us Fig. 2 und aus der Bedingung für k nach den
Gleichungen (1) bzw. (2) ist ersichtlich, daß sich jeder beliebige Winkel im Bereich 0° und - 180" einstellen
läßt.
Eine Phasenverschiebung im Bereich von 0' bis
+ 180' läßt sich erreichen entweder durch eine Phasendrehung der Ausgangsspannung um 180' mittels
eines Umkehrverstärkers oder dadurch, daß im steuerbaren Spannungsteiler in Fig. 1 die Lage der
Reaktanz C und des steuerbaren Widerstandes SR gegeneinander vertauscht wird. Im letzteren Fall müßte
gleichzeitig der Regelsinn entsprechend geändert werden und es würde sich ein Zeigerdiagramm ergeben,
das dem nach F i g. 2 entspricht, wenn es an dem Zeiger P-O gespiegelt würde. Eine weitere Möglichkeit ist das
Vertauschen der Anschlüsse des Differenzverstärkers DV.
Der Arbeitsbereich der Frequenz, in dem die Schaltung nach Fig. 1 eine Phasenverschiebung Φ
entsprechend der Einstellung des Teilerverhältnisses k bewirkt, wird bestimmt durch die Güte der passiven
Bauelemente und die Eigenschaften der verwendeten Verstärker und kann ohne erheblichen Aufwand recht
groß sein, z. B. in einer ausgeführten Schaltung von 50 Hz bis 50 kHz.
Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist noch darin zu sehen, daß die Amplitude der
Ausgangsspannung ohne zusätzliche Maßnahmen in einem festen Verhältnis von 1 : 2 zur Amplitude der
Eingangsspannung steht und dadurch, daß die Verstärkung des Differenzverstärkers DV in Fig. 1 zu 2
gewählt wird, gleich der Amplitude der Eingangsspannung gemacht werden kann.
Wird statt des einstellbaren Spannungsteilers ER nach Fig. I ein spannungssteuerbarer reeller Spannungsteiler
eingesetzt, z. B. ein elektronischer Multiplizierbaustein, so ergibt sich eine Anordnung, die es
gestattet, den Phasenwinkel über eine Spannung zu steuern.
Eine weitere Möglichkeit zur Anwendung der beschriebenen Schaltungsanordnung besteht darin, eine
Anzahl dieser Anordnungen mit jeweils unterschiedlicher Phasenwinkeleinstellung gleichzeitig zu benutzen
und auf diese Weise ein n-phasiges symmetrisches oder unsymmetrisches in der Phasenverschiebung frequenzunabhängiges
Spannungssystem aus einer frequenzvariablen Eingangsspannung zu erzeugen. Wird ein Netz
mit geradzahliger Phasenzahl π und symmetrischem Ainbau benötigt, so werden nur n/2 der erfindungsgemäßen
Einrichtungen benötigt.
I lier/u I liliil! /eiclmiiimeii
Claims (6)
1. Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer gegenüber einer Wechselspannung frequenzunabhängig
einstellbar phasenverschobenen Ausgangswechselspannung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wechselspannung (P-O)e\ne Brückenanordnung
speist, die in einem ersten Zweig einen Spannungsteiler (R\, Rj) enthält, der den Mittelpunkt
(M) der Wechselspannung (P-O) erzeugt, die in einem zweiten Zweig einen komplexen Spannungsteiler
aus der Serienschaltung einer Reaktanz (C) und einem Wirkwiderstand (SR) enthält, von denen
ein Element (SR) steuerbar ist, und die in einem dritten Zweig einen einstellbaren Spannungsteiler
(ER) enthält, dessen Ausgangsspannung (K- O) mit der Wechselspannung (P-O) in Phase liegt, und daß
eine Regelschaltung (PR) die Phasenlage der Spannung (K- T) zwischen dem einstellbaren Spannungsteiler
(ER) und dem Teilerpunkt (T) des steuerbaren Spannungsteilers (C, SR) mit der
Phasenlage der Wechselspannung (P-O) vergleicht und aus dem Differenzsignal eine Stellgröße ableitet,
die das steuerbare Element (SR) des steuerbaren Spannungsteilers so beeinflußt, daß sich ein Phasenwinkel
von 90° zwischen den verglichenen Spannungen (P-O, K-T) einstellt, und daß die Spannung
zwischen dem Mittelpunkt (M) der Wechselspannung (P-O)und dem Teilerpunkt (T)des steuerbaren
Spannungsteilers (C, SR)die Ausgangswechselspannung (Q-Q) ist, deren Phasenverschiebung (Φ)
gegenüber der Wechselspannung (P-O) am Eingang durch die Einstellung (k) des einstellbaren Spannungsteilers
(ER) bestimmt ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einstellbare Spannungsteiler
(ER) ein spannungssteuerbarer Spannungsteiler ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der steuerbare Spannungsteiler
(C, SR) aus einer Serienschaltung eines steuerbaren ohmschen Widerstandes und einer
Reaktanz besteht.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der steuerbare Spannungsteiler
(C, SR) aus einer Serienschaltung einer steuerbaren Reaktanz und eines ohmschen Widerstandes
besteht.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelschaltung (PR)aus einem phasenempfindlichen Gleichrichter und einem Regler mit Proportional-
und Integralanteil besteht.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß η
auf verschiedene Phasenwinkel eingestellte Anordnungen gleichzeitig an eine Wechselspannung
angeschlossen sind und daß die Ausgänge der Anordnungen ein n-phasiges Spannungssystem
bilden.
Priority Applications (6)
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| DE2136641C3 DE2136641C3 (de) | 1979-09-13 |
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ID=5814447
Family Applications (1)
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| GB1343592A (en) | 1974-01-10 |
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| DE2136641A1 (de) | 1973-02-01 |
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Legal Events
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