DE2136347C3 - Leiterschleifen für die Überwachung von Stahlseilförderbändern - Google Patents
Leiterschleifen für die Überwachung von StahlseilförderbändernInfo
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Description
25
Die Erfindung betrifft eine Leitersehleife für die Überwachung von Siahlseilfürr'erbändcrii. die mit
außerhalb der StahlseilförderbLmder angeordneten Abfrageein richtungen elektromagnetisch gekoppelt
sind und durch deren Zerstöiunu oder Lagevcränderung
die Ablra^-einrichiunu beeinflußt wird.
Bei S:ahlscilfördeibändern bestellt die Gefahr, daß
scharfkantige Gegenstände, ζ. Ρ Steine oder Metallteile,
an den Aufgabe- und l'bergabestellen eingeklemmt weiden und clic Stahlföru.-rbänder der Länge
nach aufschlitzen. Solche Schlit/e können angesichts
der großen Bandgeschwindigkeiten in kurzer Zeit unter Umständen mehrere 100 m lang sein.
Ls hat daher nicht an Vorschlägen zur Überwachung derartiger Beschädigungen gefehlt, die den
Zweck haben. Bandschlitze sofort festzustellen und. um einen grüßet en Schaden zu verhindern, das betreffende
Förderband sofort stillzusetzen.
Es ist bekannt, daß die mit dem in geringem Abstand
vom Förderband angeordneten Empfänger elektromagnetisch kuppelbare, an der Längskanle
des Förderbandes eingebettete Einlage aus einem Permanentmagnet besteht, der mit einem innerhalb
des Förderbandes bis etwa /ur gegenüberliegenden Bandkante quer zur Baiullängsaehse sich erstreckenden
Seil fest \erbunden ist (deutsche Palentschrift I 2}} M}). Bei einer Beschädigung des Förderbandes
infolge Aufschlitzen·; der Länge nach durch einen festgeklemmten Gegenstand wird das Seil zusammen
mit dem als impulsgeber dienenden Per- Vj maneni magneten aus dem Forderband hei'ausiieiissen.
Dadurch kann keine Spannung mehr in dem Empfänger induziert werden, wodurch un Signal
ausgelöst und der Uandaiiüieb abeeschaliti uird. Ιλ
isl jedoch von Nachteil, daß einer oiler mehrere Per- 6n maiiL'ntmagncte verlorengehen können oder daß die
Bandgeschwindigkeit unterschiedlich sein kann, wodurch die Sii'tialintensilät schwanken wird.
Ls ist eine weitere Einrichtung bekannt, bei welcher
als eine elektrisch leitende Einlage des Forcierbaiules.
die mit einem in geringem Absland von diesem angeordneten Magneten und einem in den Steuerstromkreis
des Bandantriebes eingeschalteten Empfänger elektromagnetisch kuppelbar ist, mindestens
zwei quer zur Bandlängsrichtung hjntereinanclerliegcnde und unmittelbar aufeinanderfolgende geschlossene Leilungsschleifen angeordnet sind (deutsche Patentschrift 1 233 324). Hierbei besteht die Sende- und
Empfangseinrichtung aus einer Reihe von quer zur Bandlängsrichtung auf der Unterseite des Förderbandes angebrachten Magneten und zwischen diesen auf
derselben Seite angeordneten Empfangsspiilen, wobei jeder Ltitungsschleife eine Spule zugeordnet ist und
sämtliche Spulen mit einem in den Slcuc-Stromkreis des Bandanlriehcs eingeschalteten Empfänger elektromagnetisch zusammenwirken. Von Nachteil bei
dieser Einrichtung ist, daß sie versagt, wenn bei mehreren Längsrissen a.le qucriicgenden LciUingsschlcifen zerstört werden. Voraussetzung der nachgcordne-
ten Schallung ist nämlich, daß das Gleichgewicht der in der Gesamtheit der vorhandenen Empfangsspulen
induzierten Spannungen gestört wird. Sind daher alle Leitungsschleifen zerstört, würde in Ki-H1. r der Empfangs.pulen
eine Spannung induziert werden, so daß das" Gleichgewicht ungestört bleibt. Zur Verbesserung
der Anbringung der Leitungsschleifen innerhalb des Förderbandes ist es bei mindestens zwei Leilungsschleifen
bekannt, daß die Leilungsschleifen in Längsrichtun« des Förderbandes gegeneinander versetzt
sind (deutsche Patentschrift 1 24S 544).
Es ist ferner eine Einrichtung bekannt, bei der die
in den Bandkörper eingebetteten, sich quer zum Förderband erstreckenden geschlossenen Leilerschleifeii
nicht als Koppelglied, sondern induktiv mit einem elektrischen Wächter. /. B. einer Wechselstrommeßbrücke
zusammenwirken, indem die Leiterschlcife an
einer Stelle eine Spule bildet. Beim Lauf ties Förderbandes wird die Meßbrücke durch die jeweils an der
Meßbrücke vorbeigeführte Spule der Leiierschleife verstimmt oder in anderer Weise beeinflußt. Da der
elektrische Wächter auf eine Unterbrechung der Leiterschleife anspricht, hai di^sc lediglich die Aufgabe,
die tier Rückwirkung dienende Spule kurzzuschließen (deutsche Palentscnrift 1 276 546).
Is ist schließlich eine Überwachungseinrichtung
für Gummiförderbänder mit in Bandrichtung in Abständen aufeinanderfolgend in d;ss Förderband eingelegii-n.
tue gesamte Bandbreite überdeckenden elektrisch leitfähigen, geschlossenen Schleifen und außerhalb
des Förderbandes !legenden ortsfesten Empfangseinrichtungen bekannt, bei tier in jeder I eilungssehleil'e
eine Spanmingsquellj und ein von dieser
gespeister Seniler untergebracht sind, wobei der Seniler mit einer Frequenz, die von derjenigen des in
der Schleife fließenden Stromes abweicht, auf den außerhalb des Förderbandes befindlichen ortsfesten
Empfänger einwirkt (deutsche Auslcgeschrift I 274 4'i'»). Die 1 .ciHingsschleife hat bei dieser Einrichtung
tlie Aufgabe, sowohl die Stromversorgung des Senders zu übernehmen als auch das Förd_rband
auf Längsrisse /11 überwachen. Da in jeder LeiliinpMhldic
cine Spanminpqiidlc und ein S1, niler
untergebracht werden müssen, ist diese Ausführung sehr aufwendig.
Außerdem sind Üheiwaehimgseinrichtiingcn mit in
Bandlängsriclitung in regelmäßigen Absländen aufeinanderfolgend
eingelegten, die gesamte Bandbreite, iibeideckenden und jeweils nur aus einer einzigen
Schleife bestehenden, geschlossenen Leitungsschleifen und außerhalb des Förderbandes in geringem
AbsUuui liegenden ortsfesten Sende- und Empfangs-
einrichtungen bekannt, bei denen quer zur einen
Lüngsknnte des Förderbundes ein Hochfrequenzsender,
dem quer zur anderen Längskante des Förderbandes ein Hochfrequerizempfiinger gegenüberliegt,
ungeordnet ist, wobei der Hochfrequenzsender und der nochfrcquenzempfänger mit außenliegenden, auf
eine gemeinsame Frequenz abgestimmten Antennenkreisen und dem Steuerstromkreis zusammenwirken
(dcu'sche Auslegcschrift I 581 062).
Die I.eiterschlcifen können sowohl bei der Fcrtigung
der Förderbänder oder nachträglich in wählbaren Abständen von etwa 25 bis 50 m in die Förderbänder
eingebaut werden. Für besonders hochwertige oder schnellaufende Bänder kommen geringere Abstünde
von etwa IO bis 20 m in Betracht.
Die Leiterschleifen sollen so nachgiebig sein, daß die mechanischen Einwirkungen auf die Förderbänder,
die nicht zu Rissen, sondern lediglich zu Dehnungen an den Förderbändern führen, wie sie z. B.
bei Aufschlagen größerer Ciesieinsstücke auftreten,
ohne Schaden überstehen. Man benui/i daher z.B.
l.citerschleifen. die mit Spiel von einem dünnen, biegsamen Rohr oder Schlauch aus Jnem Kunststoff
oder Gummimatcria! umgeben sind, wobei die l.eiterschleifcn aus Elastomeren als Seele bestehen,
die mit zwei oder mehr übereinander gewickelten Metalldrähten oder -bändern umflochten ist (vgl. deutsehe
Olienlegungsschril't P 1°-62 54K.0). Der Einbau
oder Anbau der Lciterschleifen in ;ider an Förderbänder
ist häufig schwierig und aufwendig.
Der Erfindung liegt, daher die Aufgabe zugrunde, bei Siahlseüfördcrbändern eine bedeutende Vereinfachung
bei der Ausbildung der für die Überwachung erforderlichen Lciterschlcifc, und zwar sowohl bei
der Fertigung der Stahlseilförderbänder als auch bei einer nachträglichen Ausrüstung der Stahlseilförderbänder
mit l.eitcrschleifen herbeizuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst. 'IaI.) die Leiterschl'V'en aus je zwei gegenüber
den Stahlseilen isoliert verlegten Leiterbrücken zwisehen zwei verschiedenen Stahlseilen und den die
Hnden der Leiterbrücken verbindenden Stahlseilen
selbst gebildet sind, wobei von Leiterschleife zu Leiterschleife die Leiterbriicketi andere Stahlseile
miteinander verbinden.
Nach einer Aiisfüliningsform der Erfindung ist
Voraussetzung für die Funktion dieser Leiterschleifen.
daß Lcilerschleifen aus Stahlseilabschnittcn und isoliert verlegten Leiterbrücken, die von I eiterschleife
zu Leitcrschleiie die gleichen Stahlseile mit- jo
einander verbinden, in einem Mindestabstand von
etwa 8 in angeordnet sind.
Als Entfernung /wischen /\>.ei eine Leiierschlcil'c
bildenden Leilerbrücken hai sich ein Abstand von
etwa IO bis I 00 ein als brauchbar ei wiesen, wobei die
Lcilerbrückcn keineswegs streng parallel zueinander
verlaufen müssen. Die gebildete Lciter^chleife wild
im allgemeinen eine rechteckige Form besitzen. Zur Einsparung von Verbindungsstellen zwischen i.eiterbrücken
und den Stahlseilen kann sie auch als Drei- 6r eck ausgebildet sein. Die Leilerbrücken können an
ihren Enden mit Klemmen oder durch Verflechtung mit den Stahlseilen der Förderbänder verbunden
sein. Denkbar ist auch cine KIeIv, Lot- oiler Schweißverbindung.
Bei Stahlscilförderbändern hai es s'ch gezeigt, daß
die bei Gummiförderbändern gebräuchliche Au fuhrungsform der Leiterschleifen einen völlig unnötigen
Aufwand bedeutet, da die Stahlseile selbst in die
Ausbildung der in sich geschlossenen Schlafen einbezogen
werden können. Dieser Umstand bringt beträchtliche Vorteile bei der Fertigung von mit uberwachungsschieifen
ausgerüsteten StahlseiJforderbandern,
aber auch bei der nachträglichen Ausrüstung derselben mit überwachungsschleifen·.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist m der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden naher beschrieben. Es zeigen .
Fiel eine teilweise schematische Aufsicht auf ein
mit Leiterschleifen ausgestattetes Förderband. Im Interesse
des besseren Verständnisses ist in Fig. 1 und
den übrigen Figuren die obere Deckschicht des Forderbandes
abgetragen;
F i β "> in vergrößerter Ansicht die Verbindung
eines Endes einer Leiterbrücke mit einem Stück eines Stahlseiles des Förderbandes und
Fi-. 3 eine ähnliche .Ansicht wie Fig. 2, und zwar
eine andere Arider Verb.r.dung. _
Fi» 1 zci'U schematisch einen Abschnitt eine
FördeTbande-,Ί. Jas mit einer MelKzanl von Leitcrschleifen
ausgestattet .st, wovon zwei in dieser F.eu;
cezei«t sind Das Förderband 1 umfaßt eine Mehrzahl
von Stahlseilen, von denen nur die äußerste mit den Zahlen 3 bis 6 gekennzeichnet sind. D:.·
Stahlseile verlaufen praktisch sämtlich parallel zueinander in Läimsrichtunu de:: Förderbandes und sim,
in einer Masse aus isolierendem Material eingehet^ ζ B in Gummi od. dd. Jode Lciterschlcifc bcsui.i
aus einem Paar \on Leiierbrücken 7, die jeweils m;:
ihren Enden an den Punkten 2 mit den am rechte:" und linken Rand de^ Förderbandes 1 geführic
Stahlseilen 3 und 4 bzw. 5 und 6 verbunden sind, ui···
■ms Teilstücken der Stahlseile 3 und 4 bzw. 5 und (,
die sich zwischen diMi Punkten 2 erstrecken. W ,■..
Fig. 1 zeiut, sind die Leiterbrücken der crsie::
Leiterschleffe mit ihren Enden mit den Stahlseilen 3
und 4 und die der nachfolgenden Leiterschleife r.v den Stahlseilen 5 und 6 verbunden. In diesem ImIi
kann der Mindeslabstand zwischen den aufeinander folgenden Leiterschieilen etwa 3 bis 4 m betragen. F-sei^erwähnt.
daß Fig. 1 nicht maßgelrcu gezeichnet
ist. da der Abstand der Leiterschlcifcn in Wirklichkeil wesentlich sirößer ist als die Breite des Förderbands
In l·' i ü. 1 werden die I.eiterbrücken 7 als im wcsentli
dien parallel eeführl dargestellt und praktisch qia-i
zur l.ang'.i-ichtun.ii tier Stahlseile, wobei der Abstand
zwischen zwei Leite !"brücken jeder Lcitcrschieite etwa 1·· bis K/O cm beträgt.
F i iz. 2 : jigt in vergrößertem Maßstab die Verbinchinu
des blanken Endes einer Leiterbrücke 7 mit
einem Mahlseil, z. M. dem Stahlseil 3. durch eine
Klemme 8 von bekannter Konstruktion, während Ii μ. .' 'Jiemaiisch lmh: andere Verbindungsart an: zciui.
wie das blanke Ende der Leiterbrücke durch Umwickeln, Verflechten ockr Verschweißen 9 iitn
Stahlseil angeschlossen is!. Wie bereits erwähnt, muß wenigstens eine der beiden L.'itcrbrücken gegenüber
dem Stahlseil, an dem sie vorbeigeführt ist, isoliert
sein, und die blanken Enden der Leiterbrücken sowie
die blanken Stellen der Stahlseile müssen an den Verbindungsstellen jedenfalls wieder sorgfältig isoliert
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Leiterschleife für die überwachung von Stahlseilfordcrbändern, die mit außerhalb der
Stahlseilförderbänder angeordneten Abfrageeinrichtungen elektromagnetisch gekoppelt sind und
durch deren Zerstörung oder Lageveränderung die Abfrageeinrichtung beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterschleifen aus je zwei gegenüber den Stahlseilen
isoliert verlegten L.eiterbrücken (7) zwischen zwei verschiedenen Stahlseilen (3, 4, 5, 6) und den die
Enden der Lcitcrhrückcn verbindenden Stahlseilen selbst gebildet sind, wobei von Leiterschleife
zu Leiterschleife die Leiterbrücken andere Stahlseile miteinander verbinden.
2. Leiterschleife nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Lcitcrschleifcn aus Stahlseilabschnitten und isoliert verlegten Leiterbrücken (7),
die von Leiterschleife zu Lciierschleife die gleieben
Stahlseile (3, 4, 5. 6) miteinander verbinden.
in einem Mindestabsiand von etwa 8 m angeordnet
sind.
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