DE2124397B2 - Verfahren zur herstellung von ueberzuegen auf metalloberflaechen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von ueberzuegen auf metalloberflaechenInfo
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Description
30
35
Der Korrosionsschutz von Metalloberflächen spielt eine wichtige Rolle. Es sind verschiedene Verfahren zur
Behandlung von Metalloberflächen bekannt, die eine Verringerung der Korrosionsanfälligkeit, eine Verbesserung
der Haftung zwischen dem Metalluntergrund und nachfolgend aufzubringenden Schutzanstrichen
sowie im Zuge der vorgenannten Zielsetzung eine Verbesserung der physikalischen und chemischen
Eigenschaften der mit einem Schlußanstrich versehenen Metalloberflächen, insbesondere hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit,
des Aussehens und der Verarbeitungseigenschaften bezwecken. Diese Verfahren umfassen
die chemische Vorbehandlung von Metalloberflächen, z. B. mit Zinkphosphat oder Zinkchromat. Durch
die chemische Behandlung wird die Korrosionsbeständigkeit gegenüber nicht behänderen Metalloberflächen
verbessert. Die hierbei erzielten Überzüge sind jedoch gegenüber längerer Einwirkung der Atmosphäre,
insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit, nicht beständig. Zwar wird durch die chemische Behandlung der
Metalloberflächen auch eine Haftungsverbesserung der Untergrunds gegenüber nachfolgend aufzubringenden
Anstrichen erreicht, sowohl die Verbesserungen hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit der Haftung als
auch der Verarbeitungseigenschaften des Endprodukts sind jedoch in der Praxis nicht zufriedenstellend.
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallen zu schaffen,
bei dem das Metall einen in hohem Maß korrosionsbeständigen Überzug mit ausgezeichneten mechanischen
Eigenschaften erhält, der gleichzeitig als Haftvermittler rür einen gegebenenfalls anschließend aufzubringenden
thermoplastischen oder hitzehärtbaren Überzug wirkt, so daß man in jedem Fall Überzüge erhält, die den
Vorzug der Korrosionsbeständigkeit, wie Witterungsbeständigkeit
oder Resistenz gegenüber chemischen Angriffen, mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften
vereinen. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst
Somit betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Überzügen auf Metalloberflächen, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man auf den gegebenenfalls chemisch vorbehandelten Metalluntergrund
einen Grundieranstrichstoff (A) aufbringt, der ί bis 85 Prozent freie Isocyanatgruppen enthält, diesen Anstrichfilm
zu einer Trockenfilmdicke von 0,01 bis 5 μπι in
der Wärme trocknet und auf den trockenen Grundieranstrich in an sich bekannter Weise einen weiteren
Anstrichstoff (B) aus einem hitzehärtbaren Acrylharz oder einem hitzehärtbaren butylierten Melaminharz-Alkyd-Polyesterharz-Gemisch
aufbringt und den Anstrichfilm gleichfalls wärmebehandelt
Der Grundier-Anstrichstoff (A) besteht aus niedermolekularen oder hochmolekularen Verbindungen (a),
die mindestens eine freie Isocyanatgruppe pro Molekül enthalten und gegebenenfalls Verbindungen (b), die
zwei oder mehr aktive Wasserstoffatome pro Molekül enthalten, organischen Lösungsmitteln, Bindemitteln,
Pigmenten, Füllstoffen und anderen üblichen Zusatzstoffen und Verarbeitungshilfsmitteln, die gegenüber
Isocyanatgruppen nicht übermäßig reaktiv sind.
Geeignete Isocyasiatverbindungen (a) sind z. B. Monoisocyanate, wie Butyl-, Lauryl-, Octadecyl- oder
Phenylisocyanat, oder Diisocyanate der allgemeinen Formel
OCN-R-NCO
in der R einen Alkylrest mit 2 bis 36 C-Atomen oder einen Aryl- oder Cycloalkylrest, wie einen Cyclohexylrest
bedeutet. Spezielle Beispiele hierfür sind Tetramethylendiisocyanat
Hexamethylendiisocyanat, Lysindiisocyanat.
Diisocyanate von dimeren Säuren, Cyclohexandiisocyanat, Toluylendiisocyanat, Xylylendiisocyanat,
Diphenylmethandiisocyanat, Metaphenylendiisocyanat oder Phenylendiisocyanat.
Weitere geeignete Verbindungen (a) sind die Reaktionsprodukte der vorgenannten Polyisocyanate
mit aliphatischen, aromatischen oder acyclischen Verbindungen, die ein aktives Wasserstoffatom, ζ. Β.
eine Hydroxyl-, Amino- oder Carboxylgruppe, aufweisen. Spezielle Beispiele für Verbindungen, die ein
aktives Wasserstoffatom enthalten, sind Äthanol, Butanol, Laurylalkohol, Phenol, Laurylamin, Octylamin,
Essigsäure, Propionsäure, Stearinsäure oder Benzoesäure. Spezielle Beispiele für Verbindungen (b), die zwei
oder mehr aktive Wasserstoffatome enthalten, sind Wasser, Äthylenglykol, Polyäthylenglykol, Glycerin,
Trimethylolpropan, Pentaerythrit Hexamethylendiamin, Äthylendiamin, Äthanolamin, Phthalsäure, Bernsteinsäure,
Adipinsäure, Sebacinsäure, Trimellithsäure, Polyester aus Polyalkoholen und Polycarbonsäuren,
Vinylpolymerisate, die Hydroxylgruppen und/oder Carboxylgruppen in der Seitenkette enthalten oder
Polyamide. Die Anstrichstoffe (A) können auch anstelle von Gemischen die Reaktionsprodukte der vorgenannten
Polyisocyanate mit den Verbindungen (b) enthalten. Spezielle Beispiele hierfür sind die im Handel
erhältlichen Reaktionsprodukte aus 3 Mol Hexamethylendiisocyanat und 1 Mol Wasser, 3 Mol Toluylendiiso-
. und 1 Mol Trimethylolpropan, Xylylendiisocyad
Trimethylolpropan oder Hexamethylendiisotand einem Polyester.
st« organische Lösungsmittel sind z. B. Ketopwfi
Aceton, Methyläthylketon oder Methylisobutyl-' oder Ester, wie Äthylacetat oder Butylacetat,
aromatische Lösungsmittel, wie Toluol oder , Beispiele für geeignete Bindemittel sind Celluloivate,
wie Nitrocellulose oder Celluloseacetobuty-Epoxyharze, Vinylpolymerisate, Polyamide oder
jrester. Vorzugsweise enthalten die Anstrichstoffe ι solche organischen oder anorganischen Pigmente,
als Rostschutzpigmente Verwendung finden, wie omat, Strontiumchromat, Eisenoxid, Zinkoxid,
ver, Aluminiumpulver, Pulver aus Eisen-Bleilegen oder Bariummetaborat Die Pigmente weri
vorzugsweise in einer Menge von 5 bis 200 TeiJen, ogen auf 100 Teile des Anstrichstoffs (A) verwendet
!Vorzugsweise enthalten die Anstrichstoffe (A) die vorgenannten Zusatzstoffe, da hierdurch die Eigenschaften
als Korrosionsschutz und als Untergrund für die Anstrichstoffe (B) im allgemeinen beträchtlich
verbessert werden. Außerdem wird hierdurch die Handhabung der Anstrichstoffe (A) verbessert.
Der Anstrichstoff (A), der vorzugsweise 5 bis 85
Prozent freie Isocyanatgruppen enthält wird in solchen Mengen auf die unbehandelte oder chemisch vorbehandelte
Metalloberfläche aufgebracht, daß nach dem Trocknen des Naßfilms an der Luft oder unter
Wärmeeinwirkung eine Filmdicke von mindestens 0,01 μπι. vorzugsweise 0,05 bis 5 μίτι, entsteht. Filmdikken
unter 0,01 μίτι sind wenig wirksam und Filmdicken
von über 5 μιη können sich nachteilig auf das Aussehen
und die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Oberfläche auswirken.
Auf welche Weise die Verbesserung der Metalloberfläche durch den Anstrichstoff (A) zustande kommt, ist
bisher noch nicht geklärt. Es wird jedoch vermutet, da1?
das an der Metalloberfläche adsorbierte Wasser oder in der Metalloberfläche enthaltene Metallwasser mit den
freien lsocanatgruppen des Anstrichstoffs (A) reagiert, wobei ein geschlossener, fest haftender Film entsteht.
Hierdurch wird der Zutritt von Luftsauerstoff oder anderer korrodierend wirkender Stoffe verhindert,
während gleichzeitig der katalytische Einfluß des Wassers und gegebenenfalls anderer auf der Metalloberfläche
befindlicher Stoffe auf die Metallkorrosion infolge der Reaktion mit dem Isocyanat verhindert wird.
Die thermoplastischen oder hitzehärtbaren Anstrichstoffe (B) enthalten als Bindemittel z, B- Alkydharze,
Polyesterharze, Epoxyharze, Polyolefine, wie Polyäthylen oder Polypropylen, Polyamide, thermoplastische
Acrylharze oder hitzehärtbare Acrylharze. Die Anstrichstoffe (B) können z. B. in Wasser oder organischen
Lösungsmitteln löslich oder in Wasser dispergierbar sein. Des weiteren kommt die Verarbeitung aus der
Schmelze oder die Anwendung von Plastisolen in Frage. Besonders gute Ergebnisse werden bei der Verwendung
hitzehärtbarer Anstrichstoffe erhalten.
Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich auf Grund der ausgezeichneten Haftung
des Anstrichfilms (A) auf dem nicht vorbehandelten oder chemisch vorbehandelten Metalluntergrund und
des Anstrichfilms (B) auf dem Anstrichfilm (A)1 die zu einem synergistischen Effekt zusammenwirken, erheblich
bessere physikalische und chemische Eigenschaften der Überzüge erzielen, als es bisher bei Anwendung
bekannter Verfahren möglich war.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teileangaben beziehen sich auf das Gewicht
S Gewalzte Flußeisenbleche der Abmessungen 7Ox 150x0,8 mm werden in Toluol eingetaucht u<jd
anschließend sorgfältig mit einem Baumwollflanelltuch abgewischt Hierauf werden die Bleche mit einem
Sandpapier (400er Körnung) geschliffen. Blech Nr. (1)
ίο bleibt unbehandelt während die Bleche (2) bis (14) mit
den in Tabelle I aufgeführten Anstrichstoffen (A) behandelt werden, so daß Überzüge von 1 bis 2 μιη
Stärke entstehen. Die Bleche (1) bis (7) werden 30 Minuten bei 80°C und die Bleche (8) bis (12)
30 Minuten bei 130° C getrocknet Anschließend werden
die so behandelten Bleche in einen Klimaschrank (20° C, 75 Prozent relative Luftfeuchte) gestellt Nach 2 Tagen
hat sich auf dem Stahlblech (1) Rost gebildet Bei den anderen Blechen ist selbst nach 1 Monat noch keine
ίο Veränderung festzustellen.
Blech Nr. Anstrichstoff (A)
(2) Addukt aus Hexamethylendiisocyanat und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent)
(3) Addukt aus Xylylendiisocyanat und Trimethylolpropan (NCO-Gehalt 12 Prozent)
(4) Toluylendiisocyanat
(NCO-Gehalt 51 Prozent)
(5) Hexamethylendiisocyanat (NCO-Gehalt 50 Prozent)
(6) Laurylisocyanat (NCO-Gehalt 15 Prozent) (7) Addukt aus Hexamethylendiisocyanat und
Butanol (NCO-Gehalt 17 Prozent)
(8) Addukt aus Hexamethylendiisocyanat und einem hauptsächlich aus Sojabohnenöl
bestehenden Alkydharz (NCO-Gehalt 20 Prozent)
(9) Addukt aus Toluylendiisocyanat und einem Butylacrylat-Methylmethacrylat-Copolymerisat
(NCO-Gehalt 20 Prozent)
(10) Addukt aus Hexamethylendiisocyanat und einem Polyester aus Adipinsäure,
Neopentylglykol, Isophthalsäure und Tnmethylolpropan
(NCO-Gehalt 10 Prozent)
(NCO-Gehalt 10 Prozent)
(11) Addukt mit 13 Prozent NCO-Gehalt aus Toluylendiisocyanat und einem Epoxyharz
(12) Addukt aus Hexamethylendiisocyanat und einem Copolymerisat aus N-Butoxymethylacrylamid,
Styrol, Methylmethacrylat, Butylacrylat und Methacrylsäure (NCO-Gehalt 14 Prozent)
(13) Gemisch aus 95 Teilen Hexamethylendiisocyanat
und 5 Teilen Nitrocellulose ('/2") mit 20 Prozent Festkörpergehalt
(14) Gemisch aus 3 Teilen Zinkchromat und
97 Teilen eines Addukts aus Toluylendiiso
cyanat und einem Butylacrylat-Methylmethacrylat-Copolymerisat (NCO-Gehalt 20 Prozent)
B e i s ρ i e I 2
Eine hitzehärtbare Anstrichfarbe wird wie folgt hergestellt: Ein Gemisch aus 43 Teilen Äthylacrylat,
43 Teilen Styrol, 10 Teilen 2-Hydroxyäthylmethacrylat
3 Teilen Methacrylsäure, 75 Teilen Xylol, 25 Teilen n-Butanol und 3,0 Teilen Azobisisobutyronitril wird der
Polymerisation unterworfen. 80TwIe der erhaltenen durchsichtigen Mischpolymerisatlösung werden mit
20 Teilen eines butylierten Meiaminharzes (50prozentige Lösung) und 50 Teilen Titandioxid vom Rutiltyp
vermengt
Mit dieser Anstrichfarbe werden das unbehandelte Blech (i) sowie die mit dem Anstrichstoff (A)
überzogenen Bleche (2), (3), (4), (6), (10), (11) und (12) aus
Beispiel 1 sowie ein Blech (15), das durch Phosphatieren eines gewalzten Flußeisenbleches mit Zinkphosphat
hergestellt worden ist gestrichen. Nach 30minütigem Stehen werden die Anstriche 20 Minuten bei 15O0C
eingebrannt Die Eigenschaften der so erhaltenen Bleche sind In Tabelle H zusammengestellt In Tabelle II
sind bei der Schlagprüfung die Werte in cm nach dem Du Pont-Verfahren angegeben. Die Dornbiegeprüfung
bezieht sich auf das um einen Dorn mit dem angegebenen Durchmesser um 180° gebogene Blech. Je
kleiner der Dorndurchmesser, desto besser ist die Elastizität des Anstrichfilms. Beim Klebstreifentest
werden in den Anstrichfilm 10 Schnitte gemacht und 10 weitere Schnitte quer darüber gelegt Der Abstand der
Schnitte beträgt jeweils 1 mm. Die durch den Gitterschnitt vorbereitete Stelle des Anstrichiilms wird mit
einem Klebestreifen überklebt der dann abgerissen wird. Das Testergebnis bezieht sich auf die Anzahl der
Quadrate, jeweils bezogen auf 100, die nicht mit dem Klebeband abgerissen werden. Der Salznebeltest gibt
die Breite der vom Rost befallenen Stelle an der Schnittstelle nach SOstündigem Besprühen mit 5prozentiger Kochsalzlösung an.
| Tabelle H | Blech Nr. | 15 | 2 | 3 | 4 | 6 | 10 | 11 | 12 |
| 1 | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 | 35 | |
| 33 | 93 | 88 | 90 | 90 | 91 | 87 | 90 | 93 | |
| Filmdicke | 92 | 2H | 2H | 2-3 H | 2H | 2H | 2H | 3H | 3H |
| Glanz (%) | 2H | 3,0 | 5,5 | 5,0 | 4,5 | 4,5 | 6,0 | 6,0 | 5,5 |
| Bleistifthärte | 3,0 | 35 | 50 | 50 | 40 | 45 | 50 | 50 | 50 |
| Erichsen-Tiefung (mm) | 30 | ||||||||
| Schlagprüfung (1,27 cm 0, | 8 | 3 | 3 | 6 | 7 | 3 | 3 | 3 | |
| 500 g) in cm | 10 | 98/100 | 100/100 | 100/100 | 100/100 | 100/100 | 100/100 | 100/100 | 100/100 |
| Dornbiegeprüfung (mm 0) | 98/100 | 2 | 2 | 1-2 | 2 | 2 | 1-2 | 1 | 1-2 |
| Klebestreifentest | 6 | ||||||||
| Salznebel-Test | |||||||||
| (mm in 50 Stunden) | |||||||||
Aus Tabeile II ergibt sich, daß die Anstrichfilme der
Bleche (1) und (15), die Vergleichsversuche darstellen, eine schlechtere Haftung und eine schlechtere Elastizität aufweisen. Darüber hinaus zeigt der Wert für den
Salznebel-Test daß das Blech (1) nur einen sehr schlechten Korrosionsschutz aufweist Im Gegensatz
hierzu ergibt sich aus den Prüfwerten für die Bleche (2) bis (12), daß die erfindungsgemäß hergestellten Anstrichfilme ausgezeichnete Verarbeitungseigenschaften,
insbesondere eine sehr gute Haftung auf dem Metalluntergrund und eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit zeigen.
Ein blauer Einbrennlack wird wie folgt hergestellt:
Ein Gemisch aus 30 Teilen Styrol, 27 Teilen Methylmethacrylat 30 Teilen Butylacrylat, 10 Teilen
2-Hydroxyäthylmethacrylat 3 Teilen Methacrylsäure, 75 Teilen eines handelsüblichen aromatischen Mischlösungsmittels mit einem Siedebereich von 186 bis 212° C
und einer Dichte von 0,892,25 Teilen Butanol, 3,0 Teilen Azobisisobutyronitril und 0,5 Teilen tert-Dodecylmer-
captan wird der Polymerisation unterworfe,:. 85 Teile der durchsichtigen Mischpolymerisatlösung werden mit
15 Teilen einer 50prozentigen Lösung eines butylierten Meiaminharzes, 23 Teilen Titandioxid vom Rutiltyp,
7,4 Teilen Phthalocyaninblau, 4,3 Teilen Phthalocyanin- grün und 40 Teilen Verdünnungsmittel vermischt.
Galvanisierte Bleche der Abmessungen 150x300x0,37 mm werden der Phosphatierung mit
Zinkphosphat unterzogen. Auf die so erhaltenen Bleche werden folgende Anstrichstoffe(A) aufgebracht:
| Blech | Anstrichstoff (A) | Filmdicke |
| Nr. | (μΐη) | |
| (16) | ohne Anstrich | |
| (17) | Addukt aus Hexamethylendiiso- | 2-3 |
| cyanat und Wasser | ||
| (NCO-Gehalt 15 Prozent) | ||
| (18) | Addukt aus Xylylendiisocyanat | 1-2 |
| und Trimethylolpropan | ||
| (NCO-Gehalt 12 Prozent) | ||
| (19) | Addukt aus Toluylendiisocyanat | 0,5-1,5 |
| und Wasser | ||
| (NCO-Gehalt 13 Prozent) | ||
| (20) | Addukt aus 2 Teilen Hexa- | 2-3 |
| methylendiisocyanat und | ||
| 4,6 Teilen einer 50prozentigen | ||
| Lösung eines Polyesters mit | ||
| einer Hydroxylzahl von 50 | ||
| (NCO-Gehalt 3 Prozent) |
Die beschichteten Bleche werden 60 Sekunden auf 250°C erhitzt. Dann werden die Bleche 15 Tage in einen
Klimaschrank (20°C, 75 Prozent relative Luftfeuchtigkeit) eingestellt. Anschließend wird auf die so vorbehandelten
Bleche der vorgenannte blaue Einbrennlack aufgebracht und nach 20minütigem Stehen 60 Sekunden
bei 250°C eingebrannt. Die Eigenschaften der erhaltenen Anstrichfilme sind in Tabelle III zusammengestellt.
Der Klebstreifen-Erichsen-Test in Tabelle IM wird so durchgeführt, daß zunächst durch Kreuzschnitte
100 Quadrate von je 1mm2 in den Anstrichfilm
eingeschnitten werden, der anschließend mit einem Erichsen-Apparai um 6 mm Redehnt wird.
Der so vorbereitete Anstrichfilm wird mit einem Klebestreifen überklebt, der anschließend abgerissen
wird. In Tabelle III beziehen sich die Zahlenangaben für den Klebstreifentest auf die Zahl der abgerissenen
Quadrate.
Die Werte für die Schlagprüfung beziehen sich auf das Du Pont-Verfahren, bei einer Fallhöhe von 50 cm.
Es werden folgende Bewertungen verwendet:
Bewertung Zustand des Anstrichfilms nach
der Schlagprüfung
keine Beschädigung
leichte Beschädigung
erhebliche Beschädigung
vollständige Zerstörung
leichte Beschädigung
erhebliche Beschädigung
vollständige Zerstörung
Die Biegeprüfung wird so durchgeführt, indem man das Blech unter einem Winkel von 180° biegt, wobei der
zu biegende Teil von der Rückseite her mit einem 1 mm dicken Blechstück gestützt wird. Der gebogene Teil
wird anschließend dem Abschältest unter Verwendung eines Klebstreifens unterzogen.
Der gebogene Teil wird anschließend dem Klebestreifentest unterzogen. Es werden folgende Bewertungen
verwendet:
Bewertung Zustand des Anstrichfilms nach
der Biegeprüfung
keine Beschädigung
leichte Beschädigung, aber kein
Abschälen
im wesentlichen abgeschält
Aus Tabelle III ergibt sich, daß die erfindungsgemäß
hergestellten Anstrichfilme (17) bis (20) wesentlich bessere Eigenschaften hinsichtlich der Haftung, der
Verarbeitbarkeit und der Korrosionsbeständigkeit aufweisen als der nach dem Stand der Technik hergestellte
Anstrichfilm (16).
Blech Nr.
16 17
18
19
20
| Filindicke (μπι) | Tabelle IV | 15 | 16 | 18 | 17 | 17 |
| Glanz {%) | 75 | 73 | 76 | 75 | 75 | |
| Bleistifthärte | 2H | 2H | 2H | 2H | 2H | |
| Klebstreifen-Erichsen- | <5 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Test | ||||||
| Blech Nr. | 17 | 18 | 14 | 1 | |
| 16 | 1 | ||||
| Schlagprüfung | 2 | ||||
| (1,27 cm 0, 1 kg) | 0 | 0 | 1 | ||
| Vorderseite | 2 | 0 | 1 | 1 | |
| Rückseite | 3 | 0 | 1 | 1 | |
| Biegeprüfung | 2 | 1 | 1 | 2 | |
| Salznebel-Test | 3 | ||||
| (mm in 120 Stunden) | Beispiel 4 | ||||
is Ein Gemisch aus 59 Teilen Methylmethacrylat, 40
Teilen Butylacrylat, 1 Teil Methacrylsäure, 0,35 Teilen Benzoylperoxid und 120 Teilen Toluol wird der
Polymerisation unterworfen. 100 Teile der Polymerisatlösung (40 Prozent Festkörper) werden in einer
Kugelmühle gründlich mit 40 Teilen Titandioxid vom Rutiltyp zu einer weißen Anstrichfarbe (a) vermählen.
Eine weiße Anstrichfarbe (b) wird hergestellt, indem ein schnelltrocknendes Phthalsäure-Leinölalkydharz
mit einem Ölgehalt von 60 Prozent mit Kobaltnaphthenat und Titandioxid vom Rutiltyp vermischt wird.
4,3 Teile eines butylierten Melaminharzes (50prozentige
Lösung) werden mit 35,6 Teilen Titandioxid und 45,8 Teilen eines Polyesters (60prozentige Lösung,
Säurezahl 12), der durch Polykondensation von 20,9 Teilen Adipinsäure, 36,5 Teilen Neopentylglykol,
35,6 Teilen Isophthalsäure und 7,2 Teilen Trimethylolpropan hergestellt worden ist, vermischt. Beim Verdünnen
dieses Gemisches mit Naphtha und Äthylenglykolmonobutyläther erhält man eine weiße Anstrichfarbe
(C).
Gewalzte Flußeisenbleche der Abmessungen 70x 150x0,8 mm werden mit Toluol entfettet. Hierbei
erhält man die Bleche (21). Auf diese Bleche wird ein Anstrich aus einem 1:1 -Gemisch von Xylylendiisocyanat
und einem Addukt aus Hexamethylendiisocyanat und Wasser (NCO-Gehalt 15%) aufgebracht, so daß eine
Filmdicke von 2 μΐη entsteht. Der Naßfilm wird 10 Minuten bei 1500C getrocknet. Die Bleche (21) und
(22) werden 1 Tag in einen Klimaschrank (200C,
75 Prozent relative Luftfeuchte) eingestellt.
Anschließend werden die Bleche (21) und (22) mit den Anstrichfarben (a). (b) und (c) gestrichen. Die mit den
Anstrichfarben (a) und (b) gestrichenen Bleche werden nach 20minütigem Trocknen 29 Minuten auf 1300C
5Ci erhitzt. Das mit der Anstrichfarbe {c) gestrichene Blech
wird nach 20minütigem Trocknen 20 Minuten auf 130°C
erhitzt Die Eigenschaften der erhaltenen Anstrichfilme sind in Tabelle IV zusammengestellt
| Anstrichfarbe | b | 22/b | C | 22/c |
| a | ||||
| Blech Nr. | 21 | 29 | ||
| 21 22/a | ||||
Isocyanatanstrich
Ericnsen-Tiefung (mm)
Schlagprüfung in cm
(1.27 cm 0.500 g)
Biegeprüfung (mm 0)
Klebstreifentest
nein
30
ja
50
nein
7
40
ja
50
nein
8
50
2 2
100/100 100/100
2 2 1
100/100 98/100 100/100
709 S11/348
Aus Tabelle IV geht hervor, daß die Anstrichfarben auf den erfindungsgemäß mit dem Isocyanatanstrich
vorbehandelten Blechen wesentlich besser haften und daß die Filmeigenschaften insgesamt besser sind als bei
den nicht vorbehandelten Blechen.
Es werden folgende Bleche hergestellt: 10
(I) Entfettete Kupferbleche der Abmessungen 50 χ 50 χ 3 mm.
(II) entfettete Messingbleche (Cu :Zn = 7 :3) der
Abmessungen 50 χ 50 χ 3 mm,
(III) entfettete, zinnplattierte Stahlbleche der Abmessungen 50 χ 50 χ 0,4 mm und
(IV) entfettete galvanisierte Stahlbleche der Abmessungen 50 χ 50 χ 0,4 mm.
Die vorgenannten Bleche werden 1 Tag in einem Klimaschrank (20°C, 75 Prozent relative Luftfeuchte)
eingestellt. Nach dem Aufbringen einer 20prozentigen Lösung eines Addukts aus Hexamethylendiisocyanat
und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent) zur Erzeugung einer Filmdicke von 1 μίτι werden die Bleche 10 Minuten
auf 150° C erhitzt. Die so vorbehandelten Bleche werden
24 Stunden in den vorgenannten Klimaschrank eingestellt, wobei man die Bleche (V), (Vl), (VlI) und (VIII)
erhält. Die Bleche (I) bis (VIII) werden dann mit der
weißen Anstrichfarbe aus Beispiel 2 gestrichen, so daß eine Trockenfilmdicke von 30 μΐπ entsteht. Der Naßfilm
wird 20 Minuten bei 150°C eingebrannt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle V zusammengestellt.
1 socy anatanstrich
Glanz (%)
Bleistifthärte
Erichsen-Tiefung (mm)
Klebestreifentest
Biegeprüfung (mm 0)
Salznebel-Test
(mm in 150 Stunden)
Glanz (%)
Bleistifthärte
Erichsen-Tiefung (mm)
Klebestreifentest
Biegeprüfung (mm 0)
Salznebel-Test
(mm in 150 Stunden)
Aus Tabelle V geht hervor, daß man unabhängig von der Art des Metalluntergrunds eine sehr gute Haftung
erzielt und daß die erfindungsgemäß hergestellten Produkte eine sehr gute Verarbeitung und Korrosionsbeständigkeit
aufweisen.
Ein Gemisch aus 7 Teilen Acrylamid, 25 Teilen Styrol, 25 Teilen Methylmethacrylat, 40 Teilen Butylacrylat,
3 Teilen Methacrylsäure, 25 Teilen tert-Dodecylmercaptan,
4 Teilen Cumolhydroperoxid, 25 Teilen Butanol und 25 Teilen eines aromatischen Mischlösungsmittels
(Siedebereich 186 bis 2120C, Dichte 0,892) wird der Polymerisation unterworfen. Das Polymerisationsprodukt
wird mit 0.2 Teilen Maleinsäureanhydrid. 6 Teilen
Formaldehyd und 9 Teilen Butanol zur Veretherung der im Reaktionsgemisch vorhandenen Säureamidgruppen
versetzt und anschließend mit dem vorgenannten Mischlösungsmittel verdünnt.
90 Teile der vorgenannten Polymerlösung werden mit 10 Teilen eines Epoxyharze*. 23 Teilen Titandioxid
vom Rutiltyp, 43Tei!en Phthalocyanin-Grün und
40 Teilen Verdünnungsmittel zu einer bläuen Anstrichfarbe (d) vermischt
Ein Gemisch aus 50 Teilen Äthylacrylat 30 Teilen Styrol, 15 Teilen n-Butoxymethylmethacrylamid und
5 Teilen Itaconsäure wird in Isopropanol polymerisiert.
Nach Neutralisation der erhaltenen Polymerlosung mit Äthanolamin erhält man eine Polymerlösung mit einem
Festkörpergehalt von 60 Prozent. 50 Teile dieser Polymerlösung werden mit 15 Teilen Titandioxid vom
Rutiltyp zu einer Paste vermischt Diese Paste wird mit Wasser zu einer wäßrigen Anstrichfarbe (e) mit einem
Festkörpergehalt von 40 Prozent vermischt
| Metalluntergrund | V | Messing | Vl | zinnplatiieries | Vl! | galvanisiertes | VIII |
| Kupfer | ja | ja | Stahlblech | ja | Stahlblech | ja | |
| 88 | 90 | 91 | 90 | ||||
| Blech Nr | 2H | !! | 2H | 111 | 2H | IV | 2H |
| 1 | nein | nein | 6.0 | nein | 6,5 | ||
| nein | 100/100 | 90 | 100/100 | 93 | 100/100 | 93 | 100/100 |
| 89 | 2 H | — | 2H | 2 | 2H | 2 | |
| 2H | 4.0 | 1-2 | 3,5 | 1-2 | |||
| 95/100 | 95/100 | 98/100 | |||||
| 95/100 | 8 | 8 | |||||
| 6 | 6 | ||||||
| _ | |||||||
Die in Beispiel 3 erhaltenen Bleche (16) und (17) werden mit der blauen Farbe (d) gestrichen, so daß eine
Filmdicke von 15 um entsteht. Die Naßfilme werden
60 Minuten bei 3000C eingebrannt. Die Eigenschaften der erhaltenen Anstrichfilme sind in Tabelle Vl
zusammengestellt. Nach dem Streichen der Bleche (16] und (17) mit der weißen Farbe (e) werden die Naßfilme
20 Minuten bei 180°C eingebrannt, die Filmstärke
beträgt 20 μίτι. Die Eigenschaften der hierbei erhaltener
Anstrichfilme sind ebenfalls in Tabelle VI zusammenge
stellt. Die Durchführung des Klebstreifen-Erichsen
Tests und der Schlagprüfung erfolgen wie in Beispiel 3 Bei der Biegeprüfung bedeutet die Zahl 3 die völlig·
Abschälung des Anstrichfilms.
so
SS
6o
| Tabelle Vl | Anstrichfarbe | Nr. | e | 17 |
| d | 17 | 80 | ||
| Blech | 83 | 16 | 3H | |
| 16 | 3H | 68 | 0 | |
| 70 | 0 | H | ||
| Glanz (%) | 2H | <5 | ||
| Bleistifthärte | 0 | |||
| Klebstreifen- Erichsen-Test | 0 | |||
| Schlagprüfung bei 50 cm | 0 | 0 | ||
| Fallhöhe (1,27 cm 0. | 0 | 3 | 0 | |
| J kg) | 2 | 0 | 3 | 1 |
| Vorderseite | 3 | Ö5 | 3 | |
| Rückseite | 3 | 6 | ||
| Biegeprüfung | 3 | |||
| Salznebel-Test (ram in | ||||
| 120 Stunden) | ||||
Tabelle Vl zeigt, daß die erfindungsgemäß hergestellten Überzüge ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich
der Korrosionsbeständigkeit und der Verarbeitbarkeit aufweisen.
Eine Aluminiumfolie von 0,8 mm Dicke und eine mit einer Aluminiumoxidschicht versehene Aluminiumfolie
werden mit einem 2 bis 3 μπι starken Überzug aus einem
Addukt von Hexamethylendiisocyanat und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent) versehen.
Ein Gemisch aus 20 Teilen 2-Hydroxyäthylmethacrylat,
50 Teilen Äthylmethacrylat, 27 Teilen Äthylacrylat und 3 Teilen Methacrylsäure wird in einem Gemisch aus
Toluol/Butylacetat der Polymerisation unterworfen. 100 Teile der vorgenannten Polymerisatlösung mit
einem Festkörpergehalt von 45 Prozent werden mit 10 Teilen eines Addukts aus 3 Mol Toluylendiisocyanal
und 1 Mol Trimethylolpropan sowie 100 Teilen Butylacetat vermischt Hierbei erhält man einen klären Lack.
Mit diesem Klarlack werden die vorgenannten Aluminiumfolien gestrichen, so daß eine Filmstärke von 15 μηι
entsteht Die Naßfilme werden 10 Minuten bei 1300C
eingebrannt Die Eigenschaften der Anstrichfilme sind in Tabelle VIl zusammengestellt
M etailuntergrund
Aluminiumfolie Aluminiumfolie mn
AbOj-Schichi
AbOj-Schichi
lsocyanatanstnch
Kiebstreifen-Test
Kiebstreifen-Test
Enchsen-Tiefung (mm)
Biegeprüfung
(ram 0)
Schlagprüfung
in cm
Biegeprüfung
(ram 0)
Schlagprüfung
in cm
(1.27 cm 0.
500 g)
500 g)
Tabelle VlI zeigt die Überlegenheil der erftndungsgem*8 hergestellten Überzüge.
nein ja nein ja
98/100 100/100 95/!OO 100/100
2,4 5 4 7
10 2 9 3
10 50 15 50
Ein Gemisch aus 80 Teilen 2-Äthylhexylacrylat, 20
Teilen 2-Hydroxyäthylacrylat, 3,0 Teilen n-Dodecylmercaptan,
25 Teilen Azobisisobutyronitril, 50 Teilen Xylol und 50 Teilen Butylacetat wird der Polymerisation
unterworfen. Hierbei erhält man eine klare Polymerlösung (f).
Ein Gemisch aus 17 Teilen Styrol, 17 Teilen ίο Methylmethacrylat, 56 Teilen n-Butylacrylai, 10 Teilen
Methacrylsäure, 4 Teilen n-Dodecylmercaptan, 4 Teilen Azobisisobutyronitril und 100 Teilen Xylol wird der
Polymerisation unterworfen. Hierbei erhäit man eine klare Polymerlösung (g).
Unter Verwendung des phosphatierten Stahlblechs (16) aus Beispiel 3 werden folgende Überzüge
hergestellt:
Blech (23)
Blech (23)
Gemisch aus 10 Teilen der Polymerlösung (f) und 10
Teilen eines Addukts aus Hexamethylendiisocyanat und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent), Filmstärke
2 bis 3 μπι.
Blech (24)
Blech (24)
Gemisch aus 10 Teilen der Polymerlösung (f), 10 Teilen eines Addukts aus Hexamethylendiisocyanat
und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent) und 5 Teilen einer Nitrocellulose ('/2", 20prozentige Lösung),
Filmstärke 2 bis 3 μΓη,
Blech (25)
Blech (25)
Gemisch aus 10 Teilen der Polymerlösung (g) und 10 Teilen eines Addukts aus Hexamethylendiisocyanat
und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent), Filmsicirke 2 bis 3 μίτι.
Blech (2b)
Blech (2b)
Gemisch aus 10 Teilen der Polymerlösung (f). 10 Teilen eines Addukts aus Hexamethylendi'socyanat
und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent) und 2 Teilen Titandioxid vom Rutiltyp. Filmstärke 2 bis 3 μπι
und
Blech (27)
Blech (27)
10 Teile der Polymer'iösung (f), 10 Teile eines
Addukts aus Hexamethylendiisocyanat und Wasser (NCO-Gehalt 15 Prozent) und 3 Teilen Zinkchromai.
Filmstärke 2 bis 3 μην
Die Bleche (16) und (23) bis (27) werden 60 Sekunden
auf 250cC erhitzt und dann mit dem blauen Einbrennlack
aus Beispiel 3 gestrichen, so daß eine Filmstärke von 15 μπι entsteht Die Naßfilme werden 60 Sekunden
bei 250k C eingebrannt. Die Eigenschaften der Anstrich-
<* f ilme sind in Tabette VII1 a
| Tabelle VIII | BlixhK | 23 | 82 | 25 | 2b | 27 |
| \t> | SO | 2H | SO | 76 | 75 | |
| 75 | 2H | 0 | 2H | 2H | 2H | |
| Glanz (%) | 2H | 0 | θ | θ | 0 | |
| «eetifthünt | <5 | |||||
| Klebstreifen- Ericfasea-Test | 0 | |||||
| Schlagfest«*«» bei »cn FaSbMiC | O | t | θ | 0 | 0 | |
| (1 Xt cn 0.1 kg) | 2 | I | 1 | 1 | 2 | 2 |
| Vorderseite | 1 | 1 | 1 | I | 2 | 2 |
| Ktckau* | 2 | I | I | ft | 0.1 | |
| 3 | ||||||
| Setzaebel-Test (an m 129 Senden) | ||||||
Aus Tabelle VIII geht hervor, daß die erfindungsgemäß hergestellten Anstrichfilme ausgezeichnete Eigenschaften
aufweisen.
Versuchsbericht
Es werden vergleichende Versuche mit wärmehärtenden und thermoplastischen Anstrichstoffen (B) durchgeführt.
Als wärmehärtende Anstrichstoffe werden die Anstrichfarbe von Beispiel 2 und die Anstrichfarbe (c) von
Beispiel 4 verwendet.
Als thermoplastische Anstrichstoffe werden die Anstrichfarbe (a) von Beispiel 4 und ein Polyester der
nachstehenden Art verwendet 20,9 Teile Adipinsäure, 36,5 Teile Neopentylglycol, 35,6 Teile Isophthalsäure
und 7,2 Teile Trimethylolpropan werden zu einem Polyester mit der Säurezahl 12 umgesetzt. Unter Zusatz
von aromatenhaltigem Naphtha und Butylcellulose wird eine Lösung mit einem Feststoffgehalt von 60
Gewichtsprozent hergestellt. Aus 100 Teilen dieser Lösung und 50 Teilen Titandioxid erhält man eine weiße
Anstrichfarbe.
Gewalzte Flußeisenbleche der Abmessungen 70x 150x0,8 mm werden mit Toluol entfettet, und auf
diese vorbehandelten Bleche wird ein Grundieranstrichstoff (A) aufgetragen, der aus einem 1:1-Gemisch von
Xylylendiisocyanat und einem Addukl aus Hexamethylendiisocyanat
und Wasser besteht (NCO-Gehalt: 15 Prozent). Der Naßfilm mit einer Filmdicke von 2μΐη
wird 20 Minuten bei 1500C getrocknet. Die Bleche
werden 1 Tag lang in einem Klimaschrank feuchter Atmosphäre ausgesetzt (20° C, 75 Prozent relative
Luftfeuchte).
Anschließend werden die Bleche mit einem der vorstehend erwähnten Anstrichstoffe (B) angestrichen
und nach einer Trockenzeit von 20 Minuten durch' Erhitzen auf 1500C (20 Minuten) der Decküberzug
gehärtet. Die so erhaltenen Überzüge werden geprüft; die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden
Tabelle zusammengefaßt.
Anstrichstoff (B)
wärmehärtend
Beispiel (2) Beispiel 4(c)
thermoplastisch
Beispiel 4(a) Polyester
Beispiel 4(a) Polyester
| 2H | 2H | H | H |
| 6,0 | 8.0 | 8,0 | 8,0 |
| 50 | 50 | 50 | 40 |
| 2 | 2 | 2 | 3 |
| 100/100 | 100/100 | 100/100 | 100/100 |
| 87 | 73 | 80 | 65 |
| 2 mm | 2 mm | 4 mm | 5 mm |
| © | ® | X | X |
| ® | ® | X | Δ |
Bleistifthärte
Erichsen-Tiefung (mm)
Schrägprüfung (1,27 cm 0, 500 g)
in cm
Dornbiegeprüfung (mm 0)
Klebestreifen
Glanz (%)
Salznebeltest (120 Stunden)
Lösungsmittelbestäridigkeit*)
Schmiertest*·)
*) Lösungsmittelbeständigkeit:
Die Oberfläche wird 50mal mit einem mit Xylol befeuchteten Lappen gerieben Das Ergebnis
wird wie folgt bewertet: - ■ e
Keine Veränderung der Oberfläche des Überzuges aus dem Anstrichstoff (B)
Keine wesentliche Veränderung der Oberfläche.
Beträchtliche Veränderung der Oberfläche.
χ Praktisch vollständige Zerstörung des Überzuges.
*·) Schmiertest:
*·) Schmiertest:
Auf die Oberfläche des gehärteten Anstrichstoffs (B) werden mit einem Lippenstift Buchstaben
aufgemalt. Nach 24 Stunden bei Raumtemperatur werden die Buchstaben mit Gaze abgewischt.
Die verbleibenden Lippenstiftreste werden wie folgt bewertet:
© Vollständige Entfernung des Lippenstifts.
O Im wesentlichen Entfernung des Lippenstifts.
Δ Einige Schmierspuren des Lippenstifts.
χ Keine Entfernung des Lippenstifts.
O
Δ
Die Ergebnisse der Tabelle bestätigen das technisch stoffen (B).
überlegene Verhalten von wärmehärtenden Anstrich-
Claims (4)
- Patentansprüche:' 1. Verfahren zur Herstellung von Oberzügen auf Metalloberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf den gegebenenfalls chemisch vorbehandelten Metalluntergrund einen Grundierapstrichstoff (A) aufbringt, der 1 bis 85 Prozent freie Isocyanatgruppen enthält, diesen Anstrichfilm zu einer Trockenfilmdicke von 0.01 bis 5 um in der w Wärme trocknet und auf den trockenen Grundieranstrich in an sich bekannter Weise einen weiteren Anstrichstoff (B) aus einem hitzehärtbaren Acrylharz oder einem hitzehärtbaren butylierten MeI-aminharz-Alkyd-Polyesterharz-Gemisch aufbringt und den Anstrichfilm gleichfalls wärmebehandelt
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundieranstrichstoff (A) 5 bis 85 Prozent freie Isocyanatgruppen enthält.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundieranstrichstoff (A) das Gemisch oder das Reaktionsprodukt aus einem Polyisocyanat mit zwei oder mehr Isocyanatgruppen pro Molekül und einer Verbindung mit aktiven Wasserstoffatomen, insbesondere einer Verbindung mit Carboxyl- oder Hydroxylgruppen, darstellt
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundieranstrichstoff (A) ein Bindemittel auf Cellulosebasis enthält.
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|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |