DE2118903B2 - Elektronische steuervorrichtung fuer ein selbsttaetig schaltbares kraftfahrzeug-wechselgetriebe - Google Patents
Elektronische steuervorrichtung fuer ein selbsttaetig schaltbares kraftfahrzeug-wechselgetriebeInfo
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Description
60
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektronische iteuervorrichtung für ein selbsttätig schaltbares Kraftahrzeug-Wechselgetriebe
gemäß dem Oberbegriff des 'atentanspruehs 1.
Aus der US-PS 34 48 640 ist eine elektronische Steuervorrichtung dieser Art bekannt. Diese Steuervorrichtung
verwendet eine aufwendige Rechenelekronik für das Herauf- und Herabschalten zwischen den
Gängen. Insbesondere die vielen Querverbindungen zwischen unterschiedlichen Rechen-Blöcken machen
den Gesamtaufbau dieser Vorrichtung sehr kompliziert.
Aus der US-PS 34 03 747 ist eine weitere elektronische Steuervorrichtung der genannten Art bekannt, die
aber insofern nachteilig ist, als bei ihr an den verschiedensten S'.ellen der elektronischen Kreise Eingriffe
vorgenommen werden und kein einheitliches Prinzip gezeigt ist, mit dem es möglich wäre, die verschiedenen
Schaltpunkte für die Gangumschaltungen bei den verschiedenen Wählerstellungen und Fahrzuständen auf
vielseitige Weise festzulegen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine elektronische Steuervorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 zu schaffen, mit der es bei einfachem Aufbau möglich ist. auf einfache Weise die verschiedensten
Schaltpunkte für das Schalten zwischen den einzelnen Gängen entsprechend den verschiedensten Fahrzustänaen
und Wahlbedingungen wie Fahrbereichswahl oder Kickdown jeweils optimal festzulegen und dabei insbesondere
ein Überdrehen des Motors nach dem manuellen Herunterschalten bei hoher Fahrzeuggeschwindigkeit
zu verhindern.
Dieie Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des neuen Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Dadurch, daß das Drosselklappen-Spannungssignal des Prosselklappenfühlers kurzgeschlossen und an
Stelle dieses Spannungssignals das durch beliebige Widerstände veränderbare Spannungssignal des Wählerstellungsfühlers
bzw. des Kickdown-Fühlers zum Vergleich mit dem Geschwindigkeits-Spannungssignal
des Geschwindigkeitsfühlers verwendet wird, ist es auf einfache Weise möglich, die verschiedensten Schaltpunkte
des selbsttätig schaltbaren Kraftfahrzeug-Wechselgetriebes unter den verschiedensten Bedingungen
festzulegen, ohne daß komplizierte zusätzliche Schaltkreise oder Eingriffe vorgesehen werden müssen,
die entweder die gesamte elektronische Anordnung komplizieren oder die Möglichkeit der Eingriffe und
damit die Wahl unterschiedlicher Getriebe-Schaltpunkte begrenzen. Auf diese Weise wird ohne großen Aufwand
eine freie Wählbarkeit der verschiedenen Schaltpunkte wie beispielsweise für die Kickdown-Stellung
des Gaspedals oder für das manuelle Herunterschalten auf einen niedrigeren Fahrbereich bei hoher Fahrgeschwindigkeit
erreicht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 4 angeführt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
F i g. 1 zeigt ein Schema der elektronischen Steuervorrichtung für ein selbsttätig schaltbares Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe;
F i g. 2 zeigt ein Schaltbild der elektronischen Steuervorrichtung nach F i g. 1.
Die Erfindung wird an Hand einer elektronischen Steuervorrichtung beschrieben, die in ein selbsttätig
schaltbares Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe mit drei Vorwärtsfahrübersetzungsverhältnissen und einem
Rückwärtsfahrübersetzungsverhältnis einzubauen ist das sechs Wählerstellungen besitzt, nämlich P(Parken)
R (Rückwärts), N (Neutral), D (1., 2. und 3. Vorwärts
gang), 11 (2. Vorwärtsgang verriegelt) und 1 (1. Vor
wärtsgang verriegelt). Die Vorrichtung ist jedoch ir gleicher Weise bei irgendeinem elektronisch gesteuer
ten selbsttätig schaltbaren Kraftfahrzeug-Wechselge
triebe leicht anwendbar.
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform der elektronischen
Steuervorrichtung in Blockform gezeigt. Dabei ist der Kraftfahrzeugmotor 10 mit einem selbsttätig
schaltbaren Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe 11 betrieb-Hch
verbunden, dessen Leistungsausgang mit einer Ausgangswelle 12 verbunden ist. Ein Faiirzeuggeschwindigkeitsfühler
13 ermittelt die Umdrehungen der Ausgangswelle 12 zur Erzeugung einer Spannung, die proportional
der Fahrzeuggeschwindigkeit ist. Die so erzeugte Geschwindigkeits-Spannung wird über eine Leitung
14 einer elektronischen Steuerschaltung 15 zugeführt. Ein anderer Drosselklappen-Fühler 16 dient dazu,
die Drosselklappenöffnung zu ermitteln und eine dieser proportionalen, die Drosselstellung darstellende Spannung
zu erzeugen, die über eine Leitung 17 ebenfalls der elektronischen Steuereinrichtung 15 zugeführt
wird. Mit der Bezugsziffer 18 ist ein Wählerstellungsfühler bezeichnet, der der elektronischen Steuerschaltung
15 ein elektrisches Signal zuführt, das die Stellung eines nicht dargestellten Handwählhebe<s bzw. Fahrbereichwählhebels
angibt. Weiterhin besitzt diese Aus/uhrungsform einen Kickdown-Fühler 19, der funktionell
einem nicht gezeigten Gaspedal zugeordnet ist und ein Kickdown-Spannungssigna! der elektronischen Steuerschaltung
15 zuführt.
Die elektronische Steuerschaltung 15 bestimmt für verschiedene Fahrbedingungen des Fahrzeugs im Ansprechen
auf die elektrischen Signalspannungen von dem Geschwindigkeitsfühler 13, dem Drosselklappenfühler
16, dem Wählerstellungsfühler 18 und dem Kickdown-Fühler 19 die geeigneten Getriebeübersetiungsverhältnisse.
Wenn das Getriebe nicht in das geeignete Übersetzungsverhältnis geschaltet ist, betätigt die elektronische
Steuerschaltung 15 eine Anzahl nicht dargestellter Solenoid-Ventile so, daß das erforderliche
Schalten bzw. die Übersetzungsänderung auf das geeignete Übersetzungsverhältnis durchgeführt wird. Derartige
Schaltungen werden durch ein hydraulisches Steuersystem bewirkt, das eine Anzahl nicht dargestel!
ter Schaltventile besitzt, die ihre Betriebsstellungen im Ansprechen auf das Erregen oder Aberregen der nicht
dargestellten Solenoid-Ventile ändern.
Die F i g. 2 zeigt ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der elektronischen Steuerschaltung.
Der in Blockform dargestellte Geschwindigkeitsfühler 13 besitzt üblichen Aufbau und erzeugt eine negative
Spannung, deren Größe proportional zum Ansteigen der Fahrzeuggeschwindigkeit ansteigt. Dieses negative
Geschwindigkeits-Spannungssignal wird über einen Widerstand 20 der Basis eines Transistors 21 zugeführt,
der einen Teil einer ersten Schmitt-Trigger-Anordnung 22 bildet, die einem nicht dargestellten
Schaltventil für die Umschaltung vom ersten zum zweiten Gang zugeordnet ist.
Der in Blockform gezeigte Drosselklappenfühler 16 besitzt ebenfalls üblichen Aufbau und erzeugt eine positive
Spannung, deren Größe mit dei Vergrößerung der Drosselklappenöffnung ansteigt. Dieses positive
Drosselstellungs-Spannungssignal wird über Widerstände 23 und 24 ebenfalls ar der Basis des Transistors
21 zugeführt.
Der Emitter des Transistors 21 liegt an Masse, während sein Kollektor über einen Widerstand 26 mit einer
Leitung 25 und über einen Widerstand 27 mit einem 6S
Knotenpunkt 28 und damit mit der Basis eines Transistors 29 verbunden ist. Dei' Knotenpunkt 28 liegt über
einen Widerstand 30 an Masse. Der Emitter des Transistors 29 liegt an Masse, während sein Kollektor über
einen Widerstand 31 an die Leitung 25 und zur Bildung einer positiven Rückkopplung über einen Widerstand
an die Basis des Transistors 21 angeschlossen ist.
Der Kollektor des Transistors 29 ist ferner über einen Widerstand 33 mit der Basis eines Transistors 34
verbunden, die über einen Widerstand 35 an Masse liegt. Der Kollektor des Transistors 34 ist über eine
Diode 36 mit einer Sammelleitung 37 verbunden, die zu einer Batterie 38 führt. Der Emitter des Transistors 34
liegt an der Basis eines Transistors 39, dessen Emitter an Masse liegt. Die Kollektoren der Transistoren 34
und 39 sind gemeinsam an ein Ende einer Solenoid-Spule
40 eines nicht dargestellten Schalt-Solenoid-Ventils für die Umschaltung vom ersten zum zweiten Gang
angeschlossen, deren anderes Ende mit der Sammelleitung 37 verbunden ist.
Das Geschwindigkeits-Spannungssignal wird auch über eine Leitung 41 und einen Widerstand 42 der Basis
eines Transistors 43 zugeführt, der zu einer zweiten Schmitt-Trigger-Anordnung 44 gehört, die einem nicht
dargestellten Schalt-Solenoid-Ventil für die Umschaltung
vom zweiten zum dritten Gang zugeordnet ist. Ein zum Drosselklappenfühler 16 führender Knotenpunkt
45 zwischen den Widerständen 23 und 24 ist über eine Leitung 46 und einen Widerstand 47 mit der Basis des
Transisiors 43 verbunden, um so das Drosselstellungs-Spannungssignal
der zweiten Schmitt-Trigger-Anordnung 44 zuzuführen. Der Emitter des Transistors 43
liegt an Masse, während sein Kollektor über einen Widerstand 48 mit der Leitung 25 und über einen
Widerstand 45 mit der Basis eines Transistors verbunden ist, die über einen Widerstand 51 an Masse liegt.
Der Kollektor des Transistors 50 ist über einen Widerstand 52 mit der Leitung 25 und zur Bildung positiver
Rückkopplung über einen Widerstand 53 mit der Basis des Transistors 43 verbunden.
Der Kollektor des Transistors 50 ist über eine Leitung 54 und einen Widerstand 55 mit der Basis eines
Transistors 56 verbunden, die über einen Widerstand 57 an Masse liegt. Der Emitter des Transistors 56 ist
mit der Basis eines Transistors 58 verbunden, dessen Emitter an Masse liegt. Der Kollektor des Transistors
48 ist zusammen mit dem Kollektor des Transistors 56 an ein Ende einer Solenoid-Spule 59 des nicht dargestellten
Solenoid-Ventils für die Umschaltung vom zweiten zum dritten Gang sowie über eine Diode 60
mit der Sammelleitung 37 verbunden. Das andere Ende der Solenoid-Spule 59 ist mit der Sammelleitung 37
verbunden.
Die Batterie 38 ist über eine Leitung 61 mit dem Wählerstellungsfühler 18 verbunden, der drei Schalter
62, 63 und 64 besitzt, die jeweils den Wählerstellungen D, II und I entsprechen. Diese Schalter sind dem nicht
dargestellten Schalthebel derart zugeordnet, daß sie geschlossen werden, wenn der Schalthebel in die entsprechende
Stellung bewegt wird. Der D-Stellungsschalter 62 ist über eine Leitung 65 mit der Leitung 25
verbunden, die als Sammelleitung für die erste und die zweite Schmitt-Trigger-Anordnung 22 bzw. 44 dient.
Mit der Leitung 65 ist der Kickdown-Fühler 19 verbunden, der einen Schalter 66 aufweist, der geschlossen
vWrd, wenn der Fahrer das Gaspedal für schnelle Beschleunigung
voll durchdrückt. Der Kickdown-Schalter 66 ist über einen Widerstand 67 mit einer Leitung 68
verbunden. Der I-Stellungsschalter 64 ist über eine Diode
69 mit der Sammelleitung 25 und über eine Diode 70 an einem KnotenDunkt 71 mit der Leitung 68 ver-
1
blinden. Der Knotenpunkt 71 ist über einen Widerstand 72 mit der Basis des Transistors 21 der ersten Schmitt-Trigger-Anordnung
22 verbunden. Der II-Stellungsschalter 63 ist über einen Widerstand 73 mit der Basis
des Transistors 29 der ersten Schmitt-Trigger-Anordnung 22, über eine Diode 74 mit der Sammelleitung 25
sowie über eine Diode 75 an einem Knotenpunkt 76 mit der Leitung 68 verbunden, der über einen Widerstand
77 zur Basis des Transistors 43 der zweiten Schmitt-Trigger-Anordnung 44 führt. Die Leitung 68 ist
ferner über einen Widerstand 79 mit der Basis eines Transistors 78 verbunden. Der Emitter des Transistors
78 liegt an Masse, während sein Kollektor an dem Knotenpunkt 45 angeschlossen ist, der über den Widerstand
24 zur Basis des Transistors 21 führt
Die elektronische Steuerschaltung 15 arbeitet folgendermaßen: Befindet sich der Schalthebel in der
D-Stellung, so ist der Schalter 62 geschlossen und eine positive Spannung wird über die Leitungen 61 und 65
der Sammelleitung 25 der ersten und zweiten Schmitt-Trigger-Anordnungen 22 bzw. 44 zugeführt. In diesem
Zustand beginnt sich beim Treten des Gaspedals das Fahrzeug zu bewegen und die Geschwindigkeit zu erhöhen.
Bei langsamen Geschwindigkeiten wird der Transistor 21 leitend gehalten, da die die Fahrzeuggeschwindigkeit
angebende und über den Widerstand 20 dem Transistor 21 zugeführte negative Spannung nicht
ausreichend groß ist die positive Spannung, die die Drosselklappenöffnung angibt und die über die Widerstände
23 und 24 dem gleichen Transistor 21 zugeführt wird, und eine positive Rückkopplungsspannung zu
überwinden, die über den Widerstand 32 dem gleichen Transistor 21 zugeführt wird. Bei leitend gehaltenem
Transistor 21 ist der Transistor 29 nicht leitend, so daß eine an dem Kollektor des Transistors 29 erscheinende
positive Spannung über den Widerstand 33 dem Transistor 34 zugeführt wird. Diese positive Spannung macht
den Transistor 34 und entsprechend den Transistor 39 leitend und schließt einen Stromweg von der Sammelleitung
37 über die Solenoid-Spule 40 und den Transistor 39 nach Masse. Demzufolge wird das der Solenoid-Spule
40 zugeordnete und zur Umschaltung vom ersten zum zweiten Gang dienende Solenoid-Ventil betätigt.
Die Widerstandswerte der Widerstände 20, 23, 24 und 32 sind so gewählt, daß der Transistor 21 nichtleitend
wird, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorbestimmten Wert überschreitet, der im folgenden als Heraufschaltgeschwindigkeit
vom ersten zum zweiten Gang bezeichnet wird. Ist die Heraufschaltgeschwindigkeit
vom ersten zum zweiten Gang erreicht, so wird der Transistor 21 nichtleitend und folglich der Transistor
29 leitend. Dadurch werden die Transistoren 34 und 39 nichtleitend und entregen das Solenoid-Ventil
für die Schaltung vom ersten zum zweiten Gang.
Bei leitend gehaltenem Transistor 29 wird über den Rückkopplungs-Widerstand 32 zur Basis des Transistors
21 keine positive Spannung zurückgeführt Nimmt die Fahrzeuggeschwindigkeit bis zu einem vorbestimmten
Wert ab, der unterhalb der Heraufschalt-Geschwindigkeit vom ersten zum zweiten Gang liegt so kehrt
der Transistor 21 in seinen leitenden Zustand zurück. Zu diesem Zeitpunkt wird das zur Umschaltung vom
ersten zum zweiten Gang dienende Solenoid-Ventil wieder betätigt, um ein Schalten zum ersten Gang
durchzuführen. Diese vorbestimmte Fahrzeuggeschwindigkeit wird im folgenden als Herabschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum ersten Gang bezeichnet
Die Widerstandswerte der Widerstände 23, 42, 47 und 53 sind so eingestellt, daß der Transistor 43 nichtleitend
wird, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit eine vorbestimmte Geschwindigkeit überschreitet, die höher
als die Heraufschaltgeschwindigkeit vom ersten zum zweiten Gang ist und die im folgenden als Heraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang bezeichnet wird. Wie dem Schaltbild nach F i g. 2 zu
entnehmen ist, ist die zweite Schmitt-Trigger-Anordnung 44 in Aufbau und Funktion gleich der ersten
Schmitt-Trigger-Anordnung 22, mit der Ausnahme, daß der Transistor 23 der zweiten Schmitt-Trigger-Anordnung
44 bei einer höheren Fahrzeuggeschwindigkeit als der Transistor 21 der ersten Schmitt-Trigger-Anordnung
22 nichtleitend wird. Ist die Heraufschaltgeschwindigkeit vom zweiten zum dritten Gang erreicht,
wird daher das der Solenoid-Spule 59 zugeordnete nicht dargestellte Solenoid-Ventil für die Umschaltung
vom zweiten zum dritten Gang entregt. In gleicher Weise wie bei der ersten Schmitt-Trigger-Anordnung
22 ist die im folgenden als Herabschaltgeschwindigkeit vom dritten zum zweiten Gang bezeichnete Fahrzeuggeschwindigkeit,
bei der ein Schalten vom dritten zum zweiten Gang durchgeführt wird, wegen des Rückkopplungswiderstands
53 niedriger als die Heraufschaltgeschwindigkeit vom zweiten zum dritten Gang. Bei vergrößerter Drosselklappenöffnung durch weiteres
Drücken des Gaspedals steigt die von dem Drosselklappenfühler 16 den Basen der Transistoren 21 und 43
zugeführte Spannung an, wodurch die Schaltpunkte für die Heraufschaltungen und Herunterschaltungen sich
zu höheren Fahrzeuggeschwindigkeitswerten bewegen.
Wenn beim Fahren in der D-Stellung sowohl das zum Schalten vom ersten zum zweiten Gang dienende
Solenoid-Ventil als auch das zum Schalten vom zweiten zum dritten Gang dienende Solenoid-Ventil betätigt
sind, ist in dem selbsttätig schaltbaren Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe ein erstes Vorwärtsübersetzungsverhältnis
eingestellt während bei Betätigung nur des zum Schalten vom zweiten zum dritten Gang dienenden Solenoid-Ventils
ein zweites Vorwärtsübersetzungsverhältnis eingestellt ist und bei Betätigung weder des zum
Schalten vom ersten zum zweiten Gang dienenden Solenoid-Ventils noch des zum Schalten vom zweiten zum
dritten Gang dienenden Solenoid-Ventils ein drittes Vorwärtsübersetzungsverhältnis eingestellt ist.
Will der Fahrer überholen, so tritt er das Gaspedal in die Stellung für voll geöffnete Drossel, um das Kraftfahrzeug
auf volle Geschwindigkeit zu bringen. Das Treten des Gaspedals betätigt den Kickdown-Fühler 19
zum Schließen des Schalters 66. Das Schließen des Kickdown-Schalters 66 verbindet die Leitung 65 über
den Widerstand 67 mit der Leitung 68 und legt demgemäß eine positive Spannung an die Basis des Transistors
78 an. Dadurch wird der Transistor 78 leitend und verbindet den Knotenpunkt 45 unmittelbar mit Masse,
so daß damit die Zuführung der die Drosselklappenöffnung anzeigenden positiven Drosselstellungs-Spannung
zum Transistor 21 gesperrt ist Zu diesem Zeitpunkt wird jedoch eine auf der Leitung 68 erscheinende
positive Spannung konstanter Größe über den Widerstand 72 dem Transistor 21 zugeführt Damit wird der
Transistor 21 nichtleitend gemacht, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit
zu einem solchen Wert ansteigt daß die die Fahrzeuggeschwindigkeit darstellende negative
Geschwindigkeits-Spannung die positive Rückkopplungsspannung und die konstante positive Spannung
überwindet, die dem Transistor 21 über die Widerstän-
de 67 und 72 zugeführt sind. Die Widerstände 20. 32, 72 und 67 sind so gewählt, daß der Transistor 21 leitend
ist, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit einen vorbestimmten Wert überschreitet, der höher liegt als die
Heraufschaltgeschwindigkeit vom ersten zum zweiten Gang. Diese vorbestimmte Fahrzeuggesehwindigkeit
wird im folgenden als Kickdown-Heraufschaltgeschwindigkeit vom ersten zum zweiten Gang bezeichnet.
In gleicher Weise wie bei der ersten Schmitt-Trigger-Anordnung 22 kann der Transistor 43 der zweiten
Schmilt-Trigger-Anordnung 44 bei einem vorbestimmten,
im folgenden als Kickdown-Heraufschaltgesdnvindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang bezeichneten Wert nichtleitend gemacht werden, der höher liegt als
die Heraufschaltgeschwindigkeit vom zweiten zum dritten Gang, indem die Werte der Widerstände 42, 53.
77 und 67 in geeigneter Weise eingestellt werden. Ist eine Beschleunigung erwünscht, wenn das Fahrzeug bei
Geschwindigkeiten fahrt, die höher als die Heraufschaltgeschwindigkeit vom ersten zum zweiten Gang
iiegen. jedoch niedriger als die Kickdown-Herauf-■ .. haltgeschwindigkeit vom ersten zum zweiten Gang
sind, wird mit dieser Anordnung im Ansprechen auf Ki kdown ein Herunterschalten zum ersten Gang bevvirKt.
Wird der Kickdown bei Geschwindigkeiten durchgeführt, die höher Iiegen als die Heraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang, jedoch niedriger als die Kickdown-Heraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang sind, so wird ein Herabschalten zum zweiten Gang bewirkt. Findet das
Herabschalten statt, nimmt die Beschleunigung zu, wodurch der Fahrer ein anderes vorausfahrendes Fahrzeug
mit erhöhter Sicherheit überholen kann.
Eine andere Wirkung der elektronischen Steuerschaltung 15 liegt darin, den Motor vor einem Überdrehen
zu bewahren, wenn der Schalthebel von der D- zur H- oder !-Stellung manuell geschaltet wird und das
Fahrzeug mit hohen Geschwindigkeiten fährt. Wird der
Schalthebel zur 11-Stellung bewegt, so wird der Schalte-62
geöffnet und gleichzeitig der Schalter 63 geschlossen,
wodurch die Batterie 38 über die Diode 74 γ, ι der Sammelleitung 23 verbunden wird. Dabei wird
positive Spannung über den Widerstand 73 der : λ des Transistors 29 der ersten Schmitt-Trigger-,
liordnung 22 zugeführt, die den Transistor 29 unabhängig
von der Fahrzeuggesehwindigkeit und der Drosselklappenöffnung leitend macht. Dadurch wird
das zum Schalten vom ersten zum zweiten Gang dienende Solenoid-Ventil entregt.
Befindet sich der Schalthebel in der Il-Stellung, so ist
die Leitung 61 über den Schalter 63 und die Diode 75 mit der Leitung 68 verbunden, so daß eine positive
Spannung über den Widerstand 79 dem Transistor 78 zugeführt wird, wodurch dieser wie im Fall der Durchs
■ ihriing des Kickdown leitend gemacht wird. Dadurch
vv d verhindert, daß das die Drosselklappenöffnung
ei. ''.eilende positive Drosselstellungs-Spannungssignal
den I ransistoren 21 und 43 zugeführt wird. Daher ist in diesem lall der Geschwindigkeilswert, bei dem ein
ίο Schalten zum dritten Gang bewirkt wird und der im
iiilgendcn als Handsteuerungs-Heraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang bezeichnet wird,
höher als die Heraufschaltgeschwindigkeit vom zweiten zum dritten Gang. Da kein Zwischenwiderstand
wie der Widerstand 67 zwischen dem Schalter 63 und der Leitung 68 vorhanden ist, ist die Handsteuerung-Hcraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang noch höher als die Kickdown-Heraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang. Wird der Schalthebel manuell zur Il-Stellung geschaltet, wenn
das Fahrzeug bei Geschwindigkeiten fährt, die höher sind als die Handsteuer-Heraufschaltgeschwindigkeit
vom zweiten zum dritten Gang, so wird bei dieser Anordnung ein Schalten zum dritten Gang in dem selbst-
;s tätig schaltbaren Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe automatisch
durchgeführt, wodurch der Motor vor einem Überdrehen bewahrt wird.
Wird der Schalthebel von der D- zur 1-Stellung manuell
bewegt, so wird andererseits der Schalter 64 geschlossen und verbindet die Batterie 38 über die Diode
61 mit der Sammelleitung 25. Weiterhin ist die Batterie
38 über die Diode 70 mit der Leitung 68 verbunden, so daß eine positive Spannung an dem Transistor 78 anliegt
und diesen leitend macht. Dadurch wird die die Drosselklappenöffnung darstellende positive Spannung
abgeleitet und an ihrer Stelle die positive Spannung auf der Leitung 68 an die Basis des Transistors 21 angelegt.
n .durch wird der Fahrzeuggeschwindigkeitswert, bei
i.ern der Transistor 29 nicht-leitend wird, zu einem
v> Wert angehoben, der von den Widerstandswerten der
W-. ..ΓΜ -:pdtr 20. 32 und 72 abhängt. Diese vorbestimmte
!"ahr/euggeschwindigkeit wird als Handsteuerungs-Heraufschahgeschwindigkeit
vom ersten zum zweiten Gang bezeichnet. Wird der Schalthebel von der D- zur
!-Stellung herabgeschaltet, wenn das Fahrzeug mit Geschwindigkeiten
fährt, die höher sind als die Handsteuerungs-Heraufschaltgeschwindigkeit vom erster
zum zweiten Gang, so wird ein Schalten zum zweiter Gang automatisch durchgeführt, wodurch der Motoi
vor einem Überdrehen bewahrt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
109521/:
Claims (4)
1. Elektronische Steuervorrichtung für ein selbsttätig schaltbares Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe.
mit einem Geschwindigkeitsfühler zum Erzeugen eines die Fahrzeuggeschwindigkeit darstellenden
Geschwindigkeits-Spannungssignals, mit einem Drosselklappenfühler zum Erzeugen eines die
Drosselklapj3cnöffnung darstellenden Drosselstelkings-Spannungssignals,
mit einem Wählerstelkingsfühler zum Erzeugen von die Wählerstellung.
d. h. den gewählten Fahrbereich darstellenden Wihlerstellungs-Spannungssignalen.
und mit einer auf das Geschwindigkeits-Spannungssignal und das Drosselstellungs-Spannungssignal durch Vergleich
ansprechenden, Ventileinrichtungen einer hydraulischen Schaltbetätigungseinrichtung steuernden
Schaltsteuer-Anordnung, gekennzeichnet
durch einen mit dem Ausgang des Drosselklappenfühlers
(16) verbundenen signalgesteuerten Schalter (78), der von Wählerstellungs-Spannungs-
$ignalen des Wählerstellungsfühlers (18) und von einem mittels eines Kickdown-Fühlers (19) in der
Gaspedal-Stellung für voll geöffnete Drosselklappe *5
erzeugten Kickdown-Spannungssignal derart steuerbar ist, daß er beim Vorhandensein eines dieser
Spannungssignale das Drosselstellungs-Span· nungssignal kurzschließt, wobei gleichzeitig das jeweilige
den signalgesteuerten Schalter (78) steuernde Spannungssignal an Stelle des Drosselstellungs-Spannungssignals
in die Schaltsteueranordnung (15) eingespeist wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wählerstellungsfühler (18) drei
Schalter (62, 63 und 64) für drei Fahrbereiche (D, Il bzw. 1) aufweist, von denen jeweils einer geschlossen
ist, wenn der Wählhebel die entsprechende Wählerstellung einnimmt, i:nd von denen zwei (63
und 64) die den signalgesteuerten Schalter (78) steuernden Wählerstellungs-Spannungssignale liefern
können.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kickdown-Fühler (19)
einen Schalter (66) aufweist, der geschlossen ist. 4!i wenn das Gaspedal die Stellung für voll geöffnete
Drosselklappe einnimmt, und der das den signalgesteuerten Schalter (78) steuernde Kickdown-SpannungssignaJ
liefern kann, wenn der dem normalen Fahrbereich (D) entsprechende Schalter (62) des 5"
Wählerstellungsfühlers (18) geschlossen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Anspruch«:, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltsteuer-Anordnung
(15) mehrere Schmitt-Trigger-Anordnungen (22 und 44) aufweist, von denen jede das Umschalten zwischen zwei Gängen steuert.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP45032937A JPS4842134B1 (de) | 1970-04-19 | 1970-04-19 | |
| JP3293770 | 1970-04-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2118903A1 DE2118903A1 (de) | 1972-01-13 |
| DE2118903B2 true DE2118903B2 (de) | 1976-05-20 |
| DE2118903C3 DE2118903C3 (de) | 1977-01-13 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3317218A1 (de) * | 1983-05-11 | 1984-11-15 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | Getriebeschalteinrichtung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3317218A1 (de) * | 1983-05-11 | 1984-11-15 | Volkswagenwerk Ag, 3180 Wolfsburg | Getriebeschalteinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2118903A1 (de) | 1972-01-13 |
| US3733930A (en) | 1973-05-22 |
| FR2089793A5 (de) | 1972-01-07 |
| JPS4842134B1 (de) | 1973-12-11 |
| GB1274403A (en) | 1972-05-17 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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