DE211784C - - Google Patents

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DE211784C
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DENDAT211784D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A23/00Gun mountings, e.g. on vehicles; Disposition of guns on vehicles
    • F41A23/02Mountings without wheels
    • F41A23/16Testing mounts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Eye Examination Apparatus (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

be*
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72/. GRUPPE
WILHELM KÖNIG in BRAUNSCHWEIG.
Vorrichtung zum Zielen und Einschießen von Handfeuerwaffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1908 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung, die dazu dienen soll, dem Schützen das Zielen mit Handfeuerwaffen und deren Einschießen nach Möglich-. 5 keit zu erleichtern und rasch zum sicheren Abschluß zu bringen.
Zur Erreichung dieses Zweckes wird die Schußwaffe so. unterstützt und festgehalten, wie dies beim Freihandschießen mit Gewehren ίο vor sich geht.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art leiden an dem Mangel, daß die Schußwaffe fest und unverrückbar in der Vorrichtung gehalten wird. Die Stütz- und Haltelager bei dieser Vorrichtung sind dagegen so gewählt, daß sie möglichst der Wirklichkeit bei Handhabung der Waffe entsprechen. -
Die Festhaltung des Gewehrs gegen Verdrehung und Rückstoß wird am Kolben bewirkt, während die Unterstützung des Gewehrlaufes dort geschieht, wo die linke Hand das Gewehr beim Schießen trägt. Die Erfahrung hat gelehrt, daß dieselben Gewehre, wenn sie beim Einschießen in der Nähe der Mündung unterstützt waren, andere Treffbilder ergaben, als wenn sie beim Schießen mit Unterstützung in der Visiergegend .benutzt wurden. Das Gewehr soll in der Vorrichtung völlig weich ruhend gelagert sein, etwa so. wie dies der Nachgiebigkeit des menschlichen Körpers beim Schießen entspricht. Beim Schießen mit der Vorrichtung soll die rechte Hand den Kolbenhals nur so fest umfassen, wie dies zum Abfeuern nötig ist, so daß ein störender Druck auf den Kolbenhals vermieden wird.
Die störenden Einflüsse des menschlichen Körpers, wie Nervenzucken, Atmung, Pulsschlag, sind beim Gebrauch der Vorrichtung ausgeschaltet.
Schließlich sind noch Vorkehrungen getroffen, um die Schußwaffe in der Schießlage innerhalb der Vorrichtung laden und entladen zu können, so daß nach dem Laden das Gewehr wieder seine frühere Lage einzunehmen vermag.
Die Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt :
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung mit der Schußwaffe in der Feuerlage,
Fig. 2 dieselbe Ansicht wie Fig. 1 mit der Schußwaffe während des Ladens.
Fig. 3 stellt die Vorrichtung im Grundriß dar,
Fig. 4 einen Schnitt senkrecht zur Längsachse durch das Gehäuse der Einstellvorrichtung, .
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Einstellvorrichtung mit der Preßballvorrichtung in größerem Maßstabe.
Fig. 6 zeigt den Stellhebel zur Höheneinstellung im Grundriß.
Die Vorrichtung besteht aus folgenden Hauptteilen: dem Widerlager zum Auflegen des Kolbens k des Gewehrs g, dem Tragball 13 mit Einstellvorrichtung für die Höhen- und Seiteneinstellung und schließlich einem
Preßball, durch den der Luftdruck im Tragball geregelt wird.
Auf der Grundplatte ι ist zwischen den Schienen 33 oder durch Verschraubung befestigt eine Platte 2 verschiebbar gelagert. Auf dieser ist in einem Gehäuse 4 in Verbindung mit der Drehplatte 3 die Einstellvorrichtung für die Höhen- und Seiteneinstellung angeordnet. Das Gehäuse 4 ist in dem Seitenteil, welcher dem Widerlager zugekehrt ist, mit Schlitzen für die Einstellhebel versehen. Die Einstellvorrichtung besteht erstens aus einem Hebel 10 für die Höheneinstellung, der um eine Achse 15 drehbar und an seinem Ende mit einem bogenförmigen Keilstück ausgerüstet ist, und zweitens aus einem Hebel 11, der in Verbindung mit der auf dem Gehäuse 4 und um den Zapfen 8 drehbaren Platte 3 die Seiteneinstellung bewirkt. Das bogenförmige Keilstück ist an seiner nach oben gerichteten Fläche von dem einen Ende zum andern ansteigend gestaltet. Auf das Keilstück stützt sich die Stange 7, welche durch die. Platte 3 und den Bügel 6 in ihrer Längsrichtung geführt wird, und die am oberen Ende einen Becher 12 trägt, in welchen der Tragball 13 eingelegt ist. Seitlich zum Gewehrlauf kann der Becher 12 noch mit Armen 14 versehen sein, durch welche ein Herabfallen des auf dem Ball aufliegenden Gewehrs g verhindert wird. Der Becher 12 wird also je nach der Stellung des Keilsegmentes 9 gehoben oder gesenkt werden. Um eine feste Berührung zwischen der Stange 7 und dem bogenförmigen Keilstück 9 zu erhalten, ist auf der Stange 7 ein Bundring verstellbar angebracht, gegen welchen eine Feder 34 drückt, die an dem Bügel 6 ihr Widerlager findet. Der Bügel ist auf der Deckplatte 3 des Gehäuses 4 befestigt." Die Deckplatte 3 ist um einen Zapfen 8 drehbar. Dieser Zapfen ist in einem Bügel 35 auf der Platte 2 befestigt und trägt oberhalb des Deckels 3 eine Feder oder Spannvorrichtung, welche den Deckel 3 fest auf das Gehäuse 4 drückt.
Die Füllung des Tragballes 13 mit Druckluft geschieht durch einen Schlauch 31. Vorteilhaft wird zur genauen Regelung der Spannung des Tragballes 13 dieser mit einem zweiten Ball 17 verbunden, welcher ebenfalls ■ mit Preßluft gefüllt ist. In die Schlauchleitung 31 ist ein Hahn 25 eingeschaltet, durch welchen Luft ein- oder ausgeblasen werden kann. Eine weitere Regelung der Spannung des Tragballes 13 kann dadurch bewirkt werden, daß der Preßball 17 mehr oder weniger zusammengedrückt wird, Dies geschieht durch eine Kalotte 18, welche mit einer Stellschraube 22 verbunden ist. Die Stellschraube 22 dreht sich in dem Muttergewinde einer Querstange 36, welche in zwei seitlich angebrachten Armen 23 einstellbar befestigt werden kann. Der Ball 17 ruht hierbei in einem. Lager 24.
Statt der Stellschraube 22, der Querstange 36 und der Seitenarme 23 können auch scherenartig angeordnete Hebel für die Pressung des Balles zur Anwendung kommen.
Das Widerlager 20 besteht aus einem Kasten, der nach vorn offen ist und einseitig um ein Scharnier 29 drehbar mit dem Klotz
30 auf der Grundplatte 1 verbunden ist. In der Arbeitsstellung werden die beiden Teile 20 und 30 in bekannter Weise, etwa durch eine Schraube oder Spannhebel, miteinander fest verbunden. Die gelenkige Verbindung zwischen den Teilen 20 und 30 dient dazu, das Laden des Gewehrs in der gegebenen Lage bewirken zu können. Der Gewehrkolben k stützt sich auf eingelegte Klötze 32 und ruht auf zwei Seiten gegen federnde Polster, wird aber durch einen Riemen im Kasten 20 festgehalten. Damit man die Backe gegen den Kolben anlegen kann, ist der Kasten 20 an der Backenstelle mit einem Ausschnitt 26 versehen. Schließlich sei noch bemerkt, daß der Rückstoß beim Abfeuern von einer Feder 18 aufgefangen werden kann, welche eine nachgiebige Verbindung zwischen der Grundplatte ι und der Tischplatte, auf welcher die Vorrichtung aufruht, herstellt.
Die Feder 18 erhält ihren Stützpunkt an einem Drehzapfen, um den die Platte 1 verstellbar ist. Die geradlinige Zurückführung der Platte 1 beim Rückstoß bewirken am hinteren Ende der Platte 1 angeordnete, einstellbare Gleitbacken.
Die Handhabung der Vorrichtung ist folgende :
Nachdem das Gewehr in den Schuh 20 eingelegt und durch den Riemen festgehalten ist, und der Gewehrlauf in der dargestellten Weise auf dem Tragball 13 durch sein Gewicht aufruht, wird zunächst eine grobe Einstellung des Gewehrs auf das Ziel vorgenommen durch Verschiebung der Platte 1 auf dem Tisch, außerdem in lotrechter Richtung durch stärkeres odes geringeres Spannen des Gummiballes mit Hilfe des Preßballes 17. Die Seiteneinstellung wird durch Drehen der Platte 3 mit no dem Handhebel 11 vorgenommen. Ist jetzt das Gewehr seitlich auf das Ziel eingestellt, dann wird die genaue Richtung in der senkrechten Ebene auf das Ziel durch Drehen des Armes 10 und des Keilstückes 9 bewirkt. Wenn nötig, kann auch die Einstellung durch Öffnen des Ventils 25 in der Schlauchleitung
31 geregelt werden. Während also zur Einstellung der Seitenrichtung nur der Hebel 11 mit dem Deckel 3 dient, kann die Höhenden·* tung durch Änderung der Spannung des Tragballes und durch Heben und Senken des
Bechers 12 geregelt werden. Der Hebelarm 10 ist gegenüber dem Hebelarm zwischen Drehachse 15 und Keilstück 9 sehr lang und die Neigung der Keilfläche sehr gering, so daß selbst bei einem größeren Ausschlag des Hebelarmes 10 die Stange 17 mit dem Becher 12 nur um ein geringes Maß gehoben oder gesenkt wird. Mit Hilfe dieser Vorrichtung ist also die genaue Einstellung auf das Ziel möglich. Nachdem das Gewehr gerichtet ist, kann der Schuß abgefeuert werden, ohne daß ihn schädliche Einflüsse von Seiten des Schützen beeinflussen. Ein Verdrehen des Gewehrs behufs Einstellung in die wagerechte Lage beim Visieren ist möglich, weil der Kolben zwischen federnden Polstern ruht, die dem Drucke der Hand nach Wunsch nachgeben; so kann die Lage des Gewehrs festgelegt werden.
Der Rückstoß des Gewehrs beim Abfeuern wirkt nicht auf den Schützen selbst, sondern gegen die Rückwand des Widerlagers 20, wodurch unter Spannung der Feder 18 die Grundplatte 1 auf dem Tisch verschoben wird. Sobald der Rückstoß nicht mehr wirkt, wird die · Grundplatte 1 mit der Vorrichtung durch die Feder 18 in die ursprüngliche Stellung wieder zurückgezogen. Ohne die Wirkung del Vorrichtung ungünstig zu beeinflussen, kann aber auch die Feder 18 außer Tätigkeit gesetzt werden. Hierbei wird dann der Rückstoß zum Teil durch die Vorrichtung und zum Teil durch die Schulter des Schützen aufgenommen. Zum Laden des Gewehrs ist es nicht nötig, dieses aus der Vorrichtung herauszunehmen. Wird die Verbindungsschraube oder der Spannhebel zwischen den Teilen 20 und 30 des Widerlagers gelöst und das Widerlager zurückgekippt, dann kann das Gewehr, wie Fig. 2 zeigt, zum Entladen und Wiederladen geöffnet werden, ohne daß sich die Lagedes Gewehrs in der Vorrichtung störend ändert.
An der Grundplatte 1 können noch Armstützen angebracht werden, wie z. B. in Fig. 3 gezeichnet.
Statt des Preßballes 17 mit dem Druckstück 18 kann natürlich auch ein Zylinder mit Kolben angewendet werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Zielen und Einschießen von Handfeuerwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Handfeuerwaffe am Kolben zwischen federnden Polstern befestigt und mit dem Lauf auf einen in seiner Höhen- und Seitenrichtung einstellbaren und in seiner Spannung regelbaren Tragball aufgelegt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragball in einem Becher ruhend auf einem drehbaren Keilbogenstück aufruht, durch dessen Drehung die genaue Höheneinstellung neben der gröberen durch Spannungsänderung bewirkt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragball durch Schlauchleitung mit einem Preßball verbunden ist, der, mehr oder weniger zusammengepreßt, die Spannung des Tragballes ändert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Becher (12) des Tragballes mit seiner Stange in einer drehbaren Platte gelagert bzw. durch sie geführt ist zwecks Seiteneinstellung des Gewehrs.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT211784D Active DE211784C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3204082A1 (de) * 1982-02-06 1983-08-25 Eugen 7454 Bodelshausen Schüßler Einschiessgeraet fuer handfeuerwaffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3204082A1 (de) * 1982-02-06 1983-08-25 Eugen 7454 Bodelshausen Schüßler Einschiessgeraet fuer handfeuerwaffen

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