DE211522C - - Google Patents
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- DE211522C DE211522C DENDAT211522D DE211522DA DE211522C DE 211522 C DE211522 C DE 211522C DE NDAT211522 D DENDAT211522 D DE NDAT211522D DE 211522D A DE211522D A DE 211522DA DE 211522 C DE211522 C DE 211522C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B9/00—Kinds or types of lifts in, or associated with, buildings or other structures
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Cage And Drive Apparatuses For Elevators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V^ 211522 -KLASSE
35«. GRUPPE.
in FRANKFURT a. M.
Gegenstand dieser Erfindung ist eine Aufzugsvorrichtung,
welche nach Stillstand unter Last bei hoher Beschleunigung mit einem Anzugsmoment
angelassen werden kann, welches das Drehmoment bei voller Last und voller Geschwindigkeit
nur wenig übertrifft. Die am Schluß jedes Förderhubes in dem System aufgespeicherte
Energie wird nämlich bei Beginn des nächsten Förderhubes in Nutzarbeit umgewandelt
und unterstützt das Anlassen der Maschine.
Vorzugsweise eignet sich die Erfindung für Förderanlagen, sie ist aber auch bei allen
anderen Aufzugseinrichtungen anwendbar, bei denen die Last an einem über eine oder mehrere
Trommeln o. dgl. laufenden Seile hängt.
Bei den bekannten zylindrischen Fördertrommeln hängen die beiden Förderschalen an Seilen,
welche auf der Trommel nach entgegengesetzter Richtung aufgewickelt sind. Hier ist beim Anlassen
ein Drehmoment erforderlich, welches sowohl die Differenz der Gewichte der beiden
hängenden Massen einschließlich der Nutzlasten und der Seile selbst und andererseits den Trägheitswiderstand
aller beweglichen Massen zu überwinden vermag.
Da das Gewicht der Seile sehr beträchtlich im Vergleich zur Nutzlast ist, hat man „schon
ein Ausgleichsseil von gleichem Gewicht pro Längeneinheit wie das Lastseil von jeder der
beiden Förderschalen herabhängen lassen.
Bei einem anderen bekannten System sucht man das Drehmoment beim Anlassen vermittels
einer Trommel mit an verschiedenen Teilen ungleichen Durchmessern zu vermindern.
Die an den beiden Seilen hängenden Gewichte wirken auf die Trommel an verschiedenen
Durchmessern, und bei geeigneter Abmessung der Verhältnisse der Durchmesser ist es bisweilen möglich, die Seile und Unter Umständen
auch während der Anlaßzeit einen Teil der Last auszugleichen.
Gemäß der Erfindung werden nun diese beiden genannten Einrichtungen dazu benutzt,
einen Überausgleich bzw. ein positives Drehmoment beim Anfahren zu erzielen, so daß,
wenn die Bremsen gelöst werden, das Anfahren der Förderanlage unterstützt wird, und zwar
gegebenenfalls bis zu einem Anzugsmoment von solcher Größe, daß der Aufzugsmotor auch
während des Anlassens nur die normale Leistung herzugeben braucht.
Bei elektrischem Antrieb verringert vorliegende Erfindung ganz wesentlich die Belastungsschwankungen
in der Zentrale. Bei unmittelbarem Antrieb von der Zentrale sind daher keine weiteren Einrichtungen zum Aufspeichern
von Energie, wie Schwungmassen u. dgl. nötig. Ferner kann zum Antrieb jede
Gattung von Motoren, selbst solche mit kleinem Anzugsmoment verwendet werden.
Am besten eignet sich eine Trommel nach dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1, 2 und 3
mit einem zylindrischen Mittelteil α und zylindrischen
Enden b von kleinerem Durchmesser, die mit dem Mittelteil α durch konische oder
gekrümmte, entsprechend gestaltete Teile c verbunden sind. Die zylindrischen Endteile b be-
sitzen eine solche Länge, daß die volle Umdrehungszahl in der Zeit erreicht wird, in welcher
dieses zylindrische Ende mit dem aufzuwickelnden Seile bewickelt worden ist. Die
leere Schale g2 hängt an dem großen Durchmesser
der Trommel beim Anfange ihres Her-■ abstieges und hält so der vollen Schale g1 das
Gleichgewicht, welche beim Anfahren an dem kleinen Trommeldurchmesser hängt. Mit dieser
ίο Einrichtung kann, man ein positives Drehmoment
erzielen, so daß, wenn die Bremsen gelöst werden, die Förderanlage von selbst
anfährt mit einem Anzugsmoment, das dem des Aufzugsmotors bei voller Belastung gleich
oder noch größer ist.
Da bei dem neuen System die Förderschalen mit ungleicher Geschwindigkeit fahren, kann
eine Führungsseilscheibe d (Fig. 3) für das Ausgleichsseil f am Boden des Schachtes so angebracht
werden, daß sie sich nach Bedarf aufwärts und abwärts bewegt. Durch ein an diese
Scheibe angehängtes verschieden einstellbares Gewicht q läßt sich das Verhältnis der Seilspannungen
noch weiter ausgleichen, ohne die kinetische Energie der Förderanlage in demselben
Maße zu vergrößern. Dieses Gewicht bewegt sich nur mit einer Geschwindigkeit, die
gleich der halben Differenz der Geschwindigkeiten der beiden Förderschalen g1, g2 ist. Um
den Weg und die Geschwindigkeit des Gewichtes zu verringern, kann man auch mehrere Seilscheiben,
ähnlich wie bei einem Flaschenzuge anwenden (Fig. 4). Das Gewicht kann naturgemäß
durch jede gleichwertige Einrichtung ersetzt werden, die einen Zug in Verbindung
mit entsprechend angeordneten Führungsscheiben bewirkt.
Claims (5)
- Patent-An Sprüche:ι.· Aufzugsvorrichtung mit Ausgleich der Belastung, besonders für Förderanlagen, gekennzeichnet durch eine Trommel mit ungleichmäßigem Durchmesser und durch ein Ausgleichsseil mit solchem Gewicht, daß je nach der Stellung des Ausgleichsseiles und dem Durchmesser, mit dem es an der Trommel angreift, die Aufzugsvorrichtung die Bewegung der Last. beschleunigt oder hemmt.
- 2. AufzugsVorrichtung nach Anspruch 1 mit einer vertikal beweglich gelagerten Führungsscheibe für das Ausgleichsseil, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsscheibe eine solche Masse (Hilfsgewicht) besitzt, daß sie zum Ausgleich der Belastungs-Schwankungen beiträgt.
- 3. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verminderung der Weglänge der Hilfsmasse diese auf die Trommel unter Zwischenschaltung eines Flaschenzuges wirkt.
- 4. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 1 und den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel aus einem mittleren und zwei Endteilen von zylindrischer Form und aus zwei konischen Teilen besteht, die die Endteile mit dem Mittelteil größeren Durchmessers verbinden.
- 5. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrisehen Endteile so breit sind, daß das Seil sich auf ihnen aufgewickelt hat, sobald die normale Tourenzahl des Aufzuges erreicht ist:Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211522C true DE211522C (de) |
Family
ID=473324
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211522D Active DE211522C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211522C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193431B (de) * | 1959-02-19 | 1965-05-20 | Lothar Mueller | Lagervorrichtung fuer gleichartig geformte Gueter, insbesondere gefuellte Saecke |
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- DE DENDAT211522D patent/DE211522C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193431B (de) * | 1959-02-19 | 1965-05-20 | Lothar Mueller | Lagervorrichtung fuer gleichartig geformte Gueter, insbesondere gefuellte Saecke |
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