DE211440C - - Google Patents

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DE211440C
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DENDAT211440D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16GBELTS, CABLES, OR ROPES, PREDOMINANTLY USED FOR DRIVING PURPOSES; CHAINS; FITTINGS PREDOMINANTLY USED THEREFOR
    • F16G13/00Chains
    • F16G13/02Driving-chains
    • F16G13/04Toothed chains

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chain Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVl 211440 — KLASSE AId. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Oktober 1907 ab.
Die Erfindung bezweckt in der Hauptsache eine Vergrößerung der Gleitflächen der Gelenke von Treibketten.
Bei gelenkigen Treibketten hat man bisher , zwischen den zueinander bewegten Gelenkteilen eine im wesentlichen die volle Breite der Kette ausfüllende Lagerfläche dadurch geschaffen, daß man die Einzelteile, aus denen das Gelenk besteht, in gesonderten, durch die Kettenglieder
ίο hindurchtretenden Stücken angefertigt hat. Bei einer solchen Ausführungsform besteht das Gelenk aus einem Stift und zwei segmentartigen seitlichen Lagerteilen, die quer durch die Kettenglieder 'hindurchgehen; jeder dieser Lagerteile ist fest in ' einem der einander benachbarten Kettenglieder angebracht und dreht sich zusammen mit diesem Gliede, während zwischen die einander zugekehrten Lagerflächen der beiden seitlichen Teile der Stift so eingesetzt ist, daß er sich bei der Durchbiegung der Kettenglieder gegenüber den beiden Lagerflächen drehen kann.
Bei dieser Anordnung findet aber die gegenseitige Bewegung der Gelenkteile für gewöhnlieh nur auf einer Seite des mittleren Stiftes bei jeder Durchbiegung der Kettenglieder statt, d. h. die gegenseitige Bewegung findet das eine Mal zwischen dem mittleren Stift und der Lagerfläche der einen seitlichen Buchse, das andere Mal zwischen dem mittleren Stift und der anderen Buchse statt, und dieser Stift dreht sich nicht jedesmal gleichzeitig auf den beiden Gleitflächen, so daß infolgedessen die größte Ausdehnung der Gleit- oder Lagerfläche, die bei jeder Durchbiegung des Gelenks in Wirkung tritt, auf diejenige Längenausdehnung des einen seitlichen Buchsenteiles beschränkt bleibt, auf welcher die Berührung mit dem mittleren Stift des Gelenks stattfindet.
Demgegenüber wird nach der Erfindung eine gegenseitige Bewegung auf beiden Seiten des mittleren Stiftes gleichzeitig und bei jeder Durchbiegung der Glieder hervorgerufen, so daß sich die Gleitbewegung und Reibungsarbeit auf die beiden einander gegenüberliegenden Seiten des mittleren Stiftes verteilt.
Hierdurch wird die Flächenausdehnung, welche bei der gegenseitigen Bewegung während der Durchbiegung der Kettenglieder zu gleicher Zeit in Wirksamkeit tritt, verdoppelt, während auf jeder Seite des mittleren Stiftes die nötige Bewegung auf etwa die Hälfte verringert wird, so daß also auch die Geschwindigkeit der Bewegung zwischen diesen aufeinanderwirkenden Flächen nur halb so groß ist als bei den Ketten der bisher üblichen Ausführung. Hierdurch wird die Widerstandsfähigkeit des Gelenks gegen Abnutzung entsprechend erhöht und die Gebrauchsdauer der Kette verlängert. Diese Neuerung läßt sich bei Treibketten verschiedener Ausführungsformen anwenden, bei denen an der Gelenkstelle ein mittlerer Stift vorhanden ist, der auf entgegengesetzten Seiten Auflageflächen besitzt, die mit entsprechenden Lagerflächen der benachbarten Kettenglieder zu- 6g sammen wirken.
In den Zeichnungen ist Fig. ι eine Oberansicht dreier Glieder einer Kette mit sogenannten Blockgliedern. Fig. 2 und 3 stellen die einzelnen Glieder der in Fig. 1 veranschaulichten Kette in schaubildlicher Ansicht dar und zeigen die Gestaltung der Öffnungen an den Enden der Gliederplatten. Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Glieder, die hier auf einem abgebrochenen Teil eines Kettenrades hegen, und zeigt eine Ausführungsform der Gelenkemrichtung gemäß der Erfindung. Fig. 5 zeigt in der Oberansicht drei Kettenglieder, von denen jedes aus mehreren Platten besteht, und Fig. 6 ist eine entsprechende Seitenansicht, nach welcher diese GHeder an einem abgebrochenen Teil eines Kettenrades angreifen. Fig. 7 zeigt in schaubildlicher Ansicht die auseinandergenommenen Teile des Kettengelenks und außerdem eine geringfügige Änderung in der Ausführung eines dieser Teile. Fig. 8 ist ein wagerechter Schnitt dreier aus mehreren Platten bestehenden Glieder nach Art der in Fig. 5 und 6 gezeigten Kette, nur daß eine größere Anzahl von Platten vorhanden ist. Fig. 9 ist eine Oberansicht eines Teiles einer solchen Kette mit einer etwas geänderten Ausführung des Gelenks, Fig. 10 die entsprechende Seitenansicht dazu, bei der das eine Gelenk im Schnitt erscheint. Fig. 11 ist ein entsprechender wagerechter Schnitt nach X-X der Fig. 10. Fig. 12 zeigt in der Oberansicht einen Teil einer Treibkette mit geänderter Ausführung des Gelenks, während Fig. 13 eine entsprechende Seitenansicht ist, bei welcher das eine Glied abgebrochen ist, um das Gelenk deutlicher erkennen zu lassen. Fig. 14 ist ein senkrechter Schnitt eines einzelnen Gliederstückes.
Nach Fig. 1 bis 4 und Fig. 7 ist die Erfindung bei einer Kette mit massiven oder Blockgliedern angewendet, d. h. bei einer Kette, bei der die einander benachbarten Glieder abwechselnd aus zwei Seitenplatten 1 und einem massiven Blockglied 2 bestehen. Dieses Glied erfaßt die Zähne des Kettenrades mit seinem Ende, während die Lagerflächen für den mittleren Stift des Gelenkes an den Gliedplatten selbst angearbeitet sein können. Hierzu sind zweckmäßig seitliche Auflagestücke 3 und 4 (Fig. 7) eingesetzt, zu welchem Zwecke in den Enden der Gliedstücke Öffnungen vorgesehen sind, die in Auskerbungen 6 eines von den seitlichen Lagerstücken 3, 4 unverrückbar halten und
' zugleich dem anderen seitlichen . Lagerstück sowie dem mittleren Stift 5, welcher durch die Öffnungen hindurchtritt, freie Bewegung gestatten.
Nach der dargestellten Ausführungsform besitzen die seitlichen Lagerteile 3 und 4 erhaben gewölbte Auflageflächen, während der mittlere Stift 5 entsprechend vertieft gewölbte Auflageflächen an seinen einander entgegengesetzten Seiten besitzt, um hier mit den seitlichen Lagerstücken in der aus Fig. 7 erkennbaren Weise zusammenzuwirken.
Der mittlere Stift 5 kann mit abgesetzten, vorstehenden Enden 7 zur Aufnahme der Scheiben 8 versehen sein, welche die verschiedenen Teile am Gelenk zusammenhalten; oder es können auch diese abgesetzten Enden, wie bei 16 in Fig. 7 gezeigt, an einem von den seitliehen Lagerstücken vorgesehen sein. Der erweiterte Teil 9 der Öffnungen gestattet dem anderen Lagerstück freie Bewegung und gewährt zugleich dem mittleren Stift freies Spiel, da dieser Zapfen bei der Durchbiegung der Glieder, die beim Auflaufen auf das Rad sowie beim Verlassen des Rades erfolgt, eine gewisse Bewegung in annähernd radialem Sinne macht.
Die Anwendung dieser Gelenkausführung bei einer Kette mit aus mehreren Platten bestehenden Gliedern, wobei diese Glieder aus bogenförmigen Platten bestehen, die auf den Zapfen mit entsprechenden Platten des be-. nachbarten Gliedes abwechseln, ist in Fig. 5 und 6 dargestellt. Bei dieser Ausführung sind die Platten 17 und 18 der benachbarten Kettenglieder mit Öffnungen, ähnlich den in Fig. 2 und 3 dargestellten, ausgestattet. In diesen Öffnungen sind die Lagerstücke 3, 4 und der Zapfen 5 in der vorbeschriebenen Weise untergebracht, d. h. eins von den seitlichen Lagerstücken, beispielsweise 4, sitzt fest in den Öffnungen 6 der Platten 17 des einen Kettengliedes, das andere seitliche Stück 3 fest in den Öffnungen 6 der Platten 18 des folgenden Kettengliedes, und das mittlere Stück 5 mit den doppelten, vertieft gewölbten Flächen liegt in der Öffnung zwischen den erhaben gewölbten Flächen der Lagerstücke 3 und 4.
Nach Fig. 12, 13 und 14 ist die Erfindung bei einer Kette nach Art einer Transportkette angewendet dargestellt, bei welcher die einzelnen Gelenke aus zusammenhängenden Gliedern mit zwei seitlichen Lappen 10 bestehen, die am einen Gelenkende durch eine Querstange 11 verbunden sind. Am anderen Ende haben die Glieder einen hakenartigen Vorsprung 12. Eine von den seitlichen, erhaben gewölbten Auflageflächen für das Gelenk kann' an der Querstange 11 und die andere seitliche, erhaben gewölbte Fläche an dem hakenartigen Vorsprung 12 vorgesehen sein, während der mittlere Stift 5 durch Öffnungen 13 der Lappen 10 hindurchgesteckt ist.
Bei den Gelenken' der bisher beschriebenen verschiedenen Kettenarten wirkt der mittlere Stift mit seinen doppelten, vertieft gewölbten Flächen derart mit den seitlichen, erhaben gewölbten oder teilweise zylindrischen Lagerflächen zusammen, daß er bei der Durchbiegung der Kettenglieder sich gleichzeitig auf den. beiden seitlichen Lagerflächen verschiebt, in-
dem die erhaben gewölbte Fläche des einen Gliedes sich in der vertieft gewölbten Fläche auf der einen Seite des mittleren Stiftes dreht und den Stift veranlaßt, sich seinerseits auf der anderen seitlichen Auflagefläche zu drehen, so daß also die Bewegung auf jeder Seite nur die Hälfte der Winkelbewegung beträgt, die zwischen den einander benachbarten Gliedern stattfindet. Hierdurch wird die Größe der
ίο wirksamen Auflagefläche jedes Gelenkes erheblich vergrößert, indem diese Fläche sich auf das Doppelte der Länge des mittleren Stiftes erstreckt, und zugleich wird die Bewegungsgeschwindigkeit der einen Fläche des
Gelenkes auf der anderen erheblich verringert.
Vermöge der Einrichtung, daß der mittlere
Stift seinem Querschnitt nach doppelt gewölbt ist, erhält er eine Relativbewegung gegenüber den beiden seitlichen Auflagerflächen und wird, mit seiner Achse in der Halbierungsebene der Auflager verbleibend, in dieser Ebene unverdrehbar festgehalten.
Mit Bezug auf Fig. 9, 10 und 11 sei bemerkt, daß die gleichen Vorteile sich einigermaßen auch mit einem mittleren Stift 19 von im wesentlichen zylindrischer Form und mit zwei entgegengesetzten, erhaben gewölbten Gleitflächen erreichen lassen, welche sich gegen die seitlichen Buchsen 20 und .21 anlegen, solern auf irgendeine Weise dafür gesorgt ist, daß der mittlere Stift daran gehindert wird, sich zusammen mit einem der Kettenglieder bzw. dessen Lagerbuchse zu drehen, und daß dieser Stift eine gleichzeitige Relativbewegung auf beiden Lagerfiächen im wesentlichen gleich der Hälfte der gesamten Winkelbewegung vollführt. Nach Fig. 9 und 10 kann dies in der Weise bewerkstelligt werden, daß man eine Feder mit zwei Armen 14 und 15 anwendet, von denen der eine Arm an den Platten des einen Gelenkes und der andere Arm an den
Platten des benachbarten Gelenkes befestigt ist, während die Feder in ihrer Mitte mit dem mittleren Stift 19 fest verbunden ist. Bei der Durchbiegung dieses Gelenkes dreht und verschiebt sich jedes seitliche Lagerstück (Buchse oder 21) gleichzeitig auf dem mittleren Stift und zugleich unterliegt die Feder auf beiden Seiten einer gleichmäßigen Spannung, so daß bei dieser Lagerung etwa die Hälfte der für die Durchbiegung des Gelenkes erforderlichen Bewegung auf jeder Seite des Gelenkzapfens stattfindet und somit", dieser Zapfen in der Halbierungsebene, der durchgebogenen Kettenglieder unverdreht stillsteht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Treibkette mit einem zwischen zwei gewölbten, in den zugehörigen Gelenkteilen befestigten Lagerschalen angeordneten Gelenkzapfen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkzapfen so gestaltet oder mit den benachbarten Kettengliedern verbunden ist, daß er sich bei jeder Durchbiegungsbewegung des Kettengelenkes gegenüber beiden Auflagerflächen bewegt.
2. Treibkette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkzapfen (5) mit zwei entgegengesetzt einwärts gewölbten Lagerflächen versehen ist, die mit entsprechend erhaben gewölbten Lagerfiächen (3, 4) der benachbarten Kettenglieder zusammenwirken.
.3. Treibkette nach Anspruch 1, dadurch ; gekennzeichnet, daß an dem Gelenkzapfen von bekannter zylindrischer Form eine Feder (14,15) befestigt ist, deren eines Ende mit dem einen benachbarten Kettenglied (17) und deren anderes Ende mit dem anderen benachbarten Kettengliede (18) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE211440C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067674B (de) * 1956-01-24 1959-10-22 Carl Honsel Foerderkette, vorzugsweise Zahnkette fuer Papierverarbeitungsmaschinen
DE2844916A1 (de) * 1977-12-27 1979-07-05 Leipzig Inst Foerdertech Kettengelenk, insbesondere fuer eimerketten von eimerkettenbaggern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067674B (de) * 1956-01-24 1959-10-22 Carl Honsel Foerderkette, vorzugsweise Zahnkette fuer Papierverarbeitungsmaschinen
DE2844916A1 (de) * 1977-12-27 1979-07-05 Leipzig Inst Foerdertech Kettengelenk, insbesondere fuer eimerketten von eimerkettenbaggern

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