DE83336C - - Google Patents
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- DE83336C DE83336C DENDAT83336D DE83336DA DE83336C DE 83336 C DE83336 C DE 83336C DE NDAT83336 D DENDAT83336 D DE NDAT83336D DE 83336D A DE83336D A DE 83336DA DE 83336 C DE83336 C DE 83336C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16G—BELTS, CABLES, OR ROPES, PREDOMINANTLY USED FOR DRIVING PURPOSES; CHAINS; FITTINGS PREDOMINANTLY USED THEREFOR
- F16G13/00—Chains
- F16G13/02—Driving-chains
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Details Of Gearings (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
EVERETT FLEET MORSE in TRUMANSBURG (ToMPKiNs County, New-York, V. St. A.).
Gelenkkette mit rollenden Gelenken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1893 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Gelenkkette, deren Gelenke so gestaltet sind,
dais beim Auflauf der Kette auf ein Zahnrad und beim Ablauf der Kette von demselben der
eine Theil jedes Gelenkes auf dem anderen Theil eine rollende Bewegung ausführt, zum
Zweck, die Reibung zwischen den sich berührenden Theilen der Gelenke und die sich
daraus ergebende Abnutzung dieser Theile auf das geringste Mafs zu beschränken, sowie ferner
die nicht einwandsfreie Benutzung von Schmiermitteln zu beseitigen.
Es sind schon früher Gelenkketten erdacht worden (z. B. Patent Nr. 63921), bei welchen
jedes Gelenk von einer Schneide und einer dachförmigen Pfanne gebildet ist. Bei diesen
Ketten können beide Gelenktheile wohl um einen beschränkten Winkel schwingen, nicht
aber auf einander rollen, da die Pfanne der scharfen (oder etwas abgerundeten) Schneide
keine ebene oder annähernd ebene Fläche darbietet, was zur Erzielung einer rollenden Bewegung
erforderlich ist.
Aufserdem sind bei der eben genannten Kette die Schneide und die Pfanne jedes Gelenkes
nicht eingeschlossen, also nicht gegen Staub geschützt, weil die Kette aus lauter offenen
Gliedern besteht.
Die gemäfs der Erfindung hergestellte Kette ist dagegen abwechselnd aus offenen und geschlossenen
Gliedern — abgesehen von den Gelenken — ebenso gebildet wie die Treibketten
von Fahrrädern. Diese Treibketten laufen als endlose Ketten über zwei Zahnräder,
von denen das eine auf einer Treibwelle, das andere auf einer getriebenen Welle befestigt
ist. Wenn die Glieder der Kette der Reihe nach auf die gezahnten Umfange der Zahnräder
auflaufen und diese verlassen, wobei deren Zähne auf einander folgend in die gleich
weit entfernten Oeffhungen, die von den offenen Gliedern der Kette gebildet sind, eintreten und
aus diesen Oeffhungen wieder heraustreten, so drehen sich die auf- und ablaufenden Glieder
in Bezug auf die ihnen zunächst auf den Rädern befindlichen Glieder um einen begrenzten
Winkel.
Infolge des nothwendigerweise grofsen Druckes und der sich daraus ergebenden Abnutzung,
,denen die Glieder der Kette beständig ausgesetzt sind, werden diese oft so verlängert,
dafs die Lage der offenen Glieder in Bezug auf die Zähne der Räder eine andere wird, was
verursacht, dafs die Zähne in die offenen Glieder schlecht eingreifen und aufserdem der
Reibungswiderstand der Kette bei deren Lauf über die Räder beträchtlich vermehrt wird.
Gegen diese Schwierigkeiten und Nachtheile wird als ein in gewissem Grade wirksames
Mittel eine reichliche Schmierung angewendet; diese ist aber auch nicht einwandsfrei sowohl
wegen der hinzukommenden Ausgaben, als auch wegen der Unbequemlichkeit und der unvermeidlichen Verschmierung der Kette und
der Räder. Alle diese Nachtheile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt, gemäfs
welcher zur Verbindung zweier benachbarter Glieder nicht, wie bisher, ein voller, runder
Bolzen dient, sondern zwei halbe Bolzen benutzt werden, deren sich berührende Flächen
so gebildet sind, dafs die beiden halben Bolzen nur eine rollende Bewegung auf einander aus^
führen können.
Auf der Zeichnuug ist
Fig. ι ein senkrechter Schnitt durch die Mitte eines Theiles einer gemäfs der Erfindung gebauten
Treibkette;
Fig. 2 zeigt eine ebenfalls zum Theil im Schnitt gezeichnete Seitenansicht dieser Kette;
Fig. 3 zeigt eine Oberansicht;
Fig. 4 ist ein vergrößerter Schnitt durch ein Gelenk.
Die Buchstaben A A bezeichnen die geschlossenen mittleren Glieder und B B die mit
diesen abwechselnden offenen Glieder der Zahnradkette. Diese Glieder sind in der gewöhnlichen
Weise angeordnet, d. h. so, dafs in der Kette gleich weit entfernte Oeffnungen, die zur
Aufnahme der Zähne der (nicht gezeichneten) Zahnräder dienen, mit den mittleren geschlossenen
Gliedern A abwechseln. Die geschlossenen Glieder A sind mit zwei cylindrischen Löchern
α α versehen, von denen das eine nahe dem einen, das andere nahe dem anderen Ende der
Glieder angeordnet ist. Jedes der beiden parallelen Seitenstücke B1B1 jedes offenen
Gliedes B hat an jedem Ende eine halbmondförmige Oeffnung b, in welche ein entsprechend
halbmondförmiger Bolzen C eingesteckt und sicher befestigt ist. Die beiden zu jedem
Gliede B gehörigen Bolzen C C verbinden die parallelen Seitenstücke B1B1 des Gliedes und
sind so angeordnet, dafs sie ihre concaven Flächen einander zukehren.
Die offenen Glieder B B haben solche Breite, dafs die mit ihnen abwechselnden geschlossenen
Glieder A A lose zwischen die Seiten der Glieder B hineinpassen. Die Glieder B und A
sind dadurch mit einander zu einer ununterbrochenen Kette verbunden, dafs die Bolzen C
durch die cylindrischen Endöffhungen α α der
geschlossenen Glieder hindurchgesteckt wurden. Die convexe Seite c jedes Bolzens C bildet
einen Bogen eines Kreises, dessen Radius unbedeutend kleiner ist als der der cylindrischen
Oeffnung a, in welche der Bolzen eingeschoben ist, um zwischen der Seite c des Bolzens und
der besagten Oeffnung einen sehr kleinen (in Wirklichkeit kaum merklichen) Spielraum zu
erhalten, der gerade grofs genug ist, um die nachstehend beschriebene frei rollende Bewegung
des Bolzens in der Oeffnung α zu gestatten.
Um diesen Bolzen C von dem zweiten, mit ihm zusammen wirkenden Bolzen D, der ebenfalls
in jedes Loch α der Mittelglieder A ein-. gesetzt ist, zu unterscheiden, wird er im Nachfolgenden
der »Sitzbolzen κ genannt. Das Wesentliche seiner Bauart ist die concave Sitz-'
fläche, die seiner convexen oder abgerundeten Seite c gegenüberliegt. Diese Sitzfläche ist
(wie aus dem vergröfserten Schnitt Fig. 4 hervorgeht) nicht eine wirklich concave Fläche,
sondern nur theilweise concav, insofern als ihr mittlerer Theil eine im wesentlichen flache
oder ebene Fläche d bildet, d. h. eine Ebene, die senkrecht zu den auf das Gelenk wirkenden
Kräften und parallel und nahe der Achse der Oeffnung α ist.
Um den Sitzbolzen C in der Querrichtung angemessen zu verstärken, sind an den gegenüber
stehenden Seiten der ebenen Berührungsfläche c' die ausgebauchten Seitentheile c" c"
gebildet, die parallel zu einander sind. Durch die so gewonnene Ausdehnung der Seiten des
Bolzens wird dem Bogen seiner convexen Rückseite c auch die Länge gegeben, welche nöfhig
ist, damit der Bolzen sich in der cylindrischen Oeffnung α richtig lagern läfst und dann darin
seine rollende Bewegung richtig ausführen kann.
Der mit dem Sitzbolzen C zusammen arbeitende Bolzen D, wegen seiner Wirkungsweise »rollender
Bolzen« genannt, hat eine an ihm gebildete abgerundete Rippe d', welche die ebene Fläche c'
des Sitzbolzens C berührt. Von dieser abgerundeten Rippe d' krümmen sich die Seiten
des Bolzens D allmählich auswärts in entgegengesetzten Richtungen, wie bei d" d" (Fig. 2) gezeigt
ist. Auf diese Weise hat der Bolzen eine breite convexe Rückseite erhalten, deren
Krümmungsradius gleich dem Radius des Loches α ist, und die sich gegen die anliegende
concave Seite dieses cylindrischen Loches a stützt. Die Abstände zwischen den Kantendes
rollenden Bolzens D und des Sitzbolzens C sind so zu bemessen, dafs die gewünschte
Winkelbewegung des zwei benachbarte Glieder A und B verbindenden Gelenkes stattfinden kann.
Da in jede Oeffnung α einer dieser rollenden
Bolzen D (lose oder fest) in der in der Zeichnung gezeigten Lage . eingesetzt, d. h. mit seiner
convexen Rückseite gegen die benachbarte innere Seite der zugehörigen Oeffnung α gebracht und
mit seiner einwärts vorspringenden abgerundeten ,Rippe d' dem ebenen Sitz c' des Sitzbolzens
zugekehrt ist, so mufs die Rippe d' beim Arbeiten des Gelenkes auf dem ebenen Sitze c'
rollen, anstatt darauf zu gleiten oder sich zu drehen.
Es ist klar, dafs sowohl der Sitzbolzen C, als auch der rollende Bolzen D aus Stahl, der
nachher zu härten ist, oder einem anderen harten und dauerhaften Material gemacht werden
müssen; es kann aber auch der Sitzbolzen C aus Stahl und der kleinere rollende Bolzen D
aus Achat oder einem anderen harten, zu dem Zweck geeigneten Stein gemacht werden.
Die Wirkungsweise des an Treibketten an-"
gebrachten Gelenkes ist folgende:
Der Sitzbolzen C mufs sich natürlich mit dem offenen Gliede B, dessen Seitenstücke B' B'
er verbindet, drehen, also der Bewegung dieses Gliedes, von welchem er einen Theil bildet,
folgen. Der zugehörige rollende Bolzen D mufs sich mit den mit den offenen Gliedern abwechselnden
geschlossenen Mittelgliedern A drehen.; Wenn das Gelenk arbeitet, rollen der
Sitzbolzen C und der rollende Bolzen D gegen einander, wodurch offenbar die ganze Reibung
des Gelenkes auf eine »rollende Reibung« beschränkt wird, und da die Berührungsflächen
glatt und innerhalb des Druckes, welchem das Gelenk unterworfen ist, vollkommen elastisch
sind, so tritt beim Arbeiten des Gelenkes sehr wenig Reibung auf und die Anwendung von
Schmiermitteln ist nicht erforderlich.
Gewünschtenfalls kann der rollende Bolzen -D in seiner richtigen Arbeitsstellung im Gelenk
durch irgend ein passendes Mittel befestigt werden, z. B. durch einen Niet oder kleinen
Stift, der in die convexe Rückseite des Bolzens und die benachbarte Seite der Oeffnung α im
Glied eingesetzt wird. Dies ist jedoch nicht immer nöthig.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Gelenkkette aus abwechselnd geschlossenen und offenen Gliedern, dadurch gekennzeichnet, dafs jeder Gelenkbolzen in zwei Bolzen D und C zerlegt ist, von denen D mit seiner gekrümmten Rückseite dicht an der Bohrung a des geschlossenen Gliedes A anliegt und eine an ihm gebildete abgerundete Rippe d' dem. Mittelpunkt der Bohrung zukehrt, während der zweite Bolzen C mit geringem Spiel durch die Bohrung α hindurchgeht, mit der an ihm gebildeten ebenen Fläche c' die Rippe d' berührt und mit den festen Seitenstücken B' B' des offenen Gliedes B verbunden ist, zum Zweck, beim Bewegen des einen Gliedes in Bezug auf das andere ein Rollen des einen Bolzens auf dem anderen zu erzielen und dadurch die Reibung zwischen den sich berührenden Theilen des Gelenkes auf das geringste Mafs zu beschränken.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83336C true DE83336C (de) |
Family
ID=355660
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83336D Active DE83336C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83336C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1026773C2 (nl) * | 2004-08-03 | 2006-02-06 | Gear Chain Ind Bv | Scharniersamenstel voor een transmissieketting en transmissieketting voorzien van een dergelijk scharniersamenstel. |
| DE102012024395A1 (de) * | 2012-12-13 | 2014-06-18 | Iwis Motorsysteme Gmbh & Co. Kg | Reibungsarme Hülsengelenkkette |
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1026773C2 (nl) * | 2004-08-03 | 2006-02-06 | Gear Chain Ind Bv | Scharniersamenstel voor een transmissieketting en transmissieketting voorzien van een dergelijk scharniersamenstel. |
| EP1624225A2 (de) | 2004-08-03 | 2006-02-08 | Gear Chain Industrial B.V. | Treibkette |
| US7306532B2 (en) | 2004-08-03 | 2007-12-11 | Gear Chain Industrial B.V. | Transmission chain |
| EP1624225A3 (de) * | 2004-08-03 | 2009-01-21 | Gear Chain Industrial B.V. | Treibkette |
| DE102012024395A1 (de) * | 2012-12-13 | 2014-06-18 | Iwis Motorsysteme Gmbh & Co. Kg | Reibungsarme Hülsengelenkkette |
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