DE211347C - - Google Patents
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- DE211347C DE211347C DENDAT211347D DE211347DA DE211347C DE 211347 C DE211347 C DE 211347C DE NDAT211347 D DENDAT211347 D DE NDAT211347D DE 211347D A DE211347D A DE 211347DA DE 211347 C DE211347 C DE 211347C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B1/00—Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
- D04B1/10—Patterned fabrics or articles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JV* 211347-KLASSE
25«. GRUPPE
Zusatz zum Patente 202264 vom 16. Juli 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Oktober 1907 ab. Längste Dauer: 15.JuIi 1922.
Gegenstand des Patentes 202264 bildet eine durchbrochene glatte Kulierware, bei der je
zwei benachbarte Maschen einer Maschenreihe einander kreuzen. Liegen die zur Kreuzung
gebrachten Maschenpaare in den einzelnen Maschenreihen versetzt zueinander, d. h. gehören
die zu übertragenden Maschen nicht in jeder Maschenreihe denselben Nadeln an, - so
ergibt sich die im Anspruch 2 des Hauptpatentes gekennzeichnete Ware. Bei dieser
liegen die Maschenstäbchen nicht wie bei den sonst bekannten Maschenbindungen in der
Längsrichtung der Ware parallel zueinander, sondern in diagonaler Richtung kreuzweise
übereinander. Erfolgt ferner die Übertragung der Maschen abwechselnd in der einen Maschenreihe
nach links, in der anderen Maschenreihe nach rechts, oder in einer beliebigen Anzahl
von aufeinanderfolgenden Maschenreihen nach links, in einer anderen Anzahl von Maschenreihen
nach rechts, so entsteht ein geflechtähnliches Maschengebilde, bei welchem die
kreuzweise übereinander liegenden Maschenstäbchen an ihren Kreuzungspunkten, ähnlich
wie bei einer aus Schuß und Kette bestehenden gewebten Ware, abwechselnd unter- und übereinander liegen und, von der rechten
Warenseite angesehen, gleichsam wie miteinander verflochten erscheinen.
Die Herstellung einer solchen Ware betrifft das vorliegende Verfahren. In Fig. 1 ist eine
Ware dargestellt, bei welcher in jeder Maschenreihe eine Kreuzung der Maschen vorgenommen
worden ist, in Fig. 2 eine solche, bei welcher zwischen den Reihen mit gekreuzten
Maschen je eine gewöhnliche glatte Reihe eingewirkt ist. In beiden Fällen sind die sonst
in der Längsrichtung der Ware parallel zueinander angeordneten Maschenstäbchen a, b
und c, d gegenseitig gekreuzt, und zwar derart, daß sie nicht etwa paarweise bzw. zu zweien
oder gar in größeren Gruppen, sondern einzeln, d. h. je eines nach links und eines nach rechts
verlaufend, einander kreuzen. Das vorliegende Verfahren zur Herstellung einer derartigen
Ware wird durch Fig. 3 und 4 veranschaulicht; danach wird in der einen Maschenreihe
(Fig. 3) je eine Masche α auf ihrer Nadel c belassen und je eine Masche b von ihrer
Nadel d nach links übertragen. In der nächstfolgenden Maschenreihe (Fig. 4) bleiben umgekehrt
die Maschen b auf ihren Nadeln d liegen, die Maschen α aber werden von ihren
Nadeln c abgenommen und nach rechts übertragen.
Eine derartige Herstellungsweise ergibt sich nicht ohne weiteres aus der Kennzeichnung
der Ware gemäß Anspruch 2 des Hauptpatentes. Wollte man so vorgehen, wie in
Fig. 5 gezeigt, indem man je zwei benachbarte Maschen α und δ auf ihren Nadeln beläßt,
während man je zwei weitere benachbarte Maschen c und d von ihren Nadeln abnimmt
und nun vier Nadelteilungen seitwärts
auf die leergewordenen Nadeln der vorhergehenden Maschenpaare überträgt, so kommt
auf je vier Maschen ein Kreuzungspunkt, während bei dem Verfahren laut Fig. 3 und 4
aber schon auf je zwei Maschen ein solcher Kreuzungspunkt sich ergibt. Oder läßt man,
wie in Fig. 6, die Kreuzung der Maschen derart erfolgen, daß zwischen den zu übertragenden
Maschen α mindestens je zwei Maschen b und c auf ihren Nadeln belassen werden, die
Übertragung selbst jedoch über zwei Nadeln geht, so ist hierbei die Bildung von doppelten
Maschen unvermeidlich, da die übernächsten Nebennadeln d der abgenommenen Maschen a,
auf welche diese gehängt werden sollen, eigene Maschen c besitzen und somit, nach erfolgter
Übertragung, je zwei Maschen α und c erhalten, die bei der weiteren Verarbeitung der
Ware als doppelte Maschen herauskommen.
Durch das Vorhandensein der letzteren verliert aber die Ware nicht nur das Aussehen eines
glatten Geflechtes, sondern ganz besonders auch einen nicht geringen Teil ihrer Solidität,
indem dadurch große Durchbrechungen hervorgerufen werden, die die Widerstandskraft
der Faden verbindung nachteilig beeinflussen. Gegenüber den sonst bekannten Maschenbindungen
bietet die nach vorstehendem Verfahren hergestellte Ware den Vorteil einer außerordentlichen Widerständsfähigkeit. Es
ist beispielsweise bekannt, daß gewöhnliche Ware bei Verwendung von spröden Garnen
sehr leicht bricht, indem die durch ihre Elastizität hervorgerufene Reibung der Fäden
vermöge der harten Eigenschaft der letzteren eine sehr intensive ist und daher ein rasches
Durchschneiden der Fäden bewirkt. Die Bindung der vorliegenden Ware beseitigt diesen
Mißstand dadurch, daß die ihr innewohnende Elastizität eine Reibung des dazu verwendeten
Fadenmaterials nicht bedingt, weil sich dabei nur die Richtung der Maschenstäbchen verändert,
eine Scheuerung der ineinandergreifenden Maschen selbst jedoch nicht stattfindet.
Wird z. B. eine solche Ware in ihrer Breitrichtung auseinandergezogen, so beobachtet
man nur eine Verschiebung der Richtung der Maschenstäbchen, wobei sich diese zu einem
dichten, geflechtähnlichen Maschengebilde zusammenschließen und der Ware dadurch eine
sonst unerreichte Widerstandsfähigkeit verleihen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Herstellung einer durchbrochenen glatten Kulierware nach Anspruch 2 des Patentes 202264, dadurch gekennzeichnet, daß man in jeder durchbrochenen Maschenreihe je eine Masche (b, Fig. 3 bzw. a, Fig. 4) auf ihre übernächste Nachbarnadel überträgt und je eine Masche auf ihrer Nadel beläßt und dabei die abgenommenen . Maschen abwechselnd in der einen Maschenreihe nach links, in der anderen Maschenreihe nach rechts hängt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211347C true DE211347C (de) |
Family
ID=473169
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211347D Active DE211347C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211347C (de) |
-
0
- DE DENDAT211347D patent/DE211347C/de active Active
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