DE211309C - - Google Patents

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DE211309C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/10Guides or expanders for finishing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 211309 -' KLASSE Bö. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Oktober 1908 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Breithalten und zugleich auch zum Spannen bzw. Anspannen in der Laufrichtung von laufenden Gewebebahnen. Für das Spannen und das Breithalten von Gewebebahnen wurden bisher je eine Vorrichtung, beide getrennt voneinander, benutzt, indem die Längsspannung dadurch erzielt wurde, daß das Gewebe schlangenartig über eine Anzahl von Stäben geführt wurde, wobei dann beim Durchlauf der Gewebe durch die entstehende Reibung das Anspannen des Gewebes in der Laufrichtung erfolgt, während für das Breithalten die Gewebebahn über ein oder mehrere Breitstreckwalzeü geführt wurde, wobei diese Streckwalzen entweder in festen Lagern oder um ihre eigene Achse und um eine gemeinschaftliche Achse sich drehen.
Vorliegende Erfindung ist beispielsweise in einer Alisführungsform an einer Schermaschine in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, kann aber überall Verwendung finden, wo laufende Gewebebahnen sowohl in der Laufrichtung wie auch in der Breite gespannt zu halten sind.
Der Messerbalken 1 mit dem Untermesser und der Scherzylinder 2 (Fig. 1) bilden zusammen das Scherwerk. Die zu scherende Gewebebahn 20 wird über die Leitwalzen 6, 5, 4 und den Tisch 3 dem Scherwerk zugeführt.
Die Kettenräder 14 (Fig. 6) sind beiderseits der Maschine auf Zapfen 24 und 25 drehbar gelagert und stehen durch Ketten 13 . und Kettenräder 12, welch letztere auf einer gemeinsamen Welle 21 befestigt sind, in Verbindung mit einem Einstellrad 11. Daher wird eine dem Rad 11 gegebene Drehung oder Einstellung auch beiden Rädern 14 mitgeteilt. Eine nicht dargestellte Bremsvorrichtung hält das Rad 1.1 und damit auch die Räder 14 in' der gegebenen Stellung fest. Die Räder 14 sind zugleich als Lager für die um ihre eigene Achse drehbaren Breitstreckwalzen 15 und 16 ausgebildet, welche Walzen mit den Zapfen 26 in den Lagerstellen der Räder 14 gelagert sind. Der Radzapfen 24 ist durchbohrt und nimmt eine Welle auf, welche einerseits das Kettenrad 10 und anderseits das Zahnrad 22 trägt. Zahnrad 17 und Zahnrad 18 sind fest mit der Breitstreckwalze 16 verbunden. Rad 19 sitzt fest auf der Breitstreckwalze 15.
Von der Hauptwelle 7 aus (Fig. 1) wird durch Kettenrad 8 und Kette 9 das Rad 10 und damit auch Zahnrad 22 (Fig. 6) in Umdrehung versetzt, welche Drehung durch die vorerwähnten Zahnräder 17, 18 und 19 auch den Breitstreckwalzen 15 und 16 mitgeteilt wird. Es laufen diese Streckwalzen somit in entgegengesetzter Drehrichtung. Diese Drehung der Streckwalzen und auch die Drehrichtung ändert sich nicht, gleichviel in welche Stellung nun die Räder 14 mittels Handrad 11 gebracht werden, und es ist eine Drehung bzw. ein Vor- oder Rückstellen der Räder 14 während der Drehung der Walzen 15 und 16 unabhängig von dieser möglich.
Die Wirkung dieser Anordnung ist nachstehende: Die Gewebebahn 20 (Fig. 1 bis 5) wird zwischen den Walzen 15 und 16 durchgeführt bei einer Walzenstellung nach Fig. 1. Die Stoffbahn 20 läuft durch, ohne von den
rotierenden Walzen 15 und 16 beröhrt zu werden. Durch Drehen am Handrad 11 kann nun die Lage dieser Streckwalzen derart verstellt werden, daß sich diese Walzen gegen den Stoff anlegen. Je nach Einstellung der Walzen berührt die Stoffbahn die Walzen nur leicht (Fig. 2) oder sie legt sich fast ganz um die Streckwalzen (Fig. 3). Die Breitstreckwalzen laufen bekanntlich entgegen der Stoff- bahnlaufrichtung und halten je nach Angriffsfläche den Stoff mehr oder weniger nach der Breite hin gespannt, zugleich aber wird durch die zwischen Stoff und Walze auftretende Reibung der Stoff in der Längsrichtung gebremst bzw. gespannt und nimmt die Spannung je nach Angriffsfläche der Walzen ebenfalls zu oder ab, so daß durch eine Stellungsänderung der Walzen ihre ■ Wirkung sowohl in der Längsrichtung sowie in der Breitenrichtung geändert wird.
Diese Einwirkung hat nun ihre besonderen Vorteile, hauptsächlich an Schermaschinen für Stickereien. Ist nämlich die Beschaffenheit der Stoffbahn derart, daß sie eine ziemlich feste Längsspannung erhalten muß, so ist die Gefahr vorhanden, daß sich die Stoffbahn in der Breitenrichtung zusammenzieht und sich Längsfalten bilden, um so mehr, je stärker die Längsspannung ist. Eine Verstärkung der Längsspannung wird bei dieser Einrichtung dadurch erzielt, daß durch eine Lageänderung der Streckwalzen die Reibung zwischen Stoff und Walze vermehrt wird. Dies bedingt jedoch, daß die Angriffsfläche der Breitstreckwalzen als solche ebenfalls größer wird, so daß bei zunehmender Längsspannung auch die Breiten Spannung zunimmt, wodurch trotz starker Längsspannung eine Faltenbildung in der Laufrichtung verhindert wird. Bei glatter Stoffbahn, die wenig Spannung erfordert, wird durch leichtes Anliegen an die Walzen die Längsspannung erreicht; wenig Längspannung erfordert jedoch auch geringe Seitenspannung, da bei starker Seitenspannung und schwacher Längsspannung der umgekehrte Fall eintreten und sich Querfalten bilden können. Das wird jedoch dadurch vermieden, daß bei schwacher Längsspannung auch die Seitenspannung dementsprechend geringer ist.
Eine weitere Möglichkeit der Walzenver-Schiebung ist in Fig. 7 bis 9 veranschaulicht; die Wirkungsweise ist jedoch die gleiche, indem ebenfalls durch Lageänderung der Breitstreckwalzen deren Wirkung auf die Stoffbahn dadurch geändert wird, daß die Walzen an der Stoffbahn mehr oder weniger Angriffsfläche erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ■
    Langsspann- und Breitstreckvorrichtung für laufende Gewebebahnen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Breitstreckwalze zu mindestens einer anderen unabhängig von den Drehungen der Walzen um ihre Achsen so verstellbar ist, daß durch die Verstellung die Anliegefläche des Stoffes an der bzw. den Streckwalzen verändert wird und so dieselben den Stoff neben der Breitstreckung in veränderbarem Maße längsspannen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, cedruckt in der reichsdruckerei.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741807C (de) * 1941-05-01 1943-11-17 Dornbusch & Co Vorrichtung zum Breithalten von in Maschinen, wie z. B. Praegekalandern, einlaufenden Werkstoffbahnen, insbesondere Papierbahnen
DE1078529B (de) * 1955-06-23 1960-03-31 A C Scholaert Ets Verfahren und Vorrichtung zum Rauhen von Textilstoffbahnen
US4085700A (en) * 1976-12-15 1978-04-25 Milliken Research Corporation Apparatus for sculpturing pile fabrics
US4112560A (en) * 1976-12-15 1978-09-12 Milliken Research Corporation Method for sculpturing pile fabrics

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US4085700A (en) * 1976-12-15 1978-04-25 Milliken Research Corporation Apparatus for sculpturing pile fabrics
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