DE2108239C3 - Verfahren zur Herstellung von Tri-n-octyl-aluminium - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Tri-n-octyl-aluminiumInfo
- Publication number
- DE2108239C3 DE2108239C3 DE19712108239 DE2108239A DE2108239C3 DE 2108239 C3 DE2108239 C3 DE 2108239C3 DE 19712108239 DE19712108239 DE 19712108239 DE 2108239 A DE2108239 A DE 2108239A DE 2108239 C3 DE2108239 C3 DE 2108239C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- iso
- octene
- aluminum
- octyl
- tri
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Tn-n-oct\l-aluminium aus n-Octen-1
durch Umsetzung mit Di-iso-butyl-aluminium-hydrid Oder Tri-iso-butyl-aluminium, das dadurch gekennzeichriet
ist, daß man Octen. das neben n-Octen-1 0,1 bis 5% an iso-Octen vom Typ CH2 = CRiR2 (Ri und R2
bedeuten Alkylreste, deren Kohlenstoffatome zusammen die Anzahl 6 ergeben) enthält, mit Chlorwasserstoff
behandelt und ohne Abtrennung des gebildeten Anteil;.
iso-Octylchlorid mit Di-iso-butyl-aluminium-hydrid oder Tri-iso-butyl-aluminium umsetzt, wobei das mit
Chlorwasserstoff behandelte Octen dem Di-iso-butylaluminium-hydrid
oder dem Tri-iso-butyl-aluminium hinzugefügt wird.
Tri-n-octyl-aluminium wird für die Herstellung von
Di-n-octyl-zinn-Verbindungen benötigt, die wiederum als Stabilisatoren für chlorhaltige Polymerisate Verwendung
finden.
Im Gegensat/ zu den ungiftigen Di-n-octyl-zinn-Verbindungen
sind die entsprechenden iso-Octyl-Verbindungen toxisch. Deshalb bestehen Reinheitsforderungen
für n-Oetyl-zinn-Verbindungen, die als Stabilisatoren
für Kunststoffe, die im Lcbensmittelbereich eingesetzt werden, Verwendung finden.
Dac Bundesgesundheitsblatt, Nr. 18 vom 16.9 1968,
verlangt:
1. Das in den »Di-n-octylzinnverbindungen« enthaltene
Zinn muß zu mindestens 95% an n-Octylgruppen gebunden se;n.
2. Höchstens 3% des in den »Di-n-octylzinnverbinduiigen«
enthaltenen Zinns dürfen an lso-octylgruppen und Alkylgruppen mit wenigstens 8
Kohlenstoffatomen in Form von Di- und Tri-alkylzinnverbindungen
vorliegen; Methyl-, Äthyl- und Arylzinnverbindungen dürfen jedoch nicht nachweisbarsein.
Food and Drug Administration (FDA, USA) verlangt für den gleichen Verwendungszweck, daß der Anteil an
Ctrisomeren Alkylzinnverbindungen geringer als 0,2 Gew.-°/o ist.
Käufliches Octen enthält neben n-Octen-1 immer iso-Octen, insbesondere 1—2% 2-Äthylhexen-l. Stellt
man daraus über Tri-n-octyl-aluminium Di-n-octyl-zinn-Verbindungen
her. so enthalten diese entsprechende Anteile an iso-Octyl- bzw. Äthylhexyl-Gruppen. n-Octen-1
vom erforderlichen Reinheitsgrad, aus dem die hpnötieten Zinn-Verbindungen synthetisiert werden
könnten, kommt wegen des zu hohen Preises nicht in
Betracht
Ein praktisch durchführbares und preiswertes Reinigungsverfahren für Octen oder Octyl-Verbindungen,
das zu entsprechend reinen Produkten führt, gibt es bisher nicht
Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde gelegen hat, bestand darin, aus wohlfeilem,
einen gringen Anteil iso-Octen enthaltenden n-Octen Di-n-octyl-zinn-Verbindungen mit weniger als 0,2
Gew.-% iso-octyl-Anteil auf wirtschaftlich tragbarem
Wege zugänglich zu machen.
Ein bekanntes Verfahren (F. A s i η g e r, Chemie und
Technologie der Mono-Olefine, 1957, S. 234—250) zur
Abtrennung von iso-Buten von η-Buten durch Behandlung mit 65%iger Schwefelsäure ist für die Übertragung
auf die gestellte iufgabe nicht genügend einfach.
Es ist zwar bekannt, daß Halogen-Wasserstoffe sich
an tertiäre Olefine leichter als an n-Olefine anlagern (F. A singer, Chemie und Technologie der Mono-Olefine.
1957. Seiten 628 und 629). Die Abtrennung des dabei gebildeten Octylchlorids würde aber einen großtechnisch
nicht vertretbaren Aufwand darstellen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wurde das Wagnis unternommen, ein HCI-behandeltes Octen ohne
Abtrennung des iso-Octylchlorids mit Di-iso-butyl-aluminium-hydrid
umzusetzen Die Brauchbarkeit dieser Umsetzung -var nicht mit Sicherheit zu erwarten, ist
auch ohne besondere Gefahr nur in der Weise durchzuführen, daß man das iso-octylchloridhalti^'c
Octen zu dem Di-iso-butyl-aluminium-hydrid hinzugibt. Verfährt man in der umgekehrten Weise, dann verläuft
die Umsetzung unter gefährlich heftiger Wärmetönung und liefert andere unerwünschte Produkte.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Behandlung des eingesetzten Octens
mit HCI in an sich bekannter Weife, bevorzugt unter Druck von 1 bis 5 atü und Temperaturen von 0 bis 50° C.
erfolgen. Auch bei der Verdrängungsreaktion wird wie üblich verfahren, wobei aber das Di-iso-butyl-aluminium-hydrid
oder Tri-iso-butyl-aluminium vorgelegt wird und man das iso-Octylchlorid enthaltende Octen
hinzugibt. Die Verdrängung kann bei 100 bis 200'C
durchgeführt werden.
Auf diese Weise erhält man ein Tri-n-octyl-aluminiuni.
das praktisch iso-oetyl-frei ist und aus dem Di-n-octyl-zinn-Verbindungen der geforderten Reinheit
hergestellt werden können.
2887 g Oclen, das neben 95% n-Octen 1,2%
2-Äthylhexen-l enthält, wurden in einen 5-l-Stahlautoklav
mit Gasstutzen, Tauschstutzen, Manometer, Thermometer und Ankerrührer (125 U/min) eingefüllt und
die Rührung eingeschaltet. Durch den Gasstut/en wurde trockener Chlorwasserstoff zugegeben und
während der gesamten Versuchszeit auf 3 kg/cm2 Überdruck gehalten. Die Reaktionstemperatur stieg
langsam von 20"C (Raumtemperatur) auf 21°C. Nach 2 Stunden wurde der Versuch beendet, der Chlorwasserstoff
entspannt und der Inhalt des Autoklav in einen 6-1-Rundkolben mit Rührer eingefüllt. Es wurden 100 g
Na2COj zur Neutralisation von HCI zugesetzt und 10
Minuten lang gut durchgerührt. Überschüssiges Na2COj
wurde mittels Filtration durch ein Faltenfilter abgetrennt.
Ausbeute: 2830 g (98 Gew.-%) HCI-behandeltes Octen.
Die folgenden Operationen wurden unter Stickstoff als Schutzgas ausgeführt:
In einem 2-I-Rundkolben, der mit einem Thermometer,
einer vakuumdichten Rührvorrichtung, einem Rückflußkühler und einem Tropftrichter, der in ein bis
zum Kolbenboden reichendes Einleitungsrohr mündete, bestückt war, wurden 284 g Di-iso-butyl-aluminium-hydrid
vorgelegt und unter guter Rührung 358 g HCl-behandeltes Octen zugefügt (Vorsicht! Nicht
umgekehrt!). Bei der Zugabe des HCl-behandelten
Octens stieg die Reaktionstemperatur von 20° C (Raumtemperatur) auf 25°C an. Anschließend wurde die
Reaktionsmischung auf 1200C erwärmt, wobei iso-Buten
entwich. Innerhalb von 3 Stunden wurden dann noch 252 g HCl-behandeltes Octen über rropftrichtc· und
Einleitungsrohr zugetropft.
Danach wurde der Rückflußkühler abgenommen und statt dessen ein Destillatkühler mit Vorlage aufgesetzt.
Mittels einer ölpumpe wurde der Druck auf 100 Torr vermindert und eine letzte Portion von 212 g HCl-behandeltem
Octen innerhalb von. 3 Stunden über Tropftrichter und Einleitungsrohr zugegeben. Darauf
wurde die Reaktonsmischung von 1200C auf 80° C
abgekühlt und der Druck langsam von 100 Ton aui 10 Torr vermindert Nach einer weiteren Stunde wurde
mittels trockenem Stickstoff wieder Atmosphärendruck eingestellt, die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur
abgekühlt und die Rührung abgestellt.
Ausbeute: 711 g Tri-n-ociyl-aluminium mit der Alkylgruppen-Verteilung:
n-C8Hi7:98 Äquivalent-%
i-CeHt7: <0,l Äquivalent-%
i-CeHt7: <0,l Äquivalent-%
iS Im Verlaufe der Verdrängung wurden 227 g Isobuten
frei. Bei Ί00 Torr ging nicht umgesetztes Octen (134 g)
in die Vorlage. Es kann bei einem weiteren Ansatz Verwendung finden.
Claims (1)
- '■f"L·Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Tri-n-octyl-aluminiuin aus n-Octen-1 durch Umsetzung mit Di-iso-bu- S tyl-aluminiumhydrid oder Tri-iso-butyl-aluminium, dadurch gekennzeichnet, daß man Octen, das neben n-Octen-1 0,1 bis 5% an iso-Octen, vom Typ CH2 = CRiR2 (Ri und R2 bedeuten Alkylreste, deren Kohlenstoff a tome zusammen die Anzahl 6 ergeben) enthält, mit Chlorwasserstoff behandelt und ohne Abtrennung des gebildeten iso-Octylchlorids mit Di-iso-butyl-aluminium-hydrid oder Tri-isobutyl-aluminium umsetzt, wobei das mit Chlorwasserstoff behandelte Octen dem Di-iso-butyl-alurniniumhydrid oder dem Tri-iso-butyl-aluminium hinzugefügt wird.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712108239 DE2108239C3 (de) | 1971-02-20 | Verfahren zur Herstellung von Tri-n-octyl-aluminium | |
| IT20382/72A IT947431B (it) | 1971-02-20 | 1972-02-09 | Procedimento per preparare tri n ottil alluminio |
| NL7202211A NL7202211A (de) | 1971-02-20 | 1972-02-18 | |
| GB794272A GB1383804A (en) | 1971-02-20 | 1972-02-21 | Process for the manufacture of tri-n-octyl-aluminium |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712108239 DE2108239C3 (de) | 1971-02-20 | Verfahren zur Herstellung von Tri-n-octyl-aluminium |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2108239A1 DE2108239A1 (en) | 1972-08-31 |
| DE2108239B2 DE2108239B2 (de) | 1976-10-14 |
| DE2108239C3 true DE2108239C3 (de) | 1977-06-02 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2261386C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Magnesium und Aluminium-Alkoxiden | |
| DE1032741B (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminiumalkylen | |
| EP0041622A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Carbonaten | |
| DE69200399T2 (de) | Reinigung von 6-Aminocapronitril. | |
| DE1142608B (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminiumtrialkyl mit mindestens einer n-Octylgruppe | |
| DE69819948T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Monosilanen | |
| EP0358763A1 (de) | Verfahren zur herstellung von buten-1 | |
| DE2108239C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Tri-n-octyl-aluminium | |
| DE2550187C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Dichlorsilan durch Disproportionierung von Trichlorsilan in Gegenwart von N-substituiertem Pyrrolidon | |
| DE1158071B (de) | Verfahren zur Herstellung von ª†-Aminoisobutylgruppen enthaltenden siliciumorganischen Verbindungen | |
| DE2816748C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Dimethylaluminiumchlorid | |
| DE69201245T2 (de) | Verfahren zur Synthese von Hydrogenoperfluoralkanen. | |
| DE2234133A1 (de) | Verfahren zur herstellung von triarylboranen | |
| DE2649590A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkylphenylsulfiden | |
| DE2108239B2 (de) | Verfahren zur herstellung von tri-n-octyl-aluminium | |
| DE2329545C2 (de) | 1,2-Bis-oxazolinyl-(2)-cyclobutane und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP0042530A1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Thionylchlorid | |
| EP0838450B1 (de) | Verfahren zur Umsetzung von Grignardverbindungen mit Carbonylverbindungen und anschliessender Hydrolyse | |
| DE2950955C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Dimethylformamid | |
| DE2151917A1 (de) | Verfahren zur herstellung von tri-noctyl-aluminium | |
| DE2161254A1 (de) | Verfahren zur herstellung von reinem chlorkohlensaeureester | |
| DE2111723C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylvinylketon | |
| CH681725A5 (en) | Tri:chloro-silane deriv. prodn. for prepn. of silicone resins, etc. | |
| DE1168413B (de) | Verfahren zur Herstellung von Monomethylestermonoamiden carbocyclischer, aromatischer Dicarbonsaeuren | |
| DE1118771B (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Chlor und Brom in Form von leichtfluechtigen Alkylhalogeniden aus den bei der Umsetzung von Alkylaluminiumhalogeniden mit Silicium- bzw. Borverbindungen anfallenden Rueckstaenden |