DE209684C - - Google Patents

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DE209684C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M10/00Secondary cells; Manufacture thereof
    • H01M10/42Methods or arrangements for servicing or maintenance of secondary cells or secondary half-cells
    • H01M10/4242Regeneration of electrolyte or reactants
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/10Energy storage using batteries

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V^ 209684 KLASSE 21 b. GRUPPE
JOHANN STEINBACH in CÖLN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1907 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die Kapazität elektrischer Sammler auf eine billige Art durch eine einfache elektrolytische Arbeitsweise mit geringem Kraftaufwand in verhältnismäßig kurzer Zeit wesentlich zu erhöhen, ohne dabei die Lebensdauer der Elektroden merklich zu beeinträchtigen.
Ein Beispiel möge das Verfahren erläutern: Infolge Betriebsvergrößerung einer Fabrik
ίο ist deren elektrische Sammlerbatterie, welche durch Elektroden von Blei und wäßrige Schwefelsäure (spez. Gew. i,20 bis 1,23) als Elektrolyt gekennzeichnet ist, zu schwach geworden und soll daher behufs Beseitigung der damit verbundenen empfindlichen Störungen in geladenem oder mehr oder weniger entladenem Zustande dem neuen Verfahren unterworfen werden. Hierzu wird zunächst die Schwefelsäure aus den Zellen abgelassen bzw. ausgepumpt und durch taugliches Wasser ersetzt, welches lediglich durch die an und in den Elektroden, an den Wänden und auf den Böden der Zellen usw. haften gebliebene Schwefelsäure eine genügende elektrolytische Leitfähigkeit erhält. Die so entstandene wäßrige Schwefelsäure ist also derartig verdünnt, daß sie durchschnittlich in einem Liter nicht mehr als bis zu etwa 1 bis 5 g wasserfreie Schwefelsäure enthält; sie ist daher vielmehr schwefelsaures Wasser. Um das metallische Skelett der Elektroden bei Ausübung des neuen Verfahrens möglichst zu schonen, empfiehlt es sich, vorher im Wasser pro Liter durchschnittlich bis zu. etwa 1 bis 2 g Borsäure (auf wasserfreie bezogen) zu lösen.
Behufs Ausübung des neuen Verfahrens werden die Elektroden in der Regel mit einer Stromdichte von durchschnittlich bis zu etwa 20 bis 40 Ampere auf den Quadratmeter positiver Elektrodenoberfläche bei einer Badspannung von rund 2 bis 3 Volt und gewöhnlicher Temperatur des Elektrolyten zunächst bis zu etwa 240 Stunden lang in der einer Ladung umgekehrten Richtung und alsdann bis zu etwa 200 Stunden lang in der Riehtung einer Ladung möglichst ohne Unterbrechung der Elektrolyse unterworfen. Sollte während der letzteren im Elektrolyten durch Aufschließung von Bleisulfat in den Elektroden etwa ein nachteiliger Überschuß von Schwefelsäure auftreten, so ist er durch Wasser unschädlich zu machen. Die Anwendung des neuen Verfahrens bewirkt eine erheblich feinere Verteilung bzw. größere Oberfläche der wirksamen Masse, wodurch wiederum eine erheblieh erhöhte Kapazität der Elektroden bedingt wird. Nunmehr ersetzt man baldmöglichst das schwefelsaure bzw. schwefelsaure-borsaure Wasser wieder durch die Schwefelsäure und ladet zweckmäßig den Sammler mit mäßiger Stromstärke etwa bis zu 20 bis 30 Stunden lang auf. Nach einigen Entladungen wird die Kapazität wesentlich erhöht sein.
Durch die deutsche Patentschrift 174675 der Klasse 21 b ist ein Verfahren bekannt geworden, elektrische Sammler, die infolge von Verunreinigung (Sulfatation) oder Schrumpfung der wirksamen Massen oder aus anderen Gründen Kapazitätsschwund zeigen, durch Elektrolyse stark verdünnter Lösungen unter Ver- -70
Wendung von Sammlerpiatten als Elektroden zu regenerieren. Das bekannte Verfahren bezweckt also lediglich, verrottete Sammler in den ursprünglichen Zustand ihrer Aufnahmefähigkeit wieder zurückzuversetzen, aber keineswegs die Leistung von Sammlern, die nicht mit Kapazitätsschwund behaftet sind, wesentlich zu erhöhen. Auch unterscheidet sich das bekannte Verfahren von dem neuen grundsätzlich in der Elektrolytsubstanz.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Erhöhung der Kapazität elektrischer Sammler durch Elektrolyse sehr verdünnter Losungen unter Verwendung der Sammlerplatten als Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse vorgenommen wird, nachdem der aus den Zellen abgelassene oder ausgepumpte Betriebselektrolyt durch Wasser ersetzt ist, welches durch Aufnahme der in den Zellen- zurückgebliebenen Elektrolytreste die erforderliche Leitfähigkeit gewinnt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Schonung der metallischen Elektrodenskelette solches Wasser verwendet wird, welches geringe Mengen von Borsäure gelöst enthält.
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