DE209558C - - Google Patents

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DE209558C
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brake
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A19/00Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
    • F41A19/03Shot-velocity control

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 209558 -KLASSE 72 h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1905 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln der Schußzahl beim Dauerschießen von Maschinenwaffen, so daß, wenn die Waffe z. B. auf 400 Schuß in der Minute eingerichtet ist, es möglich wird, daß sie z. B. auch nur 200 Schuß abgibt. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Abzug mit einer Bremseinrichtung verbunden ist, durch welche das Abziehen selbsttätig verzögert wird.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform einer derartigen Einrichtung dargestellt.
Die Abzugstange a des Maschinengewehrs trägt in bekannter Weise eine Abzugnase h' und wird durch einen an der Hinterwand r des Gehäuses angebrachten Hebel 0 in ihrer Längsrichtung verschoben. Befindet sich die Stange α in ihrer Stellung am weitesten links, so stößt das Schloß beim Vorgehen mit seinem Abzughebel gegen die Abzugnase h', der Abzughebel wird verstellt und dadurch der Schuß abgefeuert.
Gemäß der Erfindung hat die Abzugstange a an ihrem vorderen Ende ein Gehäuse b mit zwei Bohrungen c und d, die durch eine größere Öffnung k und eine kleinere Öffnung η miteinander verbunden sind. In der Bohrung c spielt ein Kolben e, dessen vordere Kolbenstange f eine Feder I trägt und dessen hintere Stange g am Ende eine Nase h (zweite Ab-
■ zugnase) bildet und etwas weiter vorn eine Nase * trägt. Der Raum d ist mit Glyzerin oder einer anderen geeigneten Flüssigkeit gefüllt, die bei einer Verschiebung des Kolbens nach vorn hinter ihn durch die Öffnung k in den Kolbenzylinder eintritt.
Durch die Bewegung des Hebels 0 bis in die punktierte Stellung wird die Abzugstange a und damit das Gehäuse b mit dem Kolben β und Kolbenstange g um ein bestimmtes Maß zurückgezogen und dann in bekannter Weise das Schloß mit dem Patronenträger vorbewegt. Die Nase i wird dabei durch den vorgehenden Patronenträger erfaßt und nach vorn geschoben; infolgedessen tritt die Flüssigkeit hinter den Kolben e. Hört die Vorwärtsbewegung des Kolbens durch den gegen die Nase i drückenden und dann in die Höhe gehenden Patronenträger auf, so wird der Kolben e durch die Kolbenfeder I wieder nach hinten und dabei die Flüssigkeit wieder in den Zylinder d gedrückt. Da jedoch die Öffnung k durch den zurückgehenden Kolben bald verschlossen wird, so kann das Glyzerin nur noch durch die Öffnung n, welche durch die Stellschraube m beliebig erweitert oder verengt werden kann, wieder in den Raum d zurücktreten. Das Entweichen des Glyzerins durch die kleine Öffnung η verzögert die 60" Rückwärtsbewegung des Kolbens und damit die der Abzugnase h, so daß diese später an ihren Wirkungsplatz kommt, d. h. erst später an den Abzughebel des Schlosses stößt und das Gewehr abfeuert. Da diese Verzögerung in der Bewegung der Abzugnase nach jedem Schuß erfolgt, so ergibt sich ein langsameres Feuern des Maschinengewehres.
Mittels des an dem Hebel 0 sitzenden Knopfes p ist es möglich, die Wirkung des

Claims (5)

  1. Bremszylinders auszuschalten, so daß dann nur die Abzugnase h' in Wirkung treten kann. Es ist nicht notwendig, daß der Bremszylinder an der Abzugstange sitzt und die Bewegung der Abzugnase verzögert, er könnte auch am Abzüge selbst angebracht sein.
    ■ Patent-Ansprüche:
    ίο i. Vorrichtung zum Regeln der Schußzahl bei Maschinenwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß einer der das Abziehen vermittelnden Ansätze mit einer Bremseinrichtung verbunden ist, durch welche das Abziehen selbsttätig verzögert wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung an der Abzugstange (a) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugstange (a) außer dem gewöhnlichen, für normale Feuergeschwindigkeit dienenden Ansatz (Ji') mit einem von der Bremseinrichtung beeinflußten beweglichen Ansatz
    (h) in einer solchen Weise versehen ist, daß dessen Mitwirkung beim Abziehen zwecks Regelung der Feuergeschwindigkeit verzögert· wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abzugstange (a) ein Flüssigkeitsbremszylinder (b, c, d) angebracht ist, dessen Kolbenstange (g) zwei Nasen (h und i) derart trägt, daß durch den vorgehenden, gegen die eine Nase (i) wirkenden Patronenträger der Kolben (e) des Bremszylinders vorgeschoben wird, wobei die Bremsflüssig- · keit aus einer besonderen Kammer (d) hinter ihn tritt, worauf der Kolben (e) unter dem Einfluß einer Feder (I) und unter Verdrängung der Flüssigkeit und Verzögerung seiner Bewegung wieder zurückgeht und durch die zweite Nase (h) den Schuß abfeuert.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnelligkeit der Verdrängung der Bremsflüssigkeit durch den Bremskolben (ei und damit die Schußzahl mittels einer Stellschraube (m) geregelt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT209558D 1906-12-01 Active DE209558C (de)

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